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Famenita
Wechseljahre & Hormonersatz

Famenita

Natürliches mikronisiertes Progesteron – Gestagenschutz in der Hormonersatztherapie.

Verschreibungspflichtig
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Was ist Famenita?

Famenita enthält mikronisiertes Progesteron – ein bioidentisches Hormon, das chemisch identisch mit dem körpereigenen Progesteron ist. Es wird in der Hormonersatztherapie als Gestagenschutz für die Gebärmutterschleimhaut eingesetzt.

Frauen mit intakter Gebärmutter, die Östrogen erhalten, benötigen zusätzlich ein Gestagen, um die Gebärmutterschleimhaut vor übermäßigem Wachstum zu schützen. Mikronisiertes Progesteron gilt als die natürlichste Form des Gestagenschutzes.

Famenita kann oral oder vaginal angewendet werden und ist in den Dosierungen 100 mg und 200 mg erhältlich.

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Progesteron (mikronisiert) 100 mg / 200 mg

Mikronisiertes Progesteron wirkt wie das körpereigene Hormon:

Wirkmechanismus:

  • Bindet an Progesteronrezeptoren in der Gebärmutterschleimhaut
  • Verwandelt die Schleimhaut von der Aufbau- in die Sekretionsphase
  • Verhindert übermäßiges Wachstum (Hyperplasie)
  • Schützt vor Endometriumkarzinom unter Östrogentherapie

Mikronisierung:

  • Progesteron wird in winzige Partikel zerkleinert
  • Dadurch bessere Aufnahme im Darm
  • Höhere Bioverfügbarkeit als nicht-mikronisiertes Progesteron

Zusätzliche Effekte:

  • Leicht schlaffördernd (besonders bei abendlicher Einnahme)
  • Anxiolytisch (angstlösend) durch Metaboliten Allopregnanolon
  • Günstigeres Risikoprofil als synthetische Gestagene

Für wen ist es geeignet?

Famenita ist geeignet für:

  • Gestagenschutz bei HRT (Frauen mit Gebärmutter)
  • Sequenzielle Therapie (12-14 Tage pro Monat)
  • Kontinuierliche Therapie (täglich)
  • Frauen, die bioidentische Hormone bevorzugen

Vorteile:

  • Bioidentisch mit körpereigenem Progesteron
  • Schlaffördernd bei abendlicher Einnahme
  • Günstigeres Brustkrebs-Risikoprofil als synthetische Gestagene

Nicht geeignet:

  • Als Verhütungsmittel
  • Bei Erdnussallergie (enthält Erdnussöl)

Verfügbare Dosierungen

Famenita Kapseln:

  • 100 mg und 200 mg

Sequenzielle Therapie:

  • 200 mg abends, an 12-14 Tagen pro Monat

Kontinuierliche Therapie:

  • 100 mg täglich abends

Vaginale Anwendung:

  • 200 mg vaginal, an 12-14 Tagen pro Monat
  • Weniger Schläfrigkeit als bei oraler Einnahme

Einnahmezeit: Abends vor dem Schlafengehen (schlaffördernd).

Einnahmehinweise

Orale Einnahme:

  • Abends vor dem Schlafengehen mit etwas Wasser
  • Nüchtern oder mit leichter Mahlzeit
  • Nutzt den schlaffördernden Effekt

Vaginale Anwendung:

  • Kapsel tief in die Scheide einführen
  • Abends vor dem Schlafengehen
  • Weniger systemische Nebenwirkungen

Wichtig:

  • Nicht morgens einnehmen (Schläfrigkeit, Schwindel!)
  • Bei Erdnuss- oder Soja-Allergie: nicht anwenden
  • Regelmäßige gynäkologische Kontrollen

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei:

  • Brustkrebs (bekannt oder vermutet)
  • Ungeklärten vaginalen Blutungen
  • Schwerer Lebererkrankung
  • Aktiver Thrombose
  • Erdnuss- oder Soja-Allergie (enthält Erdnussöl/Sojalecithin)

Vorsicht bei:

  • Depression
  • Epilepsie
  • Migräne
  • Diabetes
  • Asthma

Schwangerschaft: Nicht indiziert in der HRT.

Mögliche Nebenwirkungen

Häufig:

  • Schläfrigkeit (bei oraler Einnahme – gewünscht abends)
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Brustspannen

Gelegentlich:

  • Blähungen
  • Stimmungsveränderungen
  • Zwischenblutungen
  • Übelkeit

Selten:

  • Depression
  • Akne
  • Urtikaria

Hinweis: Die Schläfrigkeit ist bei vaginaler Anwendung deutlich geringer.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen:

  • CYP3A4-Induktoren (Carbamazepin, Rifampicin) – verminderte Wirkung
  • Ketoconazol – erhöhte Progesteron-Spiegel
  • Alkohol – verstärkte Sedierung

Hinweis: Weniger Wechselwirkungen als bei synthetischen Gestagenen.

Häufige Fragen

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Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.