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Leistungen im Vergleich

Wer bietet was? Rezept, Krankschreibung, Video und Kassenabrechnung im Vergleich

Telemedizin ist kein einheitliches Angebot. TeleClinic führt eine Videosprechstunde nach Terminvereinbarung, stellt Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen aus und rechnet über die gesetzliche Krankenkasse ab. deinrezept.de und DoktorABC arbeiten schriftlich über einen Fragebogen und stellen Privatrezepte aus. Das sind zwei Geschäftsmodelle, die sich in der Leistung unterscheiden — ein Betrag von 0 € für gesetzlich Versicherte und eine Rezeptgebühr beschreiben verschiedene Dinge. Zwei bekannte Namen fehlen als eigene Spalte, weil sie keine eigene Leistung tragen: DocMorris vermittelt seinen Online-Arzt an TeleClinic, und Fernarzt hat das Rezeptgeschäft eingestellt. Beide stehen in den Fragen weiter unten.

Stand: 2026-08-27
Kriteriumdeinrezept.deTeleClinicDoktorABC
Wie die Prüfung abläuft
schriftlicher Fragebogen, ärztliche PrüfungVideosprechstunde nach Terminvereinbarungschriftlicher Fragebogen, ärztliche Prüfung
Was ausgestellt wird
Privatrezept mit Signatur über den elektronischen ArztausweisE-Rezept, auch zulasten der gesetzlichen Kasse (Eigenangabe)Privatrezept nach Prüfung der Fragebogenangaben
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung
neinja, per Videosprechstunde (Eigenangabe)auf der geprüften Gebührenseite nicht aufgeführt
Videosprechstunde
ja, gesondert berechnet mit 39 €ja — das ist der Regelwegauf der geprüften Gebührenseite ebenfalls nicht aufgeführt
Abrechnung über die gesetzliche Kasse
nein — Privatrezeptja — 0 € für gesetzlich Versicherte (Eigenangabe)keine — nur Privatrezept (Eigenangabe)
Privatversicherte
Privatrezept; die Gebühr trägt die Patientin oder der Patient38,87 € Grundkonsultation nach GOÄ, dazu Nacht 10,49/18,65 €, Samstag 6,41 €, Sonn-/Feiertag 12,82 € (Eigenangabe)in der geprüften Quelle ohne Angabe
Was Selbstzahler tragen
2,98 € je Rezeptausstellung, Videosprechstunde 39 €Pille ab 9,98 € (Selbstzahler), Haarausfall ab 18,30 € (Selbstzahler), Adipositas ab 37,54 € (Selbstzahler) (Eigenangabe)2–120 € je Behandlungsfeld (Eigenangabe)

Die drei Anbieter im Detail

Zwei Geschäftsmodelle nebeneinander: Videosprechstunde mit Kassenabrechnung auf der einen Seite, schriftlicher Fragebogen mit Privatrezept auf der anderen.

deinrezept.de

Webseite

Stärken

  • 40 Behandlungen über einen schriftlichen Fragebogen mit ärztlicher Prüfung
  • Rezeptgebühr 2,98 €, für alle Behandlungen gleich
  • Videosprechstunde als eigener Weg, wenn der Fragebogen keine Verordnung trägt (39 €)
  • Vier Sprachen: Deutsch, Englisch, Türkisch und Französisch
  • 374 angebundene Partnerapotheken, jedes Rezept qualifiziert elektronisch signiert

Limitationen

  • Keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung
  • Über die gesetzliche Krankenkasse wird nicht abgerechnet; ausgestellt wird ein Privatrezept
  • Das Video ist nicht der Regelweg, sondern eine gesondert berechnete Leistung (39 €)
  • Live seit April 2026
Beste Wahl für

Wer ein Privatrezept für eines der geführten Anwendungsgebiete braucht und keine Bescheinigung für den Arbeitgeber benötigt.

