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Conceplan M
Verhütung

Conceplan M

Kombinierte Antibabypille mit Ethinylestradiol und Norethisteron.

Verschreibungspflichtig
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Was ist Conceplan M?

Conceplan® M ist eine kombinierte hormonelle Antibabypille (Mikropille) zur Schwangerschaftsverhütung. Sie enthält die synthetischen Hormone Ethinylestradiol (ein Östrogen) und Norethisteron (ein Gestagen) und gehört zu den Kombinationspillen der zweiten Generation. Sie bietet Frauen einen hormonellen Empfängnisschutz.

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Ethinylestradiol 0,03 mg, Norethisteron 0,5 mg

Conceplan® M wirkt auf dreifache Weise, um eine Schwangerschaft zu verhindern:

Ovulationshemmung: Die enthaltenen Hormone unterdrücken die Eireifung und den Eisprung in den Eierstöcken, wodurch keine befruchtungsfähige Eizelle freigesetzt wird.

Veränderung des Zervixschleims: Das Gestagen Norethisteron verdickt den Schleimpfropf am Gebärmuttermund. Dies erschwert den Spermien das Eindringen in die Gebärmutter.

Veränderung der Gebärmutterschleimhaut: Die Gebärmutterschleimhaut wird so verändert, dass sich eine eventuell doch befruchtete Eizelle nicht einnisten kann. Das Östrogen unterstützt zusätzlich diese Effekte.

Für wen ist es geeignet?

Conceplan® M ist geeignet für Frauen, die einen hormonellen Empfängnisschutz wünschen.

  • Vor der ersten Anwendung ist eine gynäkologische Untersuchung erforderlich, um individuelle Risikofaktoren auszuschließen und die Eignung zu prüfen.

Verfügbare Dosierungen

Wirkstoffgehalt pro Filmtablette:

  • Ethinylestradiol: 0,03 mg
  • Norethisteron: 0,5 mg

Conceplan® M ist ein Einphasenpräparat, das bedeutet, alle Tabletten eines Blisterstreifens enthalten dieselbe Wirkstoffzusammensetzung.

Einnahmehinweise

Beginn der Einnahme: Beginnen Sie mit der Einnahme am ersten Tag Ihrer Monatsblutung. Wenn Sie erst zwischen dem 2. und 5. Tag beginnen, verwenden Sie in den ersten 7 Tagen der Einnahme zusätzlich eine nicht hormonale Verhütungsmethode, z.B. Kondome. Nehmen Sie täglich eine Tablette, die dem aktuellen Wochentag auf der Packung entspricht.

Einnahmeschema: Nehmen Sie täglich eine Tablette unzerkaut mit etwas Wasser ein. Die Einnahme sollte möglichst zur gleichen Uhrzeit stattfinden, um die Zuverlässigkeit des Schutzes zu gewährleisten. Nach 21 aufeinanderfolgenden Einnahmetagen folgt eine 7-tägige Einnahmepause. Während dieser Pause setzt üblicherweise die Monatsblutung ein. Am achten Tag beginnen Sie mit einem neuen Blisterstreifen, unabhängig davon, ob die Blutung noch anhält oder bereits beendet ist. Die Einnahmezeit ist nicht begrenzt, solange Ihr Frauenarzt die Anwendung für unbedenklich hält.

Erbrechen oder Durchfall: Wenn Sie innerhalb von 3 bis 4 Stunden nach der Einnahme erbrechen oder schweren Durchfall haben, werden die Wirkstoffe möglicherweise nicht vollständig aufgenommen. Verwenden Sie dann zusätzlich eine nicht hormonale Verhütungsmethode, z.B. Kondome, und gehen Sie wie bei einer vergessenen Tablette vor (siehe unten). Damit Ihr gewohntes Einnahmeschema erhalten bleibt, nehmen Sie die Ersatztablette aus einer anderen Packung. Bei anhaltenden oder wiederkehrenden Magen-Darm-Beschwerden verhüten Sie zusätzlich nicht hormonal und informieren Ihren Arzt.

