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Slinda
Verhütung

Slinda

Reine Gestagenpille mit Drospirenon zur Schwangerschaftsverhütung.

Verschreibungspflichtig
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Was ist Slinda?

Slinda ist eine reine Gestagenpille (auch Minipille genannt), die zur Verhütung einer Schwangerschaft eingesetzt wird. Sie enthält nur ein weibliches Hormon, Drospirenon, und ist daher eine geeignete Option für Frauen, die Östrogen nicht vertragen oder meiden möchten. Jede Blisterpackung Slinda enthält 24 weiße, wirkstoffhaltige Tabletten und 4 grüne Placebo-Tabletten ohne Wirkstoff.

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Drospirenon 4 mg

Slinda verhindert eine Schwangerschaft durch mehrere Mechanismen, die hauptsächlich auf dem Gestagen Drospirenon basieren:

Ovulationshemmung: Der Hauptmechanismus ist die Unterdrückung des Eisprungs. Drospirenon verhindert, dass die Eierstöcke eine reife Eizelle freisetzen.

Veränderung des Gebärmutterhalsschleims: Der Schleim am Gebärmutterhals wird dicker und zäher, wodurch Spermien das Eindringen in die Gebärmutter erschwert wird.

Veränderung der Gebärmutterschleimhaut: Die Gebärmutterschleimhaut wird dünner, was die Einnistung eines eventuell befruchteten Eies erschwert.

Für wen ist es geeignet?

Slinda ist geeignet für Frauen, die:

  • Einen Empfängnisschutz wünschen.
  • Eine hormonelle Verhütungsmethode ohne Östrogen bevorzugen oder Östrogen nicht vertragen.
  • Eine Alternative zu kombinierten Antibabypillen suchen.

Verfügbare Dosierungen

Wirkstoffgehalt:

  • Drospirenon: 4 mg pro weißer, aktiver Filmtablette.
  • Grüne Filmtabletten enthalten keinen Wirkstoff (Placebo).

Darreichung und Packungsgrößen

Laut Arzneimittelkatalog ist eine Packungsvariante gelistet: eine Stärke in einer Packungsgröße.

Darreichungsform
Filmtablette
Stärken
4 mg
Packungsgrößen
168 Stk
StärkePackungPZNReichweite
4 mg168 Stk11642210168 Tage

Gelistete Packungen laut Arzneimittelkatalog. Welche davon aktuell lieferbar sind und was sie kosten, steht in der Preisübersicht.

Die Pharmazentralnummer (PZN) ist die bundesweit eindeutige Kennnummer einer Packung.

Die Reichweite ist der im Katalog hinterlegte Wert für die übliche Dosierung. Wie lange eine Packung tatsächlich reicht, hängt von der ärztlich festgelegten Dosis ab.

Einnahmehinweise

Einnahmeschema: Nehmen Sie täglich eine Filmtablette für 28 aufeinanderfolgende Tage ein. Beginnen Sie mit den 24 weißen, wirkstoffhaltigen Tabletten und nehmen Sie anschließend die 4 grünen, wirkstofffreien Placebo-Tabletten ein.

Einnahmezeitpunkt: Nehmen Sie die Tablette jeden Tag zur ungefähr gleichen Uhrzeit ein, um einen Abstand von 24 Stunden zwischen den Einnahmen einzuhalten.

Beginn der Einnahme: Starten Sie die Einnahme der ersten Tablette am ersten Tag Ihrer Regelblutung. Folgen Sie der auf dem Blister angegebenen Reihenfolge der Tabletten (Pfeile und Nummerierung).

Wechsel von einem anderen Verhütungsmittel oder nach einer Geburt:

  • Von einer Kombinationspille, einem Vaginalring oder einem Pflaster: Beginnen Sie vorzugsweise am Tag nach der letzten wirkstoffhaltigen Tablette oder am Tag, an dem Sie Ring oder Pflaster entfernen. Eine zusätzliche Verhütung ist dann nicht nötig. Beginnen Sie später, spätestens am Tag nach der üblichen Pause oder nach den Placebo-Tabletten, verwenden Sie in den ersten 7 Tagen zusätzlich eine Barrieremethode (z.B. Kondom).
  • Von einer anderen Minipille: Beginnen Sie am nächsten Tag, innerhalb von 24 Stunden nach der letzten Tablette. Von einem Implantat oder einer Hormonspirale: am Tag der Entfernung. Von einer Verhütungsspritze: an dem Tag, an dem die nächste Spritze fällig wäre.
  • Nach einer Geburt: Beginnen Sie an einem Tag zwischen Tag 21 und Tag 28 nach der Entbindung. Bei einem späteren Beginn vor der ersten Regelblutung muss eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden, und Sie verwenden in der ersten Woche zusätzlich eine Barrieremethode.

Neuer Blister: Nachdem Sie die letzte Placebo-Tablette eingenommen haben, beginnen Sie direkt mit einer neuen Blisterpackung, ohne eine Pause einzulegen. Der Schutz vor einer Schwangerschaft bleibt auch während der Einnahme der Placebo-Tabletten bestehen.

