Was ist Olmetec®?
Olmetec® ist ein verschreibungspflichtiger Angiotensin-II-Rezeptorblocker (AT1-Antagonist) mit dem Wirkstoff Olmesartanmedoxomil. Er wird zur Behandlung von essentiellem Bluthochdruck bei Erwachsenen und Jugendlichen eingesetzt.
Wirkstoffe & Wirkungsweise
Wirkstoff: Olmesartan
Olmesartan blockiert die Bindung des blutdrucksteigernden Hormons Angiotensin II an seinen Rezeptor. Dadurch entspannen sich die Blutgefäße und erweitern sich, was den Blutdruck senkt. Zusätzlich wird die Natrium- und Wasserausscheidung gefördert.
Für wen ist es geeignet?
Erwachsene und Jugendliche ab 6 Jahren mit essentieller Hypertonie (Bluthochdruck unbekannter Ursache).
Verfügbare Dosierungen
Übliche Dosierung: Beginn mit 10 mg einmal täglich, bei Bedarf Steigerung auf 20 mg, höchstens 40 mg täglich. Höchstens 20 mg einmal täglich bei leicht bis mäßig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 20 bis 60 ml/min), bei mäßig eingeschränkter Leberfunktion (Beginn mit 10 mg) und bei Kindern unter 35 kg Körpergewicht. Der Arzt bestimmt die individuelle Dosierung.
Darreichung und Packungsgrößen
Laut Arzneimittelkatalog sind 2 Packungsvarianten gelistet: 2 Stärken in einer Packungsgröße.
- Darreichungsform
- Filmtablette
- Stärken
- 10 mg, 20 mg
- Packungsgrößen
- 28 Stück
| Stärke | Packung | PZN | Reichweite |
|---|---|---|---|
| 10 mg | 28 Stück | 02231146 | 28 Tage |
| 20 mg | 28 Stück | 02231198 | 28 Tage |
Gelistete Packungen laut Arzneimittelkatalog. Welche davon aktuell lieferbar sind und was sie kosten, steht in der Preisübersicht.
Die Pharmazentralnummer (PZN) ist die bundesweit eindeutige Kennnummer einer Packung.
Die Reichweite ist der im Katalog hinterlegte Wert für die übliche Dosierung. Wie lange eine Packung tatsächlich reicht, hängt von der ärztlich festgelegten Dosis ab.
Einnahmehinweise
Einmal täglich zur gleichen Tageszeit mit oder ohne Nahrung einnehmen. Mit ausreichend Flüssigkeit schlucken. Schwindel oder Müdigkeit können die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen beeinträchtigen.
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen Olmesartan oder einen der sonstigen Bestandteile, Schwangerschaft im 2. und 3. Trimenon (im 1. Trimenon und in der Stillzeit nicht empfohlen, bei festgestellter Schwangerschaft unverzüglich absetzen), Gallenwegsverschluss, gleichzeitiger Einnahme von Aliskiren bei Diabetes oder Niereninsuffizienz. Nicht empfohlen bei stark eingeschränkter Leberfunktion, stark eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance unter 20 ml/min) und primärem Aldosteronismus. Nicht einnehmen bei seltener erblicher Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption (enthält Lactose). Ein Flüssigkeits- oder Salzmangel (z. B. durch hochdosierte Entwässerungsmittel, salzarme Diät, Durchfall oder Erbrechen) sollte vor Behandlungsbeginn ausgeglichen werden, sonst kann besonders nach der ersten Dosis der Blutdruck zu stark abfallen. Besondere Vorsicht bei Verengung beider Nierenarterien oder der Arterie einer Einzelniere, eingeschränkter Nierenfunktion (regelmäßige Kontrolle von Kalium und Kreatinin), schwerer dekompensierter Herzschwäche, Aorten- oder Mitralklappenstenose, obstruktiver hypertropher Kardiomyopathie, koronarer Herzkrankheit oder Durchblutungsstörungen des Gehirns. Bei Diabetes, eingeschränkter Nierenfunktion oder einem Alter über 70 Jahren ist das Risiko erhöhter Kaliumwerte größer, der Kaliumspiegel wird dann engmaschig kontrolliert.
Mögliche Nebenwirkungen
Häufig: Schwindel, Kopfschmerzen, erhöhte Leberenzyme, grippeähnliche Symptome, Durchfall. Gelegentlich: Muskelschmerzen, anaphylaktische Reaktionen. Selten: angioneurotisches Ödem, intestinales Angioödem (mit Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall), erhöhter Kaliumspiegel im Blut, akutes Nierenversagen. Sehr selten: Sprue-ähnliche Enteropathie mit schweren, chronischen Durchfällen und erheblichem Gewichtsverlust, einige Monate bis Jahre nach Therapiebeginn. Bei solchen Durchfällen ohne andere Ursache wird die Behandlung sofort und dauerhaft beendet. Häufigkeit nicht bekannt: Autoimmunhepatitis.
Wechselwirkungen
Wechselwirkungen mit:
- Lithium: Anstieg des Lithiumspiegels, Kombination nicht empfohlen. Ist sie notwendig, wird der Lithiumspiegel sorgfältig kontrolliert
- Kaliumsparenden Diuretika, Kaliumpräparaten, kaliumhaltigen Salzersatzmitteln und anderen Mitteln, die den Kaliumspiegel erhöhen (z. B. Heparin): Anstieg des Kaliumspiegels, Kombination nicht empfohlen
- ACE-Hemmern, anderen Sartanen oder Aliskiren (duale RAAS-Blockade): nicht empfohlen, erhöhtes Risiko für niedrigen Blutdruck, erhöhte Kaliumwerte und eine Abnahme der Nierenfunktion bis zum akuten Nierenversagen
- NSAR (einschließlich Acetylsalicylsäure über 3 g pro Tag und COX-2-Hemmer): Risiko eines akuten Nierenversagens und schwächere Blutdrucksenkung
- Colesevelam: Olmetec mindestens 4 Stunden vorher einnehmen
- Anderen Blutdrucksenkern: verstärkte Blutdrucksenkung
Häufige Fragen
Am besten jeden Tag zur gleichen Uhrzeit, unabhängig von den Mahlzeiten. Regelmäßige Einnahme ist wichtig für eine gleichmäßige Blutdruckkontrolle.
Olmesartan gehört zur Familie der Sartane, ähnlich wie Candesartan oder Valsartan. Die Wahl hängt von individuellen Faktoren ab, die Ihr Arzt berücksichtigt.
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Wichtiger Hinweis
Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.
Pflichthinweis
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.