Vergessene Einnahme:

  • Weniger als 12 Stunden Verspätung: Holen Sie die Einnahme sofort nach. Der Empfängnisschutz bleibt erhalten.
  • Mehr als 12 Stunden Verspätung: Der Empfängnisschutz ist nicht mehr voll gewährleistet. Nehmen Sie die zuletzt vergessene Tablette ein, sobald Sie es bemerken, auch wenn Sie dadurch 2 Tabletten zur gleichen Zeit einnehmen, und die weiteren Tabletten wieder zur gewohnten Zeit. Verwenden Sie in den nächsten 7 Tagen zusätzlich eine nicht hormonale Verhütungsmethode, z.B. Kondome. Wurde die Tablette in der ersten Einnahmewoche vergessen und hatten Sie in den 7 Tagen davor Geschlechtsverkehr, kann eine Schwangerschaft eingetreten sein. Sprechen Sie dann mit Ihrem Arzt. Wurde die Tablette in der dritten Einnahmewoche vergessen, beginnen Sie nach der letzten Tablette der Packung ohne Einnahmepause direkt mit der nächsten Packung. Bleibt nach einer vergessenen Tablette die nächste Entzugsblutung aus, muss vor der nächsten Packung eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden. Einzelheiten stehen in der Packungsbeilage. Je mehr Pillen vergessen wurden und je näher am Anfang oder Ende des Blisters, desto höher ist das Risiko einer Schwangerschaft.

Gegenanzeigen

Conceplan® M darf NICHT eingenommen werden bei:

  • Überempfindlichkeit gegen einen der Wirkstoffe oder sonstigen Bestandteile
  • Bestehender oder vermuteter Schwangerschaft oder Stillzeit
  • Bestehenden oder früheren Thrombosen (Blutgerinnsel in Venen oder Arterien), Herzinfarkt oder Schlaganfall
  • Vorstufen solcher Erkrankungen, z.B. Angina pectoris oder vorübergehende Durchblutungsstörung des Gehirns (TIA)
  • Bekannter erblicher oder erworbener Neigung zu Blutgerinnseln in Venen oder Arterien, z.B. APC-Resistenz (einschließlich Faktor-V-Leiden), Antithrombin-III-, Protein-C- oder Protein-S-Mangel
  • Herzklappenerkrankungen oder Herzrhythmusstörungen, die Blutgerinnsel begünstigen
  • Größeren Operationen mit längerer Ruhigstellung
  • Hohem Risiko für Blutgerinnsel in Venen oder Arterien aufgrund mehrerer Risikofaktoren oder eines schwerwiegenden Risikofaktors
  • Rauchen
  • Nicht zufriedenstellend behandeltem Bluthochdruck
  • Schwerer Diabetes mellitus mit Gefäßschäden
  • Bestehender oder früherer Migräne mit neurologischen Ausfallerscheinungen, z.B. Aura
  • Schweren Fettstoffwechselstörungen (Dyslipoproteinämie)
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) mit schweren Fettstoffwechselstörungen
  • Bestehenden oder früheren Lebererkrankungen, solange sich die Leberwerte nicht normalisiert haben (auch Dubin-Johnson- und Rotor-Syndrom)
  • Bestehenden oder früheren Lebertumoren (gut- oder bösartig)
  • Bekannten oder vermuteten geschlechtshormonabhängigen Krebserkrankungen (z.B. Brust- oder Gebärmutterkrebs)
  • Ungeklärten vaginalen Blutungen oder ungeklärtem Ausbleiben der Monatsblutung
  • Gleichzeitiger Behandlung einer Hepatitis C mit Arzneimitteln, die Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir und Dasabuvir, Glecaprevir/Pibrentasvir oder Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir enthalten

Informieren Sie Ihren Arzt über folgende Risikofaktoren:

  • Rauchen
  • Übergewicht
  • Alter ab 35 Jahren
  • Herz- oder Nierenerkrankungen
  • Migräne (ohne Aura)
  • Depressionen
  • Epilepsie
  • Diabetes mellitus
  • Erbliches oder erworbenes Angioödem (Östrogene können die Beschwerden auslösen oder verschlimmern)

Ihr Arzt wird beurteilen, ob der therapeutische Nutzen mögliche Risiken überwiegt.

