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Foster
Asthma & Atemwege

Foster

Kombinierter Asthma-Inhalator mit Beclometason und Formoterol – für Basis- und Bedarfstherapie.

Verschreibungspflichtig
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Was ist Foster?

Foster ist ein Kombinationsinhalator, der zwei Wirkstoffe enthält: das inhalative Kortikoid Beclometason und den langwirksamen Bronchodilatator Formoterol. Er wird zur Behandlung von Asthma und COPD eingesetzt.

Die besondere Formulierung (extrafeine Partikel) ermöglicht eine gute Verteilung auch in den kleinen Atemwegen. Foster 100/6 µg kann sowohl als regelmäßige Basistherapie als auch als Bedarfsmedikament verwendet werden (MART-Konzept).

Der Inhalator ist als Dosieraerosol und als Pulverinhalator (Foster Nexthaler) erhältlich.

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Beclometason, Formoterol

Foster kombiniert zwei Wirkmechanismen:

Beclometason (Kortikoid):

  • Reduziert Entzündung in den Atemwegen
  • Vermindert Schwellung und Schleimproduktion
  • Verringert die Überempfindlichkeit der Bronchien
  • Langfristige Wirkung – schützt vor Asthmaanfällen

Formoterol (LABA – langwirksamer Beta-2-Agonist):

  • Erweitert die Bronchien
  • Wirkt innerhalb von Minuten
  • Wirkdauer: 12 Stunden
  • Kann auch als Reliever bei Bedarf verwendet werden

Synergieeffekt: Die Kombination ist wirksamer als die Einzelwirkstoffe. Kortikoide erhöhen die Anzahl der Beta-2-Rezeptoren, und Beta-2-Agonisten verstärken die entzündungshemmende Wirkung der Kortikoide.

Für wen ist es geeignet?

Foster ist geeignet für:

  • Erwachsene mit mittelschwerem bis schwerem Asthma
  • Wenn ein inhalatives Kortikoid allein nicht ausreicht
  • Als MART-Therapie (Maintenance And Reliever Therapy; nur 100/6 µg Formulierung)
  • COPD (100/6 µg Formulierung)

Nicht geeignet:

  • Akute Erstbehandlung von Asthmaanfällen allein
  • Für Kinder unter 18 Jahren (je nach Formulierung)
  • Bei mildem, nur gelegentlich auftretendem Asthma

MART-Konzept: Foster 100/6 µg kann sowohl als tägliche Basistherapie (2x täglich) als auch bei Bedarf zusätzlich verwendet werden.

Verfügbare Dosierungen

Foster Dosieraerosol:

  • 100/6 µg (Beclometason/Formoterol) pro Hub
  • 200/6 µg (Beclometason/Formoterol) pro Hub

Foster Nexthaler (Pulver):

  • 100/6 µg pro Einzeldosis
  • 200/6 µg pro Einzeldosis

Empfohlene Dosierung bei Asthma:

  • 1-2 Hübe 2x täglich (Erhaltungstherapie)
  • Bei MART (nur 100/6 µg Stärke): 1 Hub 2x täglich + bei Bedarf zusätzlich (max. 8 Hübe/Tag)

Bei COPD:

  • 2 Hübe 2x täglich (nur 100/6 µg Stärke)

Darreichung und Packungsgrößen

Laut Arzneimittelkatalog sind 2 Packungsvarianten gelistet: 2 Stärken in einer Packungsgröße.

Darreichungsform
Dosieraerosol
Stärken
100/6 µg, 200/6 µg
Packungsgrößen
120 Hübe
StärkePackungPZNReichweite
100/6 µg120 Hübe0672945230 Tage
200/6 µg120 Hübe1130544130 Tage

Gelistete Packungen laut Arzneimittelkatalog. Welche davon aktuell lieferbar sind und was sie kosten, steht in der Preisübersicht.

Die Pharmazentralnummer (PZN) ist die bundesweit eindeutige Kennnummer einer Packung.

Die Reichweite ist der im Katalog hinterlegte Wert für die übliche Dosierung. Wie lange eine Packung tatsächlich reicht, hängt von der ärztlich festgelegten Dosis ab.

