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Femodene
Verhütung

Femodene

Kombinierte Antibabypille mit Gestoden und Ethinylestradiol.

Verschreibungspflichtig
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Was ist Femodene?

Femodene ist eine kombinierte hormonelle Antibabypille, die zur Empfängnisverhütung eingesetzt wird. Es handelt sich um ein Einphasenpräparat, das zwei weibliche Sexualhormone (ein Gestagen und ein Östrogen) in jeder überzogenen Tablette kombiniert, um eine Schwangerschaft zu verhindern.

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Gestoden 0,075 mg, Ethinylestradiol 0,03 mg

Femodene wirkt durch die Kombination zweier weiblicher Sexualhormone (Gestoden und Ethinylestradiol), um eine Schwangerschaft zu verhindern. Die Hauptmechanismen sind:

Ovulationshemmung: Die Hormone unterdrücken den Eisprung, sodass keine Eizelle zur Befruchtung freigegeben wird.

Veränderung des Gebärmutterhalsschleims: Der Schleim am Gebärmutterhals wird dicker und undurchlässiger für Spermien, was deren Eindringen in die Gebärmutter erschwert.

Beeinflussung der Gebärmutterschleimhaut: Die Gebärmutterschleimhaut wird so verändert, dass sich eine eventuell doch befruchtete Eizelle nicht einnisten kann. Bei korrekter Anwendung bietet Femodene einen hohen Empfängnisschutz.

Für wen ist es geeignet?

Femodene ist geeignet für Frauen, die:

  • Einen hormonellen Empfängnisschutz wünschen.
  • Eine kombinierte Antibabypille mit Gestoden und Ethinylestradiol bevorzugen.

Verfügbare Dosierungen

Wirkstoffgehalt pro überzogener Tablette:

  • Gestoden: 0,075 mg
  • Ethinylestradiol: 0,03 mg

Femodene ist in Deutschland nur in dieser einen Dosierung (0,03 mg Ethinylestradiol / 0,075 mg Gestoden) erhältlich.

Darreichung und Packungsgrößen

Laut Arzneimittelkatalog ist eine Packungsvariante gelistet: eine Stärke in einer Packungsgröße.

Darreichungsform
Überzogene Tablette
Stärken
0,03 mg/0,075 mg
Packungsgrößen
63 Stk
StärkePackungPZNReichweite
0,03 mg/0,075 mg63 Stk0889025284 Tage

Gelistete Packungen laut Arzneimittelkatalog. Welche davon aktuell lieferbar sind und was sie kosten, steht in der Preisübersicht.

Die Pharmazentralnummer (PZN) ist die bundesweit eindeutige Kennnummer einer Packung.

Die Reichweite ist der im Katalog hinterlegte Wert für die übliche Dosierung. Wie lange eine Packung tatsächlich reicht, hängt von der ärztlich festgelegten Dosis ab.

Einnahmehinweise

Einnahmeschema: Nehmen Sie 21 Tage lang täglich eine überzogene Tablette zur gleichen Uhrzeit ein, unabhängig von den Mahlzeiten. Nach 21 Tagen folgt eine 7-tägige Einnahmepause. Während dieser Pause tritt normalerweise die Hormonentzugsblutung (Periode) ein.

Erbrechen oder schwere Magen-Darm-Störungen: Bei Erbrechen innerhalb von 3 bis 4 Stunden nach der Einnahme wurden die Wirkstoffe möglicherweise nicht vollständig aufgenommen. Gehen Sie dann vor wie bei einer vergessenen Tablette. Wenn Sie Ihren Einnahmerhythmus beibehalten möchten, nehmen Sie die Ersatztablette aus einem anderen Blisterstreifen. Bei schweren Magen-Darm-Störungen sind zusätzliche Verhütungsmaßnahmen erforderlich.

Beginn der Einnahme: Beginnen Sie die Einnahme am ersten Tag Ihrer Monatsblutung. Der Empfängnisschutz beginnt dann sofort. Ein Beginn am 2. bis 5. Tag Ihres Zyklus ist auch möglich. Dann sollten Sie in den ersten 7 Tagen der Einnahme zusätzlich ein lokales Verhütungsmittel wie ein Kondom anwenden. Beim Wechsel von einem anderen Verhütungsmittel oder nach einer Geburt besprechen Sie den Beginn mit Ihrem Arzt.

