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Cedia 20
Verhütung

Cedia 20

Kombinationspille mit Desogestrel und Ethinylestradiol zur Schwangerschaftsverhütung.

Verschreibungspflichtig
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Was ist Cedia 20?

Cedia® 20 ist eine Pille zur Schwangerschaftsverhütung. Jede Tablette enthält zwei weibliche Geschlechtshormone in geringer Menge: 0,15 mg Desogestrel (ein Gestagen) und 0,02 mg Ethinylestradiol (ein Östrogen). Pillen mit zwei Hormonen werden Kombinationspillen genannt. Alle 21 Tabletten eines Blisters sind gleich zusammengesetzt.

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Desogestrel 0,15 mg, Ethinylestradiol 0,02 mg je Tablette

Die beiden Hormone in Cedia® 20 verhindern vor allem den Eisprung. Außerdem verändern sie den Schleim am Gebärmutterhals und die Gebärmutterschleimhaut.

Der Schutz setzt voraus, dass die Tabletten regelmäßig eingenommen werden. Vergessene Tabletten, Erbrechen, starker Durchfall und manche anderen Arzneimittel oder pflanzlichen Mittel können ihn vermindern.

Für wen ist es geeignet?

Cedia® 20 ist zur Schwangerschaftsverhütung zugelassen. Die Pille kommt für Frauen in Frage, die hormonell verhüten möchten und bei denen keine Gegenanzeige vorliegt.

Vor der Verordnung werden Vorerkrankungen und Risikofaktoren für Blutgerinnsel ärztlich geprüft, zum Beispiel Rauchen, Übergewicht, Alter und Blutgerinnsel bei nahen Verwandten.

Verfügbare Dosierungen

Wirkstoffgehalt je Tablette:

  • Desogestrel: 0,15 mg
  • Ethinylestradiol: 0,02 mg

Jeder Blister enthält 21 Tabletten. Alle Tabletten sind gleich zusammengesetzt. Eingenommen wird eine Tablette täglich an 21 aufeinanderfolgenden Tagen, danach folgen 7 Tage ohne Tabletten.

Darreichung und Packungsgrößen

Laut Arzneimittelkatalog ist eine Packungsvariante gelistet: eine Stärke in einer Packungsgröße.

Darreichungsform
Tablette
Stärken
20 µg/150 µg
Packungsgrößen
126 Stk
StärkePackungPZNReichweite
20 µg/150 µg126 Stk09235466168 Tage

Gelistete Packungen laut Arzneimittelkatalog. Welche davon aktuell lieferbar sind und was sie kosten, steht in der Preisübersicht.

Die Pharmazentralnummer (PZN) ist die bundesweit eindeutige Kennnummer einer Packung.

Die Reichweite ist der im Katalog hinterlegte Wert für die übliche Dosierung. Wie lange eine Packung tatsächlich reicht, hängt von der ärztlich festgelegten Dosis ab.

Einnahmehinweise

Einnahme: Nehmen Sie 21 Tage lang jeden Tag eine Tablette Cedia® 20 ein, möglichst immer zur gleichen Uhrzeit und bei Bedarf mit etwas Wasser. Danach folgen 7 Tage ohne Tabletten. In dieser Pause setzt meist eine Abbruchblutung ein. Am 8. Tag beginnen Sie mit dem nächsten Blister, auch wenn die Blutung noch anhält.

Beginn: Wenn Sie im Vormonat nicht hormonell verhütet haben, nehmen Sie die erste Tablette am ersten Tag Ihrer Monatsblutung. Dann besteht sofort Empfängnisschutz. Beginnen Sie an Tag 2 bis 5, verwenden Sie in den ersten 7 Tagen zusätzlich ein Kondom. Für den Wechsel von einem anderen Verhütungsmittel gelten eigene Regeln, die in der Packungsbeilage stehen.

Tablette vergessen: Weniger als 12 Stunden zu spät: Nehmen Sie die Tablette sofort ein und die nächste zur gewohnten Zeit. Der Empfängnisschutz bleibt bestehen. Mehr als 12 Stunden zu spät: Der Empfängnisschutz ist nicht mehr sicher. Holen Sie die vergessene Tablette so bald wie möglich nach, auch wenn Sie dann zwei Tabletten an einem Tag einnehmen. Wie es weitergeht, hängt von der Einnahmewoche ab und steht in der Packungsbeilage. In der ersten Einnahmewoche brauchen Sie 7 Tage lang zusätzlich ein Kondom.

Erbrechen oder starker Durchfall: Wenn Sie in den ersten 3 bis 4 Stunden nach der Einnahme erbrechen oder starken Durchfall haben, gilt das wie eine vergessene Tablette.

