Überblick
In diesem Abschnitt erhalten Sie einen Überblick über das Krankheitsbild und seine Relevanz für Ihre Gesundheit.
Wechseljahresbeschwerden sind sehr unterschiedlich ausgeprägt. Bei deinrezept kann eine Behandlung online angefragt werden: Sie füllen einen medizinischen Fragebogen aus, Ihre Angaben werden im Einzelfall ärztlich geprüft, und ein Rezept gibt es nur bei medizinischer Eignung. Bei einer hormonabhängigen Krebserkrankung, nach Herzinfarkt oder Schlaganfall und in der Schwangerschaft ist eine Online-Behandlung nicht möglich; ungeklärte Blutungen gehören immer in die gynäkologische Untersuchung. Ohne gynäkologische Untersuchung einschließlich Brust in den letzten 12 Monaten ist eine Online-Anfrage nicht möglich.
Die Wechseljahre – medizinisch als Klimakterium bezeichnet – sind eine natürliche Phase im Leben jeder Frau. Sie beginnen meist zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr und gehen mit hormonellen Veränderungen einher, die körperliche und seelische Beschwerden verursachen können.
Viele Frauen erleben die Wechseljahre sehr unterschiedlich: Während manche kaum Symptome verspüren, leiden andere erheblich unter Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen. Diese Beschwerden sind real und sollten ernst genommen werden.
Es stehen verschiedene Therapieoptionen zur Verfügung. Welche Behandlung geeignet ist, wird im Rahmen einer ärztlichen Konsultation individuell besprochen.
Was ist das?
Hier erfahren Sie, was diese Erkrankung medizinisch kennzeichnet und wie sie definiert wird.
Die Wechseljahre beschreiben den Übergang von der fruchtbaren Phase zur Menopause, also dem endgültigen Ausbleiben der Monatsblutung. Ursache ist die nachlassende Funktion der Eierstöcke und der damit verbundene Rückgang der weiblichen Hormone, insbesondere Östrogen und Progesteron.
Man unterscheidet mehrere Phasen:
- Prämenopause: Beginn hormoneller Schwankungen
- Perimenopause: Zeit um die letzte Regelblutung
- Postmenopause: Zeit nach der Menopause
Der Hormonmangel beeinflusst zahlreiche Organsysteme, darunter das Herz-Kreislauf-System, den Knochenstoffwechsel, die Schleimhäute und das Nervensystem.

Ihre Behandlung beginnt hier
Füllen Sie den medizinischen Fragebogen aus – ein zugelassener Arzt prüft Ihre Angaben und erstellt bei Eignung ein Rezept.
Ursachen
Die folgenden Informationen erläutern, welche Faktoren zur Entstehung dieser Erkrankung beitragen können.
Die Ursache der Wechseljahresbeschwerden liegt in der abnehmenden Hormonproduktion der Eierstöcke.
Östrogenmangel ist der Hauptfaktor für viele typische Symptome wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Schleimhautveränderungen.
Hormonelle Schwankungen in der Übergangsphase können Zyklusunregelmäßigkeiten, Brustspannen oder Stimmungsschwankungen verursachen.
Individuelle Faktoren wie genetische Veranlagung, Stress, Lebensstil und Vorerkrankungen beeinflussen, wie stark die Beschwerden wahrgenommen werden.
Auch operative Eingriffe, etwa die Entfernung der Eierstöcke, können zu einem abrupten Beginn der Wechseljahre führen.
Symptome
Dieser Abschnitt beschreibt die typischen Anzeichen und Beschwerden, auf die Sie achten sollten.
Die Beschwerden während der Wechseljahre sind vielfältig und können sich in unterschiedlicher Intensität zeigen.
Häufige körperliche Symptome sind:
- Hitzewallungen und Schweißausbrüche
- Schlafstörungen
- Herzklopfen
- Gewichtszunahme
Psychische Symptome können umfassen:
- Stimmungsschwankungen
- Reizbarkeit
- Depressive Verstimmungen
- Konzentrationsprobleme
Urogenitale Beschwerden sind:
- Scheidentrockenheit
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Häufiger Harndrang oder wiederkehrende Blasenentzündungen
Warnzeichen, die ärztlich abgeklärt werden sollten, sind starke Blutungen, anhaltende depressive Symptome oder plötzlich auftretende Beschwerden.

