Was ist Levomin?
Levomin ist eine kombinierte Antibabypille mit Levonorgestrel und Ethinylestradiol. Sie bietet einen zuverlässigen Verhütungsschutz. Wie jede kombinierte Pille erhöht Levomin aber das Risiko für Blutgerinnsel in den Venen (venöse Thromboembolie) im Vergleich zur Nichtanwendung: Im Verlauf eines Jahres erleiden etwa 6 von 10.000 Frauen, die eine kombinierte Pille mit Levonorgestrel anwenden, eine venöse Thromboembolie; bei Frauen ohne kombinierte hormonelle Verhütung, die nicht schwanger sind, sind es etwa 2 von 10.000. Am höchsten ist das Risiko im ersten Anwendungsjahr.
Die monophasische Zusammensetzung (alle Tabletten gleich dosiert) macht die Einnahme besonders einfach.
Wirkstoffe & Wirkungsweise
Wirkstoff: Levonorgestrel 0,15 mg, Ethinylestradiol 0,03 mg
Levomin verhütet durch:
- Unterdrückung des Eisprungs
- Verdickung des Zervixschleims
- Veränderung der Gebärmutterschleimhaut
Für wen ist es geeignet?
Geeignet für Frauen, die:
- Eine bewährte Verhütung suchen
- Ein einfaches Einnahmeschema bevorzugen
Verfügbare Dosierungen
- 0,03 mg Ethinylestradiol
- 0,15 mg Levonorgestrel
- 21 Tabletten
Darreichung und Packungsgrößen
Laut Arzneimittelkatalog sind 3 Packungsvarianten gelistet: eine Stärke in 3 Packungsgrößen. Die Packungen reichen von 21 bis 126 Stück.
- Darreichungsform
- Filmtablette
- Stärken
- 20 µg/100 µg
- Packungsgrößen
- 21 Stück, 63 Stück, 126 Stück
| Stärke | Packung | PZN | Reichweite |
|---|---|---|---|
| 20 µg/100 µg | 21 Stück | 10020802 | 28 Tage |
| 20 µg/100 µg | 63 Stück | 10020819 | 84 Tage |
| 20 µg/100 µg | 126 Stück | 10020825 | 168 Tage |
Gelistete Packungen laut Arzneimittelkatalog. Welche davon aktuell lieferbar sind und was sie kosten, steht in der Preisübersicht.
Die Pharmazentralnummer (PZN) ist die bundesweit eindeutige Kennnummer einer Packung.
Die Reichweite ist der im Katalog hinterlegte Wert für die übliche Dosierung. Wie lange eine Packung tatsächlich reicht, hängt von der ärztlich festgelegten Dosis ab.
Einnahmehinweise
21 Tage täglich eine Tablette, dann 7 Tage Pause.
Gegenanzeigen
Levomin darf nicht angewendet werden bei:
- bestehender oder früherer venöser Thromboembolie (z. B. tiefe Venenthrombose, Lungenembolie), bekannter erblicher oder erworbener Neigung dazu oder größeren Operationen mit längerer Ruhigstellung
- bestehender oder früherer arterieller Thromboembolie (z. B. Herzinfarkt), Vorstufen wie Angina pectoris oder bekannter erblicher oder erworbener Neigung dazu
- Schlaganfall oder transitorischer ischämischer Attacke (TIA), auch in der Vorgeschichte
- hohem Thromboserisiko durch mehrere Risikofaktoren oder einen schwerwiegenden Risikofaktor wie Diabetes mit Gefäßschäden, schweren Bluthochdruck oder schwere Fettstoffwechselstörung
- Migräne mit fokalen neurologischen Symptomen in der Vorgeschichte
- bestehender oder früherer schwerer Lebererkrankung, solange sich die Leberwerte nicht normalisiert haben
- bestehenden oder früheren Lebertumoren (gutartig oder bösartig)
- bekannten oder vermuteten sexualhormonabhängigen bösartigen Tumoren (z. B. der Genitalorgane oder der Brust)
- nicht abgeklärten vaginalen Blutungen
- Ausbleiben der Regelblutung (Amenorrhö) unbekannter Ursache
- Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile
- gleichzeitiger Einnahme von Hepatitis-C-Mitteln mit Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir und Dasabuvir, mit Glecaprevir/Pibrentasvir oder mit Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir
Während einer Schwangerschaft ist Levomin nicht angezeigt. Frauen über 35 Jahren, die weiterhin rauchen, wird dringend eine andere Verhütungsmethode empfohlen.
Mögliche Nebenwirkungen
Häufig: Kopfschmerzen, Übelkeit, Brustspannen Selten: Thrombosen
Häufige Fragen
Andere Pillen mit Levonorgestrel und Ethinylestradiol enthalten dieselben Wirkstoffe, teils aber in anderer Dosierung. Unterschiede können bei Hilfsstoffen bestehen, was die Verträglichkeit beeinflussen kann.
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Wichtiger Hinweis
Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.
Pflichthinweis
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.





