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Enalapril
Bluthochdruck

Enalapril

Bewährter ACE-Hemmer zur Behandlung von Bluthochdruck und Herzinsuffizienz.

Verschreibungspflichtig
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Was ist Enalapril?

Enalapril ist ein ACE-Hemmer der zweiten Generation und wird seit den 1980er Jahren zur Behandlung von Bluthochdruck und Herzinsuffizienz eingesetzt. Als Prodrug wird es im Körper zum aktiven Enalaprilat umgewandelt.

Es ist als Monopräparat und in Kombination mit Hydrochlorothiazid (Enalapril-ratiopharm® comp.) oder Lercanidipin (Enalapril/Lercanidipin-ratiopharm) erhältlich. Enalapril wird in der Regel zweimal täglich eingenommen.

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Enalapril

Enalapril wirkt wie alle ACE-Hemmer über die Hemmung des Angiotensin-Converting-Enzyms:

Wirkmechanismus:

  • Wird im Körper zu Enalaprilat (aktive Form) umgewandelt
  • Hemmt die Umwandlung von Angiotensin I zu Angiotensin II
  • Angiotensin II ist ein starker Gefäßverenger
  • Die Gefäße erweitern sich, der Blutdruck sinkt

Besonderheiten:

  • Prodrug mit aktiver Metabolisierung in der Leber
  • Wirkungseintritt nach 1 Stunde
  • Wirkdauer 12-24 Stunden
  • Schützt Herz und Nieren vor Umbau

Zusätzliche Wirkungen:

  • Reduktion der Nachlast am Herzen
  • Verbesserung der Herzleistung bei Herzinsuffizienz
  • Verringerung der Eiweißausscheidung über die Nieren

Für wen ist es geeignet?

Enalapril ist geeignet für:

  • Erwachsene mit Bluthochdruck
  • Patienten mit Herzinsuffizienz
  • Vorbeugung einer symptomatischen Herzinsuffizienz

Vorteile:

  • Langjährige Erfahrung und gute Studienlage
  • Auch bei Herzinsuffizienz zugelassen
  • Günstig als Generikum verfügbar

Nicht geeignet:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Angioödem in der Vorgeschichte
  • Beidseitige Nierenarterienstenose
  • Kinder (außer bei spezieller Indikation)

Verfügbare Dosierungen

Bluthochdruck:

  • Startdosis: 5 mg einmal täglich
  • Übliche Erhaltungsdosis: 10-20 mg täglich (ein- oder zweimal)
  • Maximaldosis: 40 mg täglich

Herzinsuffizienz:

  • Startdosis: 2,5 mg einmal täglich
  • Langsame Steigerung
  • Zieldosis: 20 mg täglich (aufgeteilt auf zwei Gaben)

Verfügbare Stärken:

  • 2,5 mg, 5 mg, 10 mg, 20 mg Tabletten

Kombinationspräparate:

  • Enalapril + Hydrochlorothiazid (Enalapril comp.)
  • Enalapril + Lercanidipin

Einnahmehinweise

Einnahme:

  • Ein- bis zweimal täglich, immer zur gleichen Zeit
  • Unabhängig von Mahlzeiten
  • Mit ausreichend Wasser

Hinweise:

  • Erste Dosis möglichst abends einnehmen (Blutdruckabfall)
  • Langsame Dosissteigerung über Wochen
  • Regelmäßige Blutdruck- und Laborkontrollen
  • Nicht abrupt absetzen

Bei vergessener Dosis:

  • Innerhalb weniger Stunden nachholen
  • Ansonsten nächste Dosis zur gewohnten Zeit
  • Nie die doppelte Dosis einnehmen

Gegenanzeigen

Enalapril darf nicht eingenommen werden bei:

  • Überempfindlichkeit gegen Enalapril oder andere ACE-Hemmer
  • Angioödem in der Vorgeschichte
  • Beidseitiger Nierenarterienstenose
  • Schwangerschaft (insbesondere 2. und 3. Trimester)
  • Stillzeit

Vorsicht bei:

  • Eingeschränkter Nierenfunktion
  • Leberfunktionsstörungen
  • Erhöhtem Kaliumspiegel
  • Gleichzeitiger Diuretika-Therapie
  • Aortenstenose

Schwangerschaft: Kontraindiziert. Kann schwere Schäden beim Ungeborenen verursachen. Bei Kinderwunsch rechtzeitig auf ein sicheres Präparat umstellen.

Mögliche Nebenwirkungen

Häufig (1-10%):

  • Trockener Reizhusten
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Schwächegefühl
  • Verschwommenes Sehen

Gelegentlich (0,1-1%):

  • Blutdruckabfall (orthostatisch)
  • Übelkeit, Durchfall
  • Muskelkrämpfe
  • Hautausschlag
  • Erhöhte Kaliumwerte

Selten:

  • Angioödem (sofort Notarzt rufen!)
  • Schwere Nierenfunktionsstörung
  • Leberfunktionsstörungen
  • Blutbildveränderungen

Hinweis: Der trockene Husten tritt bei ca. 5-10% der Patienten auf und ist der häufigste Grund für einen Medikamentenwechsel.

Wechselwirkungen

Verstärkte Blutdrucksenkung:

  • Andere Antihypertensiva
  • Diuretika
  • Nitrate

Kalium-Anstieg:

  • Kaliumsparende Diuretika
  • Kalium-Ergänzungsmittel
  • Trimethoprim

Verminderte Wirkung:

  • NSAR (Ibuprofen, Diclofenac)
  • Hohe Kochsalzzufuhr

Weitere Wechselwirkungen:

  • Lithium (erhöhte Spiegel)
  • Antidiabetika (verstärkte Blutzuckersenkung)
  • Allopurinol (erhöhtes Allergierisiko)

Häufige Fragen

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Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.