Gegenanzeigen

Cedia® 20 darf nicht eingenommen werden bei:

  • Schwangerschaft
  • einem Blutgerinnsel in einer Vene, zum Beispiel im Bein oder in der Lunge, auch wenn es früher aufgetreten ist
  • einer bekannten erblichen oder erworbenen Neigung zu Blutgerinnseln in Venen oder Arterien, zum Beispiel APC-Resistenz (einschließlich Faktor-V-Leiden), Antithrombin-III-, Protein-C- oder Protein-S-Mangel oder Antiphospholipid-Antikörpern
  • einer anstehenden Operation oder längerer Bettlägerigkeit. Bei einer geplanten Operation sollten Sie die Einnahme mindestens vier Wochen vorher unterbrechen und erst zwei Wochen, nachdem Sie wieder vollständig mobil sind, fortsetzen. Verhüten Sie in dieser Zeit mit einer anderen Methode.
  • Herzinfarkt, Schlaganfall, Angina pectoris oder einer vorübergehenden Durchblutungsstörung im Gehirn (TIA), auch wenn sie früher aufgetreten sind
  • einem hohen Risiko für Blutgerinnsel in Venen oder Arterien, weil mehrere Risikofaktoren zusammenkommen
  • Diabetes mit Gefäßschäden, sehr hohem Blutdruck, sehr hohen Blutfettwerten oder Hyperhomocysteinämie
  • Migräne mit Aura, auch wenn sie früher aufgetreten ist
  • einer schweren Lebererkrankung, solange sich die Leberwerte nicht normalisiert haben, oder einem Lebertumor, auch früher
  • Brustkrebs oder Krebs der Geschlechtsorgane, auch früher oder bei Verdacht
  • einer Verdickung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie)
  • ungeklärten Blutungen aus der Scheide
  • Hepatitis C, wenn bestimmte antivirale Arzneimittel eingenommen werden (zum Beispiel Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir)
  • einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse bei hohen Blutfettwerten, auch wenn sie früher aufgetreten ist
  • einer Allergie gegen Ethinylestradiol, Desogestrel oder einen der sonstigen Bestandteile
  • einer seltenen erblichen Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption, da die Tabletten Lactose enthalten

Ärztliche Rücksprache ist nötig bei:

  • Rauchen, Übergewicht oder einem Alter über 35 Jahren (Frauen über 35 Jahren, die rauchen, wird dringend eine andere Verhütungsmethode empfohlen)
  • Blutgerinnseln bei nahen Verwandten
  • Bluthochdruck, Diabetes oder erhöhten Blutfettwerten
  • Depressionen oder Epilepsie
  • Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa
  • einem erblichen oder erworbenen Angioödem, weil Östrogene dessen Beschwerden auslösen oder verschlimmern können
  • einer kurz zurückliegenden Geburt
  • Stillzeit (bis zum vollständigen Abstillen wird die Pille generell nicht empfohlen)

Die vollständige Liste steht in der Packungsbeilage.

Mögliche Nebenwirkungen

Häufig (bis zu 1 von 10 Anwenderinnen):

  • depressive Verstimmung, Stimmungsschwankungen
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit, Bauchschmerzen
  • Brustschmerzen, Brustspannen
  • Gewichtszunahme

Gelegentlich (bis zu 1 von 100 Anwenderinnen):

  • Wasseransammlungen im Körper
  • verminderter Sexualtrieb
  • Migräne
  • Erbrechen, Durchfall
  • Hautausschlag, Nesselsucht
  • Brustvergrößerung

Selten (bis zu 1 von 1.000 Anwenderinnen):

  • Blutgerinnsel in einer Vene oder Arterie
  • Überempfindlichkeit und allergische Reaktionen
  • gesteigerter Sexualtrieb
  • Unverträglichkeit von Kontaktlinsen
  • Hauterkrankungen wie Erythema nodosum oder Erythema multiforme
  • Absonderungen aus Brust oder Scheide
  • Gewichtsabnahme

Blutgerinnsel: Alle Frauen, die eine Kombinationspille wie Cedia® 20 einnehmen, haben ein erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel in Venen und Arterien. Kombinationspillen mit Levonorgestrel, Norgestimat oder Norethisteron sind mit dem geringsten Risiko für Blutgerinnsel in den Venen verbunden. Pillen wie Cedia® 20 können ein bis zu doppelt so hohes Risiko aufweisen. Schätzungsweise 9 bis 12 von 10.000 Frauen, die eine Kombinationspille mit Desogestrel anwenden, bekommen im Verlauf eines Jahres ein solches Blutgerinnsel. Bei nicht schwangeren Frauen ohne kombinierte hormonelle Verhütung sind es etwa 2 von 10.000. Das Risiko ist im ersten Anwendungsjahr am höchsten und kann auch beim Wiederbeginn nach einer Pause von 4 oder mehr Wochen erhöht sein. Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn ein Bein plötzlich schmerzt oder anschwillt, wenn plötzlich Atemnot oder Brustschmerzen auftreten, bei plötzlichen Seh- oder Sprachstörungen oder Lähmungen und wenn Gesicht, Zunge oder Rachen anschwellen.

