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Yasmin
Verhütung

Yasmin

Kombinierte Antibabypille mit Drospirenon und Ethinylestradiol – bekannt für positive Effekte auf Haut und Wassereinlagerungen.

Verschreibungspflichtig
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Was ist Yasmin?

Yasmin ist eine kombinierte hormonelle Verhütungspille (Kombinationspille), die zwei Wirkstoffe enthält: das Gestagen Drospirenon und das Östrogen Ethinylestradiol. Sie wird von Bayer hergestellt und gehört zu den meistverordneten Pillen weltweit.

Die Pille zeichnet sich durch das Gestagen Drospirenon aus, das dem körpereigenen Progesteron sehr ähnlich ist. Anders als ältere Gestagene hat Drospirenon eine leicht entwässernde Wirkung und wirkt antiandrogen – es kann also Akne und übermäßige Körperbehaarung verbessern.

Bei korrekter Anwendung bietet Yasmin einen sehr hohen Empfängnisschutz mit einem Pearl-Index von etwa 0,1 bis 0,9.

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Drospirenon 3 mg, Ethinylestradiol 0,03 mg

Yasmin verhindert eine Schwangerschaft durch mehrere Mechanismen:

Ovulationshemmung: Die Hormone in Yasmin unterdrücken den Eisprung, indem sie die körpereigene Hormonproduktion beeinflussen. Das Gehirn erhält das Signal, dass bereits ausreichend Hormone vorhanden sind, und die Ausschüttung von FSH und LH – den Hormonen, die den Eisprung auslösen – wird gehemmt.

Verdickung des Zervixschleims: Der Schleim im Gebärmutterhals wird zähflüssiger, sodass Spermien erschwert in die Gebärmutter eindringen können.

Veränderung der Gebärmutterschleimhaut: Die Schleimhaut der Gebärmutter wird weniger aufgebaut, was die Einnistung einer befruchteten Eizelle erschweren würde.

Besonderheit Drospirenon: Das in Yasmin enthaltene Drospirenon hat zusätzlich eine antimineralokortikoide Wirkung – es wirkt leicht entwässernd und kann so Wassereinlagerungen vor der Periode reduzieren.

Für wen ist es geeignet?

Yasmin ist geeignet für Frauen, die:

  • Einen zuverlässigen hormonellen Empfängnisschutz wünschen
  • Zu Wassereinlagerungen vor der Periode neigen
  • Unter leichter bis mittelschwerer Akne leiden
  • Verstärkte Körperbehaarung (Hirsutismus) haben
  • Eine Pille mit konstantem Hormonspiegel bevorzugen

Besonders geeignet bei:

  • Prämenstruellem Syndrom (PMS) mit Wassereinlagerungen
  • Hormonell bedingten Hautunreinheiten
  • Wunsch nach regelmäßigem Zyklus

Vor der ersten Einnahme sollte geklärt werden:

  • Bestehen Risikofaktoren für Thrombosen?
  • Liegt Bluthochdruck oder starkes Übergewicht vor?
  • Werden andere Medikamente eingenommen?
  • Ist eine Schwangerschaft sicher ausgeschlossen?

Verfügbare Dosierungen

Wirkstoffgehalt:

  • Drospirenon: 3 mg pro Tablette
  • Ethinylestradiol: 0,030 mg (30 Mikrogramm) pro Tablette

Packungsgrößen:

  • 1 x 21 Tabletten (1 Monatszyklus)
  • 3 x 21 Tabletten (3 Monatszyklen)
  • 6 x 21 Tabletten (6 Monatszyklen)

Einnahmeschema: 21 Tage lang täglich eine Tablette, gefolgt von 7 Tagen Pause. In der Pause tritt üblicherweise eine Abbruchblutung ein.

Einnahmehinweise

Beginn der Einnahme: Idealerweise am ersten Tag der Monatsblutung beginnen – dann besteht sofortiger Empfängnisschutz. Bei späterem Beginn (Tag 2-5) sollten in den ersten 7 Tagen zusätzlich Kondome verwendet werden.

