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Damara
Verhütung

Damara

Östrogenfreie Minipille mit Desogestrel zur Empfängnisverhütung.

Verschreibungspflichtig
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Was ist Damara?

Damara® ist eine moderne Minipille zur hormonellen Empfängnisverhütung. Im Gegensatz zu kombinierten Pillen enthält Damara® ausschließlich das Gestagen Desogestrel und ist somit frei von Östrogen. Dies macht sie zu einer geeigneten Option für Frauen, die Östrogen nicht vertragen oder stillen. Der Pearl-Index liegt bei etwa 0,4. Das bedeutet, dass etwa 4 von 1.000 Anwenderinnen innerhalb eines Jahres schwanger werden.

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Desogestrel 75 Mikrogramm

Damara® entfaltet ihre empfängnisverhütende Wirkung durch einen dreifachen Mechanismus:

Verdickung des Gebärmutterhalsschleims: Der Schleim im Gebärmutterhals wird zähflüssiger, wodurch Spermien das Eindringen in die Gebärmutter erschwert wird.

Veränderung der Gebärmutterschleimhaut: Die Gebärmutterschleimhaut wird so verändert, dass sich eine befruchtete Eizelle nicht erfolgreich einnisten kann.

Hemmung des Eisprungs: Anders als herkömmliche Minipillen wirkt Damara® in erster Linie, indem sie den Eisprung verhindert (Ovulationshemmung).

Für wen ist es geeignet?

Damara® ist eine geeignete Verhütungsmethode für Frauen, die:

  • Einen Schutz vor einer Schwangerschaft wünschen.
  • Östrogen nicht vertragen oder aus medizinischen Gründen meiden müssen.
  • Stillen und eine hormonelle Verhütungsmethode suchen.
  • Das 18. Lebensjahr vollendet haben.

Verfügbare Dosierungen

Wirkstoffgehalt:

  • Jede Filmtablette Damara® enthält 75 Mikrogramm Desogestrel.

Packungsgröße:

  • Eine Packung Damara® enthält Blisterstreifen mit jeweils 28 wirkstoffhaltigen Tabletten.

Einnahmehinweise

Beginn der Einnahme:

  • Wenn Sie zuvor keine hormonellen Verhütungsmittel angewendet haben, beginnen Sie die Einnahme am ersten Tag Ihrer Monatsblutung.
  • Beim Wechsel von einer Kombinationspille nehmen Sie die erste Damara®-Tablette am Tag nach der letzten aktiven Tablette Ihrer vorherigen Pille ein, ohne Einnahmepause.

Regelmäßige Einnahme:

  • Nehmen Sie Damara® täglich zur gleichen Uhrzeit, unzerkaut und bei Bedarf mit etwas Wasser ein.
  • Jeder Blisterstreifen enthält 28 Tabletten. Sobald ein Streifen aufgebraucht ist, beginnen Sie ohne Unterbrechung mit einem neuen Blister, auch während Ihrer Periodenblutung.

Vergessene Einnahme:

  • Wenn Sie die Einnahme um weniger als 12 Stunden verpasst haben, holen Sie diese sofort nach und fahren Sie wie gewohnt fort.
  • Wenn Sie die Einnahme um mehr als 12 Stunden verpasst haben, ist der Empfängnisschutz möglicherweise nicht mehr gewährleistet. Nehmen Sie die vergessene Tablette sofort ein (auch wenn dies zwei Tabletten an einem Tag bedeutet) und verwenden Sie für die nächsten 7 Tage eine zusätzliche Barrieremethode (z.B. Kondome).
  • Wenn Sie in der ersten Woche nach dem ersten Einnahmebeginn Tabletten vergessen haben und in der Woche vor der vergessenen Tablette Geschlechtsverkehr hatten, kann eine Schwangerschaft eingetreten sein. Sprechen Sie dann mit Ihrem Arzt.

