Was ist Illina?
Illina® ist eine niedrig dosierte, kombinierte hormonelle Empfängnisverhütungspille der Hexal AG. Sie enthält zwei weibliche Geschlechtshormone: ein Gestagen (Levonorgestrel) und ein Östrogen (Ethinylestradiol). Illina® wird zur Vorbeugung einer Schwangerschaft eingesetzt.
Wirkstoffe & Wirkungsweise
Wirkstoff: Levonorgestrel 0,1 mg, Ethinylestradiol 0,02 mg
Illina® wirkt durch die harmonische Kombination ihrer Hormone, um eine Schwangerschaft zu verhindern. Dies geschieht durch mehrere Mechanismen:
Ovulationshemmung: Die Hormone unterdrücken den monatlichen Eisprung, sodass keine reife Eizelle aus dem Eierstock freigesetzt wird, die befruchtet werden könnte.
Veränderung des Gebärmutterhalsschleims: Der Schleim am Gebärmutterhals wird dicker und zäher, was das Eindringen von Spermien in die Gebärmutter erschwert.
Beeinflussung der Gebärmutterschleimhaut: Die Gebärmutterschleimhaut wird so verändert, dass sich eine eventuell doch befruchtete Eizelle nicht einnisten kann.
Für wen ist es geeignet?
Illina® ist geeignet für Frauen, die:
- Einen diskreten Empfängnisschutz wünschen.
- Eine niedrig dosierte kombinierte Antibabypille bevorzugen.
- Eine regelmäßige Einnahme des Medikaments gewährleisten können.
Verfügbare Dosierungen
Wirkstoffgehalt pro überzogener Tablette:
- Levonorgestrel: 0,1 mg
- Ethinylestradiol: 0,02 mg
Einnahmehinweise
Beginn der Einnahme: Nehmen Sie die erste Tablette am ersten Tag Ihrer Monatsblutung ein. Dadurch ist der Empfängnisschutz sofort gegeben. Beginnen Sie erst zwischen dem 2. und 5. Tag Ihres Zyklus, müssen Sie in den ersten 7 Einnahmetagen zusätzlich nicht hormonell verhüten, z. B. mit einem Kondom. Das gilt auch beim Wechsel von einer Minipille, einem Implantat, einer Hormonspritze oder einer Hormonspirale.
Regelmäßige Einnahme: Nehmen Sie an 21 aufeinanderfolgenden Tagen täglich eine Tablette Illina® zur gleichen Zeit ein, vorzugsweise mit etwas Wasser. Es ist nicht entscheidend, ob dies zu oder unabhängig von den Mahlzeiten geschieht.
Einnahmepause: Nach den 21 Tagen folgt eine 7-tägige Einnahmepause. Während dieser Zeit kommt es normalerweise zu einer Abbruchblutung, ähnlich Ihrer Monatsblutung.
Fortsetzung: Beginnen Sie nach der 7-tägigen Pause mit einem neuen Blisterstreifen, auch wenn die Blutung noch anhält. Bleibt die Blutung aus, obwohl Sie alle Tabletten nach Vorschrift eingenommen haben, ist eine Schwangerschaft unwahrscheinlich. Bleibt die Blutung nach vergessenen oder nicht nach Vorschrift eingenommenen Tabletten aus, oder bleibt sie zum zweiten Mal aus, muss vor dem neuen Blisterstreifen eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden.
Gegenanzeigen
Darf nicht eingenommen werden bei:
- Bestehenden oder früheren Blutgerinnseln (Thrombosen), z.B. in den Beinen (tiefe Venenthrombose) oder der Lunge (Lungenembolie).
- Bekannter erblicher oder erworbener Neigung zu Blutgerinnseln in Venen oder Arterien, z.B. APC-Resistenz (einschließlich Faktor-V-Leiden), Antithrombin-III-, Protein-C- oder Protein-S-Mangel, Hyperhomocysteinämie oder Antiphospholipid-Antikörpern.
- Größeren Operationen mit längerer Ruhigstellung.
- Hohem Risiko für Blutgerinnsel durch mehrere Risikofaktoren gleichzeitig.
- Bestehendem oder früherem Herzinfarkt oder Schlaganfall sowie deren Vorstufen wie Angina pectoris oder einer transitorischen ischämischen Attacke (TIA).
