Was ist Cyclocaps Salbutamol?
Cyclocaps Salbutamol sind Hartkapseln mit Pulver zur Inhalation. Sie werden ausschließlich mit dem mitgelieferten Inhalator Cyclohaler® angewendet. Der Wirkstoff Salbutamol erweitert die Bronchien.
Angewendet wird Cyclocaps Salbutamol bei Asthma bronchiale oder COPD mit rückbildungsfähiger Verengung der Atemwege sowie zur Vorbeugung von Asthmaanfällen durch Anstrengung oder Allergenkontakt.
Salbutamol wird nach Bedarf und nicht regelmäßig angewendet. Eine längerfristige Behandlung erfolgt nur zusammen mit einer entzündungshemmenden Dauertherapie.
Wirkstoffe & Wirkungsweise
Wirkstoff: Salbutamol (als Salbutamolsulfat), 200 µg oder 400 µg je Inhalationskapsel
Salbutamol ist ein Beta-2-Sympathomimetikum. Es entspannt die Muskulatur der Bronchien und erweitert so die verengten Atemwege.
Für wen ist es geeignet?
Cyclocaps Salbutamol wird angewendet:
- zur Behandlung von Erkrankungen mit rückbildungsfähiger Verengung der Atemwege, z. B. Asthma bronchiale oder COPD mit reversibler Komponente
- zur Vorbeugung von Asthmaanfällen durch Anstrengung oder Allergenkontakt
Hinweise:
- Die 200-µg- und die 400-µg-Kapseln sind nur angezeigt, wenn niedriger dosierte inhalative Beta-2-Sympathomimetika nicht ausreichen.
- Kein Ersatz für eine entzündungshemmende Dauertherapie.
Verfügbare Dosierungen
Erwachsene und Jugendliche:
- 1 Einzeldosis (1 Kapsel zu 200 µg oder 400 µg) bei Bedarf
Kinder von 4 bis 12 Jahren:
- 1 Einzeldosis (1 Kapsel zu 200 µg) bei Bedarf
- Die 400-µg-Kapseln sind für Kinder nicht vorgesehen.
Akute Atemnot:
- 1 Einzeldosis inhalieren
- Keine spürbare Besserung nach 5–10 Minuten: eine weitere Einzeldosis möglich
- Hilft auch die zweite Dosis nicht bei schwerer Atemnot: sofort ärztliche Hilfe holen
Vorbeugung vor Anstrengung oder Allergenkontakt:
- 1 Einzeldosis etwa 10–15 Minuten vorher
Wichtig:
- Tageshöchstdosis: Erwachsene und Jugendliche höchstens 0,8 mg Salbutamol am Tag (4 Kapseln zu 200 µg oder 2 Kapseln zu 400 µg), Kinder von 4 bis 12 Jahren höchstens 0,4 mg (2 Kapseln zu 200 µg).
- Die vorgegebenen Einzeldosen und die Tagesdosis nicht erheblich überschreiten — das kann dem Herz schaden.
- Wird Salbutamol mehr als zweimal pro Woche gegen Asthmabeschwerden gebraucht (Vorbeugung vor Sport nicht mitgezählt), ist das Asthma schlecht eingestellt: ärztlich überprüfen lassen.
Darreichung und Packungsgrößen
Laut Arzneimittelkatalog sind 2 Packungsvarianten gelistet: 2 Stärken in einer Packungsgröße.
- Darreichungsform
- Hartkapsel mit Pulver zur Inhalation
- Stärken
- 200 µg, 400 µg
- Packungsgrößen
- 200 Stück
| Stärke | Packung | PZN | Reichweite |
|---|---|---|---|
| 200 µg | 200 Stück | 02418011 | 0 Tage |
| 400 µg | 200 Stück | 02418028 | 0 Tage |
Gelistete Packungen laut Arzneimittelkatalog. Welche davon aktuell lieferbar sind und was sie kosten, steht in der Preisübersicht.
Die Pharmazentralnummer (PZN) ist die bundesweit eindeutige Kennnummer einer Packung.
Die Reichweite ist der im Katalog hinterlegte Wert für die übliche Dosierung. Wie lange eine Packung tatsächlich reicht, hängt von der ärztlich festgelegten Dosis ab.
Einnahmehinweise
Anwendung:
- Die Kapseln nicht schlucken — sie sind ausschließlich zum Inhalieren mit dem Cyclohaler® bestimmt.
- Genau nach der Bedienungsanleitung in der Packungsbeilage inhalieren.
- Kinder nur unter Aufsicht eines Erwachsenen anwenden lassen.