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Diagnose
Im Folgenden erfahren Sie, wie diese Erkrankung durch ärztliche Untersuchungen festgestellt wird.
Die Diagnose der Wechseljahre basiert in erster Linie auf den typischen Symptomen und dem Lebensalter der Frau.
Hormonuntersuchungen sind in den meisten Fällen nicht erforderlich, können jedoch bei unklaren Beschwerden oder sehr frühem Beginn sinnvoll sein. Dabei werden unter anderem FSH- und Östrogenwerte bestimmt.
Eine gynäkologische Untersuchung dient dazu, andere Ursachen für Blutungsstörungen oder Beschwerden auszuschließen.
Auch im Rahmen einer Online-Konsultation können Symptome strukturiert erfasst und mögliche Behandlungsoptionen besprochen werden.
Behandlung
Hier werden die verfügbaren Therapieoptionen und deren Wirkungsweise erläutert.
Die Behandlung von Wechseljahresbeschwerden richtet sich nach Art und Schwere der Symptome sowie nach individuellen Risikofaktoren.
Hormonersatztherapie (HRT) ist eine etablierte Behandlungsoption bei ausgeprägten Beschwerden. Sie ist eine verschreibungspflichtige Behandlungsoption, deren Eignung individuell ärztlich geprüft wird. Je nach Situation werden Östrogene allein oder in Kombination mit Gestagenen eingesetzt. Mögliche Nebenwirkungen sind Brustspannen oder leichte Blutungen.
Lokale Östrogene werden bei Scheidentrockenheit eingesetzt und wirken direkt vor Ort mit geringer systemischer Belastung.
Nicht-hormonelle Therapien umfassen pflanzliche Präparate, Antidepressiva in niedriger Dosierung oder bestimmte Blutdruckmedikamente, die Hitzewallungen reduzieren können.
Wichtige Kontraindikationen für eine systemische HRT sind:
- Brustkrebs oder hormonabhängige Tumoren
- Unklare vaginale Blutungen
- Frühere Thrombosen oder Embolien
Die Entscheidung für oder gegen eine Hormontherapie sollte immer individuell ärztlich getroffen werden.
Ist eine Hormontherapie für mich geeignet?
- Begonnen wird sie nur bei Beschwerden, die die Lebensqualität beeinträchtigen.
- Angewendet wird die niedrigste wirksame Dosis für die kürzestmögliche Dauer; Nutzen und Risiken werden mindestens einmal im Jahr neu abgewogen, und die Behandlung läuft nur so lange, wie der Nutzen überwiegt.
- Vor Beginn gehören eine vollständige Eigen- und Familienanamnese und eine daran ausgerichtete körperliche Untersuchung einschließlich Unterleib und Brust dazu; während der Behandlung werden regelmäßige Kontrollen und die übliche Vorsorge wie die Mammographie empfohlen. Eine Online-Anfrage ersetzt diese Untersuchungen nicht; ohne gynäkologische Untersuchung einschließlich Brust in den letzten 12 Monaten ist sie bei deinrezept nicht möglich.
- Bei erhaltener Gebärmutter wird ein Östrogen mit einem Gestagen kombiniert, weil Östrogen allein das Risiko für Wucherungen und Krebs der Gebärmutterschleimhaut erhöht.
Wann reicht eine Online-Behandlung nicht aus?
- Nicht abgeklärte Blutungen aus der Scheide, auch Blutungen nach der Menopause
- Blutungen unter einer Hormontherapie, die nach den ersten Monaten anhalten oder später neu auftreten
- Brustkrebs oder ein anderer hormonabhängiger Tumor, auch früher oder bei Verdacht
- Thrombose, Lungenembolie, Herzinfarkt, Angina pectoris oder Schlaganfall, auch in der Vorgeschichte
- Unter der Behandlung: Gelbsucht oder verschlechterte Leberwerte, deutlich erhöhter Blutdruck, erstmals migräneartige Kopfschmerzen oder eine Schwangerschaft – dann muss die Therapie laut Fachinformation sofort beendet werden
Verfügbare Medikamente
Für die Behandlung stehen verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente zur Verfügung. Klicken Sie auf ein Medikament, um mehr über Wirkung, Dosierung und Nebenwirkungen zu erfahren.