Tumoren: Bei Frauen, die eine Kombinationspille einnehmen, wird Brustkrebs geringfügig häufiger festgestellt. Nach dem Absetzen sinkt das erhöhte Risiko und verschwindet innerhalb von 10 Jahren. In seltenen Fällen wurde über gutartige und noch seltener bösartige Lebertumoren berichtet, die in Einzelfällen zu lebensbedrohlichen Blutungen im Bauchraum geführt haben. Wenden Sie sich bei starken Schmerzen im Oberbauch an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Depressionen: Depressionen können schwerwiegend sein und sind ein bekannter Risikofaktor für suizidales Verhalten und Suizid. Wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie Stimmungsschwankungen oder depressive Beschwerden bemerken, auch wenn diese kurz nach Beginn der Einnahme auftreten.

Die vollständige Liste der Nebenwirkungen steht in der Packungsbeilage.

Wechselwirkungen

Arzneimittel, die die Verhütungswirkung abschwächen können:

  • z. B. Phenytoin, Phenobarbital, Primidon, Carbamazepin, Bosentan, Rifampicin, die HIV-Mittel Ritonavir, Efavirenz und Nevirapin sowie möglicherweise Oxcarbazepin, Topiramat, Rifabutin, Felbamat, Griseofulvin und pflanzliche Mittel mit Johanniskraut
  • Diese Mittel können zu Durchbruchblutungen und zum Versagen der Verhütung führen. Während der gesamten Behandlung und bis zu 28 Tage danach ist zusätzlich eine Barrieremethode (z. B. Kondom) nötig. Dauert die Behandlung länger als der aktuelle Blister, beginnen Sie den nächsten Blister direkt ohne die übliche Pause. Bei einer Langzeitbehandlung wird eine andere zuverlässige, nicht hormonelle Verhütungsmethode empfohlen.
  • Pflanzliche Mittel mit Johanniskraut sollten nicht gleichzeitig mit Cedia® 20 angewendet werden.

Mittel gegen Hepatitis C:

  • Cedia® 20 darf nicht zusammen mit Arzneimitteln angewendet werden, die Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir und Dasabuvir, Glecaprevir/Pibrentasvir oder Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir enthalten. Bei dieser Kombination wurden erhöhte Leberwerte (ALT) beobachtet. Vor Beginn einer solchen Behandlung muss auf eine andere Verhütungsmethode gewechselt werden (z. B. ein reines Gestagenpräparat oder eine nicht hormonelle Methode). Zwei Wochen nach dem Ende dieser Behandlung kann Cedia® 20 wieder eingenommen werden.

Arzneimittel, die die Hormonspiegel verändern können:

  • Viele Protease-Hemmer und nicht-nukleosidische Reverse-Transkriptase-Hemmer gegen HIV sowie Kombinationen gegen Hepatitis C können die Hormonspiegel erhöhen oder senken. Im Zweifel sollte bei einer Behandlung mit Protease-Hemmern oder nicht-nukleosidischen Reverse-Transkriptase-Hemmern zusätzlich eine Barrieremethode verwendet werden.
  • Starke oder mäßig starke CYP3A4-Hemmer (z. B. Ketoconazol, Itraconazol, Clarithromycin, Fluconazol, Diltiazem, Erythromycin) können die Hormonspiegel erhöhen. Etoricoxib kann den Ethinylestradiol-Spiegel erhöhen.

Wirkung von Cedia® 20 auf andere Arzneimittel:

  • Cedia® 20 kann die Spiegel anderer Arzneimittel erhöhen, z. B. von Ciclosporin, Theophyllin und Tizanidin, oder senken, z. B. von Lamotrigin.

Labortests:

  • Die Pille kann die Ergebnisse bestimmter Labortests verändern, z. B. der Leber-, Schilddrüsen-, Nebennieren- und Nierenfunktion sowie Werte des Zuckerstoffwechsels und der Blutgerinnung.

Häufige Fragen

Jede Tablette enthält 0,15 mg Desogestrel und 0,02 mg Ethinylestradiol. Alle 21 Tabletten eines Blisters sind gleich zusammengesetzt.

Nehmen Sie 21 Tage lang täglich eine Tablette zur gleichen Uhrzeit ein. Danach folgen 7 Tage ohne Tabletten. Am 8. Tag beginnen Sie mit dem nächsten Blister, auch wenn die Blutung noch anhält.

Liegt die gewohnte Einnahmezeit weniger als 12 Stunden zurück, nehmen Sie die Tablette sofort ein. Der Schutz bleibt dann bestehen. Sind mehr als 12 Stunden vergangen, ist der Schutz nicht mehr sicher. Holen Sie die Tablette nach und folgen Sie den Regeln der Packungsbeilage für die jeweilige Einnahmewoche.

Nein. Wie alle hormonellen Verhütungsmittel schützt Cedia® 20 nicht vor HIV oder anderen sexuell übertragbaren Krankheiten.

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Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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