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Sevikar
Bluthochdruck

Sevikar

Kombinationspräparat aus Olmesartan und Amlodipin zur Behandlung von Bluthochdruck.

Verschreibungspflichtig
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Was ist Sevikar?

Sevikar ist ein verschreibungspflichtiges Kombinationsmedikament zur Behandlung von Bluthochdruck bei Erwachsenen, bei denen der Blutdruck mit Olmesartan oder Amlodipin allein nicht ausreichend kontrolliert werden kann. Es vereint einen Sartan mit einem Calciumkanalblocker.

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Olmesartan/Amlodipin

Olmesartan blockiert den Angiotensin-II-Rezeptor und entspannt die Blutgefäße. Amlodipin hemmt den Calciumeinstrom in die glatten Muskelzellen der Gefäßwände, wodurch sich die Gefäße erweitern und der Gefäßwiderstand sinkt. Die Kombination wirkt an zwei verschiedenen Angriffspunkten.

Für wen ist es geeignet?

Erwachsene mit essentiellem Bluthochdruck, bei denen Olmesartan oder Amlodipin allein den Blutdruck nicht ausreichend senkt.

Verfügbare Dosierungen

Übliche Dosierung: 1 Tablette einmal täglich. Olmesartan 20 mg/Amlodipin 5 mg, wenn der Blutdruck mit 20 mg Olmesartan oder 5 mg Amlodipin allein nicht ausreichend gesenkt wird. 40/5 mg, wenn 20/5 mg nicht ausreicht, und 40/10 mg, wenn 40/5 mg nicht ausreicht. Bei leicht bis mäßig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 20 bis 60 ml/min) und bei mäßig eingeschränkter Leberfunktion höchstens 20 mg Olmesartan einmal täglich. Bei älteren Menschen und bei eingeschränkter Leberfunktion wird die Dosis nur mit Vorsicht erhöht.

Darreichung und Packungsgrößen

Laut Arzneimittelkatalog sind 2 Packungsvarianten gelistet: 2 Stärken in einer Packungsgröße.

Darreichungsform
Filmtablette
Stärken
20/5 mg, 40/5 mg
Packungsgrößen
28 Stück
StärkePackungPZNReichweite
20/5 mg28 Stück0711772228 Tage
40/5 mg28 Stück0711777428 Tage

Gelistete Packungen laut Arzneimittelkatalog. Welche davon aktuell lieferbar sind und was sie kosten, steht in der Preisübersicht.

Die Pharmazentralnummer (PZN) ist die bundesweit eindeutige Kennnummer einer Packung.

Die Reichweite ist der im Katalog hinterlegte Wert für die übliche Dosierung. Wie lange eine Packung tatsächlich reicht, hängt von der ärztlich festgelegten Dosis ab.

Einnahmehinweise

Einmal täglich zur gleichen Tageszeit mit oder ohne Nahrung einnehmen, unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. einem Glas Wasser). Besonders zu Beginn der Behandlung können Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Müdigkeit die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen beeinträchtigen.

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe, gegen Dihydropyridinderivate (Wirkstoffgruppe von Amlodipin) oder einen der sonstigen Bestandteile, kreislaufinstabiler (hämodynamisch instabiler) Herzschwäche nach einem akuten Herzinfarkt, gleichzeitiger Einnahme von Aliskiren bei Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR unter 60 ml/min/1,73 m²), Schwangerschaft im 2. und 3. Trimenon (im 1. Trimenon und in der Stillzeit nicht empfohlen, bei festgestellter Schwangerschaft unverzüglich absetzen), Schock, schwerer Leberfunktionsstörung, Gallenwegsverschluss, schwerer Hypotonie oder einer Abflussbehinderung der linken Herzkammer (z. B. hochgradige Aortenstenose). Nicht empfohlen bei stark eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance unter 20 ml/min) und primärem Aldosteronismus. Besondere Vorsicht und ärztliche Kontrolle bei Flüssigkeits- oder Salzmangel (z. B. durch hochdosierte Entwässerungsmittel, salzarme Diät, Durchfall oder Erbrechen), Verengung beider Nierenarterien oder der Arterie einer Einzelniere, eingeschränkter Nierenfunktion (regelmäßige Kontrolle von Kalium und Kreatinin), Herzschwäche, Aorten- oder Mitralklappenstenose, obstruktiver hypertropher Kardiomyopathie sowie koronarer Herzkrankheit oder Durchblutungsstörungen des Gehirns.

