Zum Hauptinhalt springen
deinrezept Logo
Amicette
Verhütung

Amicette

Kombinierte Antibabypille mit Norgestimat und Ethinylestradiol.

Verschreibungspflichtig
Schnellnavigation

Was ist Amicette?

Amicette ist eine kombinierte hormonelle Antibabypille, auch bekannt als Mikropille oder Einphasenpräparat. Sie wird von der Aristo Pharma GmbH hergestellt und enthält zwei synthetische weibliche Geschlechtshormone: das Gestagen Norgestimat und das Östrogen Ethinylestradiol. Diese Hormonkombination dient der zuverlässigen Empfängnisverhütung, wenn Amicette® korrekt und regelmäßig eingenommen wird.

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Norgestimat 250 Mikrogramm (0,25 mg), Ethinylestradiol 35 Mikrogramm (0,035 mg)

Amicette verhindert eine Schwangerschaft durch mehrere Mechanismen, die synergistisch wirken:

Ovulationshemmung: Die enthaltenen Hormone, insbesondere das Ethinylestradiol, unterdrücken die Ausschüttung der Hormone, die für die Eireifung und den Eisprung verantwortlich sind. Dadurch reift kein Ei heran und es wird keines freigesetzt.

Veränderung des Zervixschleims: Das Gestagen Norgestimat verdickt den Schleimpfropf am Gebärmutterhals (Zervixschleim). Dies erschwert den Spermien das Eindringen in die Gebärmutter und somit das Erreichen einer Eizelle.

Beeinflussung der Gebärmutterschleimhaut: Die Hormone verändern zudem die Beschaffenheit der Gebärmutterschleimhaut. Sollte es doch zu einer Befruchtung kommen, wäre eine Einnistung des befruchteten Eies in die Gebärmutter erschwert oder unmöglich.

Für wen ist es geeignet?

Amicette ist geeignet für Frauen, die:

  • Einen zuverlässigen hormonellen Empfängnisschutz wünschen.
  • Keine Gegenanzeigen haben. Mit zunehmendem Alter, insbesondere über 35 Jahren, steigt das Risiko für Blutgerinnsel. Raucherinnen über 35 Jahren wird dringend eine andere Verhütungsmethode empfohlen.
  • Bereit sind, die Pille täglich und zur gleichen Zeit einzunehmen.

Da Amicette® in den Hormonhaushalt eingreift und potenzielle Gesundheitsrisiken birgt, muss es von einem Arzt verschrieben werden. Ihr Arzt wird Ihre individuelle Eignung prüfen, insbesondere im Hinblick auf Vorerkrankungen oder Risikofaktoren wie Akne oder eine erhöhte Thromboseneigung.

Verfügbare Dosierungen

Wirkstoffgehalt pro Tablette:

  • Norgestimat: 0,25 mg (250 Mikrogramm)
  • Ethinylestradiol: 0,035 mg (35 Mikrogramm)

Dosierungstyp: Amicette ist ein Einphasenpräparat. Das bedeutet, jede der 21 Tabletten eines Blisters enthält dieselbe Hormondosierung.

Darreichung und Packungsgrößen

Laut Arzneimittelkatalog ist eine Packungsvariante gelistet: eine Stärke in einer Packungsgröße.

Darreichungsform
Tablette
Stärken
250 µg/35 µg
Packungsgrößen
126 Stk
StärkePackungPZNReichweite
250 µg/35 µg126 Stk03192098168 Tage

Gelistete Packungen laut Arzneimittelkatalog. Welche davon aktuell lieferbar sind und was sie kosten, steht in der Preisübersicht.

Die Pharmazentralnummer (PZN) ist die bundesweit eindeutige Kennnummer einer Packung.

Die Reichweite ist der im Katalog hinterlegte Wert für die übliche Dosierung. Wie lange eine Packung tatsächlich reicht, hängt von der ärztlich festgelegten Dosis ab.

Einnahmehinweise

Beginn der Einnahme:

Idealerweise beginnen Sie mit der Einnahme der ersten Tablette am ersten Tag Ihrer Monatsblutung. Dies gewährleistet sofortigen Empfängnisschutz. Wenn Sie von einer anderen hormonellen Verhütungsmethode wechseln oder zu einem späteren Zeitpunkt im Zyklus beginnen, beachten Sie bitte die Anweisungen in der Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Regelmäßige Einnahme: Nehmen Sie täglich eine Tablette über einen Zeitraum von 21 Tagen ein. Versuchen Sie, die Pille jeden Tag zur selben Uhrzeit einzunehmen, um die Wirksamkeit zu maximieren. Nach 21 Tagen folgt eine siebentägige Einnahmepause. In dieser Pause tritt üblicherweise Ihre Monatsblutung (Entzugsblutung) ein. Am achten Tag beginnen Sie mit einem neuen Blister, unabhängig davon, ob Ihre Blutung noch anhält oder bereits beendet ist. Ihr Schwangerschaftsschutz bleibt auch während der siebentägigen Pause bestehen, sofern Sie die Pille zuvor korrekt eingenommen haben. Sie können Amicette® so lange einnehmen, wie Sie einen hormonellen Empfängnisschutz wünschen und Ihr Arzt keine medizinischen Einwände hat.

