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Voltaren Emulgel
Schmerzen

Voltaren Emulgel

Diclofenac als Gel zum Auftragen bei örtlichen Schmerzen und Schwellungen.

Verschreibungspflichtig
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Was ist Voltaren Emulgel?

Voltaren Emulgel ist ein Schmerzgel zum Auftragen auf die Haut mit dem Wirkstoff Diclofenac (11,6 mg Diclofenac-Diethylamin je Gramm, entsprechend 10 mg Diclofenac-Natrium), einem entzündungshemmenden Schmerzmittel aus der Gruppe der nicht-steroidalen Antirheumatika.

Angewendet wird es bei Erwachsenen zur äußerlichen Behandlung von Schmerzen bei Zerrungen, Verstauchungen und Prellungen, bei Beschwerden der gelenknahen Weichteile bei Arthrose der Knie- und Fingergelenke, beim Tennisarm (Epikondylitis), bei akuten Muskelschmerzen etwa im Rücken sowie bei Entzündungen oberflächlicher Venen. Jugendliche ab 14 Jahren dürfen es kurzzeitig nach stumpfen Verletzungen anwenden.

Voltaren Emulgel ist verschreibungspflichtig. Das apothekenpflichtige Voltaren Schmerzgel enthält denselben Wirkstoffgehalt und ist ohne Rezept erhältlich.

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Diclofenac

Diclofenac hemmt Enzyme, die an der Bildung von Botenstoffen für Schmerz und Entzündung beteiligt sind. Als Gel wird der Wirkstoff dort aufgetragen, wo es wehtut, und gelangt durch die Haut in das darunterliegende Gewebe — in Muskeln, Sehnen und Gelenknähe.

Der Unterschied zur Tablette ist der Weg: Nur ein kleiner Teil des Wirkstoffs erreicht den Blutkreislauf. Deshalb sind Beschwerden im Magen und Belastungen für Herz und Nieren beim Gel deutlich seltener als bei der Einnahme. Ganz auszuschließen sind sie nicht, besonders bei großflächiger oder langer Anwendung.

Angewendet wird es bei örtlichen Schmerzen und Schwellungen — nach Prellungen, Verstauchungen und Zerrungen sowie bei Beschwerden in Muskeln und Gelenken.

Für wen ist es geeignet?

Voltaren Emulgel ist geeignet für:

  • Erwachsene mit Schmerzen nach akuten Zerrungen, Verstauchungen oder Prellungen, etwa nach Sport- und Unfallverletzungen
  • Erwachsene mit Beschwerden der gelenknahen Weichteile (Schleimbeutel, Sehnen, Bänder, Gelenkkapseln) bei Arthrose der Knie- und Fingergelenke
  • Erwachsene mit Tennisarm (Epikondylitis) oder akuten Muskelschmerzen, etwa im Rücken
  • Erwachsene mit Schmerzen, Entzündung und Schwellung bei einer Entzündung oberflächlicher Venen
  • Jugendliche ab 14 Jahren zur Kurzzeitbehandlung von Schmerzen nach Prellungen, Zerrungen oder Verstauchungen

Nicht geeignet für Kinder unter 14 Jahren, im letzten Drittel der Schwangerschaft, auf offener, verletzter, entzündeter oder infizierter Haut sowie für Menschen, bei denen Acetylsalicylsäure oder andere entzündungshemmende Schmerzmittel schon einmal Asthma, Nesselsucht oder Schwellungen ausgelöst haben.

Ob Voltaren Emulgel im Einzelfall passt, entscheidet die ärztliche Prüfung.

Verfügbare Dosierungen

Verfügbare Stärke:

  • 11,6 mg Diclofenac-Diethylamin je Gramm Gel (1,16 %), entsprechend 10 mg Diclofenac-Natrium

Packungsgrößen:

  • 50 g und 100 g Tube; 1.000 g Spenderdose

Anwendung:

  • Drei- bis viermal täglich eine kirsch- bis walnussgroße Menge (1 bis 4 g Gel) auf die schmerzende Stelle auftragen und leicht einreiben
  • Höchstens 16 g Gel am Tag
  • Hände danach abwischen und waschen, außer die Hände selbst werden behandelt; keinen luftdichten Verband anlegen
  • In der Regel reicht eine Anwendung über ein bis drei Wochen; nach zwei Wochen sollte der Verlauf ärztlich überprüft werden
  • Bessern sich die Beschwerden nach drei bis fünf Tagen nicht oder verschlimmern sie sich, ärztlich abklären lassen

Darreichung und Packungsgrößen

Laut Arzneimittelkatalog ist eine Packungsvariante gelistet: eine Stärke in einer Packungsgröße.

Darreichungsform
Gel
Stärken
1,16%
Packungsgrößen
100 g
StärkePackungPZNReichweite
1,16%100 g031403800 Tage

Gelistete Packungen laut Arzneimittelkatalog. Welche davon aktuell lieferbar sind und was sie kosten, steht in der Preisübersicht.

Die Pharmazentralnummer (PZN) ist die bundesweit eindeutige Kennnummer einer Packung.

Die Reichweite ist der im Katalog hinterlegte Wert für die übliche Dosierung. Wie lange eine Packung tatsächlich reicht, hängt von der ärztlich festgelegten Dosis ab.

