Zum Hauptinhalt springen
deinrezept Logo
Yvette-ratiopharm
Verhütung

Yvette-ratiopharm

Östrogenfreie Minipille mit dem Wirkstoff Desogestrel zur Empfängnisverhütung.

Verschreibungspflichtig
Schnellnavigation

Was ist Yvette-ratiopharm?

Yvette-ratiopharm® ist eine moderne, östrogenfreie Minipille, die ausschließlich das Gestagen Desogestrel enthält. Sie dient der Empfängnisverhütung und kommt für Frauen in Frage, die kein Östrogen vertragen oder während der Stillzeit verhüten möchten.

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Desogestrel 75 Mikrogramm

Yvette-ratiopharm® wirkt primär über mehrere Mechanismen, um eine Schwangerschaft zu verhindern:

Ovulationshemmung: Im Gegensatz zu älteren Minipillen verhindert Desogestrel in Yvette-ratiopharm® zuverlässig den Eisprung, ähnlich wie kombinierte Antibabypillen.

Verdickung des Zervixschleims: Der Zervixschleim am Gebärmutterhals wird dicker und undurchlässiger für Spermien, wodurch deren Aufstieg in die Gebärmutter erschwert wird.

Veränderung der Gebärmutterschleimhaut: Die Gebärmutterschleimhaut wird so verändert, dass sich eine eventuell doch befruchtete Eizelle nicht einnisten kann.

Für wen ist es geeignet?

Yvette-ratiopharm® ist geeignet für Frauen, die:

  • Einen hormonellen Empfängnisschutz wünschen
  • Eine östrogenfreie Verhütungsmethode benötigen, z.B. bei Östrogenunverträglichkeit
  • Während der Stillzeit verhüten möchten
  • Über 18 Jahre alt sind und eine ärztliche Verordnung erhalten haben

Yvette-ratiopharm® schützt nicht vor einer HIV-Infektion (AIDS) oder anderen sexuell übertragbaren Krankheiten.

Verfügbare Dosierungen

Wirkstoffgehalt:

  • Desogestrel: 75 Mikrogramm pro Filmtablette

Einnahmeschema:

  • Yvette-ratiopharm® wird täglich und ohne Einnahmepause eingenommen. Pro Zyklus nehmen Sie 28 Tabletten ein, danach beginnen Sie direkt mit einem neuen Blister.

Darreichung und Packungsgrößen

Laut Arzneimittelkatalog ist eine Packungsvariante gelistet: eine Stärke in einer Packungsgröße.

Darreichungsform
Filmtablette
Stärken
75 µg
Packungsgrößen
168 Stk
StärkePackungPZNReichweite
75 µg168 Stk09326097168 Tage

Gelistete Packungen laut Arzneimittelkatalog. Welche davon aktuell lieferbar sind und was sie kosten, steht in der Preisübersicht.

Die Pharmazentralnummer (PZN) ist die bundesweit eindeutige Kennnummer einer Packung.

Die Reichweite ist der im Katalog hinterlegte Wert für die übliche Dosierung. Wie lange eine Packung tatsächlich reicht, hängt von der ärztlich festgelegten Dosis ab.

Einnahmehinweise

Beginn der Einnahme: Nehmen Sie die erste Tablette am ersten Tag Ihrer Monatsblutung ein.

Regelmäßige Einnahme: Nehmen Sie täglich eine Tablette zur gleichen Zeit ein. Auf dem Blister sind Wochentage und Pfeile aufgedruckt, um die korrekte Einnahme zu erleichtern und zu überprüfen.

Vergessene Einnahme:

  • Wenn Sie die Einnahme um weniger als 12 Stunden vergessen haben, nehmen Sie die Tablette sofort nach und die nächste zur gewohnten Zeit. Der Empfängnisschutz bleibt erhalten.
  • Wenn Sie die Einnahme um mehr als 12 Stunden vergessen haben, nehmen Sie die Tablette ebenfalls sofort nach und verwenden Sie für die nächsten 7 Tage zusätzlich eine Barrieremethode (z.B. Kondome), da der Empfängnisschutz beeinträchtigt sein kann.
  • Wurden in der ersten Woche nach dem erstmaligen Einnahmebeginn Tabletten vergessen und hatten Sie in der Woche davor Geschlechtsverkehr, ist eine Schwangerschaft möglich. Sprechen Sie dann mit Ihrem Arzt.