Erbrechen und Magen-Darm-Beschwerden:

  • Wenn Sie innerhalb von 3 bis 4 Stunden nach der Einnahme erbrechen, wird der Wirkstoff möglicherweise nicht vollständig aufgenommen. Gehen Sie dann wie bei einer vergessenen Tablette vor.
  • Bei schweren Magen-Darm-Beschwerden wenden Sie zusätzlich eine weitere Verhütungsmethode an.

Gegenanzeigen

Damara® darf nicht eingenommen werden bei:

  • Überempfindlichkeit gegen Desogestrel oder andere Bestandteile des Medikaments.
  • Einer bestehenden venösen Thromboembolie (Blutgerinnsel in einer Vene, z.B. tiefe Venenthrombose oder Lungenembolie).
  • Früheren oder bestehenden schweren Lebererkrankungen, solange sich die Leberwerte nicht normalisiert haben.
  • Bestehenden oder vermuteten Krebserkrankungen, die von Sexualhormonen beeinflusst werden (z.B. bestimmte Brustkrebsarten).
  • Unerklärten vaginalen Blutungen.
  • Bestehender oder vermuteter Schwangerschaft.

Besondere Vorsicht ist geboten bei:

  • Früheren Blutgerinnseln (z.B. tiefe Venenthrombose oder Lungenembolie), weil sie erneut auftreten können.
  • Brustkrebs in der persönlichen oder familiären Vorgeschichte.
  • Leberkrebs oder eingeschränkter Leberfunktion.
  • Bluthochdruck.
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit).
  • Epilepsie.
  • Tuberkulose.
  • Chloasma (gelbbraune Flecken auf der Haut) während einer früheren Schwangerschaft oder Hormonbehandlung.

Damara® enthält Laktose. Wenn Sie an der seltenen erblichen Galaktose-Intoleranz, einem völligen Laktase-Mangel oder einer Glukose-Galaktose-Malabsorption leiden, sollten Sie Damara® nicht einnehmen.

Mögliche Nebenwirkungen

Blutungsstörungen: Sie sind die häufigste Nebenwirkung. Bei bis zu 50 von 100 Anwenderinnen treten unregelmäßige Blutungen auf. Bei 20 bis 30 von 100 kommt es häufiger zu Blutungen, bei weiteren 20 von 100 seltener oder gar nicht. Blutungen können auch länger andauern. Nach einigen Monaten nehmen die Blutungen tendenziell ab.

Häufige Nebenwirkungen (betreffen mindestens 1 von 100 Anwenderinnen):

  • Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmung
  • Verminderte Libido (Sexualtrieb)
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Akne
  • Brustschmerzen
  • Gewichtszunahme

Gelegentliche Nebenwirkungen (betreffen 1 bis 10 von 1.000 Anwenderinnen):

  • Vaginale Infektionen
  • Müdigkeit
  • Haarausfall
  • Beschwerden beim Tragen von Kontaktlinsen
  • Erbrechen
  • Schmerzhafte Periodenblutung
  • Eierstockzysten

Seltene Nebenwirkungen (betreffen weniger als 1 von 1.000 Anwenderinnen):

  • Hautausschlag, Nesselsucht
  • Schmerzhafte rote Knoten unter der Haut (Erythema nodosum)

Häufigkeit nicht bekannt:

  • Überempfindlichkeitsreaktionen, auch mit Schwellung von Haut und Schleimhäuten (Angioödem) und schwerer allergischer Reaktion (Anaphylaxie)

Bei Anzeichen einer Thrombose (z.B. starke Schmerzen in einem Bein, plötzliche Atemnot, ungeklärter Husten) suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe auf. Bei einer Thrombose wird Damara® abgesetzt. Auch bei einer Ruhigstellung wegen einer Operation oder Krankheit wird ein Absetzen erwogen.

Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie Stimmungsschwankungen oder depressive Beschwerden bemerken, auch wenn diese kurz nach Beginn der Einnahme auftreten. Depressionen können schwerwiegend sein und sind ein Risikofaktor für suizidales Verhalten und Suizid.

Wenn Ihre Blutung ausbleibt oder Sie Unterleibsschmerzen haben, suchen Sie Ihren Arzt auf. Dabei sollte auch an eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter (Eileiterschwangerschaft) gedacht werden.

