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Flutiform
Asthma & Atemwege

Flutiform

Kombinationsinhalator mit Fluticason und Formoterol – ICS/LABA-Therapie im Dosieraerosol.

Verschreibungspflichtig
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Was ist Flutiform?

Flutiform ist ein Kombinationsinhalator, der das inhalative Kortikoid Fluticasonpropionat und den langwirksamen Beta-2-Agonisten Formoterol enthält. Er verbindet die Wirksamkeit von Fluticason mit dem schnellen Wirkungseintritt von Formoterol.

Flutiform ist als klassisches Dosieraerosol und als atemzuggesteuerter K-haler erhältlich. Der K-haler löst automatisch beim Einatmen aus und ist besonders für Patienten geeignet, die Schwierigkeiten mit der Koordination haben.

Im Unterschied zu Seretide enthält Flutiform Formoterol statt Salmeterol.

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Fluticasonpropionat, Formoterol

Flutiform kombiniert zwei Wirkstoffe:

Fluticasonpropionat (ICS):

  • Potentes inhalatives Kortikoid
  • Starke entzündungshemmende Wirkung
  • Geringe systemische Bioverfügbarkeit

Formoterol (LABA):

  • Schneller Wirkungseintritt (1-3 Minuten)
  • Langanhaltende Bronchodilatation (12 Stunden)
  • Vollagonist am Beta-2-Rezeptor
  • Flutiform sollte nicht zur Behandlung akuter Asthmasymptome angewendet werden

Synergieeffekt: Fluticason erhöht die Beta-2-Rezeptordichte, Formoterol verstärkt die entzündungshemmende Wirkung des Kortikoids – beide profitieren voneinander.

Für wen ist es geeignet?

Flutiform ist geeignet für:

  • Asthma bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren
  • Wenn ICS allein nicht ausreichend kontrolliert
  • Patienten, die Schwierigkeiten mit Pulverinhalatoren haben

Vorteile:

  • Schnell wirksamer LABA (Formoterol)
  • Potentes ICS (Fluticason)
  • K-haler-Variante atemzuggesteuert
  • Verschiedene Stärken verfügbar

Nicht geeignet:

  • Als alleiniges Notfallmedikament
  • Für Kinder unter 12 Jahren, ausgenommen die Stärke 50/5 µg ab 5 Jahren

Verfügbare Dosierungen

Flutiform Dosieraerosol / K-haler:

  • 50/5 µg (Fluticason/Formoterol) pro Hub
  • 125/5 µg pro Hub
  • 250/10 µg pro Hub (nur für Erwachsene)

Dosierung:

  • 2 Hübe 2x täglich
  • Stärke je nach Schweregrad des Asthmas

Maximum:

  • 4 Hübe der höchsten Stärke pro Tag (1000/40 µg)

Darreichung und Packungsgrößen

Laut Arzneimittelkatalog sind 3 Packungsvarianten gelistet: 3 Stärken in einer Packungsgröße.

Darreichungsform
Dosieraerosol
Stärken
50/5 µg, 125/5 µg, 250/10 µg
Packungsgrößen
120 Hübe
StärkePackungPZNReichweite
50/5 µg120 Hübe0910145830 Tage
125/5 µg120 Hübe0910147030 Tage
250/10 µg120 Hübe0910149330 Tage

Gelistete Packungen laut Arzneimittelkatalog. Welche davon aktuell lieferbar sind und was sie kosten, steht in der Preisübersicht.

Die Pharmazentralnummer (PZN) ist die bundesweit eindeutige Kennnummer einer Packung.

Die Reichweite ist der im Katalog hinterlegte Wert für die übliche Dosierung. Wie lange eine Packung tatsächlich reicht, hängt von der ärztlich festgelegten Dosis ab.

Einnahmehinweise

Dosieraerosol: 1. Schutzkappe entfernen, Spray schütteln 2. Tief ausatmen 3. Mundstück umschließen 4. Langsam und tief einatmen, dabei sprühen 5. Atem 10 Sekunden anhalten 6. Mund ausspülen und ausspucken

K-haler (atemzuggesteuert): 1. Schutzkappe öffnen 2. Gerät aufrecht halten 3. Tief ausatmen 4. Mundstück umschließen 5. Normal einatmen – löst automatisch aus 6. Atem anhalten 7. Mund ausspülen

Wichtig:

  • 2x täglich, morgens und abends
  • Regelmäßig anwenden
  • Mund nach Inhalation ausspülen

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei:

  • Überempfindlichkeit gegen Fluticason, Formoterol oder Bestandteile

Vorsicht bei:

  • Schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • QT-Verlängerung
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Diabetes mellitus
  • Hypokaliämie
  • Lungentuberkulose
  • CYP3A4-Hemmer-Therapie (Ritonavir!)

Schwangerschaft: Nur bei klarer Indikation.

Stillzeit: Nutzen-Risiko-Abwägung.

Mögliche Nebenwirkungen

Gelegentlich:

  • Heiserkeit
  • Kopfschmerzen
  • Tremor
  • Herzklopfen

Selten:

  • Mundsoor
  • Muskelkrämpfe
  • Unruhe
  • Husten
  • Systemische Kortikoideffekte
  • Paradoxer Bronchospasmus
  • Herzrhythmusstörungen

Vorbeugung: Mund nach jeder Inhalation ausspülen!

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen:

  • Ritonavir, Cobicistat – stark erhöhte Fluticason-Spiegel (meiden!)
  • Betablocker – können Formoterol-Wirkung aufheben
  • QT-verlängernde Medikamente
  • CYP3A4-Hemmer (Ketoconazol)

Nicht empfohlen:

  • Gleichzeitig andere LABA
  • Nicht-selektive Betablocker bei Asthma

Häufige Fragen

Flutiform enthält Formoterol (schnell wirkend), Seretide enthält Salmeterol (langsam wirkend). Beide enthalten Fluticason. Zur Behandlung akuter Asthmasymptome sollte Flutiform trotzdem nicht angewendet werden. Dafür ist ein schnell und kurz wirksamer Bronchodilatator erforderlich.

Der K-haler ist ein atemzuggesteuertes Dosieraerosol. Es löst automatisch aus, wenn Sie einatmen. Dadurch entfällt die schwierige Koordination – besonders hilfreich für ältere Patienten.

Ja, halten Sie immer einen schnellwirksamen Bronchodilatator (z.B. Salbutamol) bereit. Auch wenn Formoterol schnell wirkt, ist Flutiform primär eine Erhaltungstherapie.

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Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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