Vergessene Tablette: Haben Sie die Einnahme um weniger als 12 Stunden versäumt, nehmen Sie die Tablette ein, sobald Sie es bemerken, und setzen Sie die Einnahme wie gewohnt fort. Der Schutz bleibt dann erhalten. Bei mehr als 12 Stunden kann der Schutz vermindert sein. Nehmen Sie die letzte vergessene Tablette dann sofort ein, auch wenn Sie dadurch zwei Tabletten gleichzeitig einnehmen. Was Sie danach beachten müssen, hängt von der Einnahmewoche ab, z.B. ob Sie zusätzlich verhüten oder die nächste Packung ohne Pause beginnen müssen. Beachten Sie dazu die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt.

Erbrechen oder Durchfall: Bei Erbrechen innerhalb von 3 Stunden nach der Einnahme oder starkem Durchfall über mehr als 24 Stunden kann der Schutz vermindert sein. Verwenden Sie dann zusätzlich eine nicht-hormonale Verhütungsmethode, bis Sie Amicette® an 7 aufeinanderfolgenden Tagen eingenommen haben.

Amicette® und Alkohol: Moderater Alkoholkonsum beeinträchtigt die Wirkung von Amicette® in der Regel nicht. Übermäßiger Alkoholkonsum, der zu Erbrechen oder Durchfall führt, kann jedoch die Aufnahme der Wirkstoffe beeinträchtigen und somit den Verhütungsschutz vermindern.

Gegenanzeigen

Darf nicht eingenommen werden bei:

  • Bestehenden oder früheren Thrombosen (Blutgerinnsel in Venen oder Arterien), z.B. tiefe Venenthrombose, Lungenembolie, Herzinfarkt oder Schlaganfall.
  • Erhöhtem Risiko für Blutgerinnsel (z.B. aufgrund von Bettlägerigkeit, bestimmten Herzerkrankungen oder erblichen Faktoren).
  • Bestehender oder vermuteter Schwangerschaft.
  • Stillzeit.
  • Überempfindlichkeit gegen Norgestimat, Ethinylestradiol oder einen der sonstigen Bestandteile von Amicette®.
  • Ungeklärten vaginalen Blutungen.
  • Schwerem Bluthochdruck (z.B. ab 160/100 mmHg).
  • Bestimmten Lebererkrankungen oder Tumoren der Leber.
  • Bestimmten Krebserkrankungen, die hormonabhängig sind (z.B. Brustkrebs).
  • Migräne mit Aura.
  • Diabetes mellitus mit Gefäßschäden.
  • Schwerer Fettstoffwechselstörung.
  • Bestehender oder früherer Entzündung der Bauchspeicheldrüse, wenn sie mit stark erhöhten Blutfettwerten (Triglyceriden) einhergeht.
  • Gleichzeitiger Behandlung einer Hepatitis C mit Arzneimitteln, die Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir und Dasabuvir, Glecaprevir/Pibrentasvir oder Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir enthalten.

Besondere Vorsicht ist geboten bei (ärztliche Abklärung notwendig):

  • Rauchen
  • Übergewicht
  • Diabetes mellitus
  • Hohem Blutdruck (nicht schwerwiegend genug für eine Kontraindikation)
  • Depressionen
  • Epilepsie
  • Beeinträchtigtem Hörsinn
  • Bestimmten Herzerkrankungen

Lesen Sie die Packungsbeilage sorgfältig durch und besprechen Sie Ihre vollständige Krankengeschichte mit Ihrem Arzt, bevor Sie Amicette® einnehmen.

Mögliche Nebenwirkungen

Sehr häufige Nebenwirkungen (mehr als 1 von 10 Anwenderinnen):

  • Kopfschmerzen
  • Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall)
  • Vaginale Blutungen oder Zwischenblutungen (besonders in den ersten Zyklen)
  • Schmerzhafte Monatsblutung

Häufige Nebenwirkungen (1 bis 10 von 100 Anwenderinnen):

  • Harnwegs- oder Scheideninfektionen
  • Vaginaler Ausfluss
  • Ausbleiben der Regelblutung
  • Stimmungsschwankungen, Nervosität, Schlafstörungen, Depressionen
  • Schwindel, Migräne
  • Akne, Hautausschlag
  • Muskelkrämpfe, Schmerzen in Armen und Beinen, Rückenschmerzen
  • Schmerzen und Missempfindungen der Brust
  • Allgemeine Schwäche
  • Gewichtszunahme, Wassereinlagerungen (geschwollene Hände, Füße oder Knöchel)

