Was ist BiPreterax®?
BiPreterax® ist ein verschreibungspflichtiges Kombinationsmedikament zur Behandlung von essentiellem Bluthochdruck (Hypertonie). Es vereint zwei Wirkstoffe: Perindopril, einen ACE-Hemmer, und Indapamid, ein Diuretikum (harntreibendes Mittel). Die Kombination wird eingesetzt, wenn der Blutdruck mit Perindopril allein nicht ausreichend eingestellt ist.
Wirkstoffe & Wirkungsweise
Wirkstoff: Perindopril/Indapamid
Perindopril blockiert das Enzym ACE, wodurch die Bildung des gefäßverengenden Hormons Angiotensin II gehemmt wird. Die Blutgefäße erweitern sich, und der Blutdruck sinkt. Indapamid wirkt harntreibend und senkt den Blutdruck zusätzlich durch Entwässerung und direkte Gefäßerweiterung.
Für wen ist es geeignet?
BiPreterax® wird Erwachsenen mit Bluthochdruck verschrieben, bei denen Perindopril allein nicht ausreicht. Die Stärke 10 mg/2,5 mg ist für Patienten gedacht, deren Blutdruck durch die gleichzeitige Einnahme von Perindopril und Indapamid in entsprechender Dosis bereits eingestellt ist. Die Dosierung wird vom Arzt individuell angepasst.
Verfügbare Dosierungen
Die Dosierung erfolgt nach ärztlicher Verordnung. Übliche Dosierungen umfassen Perindopril-Arginin 5 mg/Indapamid 1,25 mg oder Perindopril-Arginin 10 mg/Indapamid 2,5 mg.
Darreichung und Packungsgrößen
Laut Arzneimittelkatalog sind 2 Packungsvarianten gelistet: 2 Stärken in 2 Packungsgrößen. Die Packungen reichen von 30 bis 100 Stück.
- Darreichungsform
- Filmtablette
- Stärken
- 5/1,25 mg, 10/2,5 mg
- Packungsgrößen
- 100 Stück, 30 Stück
| Stärke | Packung | PZN | Reichweite |
|---|---|---|---|
| 5/1,25 mg | 100 Stück | 08407586 | 100 Tage |
| 10/2,5 mg | 30 Stück | 18325323 | 30 Tage |
Gelistete Packungen laut Arzneimittelkatalog. Welche davon aktuell lieferbar sind und was sie kosten, steht in der Preisübersicht.
Die Pharmazentralnummer (PZN) ist die bundesweit eindeutige Kennnummer einer Packung.
Die Reichweite ist der im Katalog hinterlegte Wert für die übliche Dosierung. Wie lange eine Packung tatsächlich reicht, hängt von der ärztlich festgelegten Dosis ab.
Einnahmehinweise
Einmal täglich, vorzugsweise morgens vor dem Frühstück mit ausreichend Flüssigkeit einnehmen. Nicht ohne ärztliche Rücksprache absetzen.
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Perindopril oder andere ACE-Hemmer, Indapamid oder andere Sulfonamide, Schwangerschaft im 2. und 3. Trimenon (im 1. Trimenon und in der Stillzeit wird die Anwendung nicht empfohlen, bei festgestellter Schwangerschaft wird die Behandlung unverzüglich beendet und bei Bedarf auf ein anderes Mittel umgestellt), schwerer Nieren- oder Leberinsuffizienz (bei der Stärke 10 mg/2,5 mg auch bei mäßiger Nierenfunktionsstörung mit einer Kreatinin-Clearance unter 60 ml/min), vorheriger Angioödem-Reaktion auf ACE-Hemmer, erblichem oder idiopathischem Angioödem, Hypokaliämie, hepatischer Enzephalopathie, beidseitiger Nierenarterienstenose oder Nierenarterienstenose bei nur einer funktionsfähigen Niere und unbehandelter, dekompensierter Herzinsuffizienz. Ebenfalls nicht anwenden bei Dialyse, bei LDL-Apherese mit Dextransulfat, zusammen mit Sacubitril/Valsartan (frühestens 36 Stunden nach dessen letzter Dosis beginnen) und bei Diabetes oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR unter 60 ml/min/1,73 m²) zusammen mit Aliskiren.
Mögliche Nebenwirkungen
Häufig: Kopfschmerzen, Schwindel, trockener Reizhusten, Schwäche, Muskelkrämpfe, Hautausschlag, Magen-Darm-Beschwerden, Elektrolytstörungen (vor allem ein zu niedriger Kaliumspiegel). Gelegentlich, aber wichtig: Angioödem, eine Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Kehlkopf (sofort Arzt aufsuchen).
Wechselwirkungen
Wechselwirkungen mit kaliumsparenden Diuretika, Kaliumpräparaten, Lithium, NSAR, Antidiabetika, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (Sartanen), Aliskiren, Digitalispräparaten und Arzneimitteln, die gefährliche Herzrhythmusstörungen (Torsade de pointes) auslösen können, z. B. bestimmte Antiarrhythmika und Antipsychotika. Sacubitril/Valsartan darf nicht gleichzeitig angewendet werden, zwischen beiden Mitteln müssen mindestens 36 Stunden liegen. Racecadotril, mTOR-Hemmer (z. B. Sirolimus, Everolimus) und Gliptine (z. B. Sitagliptin) können das Risiko eines Angioödems erhöhen. Vor Einnahme anderer Medikamente ärztliche Rücksprache halten.
Häufige Fragen
Eine blutdrucksenkende Wirkung tritt meist innerhalb weniger Tage ein, die volle Wirkung nach 1-2 Wochen.
Nein, niemals eigenständig absetzen. Nur nach ärztlicher Rücksprache absetzen oder Dosis anpassen.
Ähnliche Medikamente
Passt BiPreterax® zu Ihnen?
Ein zugelassener Arzt prüft Ihre Angaben und stellt bei Eignung ein Rezept aus. Diskret und sicher.
Wichtiger Hinweis
Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.
Pflichthinweis
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.