Tägliche Einnahme:

  • Jeden Tag zur gleichen Uhrzeit eine Tablette einnehmen
  • Mit etwas Wasser schlucken
  • Unabhängig von Mahlzeiten

Einnahmepause: Nach 21 Tabletten folgen 7 Tage ohne Pilleneinnahme. In dieser Zeit tritt normalerweise eine Blutung ein. Am 8. Tag wird mit der nächsten Packung begonnen – unabhängig davon, ob die Blutung noch andauert.

Vergessene Tablette:

  • Bis zu 12 Stunden vergessen: Sofort nachnehmen, Schutz bleibt erhalten
  • Mehr als 12 Stunden vergessen: Sofort nachnehmen, zusätzlich 7 Tage mit Kondom verhüten

Bei Erbrechen oder Durchfall: Tritt innerhalb von 3-4 Stunden nach Einnahme Erbrechen oder starker Durchfall auf, ist die Wirkstoffaufnahme möglicherweise unvollständig. Eine weitere Tablette aus einer Reservepackung einnehmen.

Gegenanzeigen

Yasmin darf nicht eingenommen werden bei:

  • Bestehenden oder früheren Thrombosen (Blutgerinnsel in Beinen, Lunge, Herz oder Gehirn)
  • Erhöhtem Thromboserisiko durch mehrere Risikofaktoren (Rauchen über 35 Jahre, starkes Übergewicht, längere Immobilität)
  • Schweren Lebererkrankungen oder Lebertumoren
  • Hormonabhängigen Tumoren (bestimmte Brustkrebsarten, Gebärmutterkrebs)
  • Ungeklärten Vaginalblutungen
  • Schwangerschaft oder Verdacht darauf
  • Schwerer Niereninsuffizienz (Drospirenon erhöht Kaliumspiegel)

Vorsicht geboten bei:

  • Raucherinnen über 35 Jahren
  • Bluthochdruck
  • Migräne mit Aura
  • Diabetes mit Gefäßschäden
  • Erhöhten Blutfettwerten
  • Familiärer Thromboseneigung

Wichtiger Hinweis: Kombinationspillen erhöhen das Risiko für venöse Thromboembolien leicht. Bei Drospirenon-haltigen Pillen ist dieses Risiko etwas höher als bei Levonorgestrel-haltigen Präparaten.

Mögliche Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen (1-10%):

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Brustspannen oder -empfindlichkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Zwischenblutungen (besonders in den ersten Monaten)
  • Veränderungen der Libido

Gelegentliche Nebenwirkungen (0,1-1%):

  • Migräne
  • Wassereinlagerungen
  • Gewichtsveränderungen
  • Hautausschlag
  • Erhöhter Blutdruck

Seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkungen:

  • Venöse Thromboembolien (Beinvenenthrombose, Lungenembolie)
  • Arterielle Thromboembolien (Herzinfarkt, Schlaganfall)

Warnzeichen für Thrombose – sofort zum Arzt:

  • Plötzliche starke Schmerzen oder Schwellung im Bein
  • Atemnot oder stechende Brustschmerzen
  • Plötzliche Sehstörungen
  • Starke Kopfschmerzen, Schwindel, Sprachstörungen

Positive Effekte: Viele Anwenderinnen berichten über verbesserte Haut, weniger Wassereinlagerungen vor der Periode und regelmäßigere, leichtere Blutungen.

Wechselwirkungen

Wirkungsabschwächung durch:

  • Antiepileptika (Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital)
  • HIV-Medikamente (Ritonavir, Nevirapin)
  • Johanniskraut (pflanzliches Antidepressivum)
  • Rifampicin (Antibiotikum bei Tuberkulose)
  • Einige Antibiotika (Rifabutin)

Besondere Vorsicht bei:

  • Kaliumsparenden Diuretika (ACE-Hemmer, AT1-Antagonisten) – Drospirenon kann Kaliumspiegel erhöhen
  • NSAR wie Ibuprofen bei längerer Anwendung

Kein relevanter Einfluss bei:

  • Den meisten Antibiotika (Penicilline, Cephalosporine)
  • Kurzzeitiger Schmerzmitteleinnahme

Empfehlung: Bei Einnahme von Medikamenten, die die Pillenwirkung beeinflussen können, sollten für die Dauer der Behandlung plus 7 Tage zusätzlich Kondome verwendet werden.

Häufige Fragen

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Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.