Mögliche Nebenwirkungen

Häufig: Schwindel, Kopfschmerzen, periphere Ödeme (Schwellungen an Knöcheln), Müdigkeit, Herzklopfen. Gelegentlich: Übelkeit, Hautausschlag, Bauchschmerzen, erhöhter Kaliumspiegel im Blut, anaphylaktische Reaktionen. Selten: angioneurotisches Ödem, intestinales Angioödem mit Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall (dann wird Olmesartan abgesetzt), akutes Nierenversagen. Sehr selten: Sprue-ähnliche Enteropathie mit schweren, chronischen Durchfällen und erheblichem Gewichtsverlust, einige Monate bis Jahre nach Therapiebeginn. Bei solchen Durchfällen ohne andere Ursache wird die Behandlung sofort und dauerhaft beendet. Ebenfalls sehr selten: Herzinfarkt, Entzündung der Leber oder der Bauchspeicheldrüse, Stevens-Johnson-Syndrom. Häufigkeit nicht bekannt: Autoimmunhepatitis, toxische epidermale Nekrolyse.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit:

  • Lithium: Kombination nicht empfohlen. Ist sie notwendig, sorgfältige Kontrolle des Lithiumspiegels
  • ACE-Hemmern, anderen Sartanen oder Aliskiren (duale RAAS-Blockade): nicht empfohlen, erhöhtes Risiko für niedrigen Blutdruck, erhöhte Kaliumwerte und eine Abnahme der Nierenfunktion bis zum akuten Nierenversagen. Aliskiren bei Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion: nicht anwenden
  • Kaliumsparenden Diuretika, Kaliumpräparaten, kaliumhaltigen Salzersatzmitteln und anderen Mitteln, die den Kaliumspiegel erhöhen (z. B. Heparin): Anstieg des Kaliumspiegels möglich, Kontrolle des Kaliumspiegels
  • NSAR (einschließlich Acetylsalicylsäure über 3 g pro Tag und COX-2-Hemmer): schwächere Blutdrucksenkung, Risiko einer Verschlechterung der Nierenfunktion und erhöhter Kaliumwerte, zu Beginn Kontrolle der Nierenfunktion und ausreichend trinken
  • Starken oder mäßigen CYP3A4-Hemmern (z. B. Proteaseinhibitoren, Azol-Antimykotika, Erythromycin, Clarithromycin, Verapamil, Diltiazem): deutlich höhere Amlodipin-Spiegel und Risiko für niedrigen Blutdruck, engmaschige Überwachung, gegebenenfalls Dosisanpassung
  • CYP3A4-Induktoren (z. B. Rifampicin, Johanniskraut): schwankende Amlodipin-Spiegel, Blutdruck überwachen
  • Grapefruit und Grapefruitsaft: nicht empfohlen, stärkere Blutdrucksenkung möglich
  • Simvastatin: Simvastatin-Dosis höchstens 20 mg täglich
  • Tacrolimus und Ciclosporin: deren Blutspiegel kann steigen, Spiegelkontrolle und gegebenenfalls Dosisanpassung sind nötig
  • mTOR-Inhibitoren (z. B. Sirolimus, Temsirolimus, Everolimus): deren Spiegel kann steigen
  • Dantrolen als Infusion: bei Neigung zu maligner Hyperthermie oder deren Behandlung vermeiden
  • Colesevelam: Einnahme von Sevikar mindestens 4 Stunden vor Colesevelam erwägen
  • Anderen Blutdrucksenkern (z. B. Alphablocker, Diuretika): verstärkte Blutdrucksenkung

Häufige Fragen

Periphere Ödeme sind eine typische Nebenwirkung von Amlodipin. Wenn sie stark ausgeprägt sind, bitte mit dem Arzt sprechen.

Die Fixkombination vereinfacht die Einnahme, weil beide Wirkstoffe in einer Tablette enthalten sind. Die Wirksamkeit ist vergleichbar mit der getrennten Einnahme.

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Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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