Activelle
Estradiol 1 mg, Norethisteronacetat 0,5 mg

Cliovelle®
Estradiol 1 mg, Norethisteronacetat 0,5 mg

Estramon conti
Estradiol 30 µg/24 h und Norethisteronacetat 95 µg/24 h

Estreva
Estradiol 0,1%

Estriol Wolff®
Estriol

Famenita
Progesteron (mikronisiert) 100 mg / 200 mg
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Prävention
Dieser Abschnitt gibt Hinweise zur Vorbeugung und zur Reduzierung von Risikofaktoren.
Ein gesunder Lebensstil kann Wechseljahresbeschwerden positiv beeinflussen.
Regelmäßige Bewegung, ausgewogene Ernährung und Stressreduktion helfen, Gewichtszunahme und Stimmungsschwankungen zu reduzieren. Auch der Verzicht auf Nikotin wirkt sich günstig aus.
Zur Vorbeugung von Osteoporose sind ausreichende Calcium- und Vitamin-D-Zufuhr sowie Krafttraining besonders wichtig.

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FAQ
Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu diesem Thema.
Die Wechseljahre können mehrere Jahre dauern. Die intensiven Beschwerden treten meist in der Perimenopause auf und lassen danach oft deutlich nach.
Nein, die Wechseljahre sind ein natürlicher Lebensabschnitt. Für Beschwerden stehen verschiedene Therapieoptionen zur Verfügung, die ärztlich besprochen werden können.
Bei richtiger Indikation und ärztlicher Kontrolle überwiegen bei vielen Frauen die Vorteile. Risiken müssen individuell abgewogen werden.
Ja, eine erste Beratung und Einschätzung möglicher Therapieoptionen ist auch im Rahmen einer Online-Konsultation möglich.
Für die Einschätzung der Beschwerden und eine Verordnung kommt auch eine telemedizinische Behandlung infrage: Bei deinrezept wird nach einem medizinischen Fragebogen im Einzelfall ärztlich geprüft, ob eine Behandlung passt; eine Videosprechstunde gibt es als getrenntes Angebot. Die körperliche Untersuchung vor Beginn einer Hormontherapie und die Kontroll- und Vorsorgetermine während der Behandlung ersetzt das nicht. Ohne gynäkologische Untersuchung einschließlich Brust in den letzten 12 Monaten ist eine Online-Anfrage nicht möglich. Bei ungeklärten Blutungen ist immer eine Untersuchung vor Ort nötig.
So kurz wie möglich und mit der niedrigsten wirksamen Dosis. Laut Fachinformation werden Nutzen und Risiken mindestens einmal im Jahr neu abgewogen; die Behandlung wird nur so lange fortgeführt, wie der Nutzen die Risiken überwiegt.
Ändern oder beenden Sie die Behandlung nicht eigenmächtig, sondern besprechen Sie das ärztlich. Sofort beendet werden muss sie laut Fachinformation bei Gelbsucht oder verschlechterter Leberfunktion, deutlich erhöhtem Blutdruck, erstmals migräneartigen Kopfschmerzen und in der Schwangerschaft.
Zyklusunregelmäßigkeiten sind in der Übergangsphase häufig. Starke oder ungewöhnliche Blutungen, Blutungen nach der Menopause und Blutungen, die unter einer Hormontherapie nach den ersten Monaten anhalten oder neu auftreten, müssen dagegen ärztlich abgeklärt werden – das ersetzt eine Online-Behandlung nicht.
Eine Hormonersatztherapie schützt nicht vor einer Schwangerschaft: Laut Fachinformation eines Estradiol-Gels hat sie keine empfängnisverhütende Wirkung, und falls eine Verhütung nötig ist, wird eine nichthormonelle Methode genannt. Ob in Ihrer Situation noch verhütet werden muss, klärt die ärztliche Beratung.
Möchten Sie eine ärztliche Beurteilung?
Füllen Sie den medizinischen Fragebogen aus. Ein zugelassener Arzt prüft Ihre Angaben und empfiehlt bei Eignung eine passende Therapie.
Medizinische Quellen
Wissenschaftliche Grundlage dieser Informationen
Wichtiger Hinweis
Diese Inhalte dienen der allgemeinen Information. Bei starken Schmerzen, Luftnot, Bewusstseinsstörungen, Fieber > 39°C oder schnell zunehmenden Beschwerden bitte sofort ärztliche Hilfe (Notruf 112) in Anspruch nehmen.
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