Was ist Swingo?
Swingo ist eine niedrig dosierte Mikropille mit Levonorgestrel und Ethinylestradiol. Mit nur 0,02 mg Ethinylestradiol gehört sie zu den am niedrigsten dosierten Kombinationspillen.
Die Pille hat ein niedriges Thromboserisiko (durch Levonorgestrel).
Wirkstoffe & Wirkungsweise
Wirkstoff: Levonorgestrel 0,1 mg, Ethinylestradiol 0,02 mg
Swingo verhütet durch die bekannten Mechanismen:
- Ovulationshemmung
- Zervixschleim-Verdickung
- Endometrium-Veränderung
Für wen ist es geeignet?
Ideal für:
- Östrogenempfindliche Frauen
- Frauen, die Nebenwirkungen minimieren möchten
- Erstanwenderinnen
Verfügbare Dosierungen
- 0,02 mg Ethinylestradiol
- 0,1 mg Levonorgestrel
- 21 Tabletten
Darreichung und Packungsgrößen
Laut Arzneimittelkatalog sind 3 Packungsvarianten gelistet: eine Stärke in 3 Packungsgrößen. Die Packungen reichen von 21 bis 126 Stück.
- Darreichungsform
- Filmtablette
- Stärken
- 20 µg/100 µg
- Packungsgrößen
- 21 Stück, 63 Stück, 126 Stück
| Stärke | Packung | PZN | Reichweite |
|---|---|---|---|
| 20 µg/100 µg | 21 Stück | 07746607 | 28 Tage |
| 20 µg/100 µg | 63 Stück | 07746613 | 84 Tage |
| 20 µg/100 µg | 126 Stück | 07746636 | 168 Tage |
Gelistete Packungen laut Arzneimittelkatalog. Welche davon aktuell lieferbar sind und was sie kosten, steht in der Preisübersicht.
Die Pharmazentralnummer (PZN) ist die bundesweit eindeutige Kennnummer einer Packung.
Die Reichweite ist der im Katalog hinterlegte Wert für die übliche Dosierung. Wie lange eine Packung tatsächlich reicht, hängt von der ärztlich festgelegten Dosis ab.
Einnahmehinweise
21 Tage Einnahme, 7 Tage Pause.
Wenn Sie eine Tablette vergessen haben:
- Höchstens 12 Stunden zu spät: Nehmen Sie die Tablette sofort ein und die folgenden Tabletten wieder zur gewohnten Zeit. Der Empfängnisschutz ist nicht eingeschränkt.
- Mehr als 12 Stunden zu spät: Der Empfängnisschutz ist nicht mehr voll gewährleistet. Wie Sie vorgehen, hängt von der Einnahmewoche ab.
- 1. Woche: Nehmen Sie die zuletzt vergessene Tablette sofort ein, auch wenn Sie dann 2 Tabletten gleichzeitig einnehmen, und die folgenden zur gewohnten Zeit. Verwenden Sie in den nächsten 7 Tagen zusätzlich eine nicht-hormonale Methode, z. B. ein Kondom. Hatten Sie in den 7 Tagen davor Geschlechtsverkehr, ist eine Schwangerschaft möglich.
- 2. Woche: Nehmen Sie die zuletzt vergessene Tablette sofort ein, auch wenn Sie dann 2 Tabletten gleichzeitig einnehmen, und die folgenden zur gewohnten Zeit. Haben Sie die Tabletten an den 7 Tagen vor der ersten vergessenen Tablette richtig eingenommen, ist kein zusätzlicher Schutz nötig. Sonst, oder wenn Sie mehr als 1 Tablette vergessen haben, verhüten Sie 7 Tage lang zusätzlich.
- 3. Woche: Entweder nehmen Sie die zuletzt vergessene Tablette sofort ein, die folgenden zur gewohnten Zeit, und beginnen die nächste Packung direkt ohne Pause. Oder Sie brechen die angebrochene Packung ab und ziehen die Pause vor: höchstens 7 Tage, die Tage mit vergessener Einnahme mitgezählt; danach beginnen Sie die nächste Packung. Haben Sie die Tabletten an den 7 Tagen vor der ersten vergessenen Tablette richtig eingenommen, ist kein zusätzlicher Schutz nötig. Sonst wählen Sie den ersten Weg und verwenden in den nächsten 7 Tagen zusätzlich eine nicht-hormonale Methode.