Monatsblutung verschieben: Nach Rücksprache mit Ihrem Arzt können Sie die Monatsblutung hinausschieben, indem Sie nach der letzten Tablette eines Blisterstreifens ohne Einnahmepause direkt mit dem nächsten Blisterstreifen beginnen. Die Blutung lässt sich so höchstens hinausschieben, bis dieser zweite Blisterstreifen aufgebraucht ist. In dieser Zeit kann es zu Zwischenblutungen kommen. Danach folgt die übliche 7-tägige Einnahmepause, anschließend nehmen Sie Femodene wie gewohnt weiter.

Gegenanzeigen

Darf nicht eingenommen werden bei:

  • Bestehenden oder früheren Thrombosen (Blutgerinnseln) oder einem erhöhten Risiko dafür
  • Größeren Operationen mit längerer Ruhigstellung (Immobilisierung). Bei einer geplanten Operation sollte die Einnahme mindestens vier Wochen vorher unterbrochen und erst zwei Wochen nach der vollständigen Mobilisierung wieder aufgenommen werden. Verhüten Sie in dieser Zeit mit einer anderen Methode.
  • Nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall sowie bei Vorstufen wie Angina pectoris oder einer vorübergehenden Durchblutungsstörung des Gehirns (TIA)
  • Migräne mit fokalen neurologischen Symptomen in der Vorgeschichte
  • Schwerem Bluthochdruck
  • Diabetes mellitus mit Gefäßschäden
  • Schweren Fettstoffwechselstörungen (Dyslipoproteinämie)
  • Bei schweren Lebererkrankungen oder Lebertumoren
  • Bei einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)
  • Bei ungeklärten vaginalen Blutungen
  • Bei bestehenden oder vermuteten Krebserkrankungen, die von Geschlechtshormonen abhängig sind (z.B. der Brust oder der Geschlechtsorgane)
  • Bei einer bekannten Allergie gegen Gestoden, Ethinylestradiol oder andere Bestandteile des Medikaments
  • Während der Schwangerschaft und Stillzeit
  • Bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln gegen Hepatitis C, die Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir und Dasabuvir oder Glecaprevir/Pibrentasvir enthalten

Vorsicht geboten bei:

  • Alter über 35 Jahre
  • Rauchen (Frauen über 35 Jahren, die rauchen, wird dringend eine andere Verhütungsmethode empfohlen)
  • Bluthochdruck
  • Bekannter Migräne
  • Krankhaftem Übergewicht (BMI > 30)
  • Laktoseintoleranz (Femodene enthält Laktose und Saccharose). Bei seltener erblicher Galactose- oder Fructose-Intoleranz, Lapp-Lactase-Mangel, Glucose-Galactose-Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Mangel sollten Sie Femodene nicht einnehmen.

Mögliche Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen:

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Brustspannen oder Schmerzen in der Brust
  • Stimmungsschwankungen
  • Magenbeschwerden
  • Zwischenblutungen
  • Gewichtszunahme
  • Depressive Verstimmung

Gelegentliche Nebenwirkungen:

  • Erbrechen, Durchfall
  • Migräne
  • Hautausschlag, Nesselsucht

Seltene Nebenwirkungen:

  • Reduzierte Verträglichkeit von Kontaktlinsen
  • Überempfindlichkeitsreaktionen
  • Gewichtsabnahme
  • Knotige oder fleckige Hautrötungen (Erythema nodosum, Erythema multiforme)

Seltene, aber ernsthafte Nebenwirkungen:

  • Blutgerinnsel in Venen oder Arterien (z.B. Beinvenenthrombose, Lungenembolie, Herzinfarkt, Schlaganfall)
  • Erhöhtes Risiko für bestimmte Krebsarten (z.B. Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs)

Wichtige Warnhinweise:

  • Jede kombinierte Pille erhöht das Risiko für Blutgerinnsel in den Venen. Pillen mit Gestoden wie Femodene können ein bis zu doppelt so hohes Risiko haben wie Pillen mit Levonorgestrel. Von 10.000 Frauen, die ein Jahr lang eine Pille mit Gestoden anwenden, bekommen etwa 9 bis 12 ein solches Blutgerinnsel, ohne Pille sind es etwa 2 von 10.000 Frauen. Das Risiko ist im ersten Anwendungsjahr am höchsten und auch dann erhöht, wenn Sie die Pille nach einer Pause von 4 oder mehr Wochen wieder einnehmen.
  • Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe und sagen Sie dort, dass Sie die Pille einnehmen, wenn Anzeichen eines Blutgerinnsels auftreten, z.B. einseitige Schwellung oder Schmerzen im Bein, plötzliche Atemnot oder plötzlicher Husten, stechender Brustschmerz, Druck oder Enge in der Brust, plötzliche Taubheit oder Schwäche in Gesicht, Arm oder Bein (besonders auf einer Körperseite), plötzliche Seh- oder Sprechstörungen oder plötzliche, starke oder länger anhaltende Kopfschmerzen.
  • Depressive Verstimmung und Depression sind bekannte Nebenwirkungen hormoneller Verhütungsmittel. Depressionen können schwerwiegend sein und sind ein bekannter Risikofaktor für suizidales Verhalten. Wenden Sie sich bei Stimmungsschwankungen oder depressiven Beschwerden an Ihren Arzt, auch wenn diese kurz nach Beginn der Einnahme auftreten.
  • In seltenen Fällen wurden unter der Pille gutartige und noch seltener bösartige Lebertumoren beobachtet, die in Einzelfällen zu lebensbedrohlichen Blutungen im Bauchraum führten. Suchen Sie bei starken Oberbauchschmerzen Ihren Arzt auf.