Einnahmehinweise

Dosieraerosol: 1. Schutzkappe abnehmen und prüfen, ob das Mundstück sauber ist 2. Tief ausatmen 3. Mundstück fest umschließen 4. Langsam tief einatmen, dabei Sprühstoß auslösen 5. Atem ca. 10 Sekunden anhalten 6. Langsam ausatmen 7. Nach Inhalation Mund ausspülen (Pilzvorbeugung)

Nexthaler (Pulverinhalator): 1. Schutzkappe öffnen 2. Tief ausatmen (nicht in den Inhalator!) 3. Mundstück umschließen 4. Schnell und tief einatmen 5. Atem anhalten 6. Mundstück schließen 7. Mund ausspülen

Wichtig:

  • Regelmäßig anwenden, auch wenn keine Beschwerden
  • Nach Inhalation Mund mit Wasser ausspülen und ausspucken
  • Nicht die Dosis eigenmächtig ändern

Gegenanzeigen

Foster darf nicht angewendet werden bei:

  • Überempfindlichkeit gegen Beclometason, Formoterol oder Hilfsstoffe

Vorsicht bei:

  • Aktiver oder ruhender Lungentuberkulose
  • Pilz-, Virus- oder Bakterieninfektionen der Atemwege
  • Schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • QT-Verlängerung
  • Diabetes mellitus
  • Hyperthyreose
  • Phäochromozytom
  • Hypokaliämie

Schwangerschaft: Nur bei klarer Indikation. Bei Asthma ist die Kontrolle der Erkrankung wichtiger als theoretische Risiken.

Stillzeit: Anwendung nach Nutzen-Risiko-Abwägung möglich.

Mögliche Nebenwirkungen

Häufig (1-10%):

  • Mundsoor (Pilzinfektion im Mund) – durch Mundspülen vermeidbar
  • Heiserkeit
  • Kopfschmerzen
  • Tremor
  • Herzklopfen

Gelegentlich (0,1-1%):

  • Husten nach Inhalation
  • Mundtrockenheit
  • Muskelkrämpfe
  • Unruhe, Nervosität

Selten:

  • Systemische Kortikoidwirkungen (bei hohen Dosen, langer Anwendung)
  • Paradoxer Bronchospasmus
  • Hypokaliämie
  • Hyperglykämie

Vorbeugung gegen Mundsoor: Nach jeder Inhalation den Mund gründlich mit Wasser ausspülen und das Wasser ausspucken.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit:

  • Betablocker – können Wirkung von Formoterol abschwächen
  • QT-verlängernde Medikamente – Risiko für Herzrhythmusstörungen
  • Kaliumsenkende Medikamente (Diuretika, Kortikoide) – Hypokaliämie-Risiko
  • CYP3A4-Hemmer (Ritonavir, Ketoconazol) – erhöhte Kortikoidspiegel

Keine Kombination empfohlen:

  • Andere langwirksame Beta-2-Agonisten (Dopplung)
  • Nicht-selektive Betablocker bei Asthma

Häufige Fragen

MART steht für 'Maintenance And Reliever Therapy'. Bei diesem Konzept wird Foster sowohl als tägliche Basistherapie als auch bei Bedarf zusätzlich verwendet, anstatt einen separaten Notfall-Inhalator zu benutzen.

Das inhalative Kortikoid (Beclometason) kann im Mund verbleiben und dort Pilzinfektionen (Mundsoor) oder Heiserkeit verursachen. Durch Ausspülen und Ausspucken nach der Inhalation wird dies verhindert.

Ja, da Formoterol schnell wirkt, kann Foster 100/6 µg bei MART auch bei akuter Atemnot zusätzlich verwendet werden. Maximal 8 Hübe pro Tag. Bei schwerer Atemnot trotzdem Notarzt rufen!

Der Nexthaler ist ein Pulverinhalator, das normale Foster ist ein Dosieraerosol (Spray). Die Wirkstoffe sind gleich, nur die Darreichung unterscheidet sich. Manche Patienten kommen mit dem Pulver besser zurecht.

Nein, inhalative Kortikoide in normaler Dosierung haben keine relevanten systemischen Effekte wie Gewichtszunahme. Anders als Kortisontabletten wirken sie fast nur lokal in den Atemwegen.

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Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.