Erbrechen und schwere Magen-Darm-Beschwerden: Bei Erbrechen innerhalb von 3 bis 4 Stunden nach der Einnahme wird der Wirkstoff möglicherweise nicht vollständig aufgenommen. Gehen Sie dann vor wie bei einer vergessenen Tablette. Bei schweren Magen-Darm-Beschwerden verwenden Sie zusätzlich eine andere Verhütungsmethode.

Durchgängige Einnahme: Im Gegensatz zu Kombinationspillen wird Yvette-ratiopharm® durchgehend ohne Einnahmepause eingenommen. Nach dem Aufbrauchen eines Blisters beginnen Sie direkt mit dem nächsten.

Gegenanzeigen

Darf nicht eingenommen werden bei:

  • Überempfindlichkeit gegen Desogestrel oder andere Bestandteile des Medikaments
  • Aktiven venösen Blutgerinnseln (Thrombosen, z.B. tiefe Venenthrombose oder Lungenembolie)
  • Bestehenden oder früheren schweren Lebererkrankungen, solange sich die Leberwerte nicht normalisiert haben
  • Bekannten oder vermuteten sexualhormonabhängigen Krebserkrankungen
  • Ungeklärten vaginalen Blutungen
  • Bestehender oder vermuteter Schwangerschaft
  • Seltener erblicher Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption, da die Tabletten Lactose enthalten

Besondere Vorsicht ist geboten bei:

  • Früheren Thrombosen oder Embolien, da diese erneut auftreten können
  • Rauchen
  • Übergewicht
  • Bluthochdruck
  • Brustkrebs in der Familienanamnese
  • Leberkrebs oder eingeschränkter Leberfunktion
  • Diabetes mellitus
  • Epilepsie
  • Tuberkulose
  • Chloasma (Pigmentflecken) in der Vergangenheit

Brustkrebsrisiko: Während der Einnahme kombinierter Pillen ist das Risiko einer Brustkrebsdiagnose geringfügig erhöht. Bei reinen Gestagen-Pillen wie Yvette-ratiopharm® liegt das Risiko in einer ähnlichen Größenordnung wie bei kombinierten Pillen, die Datenlage ist hier aber weniger deutlich.

Mögliche Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen (betreffen bis zu 1 von 10 Anwenderinnen):

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmung
  • Akne
  • Brustschmerzen
  • Gewichtszunahme
  • Verminderte Libido
  • Unregelmäßige vaginale Blutungen oder Ausbleiben der Regelblutung (dies ist bei Minipillen häufig und in der Regel unbedenklich, bei starken oder ungewöhnlich langen Blutungen sollte jedoch ein Arzt konsultiert werden).

Weitere mögliche Nebenwirkungen:

  • Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Schwellungen von Haut und Schleimhäuten (Angioödem) und schwerer allergischer Reaktion (Anaphylaxie), Häufigkeit nicht bekannt.
  • Verschlimmerung eines erblichen Angioödems.
  • Absonderung aus der Brustwarze.
  • Selten wurde über Schwangerschaften außerhalb der Gebärmutter berichtet.

Wichtige Warnhinweise:

  • Depressive Verstimmungen und Depressionen sind bekannte Nebenwirkungen hormoneller Verhütungsmittel. Depressionen können schwerwiegend sein und sind ein bekannter Risikofaktor für suizidales Verhalten und Suizid. Wenden Sie sich bei Stimmungsschwankungen oder depressiven Beschwerden an Ihren Arzt, auch wenn diese kurz nach Beginn der Einnahme auftreten.
  • Haben Sie Unterleibsschmerzen, besonders bei ausbleibender Blutung, lassen Sie das ärztlich abklären, weil dann auch eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter in Betracht kommt. Bleibt die Blutung aus und wurden Tabletten nicht regelmäßig eingenommen, kann ein Schwangerschaftstest sinnvoll sein.

Bitte beachten Sie, dass die vollständige Liste der Nebenwirkungen der Packungsbeilage zu entnehmen ist.

Wechselwirkungen

Arzneimittel, die die Wirksamkeit von Yvette-ratiopharm® vermindern können: Bestimmte Arzneimittel beschleunigen den Abbau von Hormonen in der Leber (Enzyminduktion). Dadurch kann es zu Durchbruchblutungen kommen und die Verhütung kann versagen. Dazu gehören z.B.:

  • Barbiturate, Carbamazepin, Phenytoin, Primidon
  • Rifampicin, Efavirenz, Bosentan
  • möglicherweise auch Felbamat, Griseofulvin, Oxcarbazepin, Topiramat, Rifabutin und Johanniskraut-haltige pflanzliche Arzneimittel

Diese Wirkung kann nach wenigen Behandlungstagen einsetzen und nach dem Absetzen noch etwa 4 Wochen anhalten. Bei einer kurzzeitigen Behandlung mit solchen Arzneimitteln verwenden Sie zusätzlich eine Barrieremethode (z.B. Kondome), und zwar während der gesamten Behandlung und bis zu 28 Tage nach deren Ende. Bei einer Langzeitbehandlung sollte eine andere Verhütungsmethode erwogen werden, die von diesen Arzneimitteln nicht beeinflusst wird.