Wie alle hormonellen Verhütungsmittel kann Amicette® das Risiko für Blutgerinnsel (Thrombosen) erhöhen, insbesondere im ersten Anwendungsjahr. Bei anhaltenden oder schwerwiegenden Nebenwirkungen oder dem Auftreten von Symptomen, die auf ein Blutgerinnsel hindeuten könnten, suchen Sie bitte umgehend ärztliche Hilfe auf und sagen Sie, dass Sie eine kombinierte Pille einnehmen. Anzeichen eines Blutgerinnsels, eines Herzinfarkts oder eines Schlaganfalls können sein:

  • Einseitige Schwellung des Beins oder Fußes, Schmerzen oder Druckschmerz im Bein, Erwärmung des Beins, gerötete oder entfärbte Haut am Bein
  • Plötzliche unerklärliche Kurzatmigkeit oder schnelles Atmen, plötzlicher Husten, möglicherweise mit Blut, stechende Brustschmerzen
  • Schmerz, Druck, Schwere- oder Engegefühl in Brust, Arm oder unterhalb des Brustbeins
  • Plötzliches Taubheitsgefühl oder Schwäche in Gesicht, Arm oder Bein, besonders auf einer Körperseite, plötzliche Verwirrtheit, Sprech- oder Sehstörungen, plötzliche schwere oder länger anhaltende Kopfschmerzen unbekannter Ursache

Depressionen können schwerwiegend sein und sind ein bekannter Risikofaktor für suizidales Verhalten und Suizid. Wenden Sie sich bei Stimmungsschwankungen oder depressiven Symptomen an Ihren Arzt, auch wenn diese kurz nach Beginn der Einnahme auftreten.

Eine vollständige Liste der möglichen Nebenwirkungen finden Sie in der Packungsbeilage.

Wechselwirkungen

Arzneimittel, die den Empfängnisschutz von Amicette® abschwächen können:

  • Bestimmte Mittel gegen Epilepsie (z.B. Carbamazepin, Oxcarbazepin, Phenytoin, Primidon, Rufinamid, Topiramat) und Barbiturate
  • Rifampicin und Rifabutin
  • Bestimmte Mittel gegen HIV (z.B. Ritonavir, Nelfinavir, Nevirapin)
  • Griseofulvin, Bosentan, Modafinil, (Fos-)Aprepitant
  • Johanniskraut: Zubereitungen mit Johanniskraut dürfen nicht zusammen mit Amicette® eingenommen werden.

Während der Behandlung mit solchen Mitteln und in den ersten 7 Tagen danach ist zusätzlich eine nicht-hormonale Verhütungsmethode nötig. Bei Wirkstoffen, die Leberenzyme anregen, gilt das bis zu 28 Tage nach dem Absetzen, bei Modafinil bis zu 56 Tage. Bei einer Langzeitbehandlung mit diesen Mitteln ist eine nicht-hormonale Verhütung vorzuziehen.

Nicht gleichzeitig anwenden:

  • Arzneimittel gegen Hepatitis C mit Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir und Dasabuvir, mit Glecaprevir/Pibrentasvir oder mit Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir. Vor Beginn dieser Behandlung müssen Sie auf eine andere Verhütungsmethode wechseln. Zwei Wochen nach dem Ende der Behandlung kann Amicette® wieder begonnen werden.

Amicette® kann die Wirkung anderer Arzneimittel verändern:

  • Lamotrigin: Der Spiegel kann deutlich sinken, die Anfallskontrolle kann nachlassen. Eine Dosisanpassung kann nötig sein.
  • Ciclosporin, Theophyllin, Tizanidin und Prednisolon: Die Spiegel können steigen.
  • Bei Diabetes kann sich der Bedarf an Insulin oder Tabletten gegen Diabetes ändern.

Informieren Sie Ihren Arzt über alle Arzneimittel und pflanzlichen Mittel, die Sie anwenden.

Häufige Fragen

Amicette ist eine kombinierte hormonelle Antibabypille, die das Gestagen Norgestimat (250 Mikrogramm) und das Östrogen Ethinylestradiol (35 Mikrogramm) enthält. Sie dient der Empfängnisverhütung.

Sie nehmen 21 Tage lang täglich eine Tablette zur gleichen Zeit ein, gefolgt von einer 7-tägigen Einnahmepause. Danach beginnen Sie mit einem neuen Blister. Idealerweise starten Sie am ersten Tag Ihrer Monatsblutung.

Häufige Nebenwirkungen können Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit), vaginale Blutungen oder Zwischenblutungen und schmerzhafte Monatsblutungen sein. Auch Stimmungsschwankungen und Gewichtszunahme sind möglich.

Ja, wie bei allen kombinierten Antibabypillen ist das Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln (Thrombosen) leicht erhöht, insbesondere im ersten Jahr der Einnahme. Bestimmte Faktoren wie Rauchen, Übergewicht und Alter können dieses Risiko zusätzlich beeinflussen.

Ähnliche Medikamente

Passt Amicette zu Ihnen?

Ein zugelassener Arzt prüft Ihre Angaben und stellt bei Eignung ein Rezept aus. Diskret und sicher.

Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Amicette | Norgestimat, Ethinylestradiol | deinrezept