TeleClinic

Webseite

Stärken

  • Alle gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Konsultation — 0 € für gesetzlich Versicherte (Eigenangabe, Stand 27.08.2026)
  • Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung: ja, per Videosprechstunde (Eigenangabe)
  • Videosprechstunde nach Terminvereinbarung statt schriftlichem Fragebogen
  • E-Rezept auch zulasten der gesetzlichen Krankenkasse (Eigenangabe)

Limitationen

  • Selbstzahlerleistungen sind gesondert beziffert — Pille ab 9,98 € (Selbstzahler), Haarausfall ab 18,30 € (Selbstzahler), Adipositas ab 37,54 € (Selbstzahler) (Eigenangabe)
  • Privatversicherte zahlen 38,87 € Grundkonsultation nach GOÄ (Eigenangabe)
  • Für Privatversicherte kommen Zuschläge hinzu: Nacht 10,49/18,65 €, Samstag 6,41 €, Sonn-/Feiertag 12,82 € (Eigenangabe)
  • Die Videosprechstunde setzt einen Termin voraus
Beste Wahl für

Gesetzlich Versicherte, die eine Bescheinigung für den Arbeitgeber oder eine ärztliche Konsultation zulasten ihrer Kasse brauchen.

DoktorABC

Webseite

Stärken

  • Servicegebühr als Spanne je Behandlungsfeld ausgewiesen: 2–120 € je Behandlungsfeld (Eigenangabe, Stand 27.08.2026)
  • Feldweise beziffert — Erektion 15–110 €, Haarausfall 7–32 €, Verhütung 2–64 €, Akne 2–30 €
  • Schriftlicher Fragebogen mit ärztlicher Prüfung, am Ende ein Privatrezept

Limitationen

  • Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse: keine — nur Privatrezept (Eigenangabe)
  • Zur Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung führt die geprüfte Gebührenseite keine Angabe
  • Zur Videosprechstunde führt die geprüfte Gebührenseite ebenfalls keine Angabe
Beste Wahl für

Wer ein Privatrezept braucht und die Gebühr für sein Behandlungsfeld vorher nachlesen möchte.

Welche Leistung brauchen Sie wirklich?

Diese Tabelle kürt keinen Sieger. Sie ordnet den Bedarf dem Modell zu, das ihn überhaupt abdeckt.

  • Ich brauche eine Bescheinigung für meinen Arbeitgeber
    Dann führt nur der Weg über eine Videosprechstunde mit ärztlicher Beurteilung zum Ziel
  • Ich bin gesetzlich versichert und möchte die Konsultation nicht selbst zahlen
    Dann kommt es auf die Kassenabrechnung an — von den drei Verglichenen leistet sie einer
  • Ich brauche eine Verordnung für ein Anwendungsgebiet, das die Kasse ohnehin nicht trägt
    Dann ändert die Abrechnungsart nichts; § 34 Abs. 1 SGB V schließt diese Gebiete unabhängig vom Anbieter aus
  • Ich möchte meine Fragen im Gespräch beantworten statt im Formular
    Dann ist zu klären, ob der Anbieter eine Videosprechstunde führt und ob sie gesondert berechnet wird
  • Ich suche einen Anbieter, den ich aus einer älteren Liste kenne
    Erst prüfen, ob es das Angebot noch gibt — mindestens ein bekannter Name führt kein Rezeptgeschäft mehr

Häufige Fragen zum Anbieter-Vergleich

Wer rechnet über die gesetzliche Krankenkasse ab?

Von den drei hier verglichenen Anbietern nur TeleClinic. Nach eigener Angabe übernehmen alle gesetzlichen Krankenkassen die Konsultation, für gesetzlich Versicherte fallen 0 € an (Stand 27.08.2026). deinrezept.de und DoktorABC arbeiten über einen schriftlichen Fragebogen und stellen Privatrezepte aus. Wichtig dabei: Eine Kassenabrechnung der Konsultation heißt nicht, dass jedes Arzneimittel erstattet wird. § 34 Abs. 1 SGB V nimmt ganze Anwendungsgebiete von der Versorgung aus, darunter Mittel, die überwiegend „zur Behandlung der erektilen Dysfunktion“ oder „zur Verbesserung des Haarwuchses“ dienen — unabhängig davon, wer sie verordnet.

