Was ist Preterax®?
Preterax® ist ein verschreibungspflichtiges Kombinationsmedikament zur Behandlung von essentiellem Bluthochdruck bei Erwachsenen. Es enthält Perindopril (ACE-Hemmer) und Indapamid (Thiazid-ähnliches Diuretikum).
Wirkstoffe & Wirkungsweise
Wirkstoff: Perindopril/Indapamid
Perindopril hemmt das Angiotensin-Converting-Enzym (ACE), wodurch weniger des gefäßverengenden Hormons Angiotensin II gebildet wird. Indapamid wirkt harntreibend und senkt den Blutdruck durch Entwässerung und leichte Gefäßerweiterung.
Für wen ist es geeignet?
Erwachsene mit essentiellem Bluthochdruck, bei denen eine Kombinationstherapie sinnvoll ist oder bei denen eine Einzelwirkstoff-Therapie nicht ausreicht.
Verfügbare Dosierungen
Übliche Dosierung: Perindopril-Arginin 2,5 mg/Indapamid 0,625 mg einmal täglich (eine Filmtablette). Ist der Blutdruck nach einem Monat nicht ausreichend eingestellt, kann die Dosis auf 5 mg/1,25 mg verdoppelt werden. Bei mäßig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 30 bis 60 ml/min) höchstens eine Filmtablette 2,5 mg/0,625 mg pro Tag.
Darreichung und Packungsgrößen
Laut Arzneimittelkatalog sind 2 Packungsvarianten gelistet: 2 Stärken in einer Packungsgröße.
- Darreichungsform
- Filmtablette
- Stärken
- 2,5/0,625 mg, 5/1,25 mg
- Packungsgrößen
- 30 Stück
| Stärke | Packung | PZN | Reichweite |
|---|---|---|---|
| 2,5/0,625 mg | 30 Stück | 01422996 | 30 Tage |
| 5/1,25 mg | 30 Stück | 10124996 | 30 Tage |
Gelistete Packungen laut Arzneimittelkatalog. Welche davon aktuell lieferbar sind und was sie kosten, steht in der Preisübersicht.
Die Pharmazentralnummer (PZN) ist die bundesweit eindeutige Kennnummer einer Packung.
Die Reichweite ist der im Katalog hinterlegte Wert für die übliche Dosierung. Wie lange eine Packung tatsächlich reicht, hängt von der ärztlich festgelegten Dosis ab.
Einnahmehinweise
Einmal täglich morgens vor dem Frühstück mit Wasser einnehmen. Vor allem zu Beginn der Behandlung oder zusammen mit anderen blutdrucksenkenden Mitteln kann bei manchen Patienten durch das Absinken des Blutdrucks die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen vermindert sein.
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei Schwangerschaft im 2. und 3. Trimenon (im 1. Trimenon und in der Stillzeit wird die Anwendung nicht empfohlen, bei festgestellter Schwangerschaft wird die Behandlung unverzüglich beendet und bei Bedarf auf ein anderes Mittel umgestellt), Angioödem in der Vorgeschichte unter ACE-Hemmern, gleichzeitiger Desensibilisierung (Immuntherapie) gegen Insektengift (Bienen, Wespen), schwerer Nieren- oder Leberinsuffizienz, Hypokaliämie (zu niedrigem Kaliumspiegel), Überempfindlichkeit gegen Perindopril oder andere ACE-Hemmer, Indapamid oder andere Sulfonamide, erblichem oder idiopathischem Angioödem, hepatischer Enzephalopathie, beidseitiger Nierenarterienstenose oder Nierenarterienstenose bei nur einer funktionsfähigen Niere. Ebenfalls nicht anwenden bei Blutwäsche-Verfahren, bei denen das Blut mit negativ geladenen Oberflächen in Kontakt kommt (z. B. Dialyse mit bestimmten High-Flux-Membranen, LDL-Apherese mit Dextransulfat), zusammen mit Sacubitril/Valsartan (frühestens 36 Stunden nach dessen letzter Dosis beginnen) und bei Diabetes oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR unter 60 ml/min/1,73 m²) zusammen mit Aliskiren. Wegen nicht ausreichender Erfahrung auch nicht bei Dialysepatienten und bei unbehandelter, dekompensierter Herzinsuffizienz.
Mögliche Nebenwirkungen
Häufig: Kopfschmerzen, Schwindel, Husten, Schwäche, Muskelkrämpfe, Hautausschlag, zu niedriger Kaliumspiegel (Hypokaliämie). Gelegentlich: zu niedriger Natriumspiegel (Hyponatriämie), zu hoher Kaliumspiegel (Hyperkaliämie). Gelegentlich, aber wichtig: Angioödem (bei Schwellung im Gesicht/Hals sofort Arzt aufsuchen). Bei plötzlich verschlechtertem Sehen oder Augenschmerzen (möglicher Aderhauterguss mit akutem Winkelverschlussglaukom) die Einnahme so schnell wie möglich beenden und sofort einen Arzt aufsuchen. Bei Gelbfärbung von Haut oder Augen die Einnahme ebenfalls beenden und ärztlichen Rat einholen.
Wechselwirkungen
Wechselwirkungen mit Lithium, NSAR, kaliumsparenden Diuretika, Kaliumpräparaten, Antidiabetika, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (Sartanen), Aliskiren, Digitalispräparaten und Arzneimitteln, die gefährliche Herzrhythmusstörungen (Torsade de pointes) auslösen können, z. B. bestimmte Antiarrhythmika und Antipsychotika. Auch Heparine, Ciclosporin, Tacrolimus und Trimethoprim (auch in Cotrimoxazol) erhöhen das Risiko eines zu hohen Kaliumspiegels. Sacubitril/Valsartan darf nicht gleichzeitig angewendet werden, zwischen beiden Mitteln müssen mindestens 36 Stunden liegen. Racecadotril, mTOR-Hemmer (z. B. Sirolimus, Everolimus) und Gliptine (z. B. Sitagliptin) können das Risiko eines Angioödems erhöhen.
Häufige Fragen
Trockener Reizhusten ist eine bekannte Nebenwirkung von ACE-Hemmern und tritt bei etwa 5-10% der Patienten auf. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt - ggf. wird auf einen Sartan gewechselt.
Erste Wirkung nach einigen Stunden, volle Wirkung nach 1-2 Wochen regelmäßiger Einnahme.
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Wichtiger Hinweis
Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.
Pflichthinweis
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.