Einnahmehinweise

Auftragen

  • Zwei- bis viermal täglich dünn auf die schmerzende Stelle auftragen und leicht einmassieren.
  • Die Menge richtet sich nach der Fläche: etwa vier bis acht Zentimeter Gelstrang für eine Fläche in der Größe einer Handfläche.
  • Hände nach dem Auftragen waschen — außer die Hände selbst werden behandelt.

Was zu beachten ist

  • Nur auf gesunde, unverletzte Haut auftragen. Nicht auf offene Wunden, Ekzeme, entzündete oder infizierte Haut und nicht auf Schleimhäute.
  • Kontakt mit den Augen vermeiden.
  • Keinen luftdichten Verband darüber anlegen. Ein durchlässiger Verband ist möglich.
  • Behandelte Haut nicht der Sonne oder dem Solarium aussetzen — die Haut kann empfindlicher reagieren.
  • Eine Anwendung über ein bis drei Wochen gilt als ausreichend; für längere Anwendung liegen keine Untersuchungen vor. Bessern sich die Beschwerden nicht oder verschlimmern sie sich, ärztlich abklären lassen — Jugendliche schon dann, wenn das Mittel länger als sieben Tage gebraucht wird.

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei:

  • Überempfindlichkeit gegen Diclofenac, Acetylsalicylsäure, andere entzündungshemmende Schmerzmittel oder einen der sonstigen Bestandteile.
  • Menschen, bei denen Acetylsalicylsäure oder andere entzündungshemmende Schmerzmittel schon einmal Asthma, Nesselsucht oder Schwellungen im Gesicht ausgelöst haben.
  • Offener, verletzter, entzündeter oder infizierter Haut im Anwendungsbereich.
  • Im letzten Drittel der Schwangerschaft.
  • Kindern unter 14 Jahren.

Ärztlich abzuklären: bestehende Magen- oder Darmgeschwüre, Asthma, eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion, Herzschwäche sowie eine Anwendung im ersten und zweiten Drittel der Schwangerschaft oder in der Stillzeit. In der Stillzeit nicht auf die Brust auftragen.

Mögliche Nebenwirkungen

Häufig (1 bis 10 von 100 Anwendern)

  • Hautreaktionen an der behandelten Stelle: Rötung, Juckreiz, Brennen, Hautausschlag

Gelegentlich bis selten

  • Trockene Haut, Bläschenbildung, Kontaktekzem
  • Erhöhte Lichtempfindlichkeit der behandelten Haut

Sehr selten

  • Allergische Reaktion mit Schwellung von Gesicht, Lippen oder Zunge, Atemnot
  • Asthmaanfall bei entsprechend veranlagten Menschen
  • Beschwerden im Magen-Darm-Bereich

Bei großflächiger und langer Anwendung sind Nebenwirkungen wie bei der Einnahme grundsätzlich möglich, aber selten.

Anwendung beenden und ärztlich abklären lassen bei: Hautausschlag mit Blasenbildung, Schwellung im Gesicht, Atemnot oder wenn sich die behandelte Haut stark entzündet.

Wechselwirkungen

Beim Auftragen auf die Haut gelangt so wenig Wirkstoff in den Kreislauf, dass Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln unwahrscheinlich sind.

  • Andere entzündungshemmende Schmerzmittel, auch als Tablette: Werden sie gleichzeitig angewendet, addieren sich die Wirkstoffmengen. Bei längerer gleichzeitiger Anwendung ärztlichen Rat einholen.
  • Andere Mittel auf derselben Hautstelle: nicht gleichzeitig auftragen.

Bitte alle angewendeten Arzneimittel angeben, auch nicht verschreibungspflichtige.

Häufige Fragen

Das Gel wirkt dort, wo es aufgetragen wird: Der Wirkstoff gelangt durch die Haut in Muskeln, Sehnen und Gelenknähe. Nur ein kleiner Teil erreicht den Blutkreislauf, deshalb sind Nebenwirkungen auf Magen, Herz und Nieren deutlich seltener als bei der Einnahme. Für tief liegende oder ausgedehnte Beschwerden kann trotzdem eine Tablette nötig sein; das entscheidet der Arzt.

Beide enthalten 11,6 mg Diclofenac-Diethylamin je Gramm. Voltaren Emulgel ist verschreibungspflichtig und für die oben genannten Anwendungsgebiete zugelassen; Voltaren Schmerzgel ist apothekenpflichtig und ohne Rezept erhältlich. Welches Präparat passt, klärt die ärztliche oder pharmazeutische Beratung.

Im letzten Drittel der Schwangerschaft nicht. Im ersten und zweiten Drittel nur nach ärztlicher Abklärung. In der Stillzeit ärztlich Rücksprache halten.

Je nach Beschwerden reicht meist eine Anwendung über ein bis drei Wochen; für eine längere Anwendung liegen keine Untersuchungen vor. Nach zwei Wochen sollte der Verlauf ärztlich überprüft werden. Jugendliche ab 14 Jahren gehören ärztlich vorgestellt, wenn sich die Beschwerden verschlechtern.

Quellen

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Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

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