Was ist Qlaira?
Qlaira ist eine Vierphasenpille von Bayer, die Estradiolvalerat, einen Ester des natürlich beim Menschen vorkommenden Estradiols, statt Ethinylestradiol enthält. Die Hormondosierung wechselt im Laufe des Zyklus und ahmt den natürlichen Hormonverlauf nach.
Das Gestagen Dienogest hat antiandrogene Eigenschaften. Qlaira ist auch zur Behandlung starker Periodenblutungen ohne organische Ursache bei Frauen zugelassen, die mit der Pille verhüten möchten.
Wirkstoffe & Wirkungsweise
Wirkstoff: Dienogest (variabel), Estradiolvalerat (variabel)
Qlaira verhütet durch die bekannten Mechanismen, aber mit einem besonderen Einnahmeschema:
- Vier verschiedene Phasen mit unterschiedlichen Hormondosierungen
- Das Östrogen Estradiolvalerat (ein Ester des natürlich beim Menschen vorkommenden Estradiols)
- Das Gestagen Dienogest variiert ebenfalls
Dies soll einen natürlicheren Hormonspiegel im Körper erzeugen.
Für wen ist es geeignet?
Qlaira ist besonders geeignet bei:
- Starken Periodenblutungen ohne organische Ursache bei Frauen, die mit der Pille verhüten möchten
- Wunsch nach einer Pille ohne Ethinylestradiol
Verfügbare Dosierungen
28 Tabletten in 4 Phasen:
- 2 dunkelgelbe (3 mg Estradiolvalerat)
- 5 mittelrote (2 mg E. + 2 mg Dienogest)
- 17 hellgelbe (2 mg E. + 3 mg Dienogest)
- 2 dunkelrote (1 mg Estradiolvalerat)
- 2 weiße (Placebo)
Einnahmehinweise
- Täglich eine Tablette in der vorgegebenen Reihenfolge
- 28-Tage-Blister durchgehend nehmen
- Keine Pause zwischen den Blistern
- Reihenfolge der farbigen Tabletten beachten!
Gegenanzeigen
Qlaira darf nicht angewendet werden bei:
- bestehender oder früherer venöser Thromboembolie (z. B. tiefe Venenthrombose, Lungenembolie), bekannter erblicher oder erworbener Neigung dazu oder größeren Operationen mit längerer Ruhigstellung
- bestehender oder früherer arterieller Thromboembolie (z. B. Herzinfarkt), Vorstufen wie Angina pectoris oder bekannter erblicher oder erworbener Neigung dazu
- Schlaganfall oder transitorischer ischämischer Attacke (TIA), auch in der Vorgeschichte
- hohem Thromboserisiko durch mehrere Risikofaktoren oder einen schwerwiegenden Risikofaktor wie Diabetes mit Gefäßschäden, schweren Bluthochdruck oder schwere Fettstoffwechselstörung
- Migräne mit fokalen neurologischen Symptomen in der Vorgeschichte
- bestehender oder früherer schwerer Lebererkrankung, solange sich die Leberwerte nicht normalisiert haben
- bestehenden oder früheren Lebertumoren (gutartig oder bösartig)
- bekannten oder vermuteten sexualhormonabhängigen bösartigen Tumoren (z. B. der Genitalorgane oder der Brust)
- diagnostisch nicht abgeklärten vaginalen Blutungen
- Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile
Während einer Schwangerschaft ist Qlaira nicht angezeigt. Frauen über 35 Jahren, die weiterhin rauchen, wird dringend eine andere Verhütungsmethode empfohlen.
Mögliche Nebenwirkungen
Häufig: Kopfschmerzen, Brustschmerzen, Akne, unregelmäßige Blutungen (anfangs) Selten: Thrombosen
Häufige Fragen
Die unterschiedlichen Dosierungen sollen den natürlichen Hormonverlauf im Körper nachahmen.
Ja, Qlaira ist auch zur Behandlung starker Periodenblutungen ohne organische Ursache bei Frauen zugelassen, die mit der Pille verhüten möchten, und kann diese deutlich reduzieren. Bei diagnostisch nicht abgeklärten vaginalen Blutungen darf Qlaira nicht angewendet werden.
Qlaira wird täglich in der auf dem Blister nummerierten Reihenfolge eingenommen — die Tablettenfarben enthalten unterschiedliche Hormondosen (dynamisches Dosierschema). Eine separate Pause entfällt, da der Blister wirkstofffreie Tabletten enthält. Details regelt die Gebrauchsinformation.
Häufig genannt werden unter anderem Kopfschmerzen, Brustspannen, Übelkeit und unregelmäßige Blutungen, vor allem in den ersten Monaten. Wie alle kombinierten Pillen kann Qlaira das Thromboserisiko leicht erhöhen — Risikofaktoren gehören in die ärztliche Anamnese.
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Wichtiger Hinweis
Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.
Pflichthinweis
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.