- Bestehenden oder früheren schweren Lebererkrankungen, solange sich die Leberfunktion nicht normalisiert hat (auch Dubin-Johnson- und Rotor-Syndrom).
- Bestehenden oder früheren Lebertumoren (gutartig oder bösartig).
- Bekannten oder vermuteten bösartigen Tumoren, die von Geschlechtshormonen abhängen, z.B. der Brust oder der Geschlechtsorgane.
- Ungeklärten Scheidenblutungen.
- Ausbleibender Monatsblutung (Amenorrhö) ohne bekannte Ursache.
- Diabetes mellitus mit Gefäßschäden.
- Schwerem Bluthochdruck.
- Schweren Fettstoffwechselstörungen (Dyslipoproteinämie).
- Migräne mit Aura (auch in der Vorgeschichte).
- Gleichzeitiger Behandlung einer Hepatitis C mit Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir und Dasabuvir, mit Glecaprevir/Pibrentasvir oder mit Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir.
- Allergie gegen Levonorgestrel, Ethinylestradiol oder einen der sonstigen Bestandteile.
Schwangerschaft und Stillzeit: In der Schwangerschaft ist Illina® nicht angezeigt. Vor Beginn der Einnahme muss eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden. Werden Sie während der Einnahme schwanger, ist Illina® sofort abzusetzen. In der Stillzeit wird die Einnahme nicht empfohlen, solange Sie nicht vollständig abgestillt haben. Die Pille kann die Milchmenge verringern und die Zusammensetzung der Milch verändern, und kleine Mengen der Hormone können in die Muttermilch übergehen.
Mögliche Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen:
- Kopfschmerzen
- Übelkeit
- Brustspannen oder -schmerzen
- Stimmungsschwankungen
- Gewichtszunahme
- Schmier- und Zwischenblutungen, vor allem in den ersten Monaten (bei mehr als 1 von 10 Anwenderinnen)
Seltenere, aber ernste Nebenwirkungen:
- Thrombose (Blutgerinnsel)
- Erhöhter Blutdruck
- Leberprobleme
Tumoren: Bei Frauen, die die Pille einnehmen, wird Brustkrebs etwas häufiger festgestellt. Ob die Pille die Ursache ist, ist nicht bekannt. Einige Studien weisen darauf hin, dass eine langfristige Einnahme mit einem erhöhten Risiko für Gebärmutterhalskrebs verbunden ist. In seltenen Fällen wurden gutartige, noch seltener bösartige Lebertumoren beobachtet, die in Einzelfällen zu lebensbedrohlichen Blutungen im Bauchraum führten. Lassen Sie während der Einnahme regelmäßig Ihre Brust untersuchen, besonders wenn Sie über 35 Jahre alt sind.
Wichtige Warnhinweise:
- Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe auf bei Anzeichen eines Blutgerinnsels: einseitige Schwellung oder Schmerzen im Bein, plötzliche unerklärliche Atemnot, plötzlicher Husten (auch mit Blut), stechende Schmerzen, Druck oder Engegefühl in der Brust, plötzliche Taubheit oder Schwäche in Gesicht, Arm oder Bein, plötzliche Seh- oder Sprachstörungen oder plötzliche, starke Kopfschmerzen. Sagen Sie dabei, dass Sie Illina® einnehmen.
- Das Risiko für Blutgerinnsel in den Venen ist im ersten Anwendungsjahr am höchsten. Es gibt Hinweise, dass es auch beim Neubeginn nach einer Pause von 4 Wochen oder mehr erhöht ist.
- Tritt eine der Erkrankungen, bei denen Illina® nicht eingenommen werden darf, während der Einnahme zum ersten Mal auf, muss Illina® sofort abgesetzt werden.
- Rauchen Sie nicht, wenn Sie Illina® einnehmen. Frauen über 35 Jahre, die weiterhin rauchen, sollten eine andere Verhütungsmethode anwenden.
- Depressive Verstimmungen sind eine bekannte Nebenwirkung hormoneller Verhütungsmittel. Depressionen können schwerwiegend sein und sind ein bekannter Risikofaktor für suizidales Verhalten. Wenden Sie sich bei Stimmungsschwankungen oder depressiven Beschwerden an Ihren Arzt, auch kurz nach Beginn der Einnahme.