Mögliche Nebenwirkungen

Sehr häufige Nebenwirkungen (bei mehr als 10% der Anwenderinnen):

  • Schmier- und Zwischenblutungen

Häufige Nebenwirkungen (bei 1 bis 10 von 100 Anwenderinnen):

  • Kopfschmerzen, Schwindel
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Brustspannen
  • Vermehrtes oder vermindertes sexuelles Verlangen (Libidoänderungen)
  • Vaginaler Ausfluss
  • Schmerzhafte oder ausbleibende Monatsblutung
  • Gewichtszunahme

Wichtiger Hinweis: Die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel ist mit einem leicht erhöhten Thrombose-Risiko verbunden, insbesondere im ersten Einnahmejahr oder nach einer Einnahmepause von mindestens vier Wochen. Auch das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall ist erhöht, vor allem bei weiteren Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, Übergewicht oder Diabetes.

Warnzeichen eines Blutgerinnsels: Beenden Sie die Einnahme und suchen Sie sofort ärztliche Hilfe auf, wenn Sie Anzeichen eines Blutgerinnsels bemerken, z.B. Schwellung oder Schmerzen in einem Bein, plötzliche unerklärliche Atemnot oder schnelles Atmen, plötzlichen Husten, stechende Brustschmerzen, Schmerzen, Druck oder Engegefühl in der Brust, die in Arm, Rücken, Kiefer oder Hals ausstrahlen können, plötzliche Taubheit oder Schwäche in Gesicht, Arm oder Bein, besonders auf einer Körperseite, plötzliche Sprech-, Seh- oder Gehstörungen, plötzliche, schwere oder länger anhaltende Kopfschmerzen unbekannter Ursache oder Bewusstlosigkeit. Sagen Sie dort, dass Sie die Pille einnehmen. Vor einer geplanten Operation (mindestens 4 Wochen vorher) und bei längerer Ruhigstellung, z.B. nach einem Unfall, wird die Einnahme unterbrochen und frühestens 2 Wochen nach vollständiger Mobilisierung wieder aufgenommen. Sprechen Sie dazu rechtzeitig mit Ihrem Arzt.

Depressionen: Depressive Verstimmung und Depression sind bekannte Nebenwirkungen hormoneller Verhütungsmittel. Depressionen können schwerwiegend sein und sind ein bekannter Risikofaktor für suizidales Verhalten und Suizid. Wenden Sie sich bei Stimmungsschwankungen oder depressiven Symptomen an Ihren Arzt, auch wenn diese kurz nach Beginn der Einnahme auftreten.

Für eine vollständige Liste aller möglichen Nebenwirkungen lesen Sie bitte die Packungsbeilage aufmerksam durch.

Wechselwirkungen

Arzneimittel, die die Verhütungswirkung abschwächen können: Bestimmte Arzneimittel regen Leberenzyme an und beschleunigen so den Abbau der Hormone. Dadurch kann es zu Durchbruchblutungen kommen und die Verhütung kann versagen. Dazu gehören z.B.:

  • Rifampicin und Rifabutin
  • Barbiturate und Mittel gegen Epilepsie wie Barbexaclon, Carbamazepin, Phenytoin, Primidon, Oxcarbazepin, Topiramat und Felbamat
  • Griseofulvin und Modafinil
  • einige Proteasehemmer wie Ritonavir
  • pflanzliche Mittel mit Johanniskraut

Während der Behandlung mit einem solchen Mittel und bis zu 28 Tage danach verwenden Sie zusätzlich eine Barrieremethode (z.B. Kondome). Reicht die Behandlung über das Ende der Packung hinaus, beginnen Sie ohne Einnahmepause direkt mit der nächsten Packung. Bei einer Langzeitbehandlung wird eine nicht hormonale Verhütungsmethode empfohlen. Johanniskraut soll nicht gleichzeitig mit Conceplan® M angewendet werden.