Eine vollständige Liste der möglichen Nebenwirkungen finden Sie in der Packungsbeilage.

Wechselwirkungen

Arzneimittel, die die Wirksamkeit von Damara® vermindern können: Bestimmte Arzneimittel beschleunigen den Abbau der Sexualhormone in der Leber (Enzyminduktion). Dadurch kann es zu Zwischenblutungen kommen und der Empfängnisschutz kann verloren gehen. Dazu gehören z.B.:

  • Barbiturate, Carbamazepin, Phenytoin, Primidon
  • Rifampicin, Bosentan, Efavirenz
  • möglicherweise auch Felbamat, Griseofulvin, Oxcarbazepin, Topiramat, Rifabutin und Johanniskraut-haltige pflanzliche Arzneimittel

Bei einer kurzzeitigen Behandlung mit solchen Arzneimitteln verwenden Sie zusätzlich eine Barrieremethode (z.B. Kondome), und zwar während der gesamten Behandlung und bis zu 28 Tage danach. Bei einer Langzeitbehandlung sollte eine andere Verhütungsmethode erwogen werden, die von diesen Arzneimitteln nicht beeinflusst wird.

HIV- und Hepatitis-C-Arzneimittel: Viele Kombinationen von HIV-Arzneimitteln (z.B. Ritonavir, Nelfinavir, Nevirapin) und Arzneimittelkombinationen gegen Hepatitis C können den Gestagenspiegel erhöhen oder senken. Werden Sie mit Protease-Hemmern oder Nicht-nukleosidischen Reverse-Transkriptase-Hemmern behandelt, verwenden Sie im Zweifel zusätzlich eine Barrieremethode.

Arzneimittel, die den Wirkstoffspiegel erhöhen können: Starke oder mäßig starke CYP3A4-Hemmer, z.B. Ketoconazol, Itraconazol, Clarithromycin, Fluconazol, Diltiazem oder Erythromycin.

Einfluss auf andere Arzneimittel: Damara® kann die Spiegel anderer Arzneimittel verändern. Zum Beispiel kann der Spiegel von Ciclosporin steigen und der von Lamotrigin sinken.

Informieren Sie Ihren Arzt über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen oder kürzlich eingenommen haben.

Häufige Fragen

Damara® ist eine östrogenfreie Minipille, die das Gestagen Desogestrel enthält. Sie wird zur hormonellen Empfängnisverhütung eingesetzt und ist auch für Frauen mit Östrogenunverträglichkeit oder stillende Mütter geeignet.

Der Hauptunterschied liegt darin, dass Damara® keine Östrogene enthält, sondern ausschließlich das Gestagen Desogestrel. Im Gegensatz zu vielen anderen Minipillen hemmt Damara® zusätzlich den Eisprung.

Nehmen Sie Damara® täglich zur gleichen Uhrzeit ein, ohne Einnahmepause zwischen den Blisterstreifen. Jeder Streifen enthält 28 Tabletten. Bei einer vergessenen Einnahme von mehr als 12 Stunden ist für die nächsten 7 Tage eine zusätzliche Verhütungsmethode erforderlich.

Ja, wie andere Pillen, die nur ein Gestagen enthalten, kann Damara® in der Stillzeit angewendet werden. Geringe Mengen des Wirkstoffs gehen in die Muttermilch über. In seltenen Fällen wurde über eine verminderte Milchbildung berichtet. Entwicklung und Wachstum Ihres gestillten Kindes sollten sorgfältig beobachtet werden.

Nach einer Entbindung beginnen Sie die Einnahme an einem Tag zwischen Tag 21 und Tag 28. Beginnen Sie später, wenden Sie in den ersten 7 Tagen der Einnahme zusätzlich eine Barrieremethode an. Hatten Sie in diesem Fall bereits Geschlechtsverkehr, muss vor dem Beginn eine Schwangerschaft ausgeschlossen oder die erste Regelblutung abgewartet werden.

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Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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