Erbrechen oder Durchfall: Bei schweren Magen-Darm-Beschwerden wird der Wirkstoff möglicherweise nicht vollständig aufgenommen. Verwenden Sie dann zusätzlich eine andere Verhütungsmethode. Bei Erbrechen oder Durchfall innerhalb von 3 bis 4 Stunden nach der Einnahme nehmen Sie so rasch wie möglich eine neue Tablette ein, möglichst innerhalb von 24 Stunden nach der üblichen Einnahmezeit. Möchten Sie Ihr gewohntes Einnahmeschema beibehalten, nehmen Sie die Ersatztablette aus einer anderen Blisterpackung. Sind mehr als 24 Stunden vergangen, gehen Sie vor wie bei einer vergessenen Tablette.

Gegenanzeigen

Darf nicht eingenommen werden bei:

  • Einer bekannten Allergie gegen Drospirenon oder andere Bestandteile von Slinda.
  • Seltener erblicher Galactose-Intoleranz, völligem Laktase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption, da Slinda Lactose enthält.
  • Aktiven venösen Blutgerinnseln (z.B. tiefe Venenthrombose, Lungenembolie). Hatten Sie früher ein Blutgerinnsel, wägt der Arzt vor der Einnahme Nutzen und Risiken mit Ihnen ab.
  • Aktuellen oder früheren Lebererkrankungen, bei denen die Leberfunktion nicht normal ist.
  • Schwerer Einschränkung der Nierenfunktion oder akutem Nierenversagen. Bei eingeschränkter Nierenfunktion und Kaliumwerten im oberen Normbereich wird der Kaliumspiegel im ersten Einnahmezyklus kontrolliert.
  • Bestehendem oder vermutetem hormonabhängigem Krebs (z.B. Brustkrebs).
  • Ungewöhnlichen Blutungen aus der Scheide, deren Ursache nicht abgeklärt ist.

Schwangerschaft und Stillzeit: Slinda ist in der Schwangerschaft nicht angezeigt. Tritt während der Einnahme eine Schwangerschaft ein, muss Slinda abgesetzt werden. In der Stillzeit kann Slinda angewendet werden. Geringe Mengen des Wirkstoffs gehen in die Muttermilch über, Auswirkungen auf das gestillte Kind sind nicht zu erwarten.

Mögliche Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen (bei bis zu 1 von 10 Anwenderinnen):

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Bauchschmerzen
  • Verminderte sexuelle Lust (Libido)
  • Stimmungsschwankungen
  • Akne
  • Brustbeschwerden
  • Schmerzhafte Monatsblutung
  • Unregelmäßige Blutungen oder Ausbleiben der Regelblutung
  • Gewichtszunahme

Gelegentliche Nebenwirkungen (bei bis zu 1 von 100 Anwenderinnen):

  • Anämie (Mangel an roten Blutkörperchen)
  • Müdigkeit
  • Schwellungen durch Wassereinlagerungen
  • Schwindelgefühl
  • Erbrechen, Durchfall, Verstopfung
  • Vaginale Infektionen
  • Erhöhte Blutwerte (z.B. Kalium, Leberenzyme)
  • Appetitveränderungen
  • Depressive Stimmung, Depression, Angstzustände
  • Unterleibsschmerzen
  • Zysten an den Eierstöcken
  • Scheidenausfluss und -trockenheit
  • Haarausfall, starkes Schwitzen
  • Juckreiz, Hautausschlag, fettige Haut und Haare

Wichtige Warnhinweise:

  • Depressive Verstimmungen und Depressionen sind bekannte Nebenwirkungen hormoneller Verhütungsmittel. Depressionen können schwerwiegend sein und sind ein bekannter Risikofaktor für suizidales Verhalten und Suizid. Wenden Sie sich bei Stimmungsschwankungen oder depressiven Beschwerden an Ihren Arzt, auch wenn diese kurz nach Beginn der Einnahme auftreten.
  • Bei Anzeichen oder Verdacht auf ein Blutgerinnsel in einer Vene oder Arterie muss die Einnahme sofort beendet werden. Bei längerer Ruhigstellung wegen einer Operation oder Krankheit ist es ratsam, Slinda abzusetzen. Sprechen Sie dann mit Ihrem Arzt.
  • Bei einer Gelbsucht muss die Einnahme sofort beendet werden.
  • Bleibt die Blutung aus oder haben Sie Unterleibsschmerzen, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Er kann eine Eileiterschwangerschaft ausschließen.

Wichtiger Hinweis: Unregelmäßige Blutungen sind kein Zeichen für eine verminderte empfängnisverhütende Wirkung. Bei sehr starken, anhaltenden oder häufigen Blutungen sollten Sie einen Arzt konsultieren.