Wichtig:
- Eine regelmäßige entzündungshemmende Behandlung (z. B. inhalatives Kortikoid) weiter anwenden, auch wenn es Ihnen besser geht.
- Wirkt das Mittel schwächer als gewohnt oder hält die Linderung keine 3 Stunden an, so bald wie möglich ärztlich melden.
- Den Cyclohaler® nicht an feuchten oder sehr warmen Orten lagern.
Gegenanzeigen
Cyclocaps Salbutamol darf nicht angewendet werden:
- bei Allergie gegen Salbutamolsulfat, Milchprotein oder einen der sonstigen Bestandteile
Ärztlich besprechen bei:
- schweren Herzerkrankungen (z. B. frischer Herzinfarkt, koronare Herzkrankheit, hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie, schnelle Herzrhythmusstörungen)
- Einnahme von Herzglykosiden (z. B. Digoxin)
- schwerem, unbehandeltem Bluthochdruck, Aneurysmen
- Schilddrüsenüberfunktion
- schwer einstellbarem Diabetes
- Phäochromozytom
Schwangerschaft und Stillzeit: Nur auf ausdrückliche ärztliche Anweisung, besonders in den ersten drei Monaten und am Ende der Schwangerschaft (wehenhemmende Wirkung).
Mögliche Nebenwirkungen
Am häufigsten:
- Zittern der Finger oder Hände, Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Herzklopfen — können sich innerhalb von 1–2 Wochen zurückbilden
Außerdem möglich:
- schneller oder unregelmäßiger Herzschlag, Blutdruckveränderungen
- sehr selten Durchblutungsstörungen des Herzmuskels (myokardiale Ischämie)
- erniedrigter Kaliumspiegel, erhöhter Blutzucker
- sehr selten Übersäuerung des Blutes durch Milchsäure (Laktatazidose)
- Nervosität, Schlafstörungen, Unruhe
- Muskelschmerzen und -krämpfe
- Missempfindungen im Mund-Rachen-Bereich, Husten
- Atemnot bei oder nach der Inhalation (paradoxer Bronchospasmus)
- Überempfindlichkeitsreaktionen
Bei plötzlich auftretenden oder unerwartet starken Beschwerden, besonders am Herzen, sofort ärztliche Hilfe holen.
Wechselwirkungen
Wechselwirkungen mit:
- Betablocker: gegenseitige Wirkungsabschwächung. Bei Asthma können Betablocker schwere Bronchialkrämpfe auslösen.
- MAO-Hemmer – verstärkte kardiovaskuläre Effekte
- Trizyklische Antidepressiva – verstärkte Herzwirkung
- Kortikoide, Diuretika, Theophyllin, Herzglykoside – erhöhtes Hypokaliämie-Risiko
- Methylxanthine (z. B. Theophyllin) sowie andere Sympathomimetika als Salbutamol: gegenseitige Wirkungsverstärkung und mehr Nebenwirkungen möglich
- Herzglykoside (Digitalis): erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen
- Narkose mit halogenierten Narkosemitteln (z. B. Halothan): erhöhtes Risiko für schwere Herzrhythmusstörungen und Blutdruckabfall. Salbutamol möglichst ab 6 Stunden vor Narkosebeginn nicht mehr anwenden.
Synergistische Wirkung mit:
- Inhalativen Kortikoiden (sinnvolle Kombination)
- Anticholinergika (z.B. Ipratropium)
Hinweis: Bei stabilem Asthma sollte Salbutamol möglichst selten gebraucht werden – häufiger Bedarf zeigt unzureichende Kontrolle an.
Häufige Fragen
Nein. Cyclocaps Salbutamol sind ausschließlich zum Inhalieren mit dem Cyclohaler® bestimmt.
Nur bei Bedarf, jeweils eine Einzeldosis; bei akuter Atemnot nach 5–10 Minuten ggf. eine zweite. Pro Tag höchstens 0,8 mg Salbutamol bei Erwachsenen und Jugendlichen (4 Kapseln zu 200 µg oder 2 Kapseln zu 400 µg), bei Kindern von 4 bis 12 Jahren höchstens 0,4 mg (2 Kapseln zu 200 µg). Brauchen Sie es mehr als zweimal pro Woche gegen Asthmabeschwerden, sollte die Behandlung ärztlich überprüft werden.
Nein. Salbutamol erweitert die Bronchien bei Bedarf; eine entzündungshemmende Dauertherapie wird weiter regelmäßig angewendet.
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Wichtiger Hinweis
Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.
Pflichthinweis
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.