- Bei einem erblichen oder erworbenen Angioödem (Schwellungen von Haut und Schleimhäuten) können Östrogene wie das in Illina® enthaltene Ethinylestradiol die Beschwerden auslösen oder verschlimmern.
Bitte lesen Sie die Packungsbeilage für eine vollständige Liste der möglichen Nebenwirkungen.
Wechselwirkungen
Arzneimittel, die den Empfängnisschutz schwächen können: Einige Arzneimittel beschleunigen den Abbau der Hormone in der Leber. Dann können Zwischenblutungen auftreten oder der Empfängnisschutz kann versagen. Dazu gehören z. B.:
- Barbiturate, Carbamazepin, Phenytoin, Primidon (Mittel gegen Epilepsie)
- Rifampicin (Mittel gegen Tuberkulose)
- Bosentan
- einige Mittel gegen HIV wie Ritonavir, Nevirapin und Efavirenz
- möglicherweise auch Felbamat, Griseofulvin, Oxcarbazepin, Topiramat und pflanzliche Mittel mit Johanniskraut
Bei einer kurzen Behandlung mit einem solchen Mittel verwenden Sie zusätzlich eine Barrieremethode wie ein Kondom, während der ganzen Behandlung und bis 28 Tage danach. Müssen Sie das Mittel noch einnehmen, wenn der Blisterstreifen aufgebraucht ist, beginnen Sie den nächsten Blisterstreifen ohne Einnahmepause. Bei einer Langzeitbehandlung wird eine andere, nicht hormonelle Verhütungsmethode empfohlen.
Nicht zusammen anwenden: Mittel gegen Hepatitis C mit Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir und Dasabuvir, mit Glecaprevir/Pibrentasvir oder mit Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir. Unter diesen Mitteln wurden bei Frauen, die Ethinylestradiol anwendeten, erhöhte Leberwerte (ALT) beobachtet. Wechseln Sie vor Beginn dieser Behandlung auf eine andere Verhütungsmethode, etwa ein reines Gestagenpräparat oder eine nicht hormonelle Methode. Zwei Wochen nach Ende der Behandlung kann Illina® wieder eingenommen werden.
Einfluss von Illina® auf andere Arzneimittel:
- Lamotrigin (Mittel gegen Epilepsie): Der Blutspiegel kann so weit sinken, dass Lamotrigin nicht mehr ausreichend wirkt.
- Ciclosporin: Der Blutspiegel kann ansteigen.
Informieren Sie Ihren Arzt über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen oder neu einnehmen wollen.
Häufige Fragen
Illina® ist eine niedrig dosierte Kombinationspille zur hormonellen Empfängnisverhütung, die die Wirkstoffe Levonorgestrel und Ethinylestradiol enthält.
Bei korrekter und regelmäßiger Einnahme schützt Illina® vor einer Schwangerschaft. Die Zuverlässigkeit kann jedoch durch vergessene Tabletten, Erbrechen, starken Durchfall oder die Einnahme bestimmter anderer Medikamente beeinträchtigt werden. Bei Erbrechen oder schwerem Durchfall innerhalb von 3 bis 4 Stunden nach der Einnahme werden die Wirkstoffe möglicherweise nicht vollständig aufgenommen. Wenden Sie dann zusätzliche Verhütungsmaßnahmen an. Es gelten dieselben Hinweise wie bei einer vergessenen Tablette. Halten die Magen-Darm-Beschwerden an oder kehren sie wieder, verhüten Sie zusätzlich nicht hormonell.
Das Vorgehen hängt davon ab, wie viele Stunden die reguläre Einnahmezeit überschritten wurde und in welcher Einnahmewoche Sie sich befinden. Generell gilt: Wenn Sie die Einnahme innerhalb von 12 Stunden nach der üblichen Zeit nachholen, ist der Verhütungsschutz noch gegeben. Bei mehr als 12 Stunden Verspätung kann der Schutz vermindert sein. Detaillierte Anweisungen finden Sie in der Packungsbeilage oder konsultieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Nein, Illina® schützt vor einer Schwangerschaft, aber nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten (STIs). Zum Schutz vor STIs sollten Kondome verwendet werden.
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Wichtiger Hinweis
Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.
Pflichthinweis
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.