Mittel, die die Darmbewegung beschleunigen, z.B. Metoclopramid, können die Aufnahme der Hormone verringern.

Ritonavir, Nevirapin und viele weitere Mittel gegen HIV oder Hepatitis C (Proteasehemmer wie Indinavir, nicht-nukleosidische Reverse-Transkriptase-Hemmer) können die Hormonspiegel erhöhen oder senken.

Mittel gegen Hepatitis C: Conceplan® M darf nicht zusammen mit Arzneimitteln angewendet werden, die Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir und Dasabuvir, Glecaprevir/Pibrentasvir oder Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir enthalten, weil dabei erhöhte Leberwerte (ALT) aufgetreten sind. Vor Beginn einer solchen Behandlung muss auf eine andere Verhütungsmethode gewechselt werden. 2 Wochen nach Ende der Behandlung kann Conceplan® M wieder eingenommen werden.

Arzneimittel, die die Hormonspiegel erhöhen können: z.B. Ascorbinsäure (Vitamin C), Paracetamol, Atorvastatin, Pilzmittel wie Itraconazol, Voriconazol und Fluconazol, Verapamil, Diltiazem, die Antibiotika Clarithromycin, Erythromycin und Troleandomycin, Indinavir sowie Grapefruitsaft. Nebenwirkungen können dann häufiger und stärker auftreten. Troleandomycin kann zusammen mit der Pille außerdem das Risiko für einen Gallenstau (Cholestase) erhöhen.

Wirkung auf andere Arzneimittel:

  • Die Pille kann die Blutspiegel z.B. von Diazepam und einigen anderen Benzodiazepinen, Ciclosporin, Theophyllin und Glukokortikoiden erhöhen und die z.B. von Clofibrat, Morphin, Lorazepam und Lamotrigin senken.
  • Bei Diabetes kann sich der Bedarf an Insulin oder blutzuckersenkenden Mitteln zum Einnehmen ändern.

Informieren Sie Ihren Arzt über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen oder vor Kurzem eingenommen haben.

Häufige Fragen

Conceplan® M ist eine kombinierte hormonelle Antibabypille, die Ethinylestradiol und Norethisteron enthält und zur Schwangerschaftsverhütung eingesetzt wird.

Sie nehmen 21 Tage lang täglich eine Tablette zur gleichen Uhrzeit ein, gefolgt von einer 7-tägigen Einnahmepause. Danach beginnen Sie einen neuen Blisterstreifen, unabhängig von Ihrer Blutung.

Conceplan® M enthält 0,03 mg Ethinylestradiol (ein Östrogen) und 0,5 mg Norethisteron (ein Gestagen) pro Filmtablette.

Bei weniger als 12 Stunden Verspätung holen Sie die Einnahme sofort nach, der Schutz bleibt erhalten. Bei mehr als 12 Stunden Verspätung ist der Empfängnisschutz nicht mehr voll gewährleistet. Nehmen Sie die zuletzt vergessene Tablette ein, sobald Sie es bemerken, auch wenn Sie dadurch 2 Tabletten zur gleichen Zeit einnehmen, und verwenden Sie in den nächsten 7 Tagen zusätzlich eine nicht hormonale Verhütungsmethode, z.B. Kondome. Wurde die Tablette in der dritten Einnahmewoche vergessen, beginnen Sie ohne Einnahmepause direkt mit der nächsten Packung. Einzelheiten stehen in Ihrer Packungsbeilage.

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Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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