Was ist Symbicort?
Symbicort ist ein Kombinationsinhalator von AstraZeneca, der zwei Wirkstoffe enthält: das inhalative Kortikoid Budesonid und den langwirksamen Bronchodilatator Formoterol.
Wie Foster kann Symbicort im MART-Konzept sowohl als Basistherapie als auch bei Bedarf verwendet werden. Der Turbuhaler ist ein Pulverinhalator, der keine Koordination zwischen Sprühstoß und Einatmung erfordert.
Symbicort ist für Asthma und COPD zugelassen.
Wirkstoffe & Wirkungsweise
Wirkstoff: Budesonid, Formoterol
Symbicort wirkt durch zwei komplementäre Mechanismen:
Budesonid (Kortikoid):
- Starke lokale entzündungshemmende Wirkung
- Reduziert Atemwegsentzündung
- Verringert Schleimhautschwellung
- Senkt die bronchiale Hyperreagibilität
Formoterol (LABA):
- Schneller Wirkungseintritt (1-3 Minuten)
- Langanhaltende Bronchodilatation (12 Stunden)
- Relaxiert die Bronchialmuskulatur
- Verbessert die Lungenfunktion
Vorteile der Kombination:
- Bessere Asthmakontrolle als Einzelwirkstoffe
- Weniger Asthmaexazerbationen
- MART-fähig durch schnellen Wirkungseintritt von Formoterol
Für wen ist es geeignet?
Symbicort ist geeignet für:
- Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren mit Asthma
- Kinder von 6 bis 11 Jahren mit Asthma nur mit der Stärke 80/4,5 µg und nicht als MART
- Wenn inhalatives Kortikoid allein nicht ausreicht
- Als MART-Therapie
- COPD bei Erwachsenen
Besonders geeignet bei:
- Mittelschwerem bis schwerem Asthma
- Häufigen Asthmaanfällen unter Monotherapie
- Wunsch nach einem Inhalator für alles (MART)
Nicht geeignet:
- Bei akutem Asthmaanfall als einzige Behandlung
- Bei mildem, nur gelegentlichem Asthma
- Als alleiniges Reliever ohne Basistherapie
Verfügbare Dosierungen
Symbicort Turbuhaler:
- 80/4,5 µg (Budesonid/Formoterol)
- 160/4,5 µg
- 320/9 µg
Symbicort Rapihaler (Dosieraerosol):
- 80/4,5 µg
- 160/4,5 µg
Dosierung bei Asthma:
- Erhaltungstherapie: 1-2 Inhalationen 2x täglich
- MART (nur 80/4,5 und 160/4,5, ab 12 Jahren): 1 Inhalation 2x täglich + bei Bedarf
- Maximum bei MART: 6 Inhalationen pro Anlass und normalerweise 8 Inhalationen/Tag, für einen begrenzten Zeitraum bis zu 12 Inhalationen/Tag
- Wenn Sie mehr als 8 Inhalationen täglich brauchen, sollten Sie unbedingt ärztlichen Rat einholen
Bei COPD:
- 2 Inhalationen 2x täglich
Darreichung und Packungsgrößen
Laut Arzneimittelkatalog ist eine Packungsvariante gelistet: eine Stärke in einer Packungsgröße.
- Darreichungsform
- Pulver zur Inhalation
- Stärken
- 320/9 µg
- Packungsgrößen
- 3 × 60 Dosen
| Stärke | Packung | PZN | Reichweite |
|---|---|---|---|
| 320/9 µg | 3 × 60 Dosen | 04968218 | 90 Tage |
Gelistete Packungen laut Arzneimittelkatalog. Welche davon aktuell lieferbar sind und was sie kosten, steht in der Preisübersicht.
Die Pharmazentralnummer (PZN) ist die bundesweit eindeutige Kennnummer einer Packung.
Die Reichweite ist der im Katalog hinterlegte Wert für die übliche Dosierung. Wie lange eine Packung tatsächlich reicht, hängt von der ärztlich festgelegten Dosis ab.
Einnahmehinweise
Turbuhaler: 1. Schutzkappe abdrehen 2. Inhalator aufrecht halten 3. Drehgriff erst nach rechts, dann nach links drehen (Klick) 4. Tief ausatmen (nicht in den Inhalator!) 5. Mundstück fest umschließen 6. Kräftig und tief einatmen 7. Atem 10 Sekunden anhalten 8. Nach Inhalation Mund ausspülen
Wichtige Hinweise:
- Nicht schütteln (Pulverinhalator)
- Trocken aufbewahren
- Regelmäßig anwenden, auch ohne Beschwerden
- Mund immer ausspülen (Mundsoor-Prävention)
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei:
- Überempfindlichkeit gegen Budesonid, Formoterol oder Laktose
Vorsicht bei:
- Aktiver Lungentuberkulose
- Pilz-, Virus- oder bakteriellen Infektionen
- Schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Schilddrüsenüberfunktion
- Diabetes mellitus
- Hypokaliämie
- Osteoporose
Schwangerschaft: Nur anwenden, wenn der Nutzen die möglichen Risiken überwiegt. Dabei sollte die niedrigste wirksame Budesonid-Dosis eingesetzt werden, die für eine ausreichende Kontrolle der Asthmasymptome nötig ist.
Mögliche Nebenwirkungen
Häufig (1-10%):
- Mundsoor
- Heiserkeit
- Kopfschmerzen
- Tremor
- Herzklopfen
- Husten
Gelegentlich:
- Muskelkrämpfe
- Unruhe
- Übelkeit
- Schlafstörungen
Selten:
- Systemische Kortikoideffekte (bei Langzeit-Hochdosis)
- Paradoxer Bronchospasmus
- Verhaltensänderungen
Vorbeugung: Mund nach jeder Inhalation ausspülen und ausspucken.
Wechselwirkungen
Vorsicht bei:
- Betablockern (auch Augentropfen)
- QT-verlängernden Medikamenten
- Starken CYP3A4-Hemmern (Ketoconazol, Ritonavir)
- Kaliumsenkenden Medikamenten
Nicht empfohlen:
- Gleichzeitige Anwendung anderer LABA
- Nicht-selektive Betablocker bei Asthma
Häufige Fragen
Ein rotes Fenster zeigt an, wenn etwa 20 Dosen übrig sind. Wenn das Fenster ganz rot ist, ist der Inhalator leer. Außerdem hören Sie beim Schütteln ein trockenes Kapsel-Geräusch.
Ja, bei MART. Formoterol wirkt schnell. Sie können Symbicort bei Bedarf zusätzlich inhalieren (normalerweise nicht mehr als 8 Hübe/Tag gesamt, für einen begrenzten Zeitraum bis zu 12). Wenn Sie mehr als 8 Hübe täglich brauchen, sollten Sie unbedingt ärztlichen Rat einholen. Bei schwerer Atemnot trotzdem Notarzt rufen!
Das Kortikoid kann Mundsoor (Pilzinfektion) oder Heiserkeit verursachen, wenn es im Mund bleibt. Durch Ausspülen wird dies vermieden. Das Wasser danach ausspucken, nicht schlucken.
Der Turbuhaler ist ein Pulverinhalator (atemzuggesteuert), der Rapihaler ein Dosieraerosol (Spray). Der Wirkstoff ist identisch. Manche Patienten kommen mit dem einen besser zurecht als mit dem anderen.
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Wichtiger Hinweis
Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.
Pflichthinweis
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.