Wechselwirkungen

Arzneimittel, die die Wirksamkeit von Slinda vermindern können: Bestimmte Arzneimittel beschleunigen den Abbau von Hormonen (Enzyminduktion). Dadurch kann es zu Durchbruchblutungen kommen und die Verhütung kann versagen. Dazu gehören z.B.:

  • Barbiturate, Carbamazepin, Phenytoin, Primidon
  • Rifampicin, Bosentan
  • die HIV-Arzneimittel Ritonavir, Nevirapin und Efavirenz
  • möglicherweise auch Felbamat, Griseofulvin, Oxcarbazepin, Topiramat und pflanzliche Arzneimittel mit Johanniskraut

Diese Wirkung kann nach wenigen Behandlungstagen einsetzen und nach dem Absetzen noch etwa 4 Wochen anhalten. Bei einer kurzzeitigen Behandlung verwenden Sie zusätzlich eine Barrieremethode (z.B. Kondome), und zwar während der gesamten Behandlung und bis 28 Tage danach. Reicht die Behandlung über die letzte weiße Tablette eines Blisters hinaus, lassen Sie die grünen Placebo-Tabletten weg und beginnen direkt mit dem nächsten Blister. Bei einer Langzeitbehandlung wird eine andere verlässliche, nicht hormonelle Verhütungsmethode empfohlen.

HIV- und Hepatitis-C-Arzneimittel: Viele Kombinationen von HIV-Arzneimitteln (z.B. Ritonavir, Nelfinavir, Nevirapin, Efavirenz) und Arzneimitteln gegen Hepatitis C (z.B. Boceprevir, Telaprevir) können den Gestagenspiegel erhöhen oder senken. Im Zweifel verwenden Sie während der Behandlung zusätzlich eine Barrieremethode.

Arzneimittel und Lebensmittel, die den Wirkstoffspiegel erhöhen können: Starke oder mäßig starke CYP3A4-Hemmer wie Pilzmittel vom Azol-Typ (z.B. Fluconazol, Itraconazol, Ketoconazol, Voriconazol), Verapamil, Makrolid-Antibiotika (z.B. Clarithromycin, Erythromycin), Diltiazem und Grapefruitsaft.

Kalium: Drospirenon wirkt kaliumsparend. Bei gleichzeitiger Einnahme von Aldosteron-Antagonisten oder kaliumsparenden Entwässerungsmitteln (Diuretika) sollte der Kaliumspiegel im Blut während des ersten Einnahmezyklus kontrolliert werden.

Einfluss auf andere Arzneimittel: Slinda kann den Stoffwechsel anderer Arzneimittel beeinflussen. Der Spiegel von Ciclosporin kann steigen, der Spiegel von Lamotrigin kann sinken.

Informieren Sie Ihren Arzt über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen.

Häufige Fragen

Slinda ist eine reine Gestagenpille (Minipille), die ausschließlich das Hormon Drospirenon enthält. Sie wird zur Verhütung einer Schwangerschaft eingesetzt und ist besonders für Frauen geeignet, die Östrogen nicht vertragen.

Der Hauptunterschied besteht darin, dass Slinda nur ein Gestagen (Drospirenon) enthält, während kombinierte Pillen eine Kombination aus einem Gestagen und einem Östrogen enthalten. Dies macht Slinda zu einer Option für Frauen, die Östrogen vermeiden müssen oder möchten.

Nein, Slinda schützt wie andere Antibabypillen nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten (STIs) wie HIV oder Syphilis. Für den Schutz vor STIs sollten zusätzliche Barrieremethoden wie Kondome verwendet werden.

Wenn Sie eine weiße, wirkstoffhaltige Tablette vergessen haben und die Einnahme um weniger als 24 Stunden verspätet ist, nehmen Sie die vergessene Tablette sofort ein und setzen Sie die Einnahme wie gewohnt fort. Der Empfängnisschutz ist weiterhin gegeben. Ist die Einnahme um mehr als 24 Stunden verspätet, kann der Empfängnisschutz herabgesetzt sein. Nehmen Sie die zuletzt vergessene Tablette so schnell wie möglich ein, auch wenn Sie dann zwei Tabletten zur gleichen Zeit einnehmen, und setzen Sie die Einnahme zur gewohnten Zeit fort. Verwenden Sie für die nächsten 7 Tage zusätzlich eine Barrieremethode (z.B. Kondom). Haben Sie in der ersten Einnahmewoche Tabletten vergessen und in den 7 Tagen davor Geschlechtsverkehr gehabt, ist eine Schwangerschaft möglich. Sprechen Sie dann mit Ihrem Arzt. Haben Sie in der dritten Einnahmewoche Tabletten vergessen, lassen Sie die grünen Placebo-Tabletten aus und beginnen Sie direkt mit dem nächsten Blister. Wenn Sie eine grüne Placebo-Tablette vergessen haben, hat dies keine Auswirkungen auf den Empfängnisschutz; werfen Sie die vergessene Tablette einfach weg und setzen Sie die Einnahme wie gewohnt fort.

Slinda wird durchgehend täglich eingenommen: 24 wirkstoffhaltige weiße Tabletten, gefolgt von 4 wirkstofffreien grünen Tabletten — danach beginnt direkt der nächste Blister. Eine Einnahmepause gibt es nicht; die Einnahme sollte möglichst immer zur gleichen Uhrzeit erfolgen.

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Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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