Was zahlen Privatversicherte für eine Videosprechstunde?

TeleClinic beziffert die Grundkonsultation nach der Gebührenordnung für Ärzte mit 38,87 €. Hinzu kommen Zuschläge, die der Anbieter ebenfalls ausweist: nachts 10,49 beziehungsweise 18,65 €, samstags 6,41 €, an Sonn- und Feiertagen 12,82 € (alles Eigenangaben, Stand 27.08.2026). Bei den Fragebogen-Anbietern gibt es diese Staffelung nicht, weil dort keine ärztliche Leistung nach Gebührenordnung abgerechnet wird, sondern eine feste Gebühr anfällt.

Hat DocMorris eine eigene Telemedizin?

Nein. Der als Online-Arzt bezeichnete Dienst vermittelt an TeleClinic; einen eigenen Preis gibt es dafür nicht, es gilt der TeleClinic-Tarif. Auch die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung kommt auf diesem Weg zustande, nach ärztlichem Ermessen. Wer also den Dienst der Versandapotheke mit TeleClinic vergleicht, vergleicht in weiten Teilen dasselbe Angebot mit sich selbst. Der Unterschied liegt darin, wo das E-Rezept anschließend eingelöst wird.

Gibt es Fernarzt noch?

Nicht mehr als Rezeptdienst. Das Rezeptgeschäft ist eingestellt: kein Fragebogen-Rezept, keine Videosprechstunde. Geblieben ist ein Angebot zu Long- und Post-COVID, das für Versicherte von BIG direkt gesund, mhplus, IKK Südwest und SBK kostenfrei ist. Wer den Namen aus älteren Vergleichslisten kennt, sucht dort also vergeblich nach einem Rezept — das ist der Grund, warum der Anbieter hier keine eigene Spalte hat, aber genannt wird.

Wo bekomme ich eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung?

Bei TeleClinic, per Videosprechstunde, nach Angabe des Anbieters. deinrezept.de stellt keine aus, und die geprüfte Gebührenseite von DoktorABC führt dazu nichts. Das ist der schärfste Trennstrich zwischen den beiden Modellen: Eine Bescheinigung setzt eine ärztliche Beurteilung des aktuellen Zustands voraus, und die entsteht im Gespräch, nicht im Formular.

Warum ist diese Übersicht kein Preisvergleich?

Weil die Zahlen verschiedene Dinge messen. 0 € für gesetzlich Versicherte bedeutet, dass die Kasse eine ärztliche Konsultation bezahlt. 2,98 € bedeutet, dass eine Gebühr für die Ausstellung eines Privatrezepts anfällt. Eine Spanne von 2 bis 120 € bedeutet, dass die Gebühr vom Behandlungsfeld abhängt. Diese drei Beträge lassen sich nicht gegeneinander aufrechnen; sinnvoll ist deshalb die Frage nach der Leistung — Rezept, Bescheinigung, Gespräch — und erst danach die nach dem Betrag.

Pflichthinweis: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Hinweis zur Methodik

Die Daten in diesem Vergleich wurden zuletzt am 2026-08-27 überprüft. Quellen: öffentlich zugängliche Webseiten der Anbieter (TeleClinic — Preismodell, DoktorABC — Servicegebühren, DocMorris — Online-Arzt, Fernarzt, § 34 SGB V — Ausgeschlossene Arznei-, Heil- und Hilfsmittel, deinrezept.de — Behandlungen, deinrezept.de — So läuft es ab), Trustpilot-Profile und öffentliche Marktberichte. Preise und Verfügbarkeit können sich kurzfristig ändern. Kein bezahltes Placement, keine Affiliate-Links.

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Privatrezept für 40 Behandlungen

Rezeptgebühr 2,98 €, Videosprechstunde 39 €, vier Sprachen, 374 angebundene Partnerapotheken. Ohne Abo.

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