- Bleibt nach vergessenen Tabletten die nächste Abbruchblutung aus, muss vor Beginn der neuen Packung eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden.
Gegenanzeigen
Swingo darf nicht angewendet werden bei:
- Überempfindlichkeit gegen Levonorgestrel, Ethinylestradiol oder einen der sonstigen Bestandteile
- bestehender Schwangerschaft oder Verdacht darauf
- bestehender oder früherer venöser Thromboembolie (z. B. tiefe Venenthrombose, Lungenembolie), auch unter Behandlung mit gerinnungshemmenden Mitteln
- bekannter erblicher oder erworbener Neigung zu venösen Thromboembolien, z. B. APC-Resistenz (einschließlich Faktor-V-Leiden), Antithrombin-III-, Protein-C- oder Protein-S-Mangel
- größeren Operationen mit längerer Ruhigstellung
- hohem Risiko für venöse Thromboembolien durch mehrere Risikofaktoren
- bestehender oder früherer arterieller Thromboembolie (z. B. Herzinfarkt) oder Vorstufen wie Angina pectoris
- bestehendem oder früherem Schlaganfall oder Vorstufen wie einer transitorischen ischämischen Attacke (TIA)
- bekannter erblicher oder erworbener Neigung zu arteriellen Thromboembolien, z. B. Hyperhomocysteinämie, Antiphospholipid-Antikörper, thrombogene Herzklappenerkrankung oder thrombogene Herzrhythmusstörungen
- Migräne mit fokalen neurologischen Symptomen (z. B. Aura) in der Vorgeschichte
- hohem Risiko für arterielle Thromboembolien durch mehrere Risikofaktoren oder einen schwerwiegenden Risikofaktor wie Diabetes mit Gefäßveränderungen, nicht kontrollierten Bluthochdruck, schwere Fettstoffwechselstörung oder Rauchen
- bestehender oder früherer Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis), wenn diese mit stark erhöhten Triglyzeriden (Blutfetten) einhergeht
- bestehender oder früherer Lebererkrankung, solange sich die Leberwerte nicht normalisiert haben (auch Dubin-Johnson- und Rotor-Syndrom)
- bestehenden oder früheren Lebertumoren (gutartig oder bösartig)
- bekannten oder vermuteten sexualhormonabhängigen bösartigen Tumoren (z. B. der Brust oder der Gebärmutterschleimhaut)
- ungeklärten vaginalen Blutungen
- Ausbleiben der Regelblutung (Amenorrhö) unbekannter Ursache
- gleichzeitiger Einnahme von Hepatitis-C-Mitteln mit Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir und Dasabuvir, mit Glecaprevir/Pibrentasvir oder mit Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir
Tritt eine dieser Erkrankungen während der Einnahme zum ersten Mal auf, muss Swingo sofort abgesetzt werden. Frauen über 35 Jahren, die weiterhin rauchen, wird dringend eine andere Verhütungsmethode empfohlen.
Mögliche Nebenwirkungen
Häufig: leichte Kopfschmerzen, Brustspannen.
Häufige Fragen
Ja, die niedrige Dosierung und das bewährte Gestagen machen Swingo zu einer guten Wahl für Erstanwenderinnen.
Swingo wird 21 Tage täglich möglichst zur gleichen Uhrzeit eingenommen, gefolgt von einer 7-tägigen Einnahmepause, in der es üblicherweise zur Abbruchblutung kommt. Danach beginnt der nächste Blister. Details regelt die Gebrauchsinformation.
Ja — unter anderem können bestimmte Antiepileptika, Antibiotika oder Johanniskraut die Wirksamkeit herabsetzen. Auch bei gleichzeitiger Einnahme anderer Dauermedikation (z. B. Entwässerungsmitteln) sollte die Kombination ärztlich oder pharmazeutisch geprüft werden. Geben Sie im medizinischen Fragebogen daher immer alle Medikamente an.
Wie alle kombinierten Pillen erhöht auch Swingo das venöse Thromboserisiko leicht gegenüber der Nichteinnahme; levonorgestrelhaltige Präparate gehören dabei zu den Pillen mit dem niedrigsten beschriebenen Risiko. Individuelle Risikofaktoren gehören in die ärztliche Bewertung.
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Wichtiger Hinweis
Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.
Pflichthinweis
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.





