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Femigoa
Verhütung

Femigoa

Kombinationspille mit Levonorgestrel und Ethinylestradiol – bewährte Verhütung.

Verschreibungspflichtig
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Was ist Femigoa?

Femigoa ist eine monophasische Kombinationspille mit dem Gestagen Levonorgestrel und dem Östrogen Ethinylestradiol. Sie ist eine Pille der 2. Generation.

Die Pille bietet Schutz vor Schwangerschaft und hat im Vergleich zu Pillen mit neueren Gestagenen ein niedrigeres Risiko für Thrombosen.

Femigoa ist ein Generikum und damit eine Alternative zu Markenpräparaten mit gleicher Wirkstoffkombination.

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Levonorgestrel 0,15 mg, Ethinylestradiol 0,03 mg

Femigoa wirkt über drei Mechanismen:

1. Ovulationshemmung: Die Hormone unterdrücken den Eisprung durch Hemmung der Gonadotropin-Freisetzung.

2. Zervixschleim: Der Gebärmutterhalsschleim wird zähflüssiger und erschwert das Eindringen von Spermien.

3. Endometrium: Die Gebärmutterschleimhaut wird verändert.

Bei täglicher Einnahme ist der Pearl-Index sehr niedrig (0,1-0,9).

Für wen ist es geeignet?

Femigoa ist geeignet für:

  • Frauen ohne Risikofaktoren für Thrombosen
  • Frauen, die ein bewährtes Gestagen bevorzugen
  • Gesunde Nichtraucherinnen

Verfügbare Dosierungen

  • 0,03 mg Ethinylestradiol
  • 0,15 mg Levonorgestrel
  • 21 Tabletten pro Packung
  • Einphasenpräparat (alle Tabletten gleich)

Darreichung und Packungsgrößen

Laut Arzneimittelkatalog sind 3 Packungsvarianten gelistet: eine Stärke in 3 Packungsgrößen. Die Packungen reichen von 21 bis 126 Stück.

Darreichungsform
Überzogene Tablette
Stärken
150 µg/30 µg
Packungsgrößen
21 Stück, 63 Stück, 126 Stück
StärkePackungPZNReichweite
150 µg/30 µg21 Stück0465337728 Tage
150 µg/30 µg63 Stück0465338384 Tage
150 µg/30 µg126 Stück03025489168 Tage

Gelistete Packungen laut Arzneimittelkatalog. Welche davon aktuell lieferbar sind und was sie kosten, steht in der Preisübersicht.

Die Pharmazentralnummer (PZN) ist die bundesweit eindeutige Kennnummer einer Packung.

Die Reichweite ist der im Katalog hinterlegte Wert für die übliche Dosierung. Wie lange eine Packung tatsächlich reicht, hängt von der ärztlich festgelegten Dosis ab.

Einnahmehinweise

  • Täglich eine Tablette zur gleichen Zeit
  • 21 Tage einnehmen, 7 Tage Pause
  • In der Pause tritt eine Abbruchblutung auf
  • Am 8. Tag neuen Blister starten

Beginn: Am ersten Tag der Periode für sofortigen Schutz.

Gegenanzeigen

Nicht einnehmen bei:

  • Thrombosen oder Thromboserisiko
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Lebererkrankungen
  • Hormonabhängigen Tumoren
  • Schwangerschaft
  • Rauchen über 35 Jahren
  • Migräne mit Aura

Mögliche Nebenwirkungen

Häufig:

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Brustspannen
  • Stimmungsveränderungen
  • Zwischenblutungen

Selten:

  • Thromboembolien
  • Bluthochdruck

Wechselwirkungen

Arzneimittel, die die Verhütungswirkung abschwächen können:

  • z. B. Rifampicin, Rifabutin, Barbiturate, Mittel gegen Epilepsie (Barbexaclon, Carbamazepin, Phenytoin, Primidon, Oxcarbazepin, Topiramat, Felbamat), Griseofulvin, Modafinil und einige Protease-Hemmer (z. B. Ritonavir)
  • Diese Arzneimittel können zu Durchbruchblutungen und zum Versagen der Verhütung führen. Während der gesamten Behandlung und bis zu 28 Tage danach ist zusätzlich eine Barrieremethode (z. B. Kondom) nötig. Läuft die Behandlung über das Ende eines Blisters hinaus, wird der nächste Blister ohne die übliche Pause direkt begonnen. Bei einer Langzeitbehandlung sollte möglichst ganz auf eine nicht hormonale Verhütungsmethode gewechselt werden.
  • Mittel mit Johanniskraut sollen nicht gleichzeitig mit Femigoa angewendet werden. Es wurde über Durchbruchblutungen und ungewollte Schwangerschaften berichtet. Die abschwächende Wirkung auf die Verhütung kann bis zu 2 Wochen nach dem Absetzen von Johanniskraut anhalten.
  • Arzneimittel, die die Darmbewegung beschleunigen (z. B. Metoclopramid), können die Aufnahme der Hormone verringern.

Mittel gegen Hepatitis C:

  • Femigoa darf nicht zusammen mit Arzneimitteln angewendet werden, die Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir und Dasabuvir, Glecaprevir/Pibrentasvir oder Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir enthalten. Bei dieser Kombination wurden erhöhte Leberwerte (ALT) beobachtet. Vor Beginn einer solchen Behandlung muss auf eine andere Verhütungsmethode gewechselt werden (z. B. ein reines Gestagenpräparat oder eine nicht hormonale Methode). Femigoa kann 2 Wochen nach dem Ende dieser Behandlung wieder eingenommen werden.

Arzneimittel, die die Hormonspiegel verändern können:

  • Die Hormonspiegel erhöhen können z. B. Pilzmittel (Itraconazol, Voriconazol, Fluconazol), Makrolid-Antibiotika (Clarithromycin, Erythromycin), Verapamil, Diltiazem, Atorvastatin, Etoricoxib, Ascorbinsäure (Vitamin C), Paracetamol und Grapefruitsaft.
  • Viele Protease-Hemmer gegen HIV und Hepatitis C (z. B. Indinavir) und nicht-nukleosidische Reverse-Transkriptase-Hemmer (z. B. Nevirapin) können die Hormonspiegel erhöhen oder senken.

Wirkung von Femigoa auf andere Arzneimittel:

  • Femigoa kann die Spiegel anderer Arzneimittel erhöhen, z. B. von Diazepam und einigen anderen Benzodiazepinen, Ciclosporin, Theophyllin, Melatonin, Tizanidin und Glukokortikoiden.
  • Femigoa kann die Spiegel anderer Arzneimittel senken, z. B. von Lamotrigin, Morphin, Lorazepam und einigen anderen Benzodiazepinen sowie Clofibrat.
  • Der Bedarf an Insulin oder Tabletten gegen Diabetes kann sich ändern.

Labortests:

  • Die Pille kann die Ergebnisse bestimmter Labortests verändern, z. B. der Leber-, Nieren-, Schilddrüsen- und Nebennierenrindenfunktion sowie der Blutzucker- und Gerinnungswerte.

Häufige Fragen

Ja, Femigoa ist ein Generikum mit der gleichen Wirkstoffkombination wie Markenpräparate.

Bei korrekter Einnahme hat Femigoa einen Pearl-Index unter 1. Levonorgestrel-Pillen gelten zudem als Pillen mit dem niedrigsten Thromboserisiko.

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Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.