Eine vollständige Liste der möglichen Nebenwirkungen finden Sie in der Packungsbeilage.

Wechselwirkungen

Nicht gleichzeitig anwenden:

  • Arzneimittel gegen Hepatitis C, die Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir und Dasabuvir (mit oder ohne Ribavirin) oder Glecaprevir/Pibrentasvir enthalten. Sie können das Risiko für einen Anstieg der Leberwerte (ALT) erhöhen. Vor Beginn einer solchen Behandlung ist auf eine andere Verhütungsmethode zu wechseln (z.B. eine Verhütung nur mit Gestagenen oder eine nicht hormonelle Methode). Zwei Wochen nach dem Ende der Behandlung kann Femodene wieder angewendet werden.

Verminderte Verhütungswirkung möglich durch:

  • Arzneimittel, die Leberenzyme anregen, z.B. Barbiturate, Bosentan, Carbamazepin, Phenytoin, Primidon, Rifampicin, bestimmte HIV-Arzneimittel wie Ritonavir, Nevirapin und Efavirenz sowie möglicherweise Felbamat, Griseofulvin, Oxcarbazepin, Topiramat und Präparate mit Johanniskraut. Während der Behandlung und noch 28 Tage danach ist zusätzlich eine Barrieremethode (z.B. Kondome) nötig. Reicht die Behandlung über das Ende des Blisterstreifens hinaus, beginnen Sie ohne Einnahmepause mit dem nächsten. Bei längerer Behandlung wird eine andere, nicht hormonelle Verhütungsmethode empfohlen.
  • Viele Kombinationen von Arzneimitteln gegen HIV oder Hepatitis C (Proteasehemmer, nicht-nukleosidische Reverse-Transkriptase-Hemmer) können die Hormonspiegel erhöhen oder senken. Im Zweifel ist zusätzlich eine Barrieremethode anzuwenden.

Femodene kann die Wirkung anderer Arzneimittel verändern:

  • Die Blutspiegel z.B. von Ciclosporin, Theophyllin oder Tizanidin können steigen, die von Lamotrigin sinken.
  • Bei Diabetes muss die Dosis von Tabletten gegen Diabetes oder von Insulin gegebenenfalls angepasst werden.

Informieren Sie Ihren Arzt über alle Arzneimittel, die Sie anwenden.

Häufige Fragen

Femodene ist eine kombinierte Antibabypille, die die Hormone Gestoden und Ethinylestradiol enthält. Sie wird zur hormonellen Empfängnisverhütung eingesetzt.

Sie nehmen 21 Tage lang täglich eine Tablette zur gleichen Uhrzeit ein, gefolgt von einer 7-tägigen Einnahmepause, in der Ihre Monatsblutung einsetzt. Danach beginnen Sie einen neuen Blisterstreifen.

Wenn Sie die Pille innerhalb von 12 Stunden nach dem üblichen Einnahmezeitpunkt nachnehmen, bleibt der Empfängnisschutz erhalten. Nehmen Sie die vergessene Pille sofort ein und die nächste zur gewohnten Zeit. Bei einer Vergessenszeit von über 12 Stunden ist der Empfängnisschutz möglicherweise nicht mehr gewährleistet. Die genaue Vorgehensweise hängt von der Einnahmewoche ab und sollte der Packungsbeilage entnommen oder mit einem Arzt besprochen werden.

Ja, nach Rücksprache mit Ihrem Arzt können Sie die Einnahmepause überspringen und direkt mit dem nächsten Blisterstreifen beginnen. So lässt sich die Periode höchstens so lange hinausschieben, bis dieser zweite Blisterstreifen aufgebraucht ist. In dieser Zeit können Zwischenblutungen auftreten. Danach folgt die übliche 7-tägige Einnahmepause.

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Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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