HIV- und Hepatitis-C-Arzneimittel: Viele Kombinationen von HIV-Arzneimitteln (z.B. Ritonavir, Nelfinavir, Nevirapin) und Arzneimitteln gegen Hepatitis C (z.B. Boceprevir, Telaprevir) können den Gestagen-Spiegel erhöhen oder senken. Werden Sie mit solchen HIV-Arzneimitteln behandelt, verwenden Sie im Zweifel zusätzlich eine Barrieremethode.

Arzneimittel, die den Wirkstoffspiegel erhöhen können: Starke oder mäßig starke CYP3A4-Hemmer wie Ketoconazol, Itraconazol, Clarithromycin, Fluconazol, Diltiazem und Erythromycin.

Einfluss auf andere Arzneimittel: Yvette-ratiopharm® kann den Stoffwechsel anderer Arzneimittel beeinflussen. Der Spiegel von Ciclosporin kann steigen, der Spiegel von Lamotrigin kann sinken.

Informieren Sie Ihren Arzt über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen.

Häufige Fragen

Yvette-ratiopharm® ist eine Minipille, die nur ein Gestagen (Desogestrel) enthält und östrogenfrei ist. Kombinationspillen enthalten sowohl ein Gestagen als auch ein Östrogen. Yvette-ratiopharm® wird zudem durchgehend ohne Einnahmepause eingenommen, während Kombinationspillen in der Regel eine 7-tägige Pause haben.

Ja, Yvette-ratiopharm® kann normalerweise während der Stillzeit eingenommen werden. Geringe Mengen des wirksamen Abbauprodukts Etonogestrel gehen in die Muttermilch über. Nach Daten aus klinischen Studien scheint Yvette-ratiopharm® Bildung und Qualität der Muttermilch nicht zu beeinflussen. In seltenen Fällen wurde jedoch über eine verminderte Milchbildung berichtet. Zu gestillten Kindern gibt es nur begrenzte Langzeitdaten, Entwicklung und Wachstum Ihres Kindes sollten sorgfältig beobachtet werden. Nach einer Entbindung wird ein Einnahmebeginn zwischen dem 21. und 28. Tag empfohlen. Bei einem späteren Beginn verwenden Sie in den ersten 7 Tagen zusätzlich eine Barrieremethode (z.B. Kondome). Hatten Sie in diesem Fall bereits Geschlechtsverkehr, muss vor dem Beginn eine Schwangerschaft ausgeschlossen oder die erste Regelblutung abgewartet werden.

Wenn Sie die Einnahme um weniger als 12 Stunden vergessen haben, nehmen Sie die Tablette sofort nach und die nächste zur gewohnten Zeit. Der Schutz bleibt erhalten. Bei einer Vergesslichkeit von mehr als 12 Stunden nehmen Sie die Tablette ebenfalls sofort nach, müssen aber für die nächsten 7 Tage zusätzlich eine Barrieremethode zur Verhütung anwenden.

Kombinierte Pillen mit Östrogen werden mit einem vermehrten Auftreten von Blutgerinnseln in den Venen (tiefe Venenthrombose, Lungenembolie) in Verbindung gebracht. Ob das für Desogestrel ohne Östrogen klinisch von Bedeutung ist, ist nicht bekannt. Tritt eine Thrombose auf, sollte Yvette-ratiopharm® abgesetzt werden. Bei längerer Ruhigstellung wegen einer Operation oder Krankheit sollte ein Absetzen erwogen werden. Wenn Sie früher schon einmal eine Thrombose hatten, kann sie erneut auftreten. Zusätzliche Risikofaktoren wie Rauchen und Bewegungsmangel sollten möglichst vermieden werden. Sprechen Sie bei Bedenken mit Ihrem Arzt.

Ähnliche Medikamente

Passt Yvette-ratiopharm zu Ihnen?

Ein zugelassener Arzt prüft Ihre Angaben und stellt bei Eignung ein Rezept aus. Diskret und sicher.

Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Yvette-ratiopharm | Desogestrel | deinrezept