Zum Hauptinhalt springen
deinrezept Logo
Vardenafil
Erektionsstörungen

Vardenafil

Der Wirkstoff aus Levitra als Generikum – schnell wirksam und gut verträglich.

Verschreibungspflichtig
Schnellnavigation

Was ist Vardenafil?

Vardenafil ist ein Wirkstoff zur Behandlung der erektilen Dysfunktion aus der Gruppe der PDE-5-Hemmer. Ursprünglich als Markenmedikament Levitra® von Bayer eingeführt, ist Vardenafil seit dem Patentablauf als Generikum von verschiedenen Herstellern erhältlich.

Der Wirkstoff zeichnet sich durch einen schnellen Wirkungseintritt aus – bei manchen Männern bereits nach 25 Minuten. Die Wirkdauer ist mit 4-5 Stunden vergleichbar mit Sildenafil.

Vardenafil-Generika unterliegen den gleichen strengen Qualitätsanforderungen wie das Originalprodukt und enthalten den identischen Wirkstoff.

Das Medikament ist als Filmtablette erhältlich. Wie alle PDE-5-Hemmer wirkt es nur bei sexueller Stimulation – es erzeugt keine automatische Erektion.

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Vardenafil

Vardenafil gehört zur zweiten Generation der PDE-5-Hemmer. Der Wirkungsmechanismus entspricht dem anderer Medikamente dieser Klasse:

Der Erektionsmechanismus: Bei sexueller Erregung wird im Penis Stickstoffmonoxid (NO) freigesetzt. Dieses aktiviert die Produktion von cGMP, einem Botenstoff, der die Blutgefäße im Schwellkörper entspannt. Mehr Blut fließt ein, eine Erektion entsteht.

Die Rolle von Vardenafil: Das Enzym PDE-5 baut cGMP normalerweise ab und beendet die Erektion. Vardenafil hemmt PDE-5 selektiv, sodass cGMP länger wirksam bleibt. Die Erektion kann leichter entstehen und besser aufrechterhalten werden.

Besonderheiten von Vardenafil:

  • Hohe Selektivität für PDE-5 – weniger Einfluss auf andere PDE-Enzyme
  • Schneller Wirkungseintritt (oft 25-30 Minuten)
  • Gute Wirksamkeit auch bei Diabetikern
  • Weniger Sehstörungen als bei Sildenafil

Wichtig: Ohne sexuelle Stimulation wirkt Vardenafil nicht. Das Medikament erzeugt keine automatische Erektion.

Für wen ist es geeignet?

Vardenafil ist geeignet für erwachsene Männer mit erektiler Dysfunktion verschiedener Ursachen:

Indikationen:

  • Erektionsstörungen aufgrund von Durchblutungsproblemen
  • Erektile Dysfunktion bei Diabetes mellitus
  • Psychisch bedingte Erektionsprobleme
  • Erektionsstörungen nach Prostataoperationen (nervenschonend)

Besonders geeignet für:

  • Männer, die einen schnellen Wirkungseintritt wünschen
  • Patienten mit Diabetes (gute Studienergebnisse)
  • Männer, die Sildenafil nicht optimal vertragen
  • Bei Unverträglichkeit gegen andere PDE-5-Hemmer

Vardenafil vs. andere PDE-5-Hemmer: Manche Männer sprechen auf einen Wirkstoff besser an als auf andere. Wenn Sildenafil nicht optimal wirkt oder Nebenwirkungen verursacht, kann Vardenafil eine gute Alternative sein.

Verfügbare Dosierungen

Verfügbare Dosierungen:

  • 5 mg – Niedrigste Dosis, bei bestimmten Patientengruppen
  • 10 mg – Empfohlene Anfangsdosis
  • 20 mg – Bei unzureichender Wirkung von 10 mg

Dosierungsempfehlungen:

  • Standard: 10 mg etwa 25-60 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr
  • Bei guter Verträglichkeit: Steigerung auf 20 mg möglich
  • Bei starken Nebenwirkungen: Reduktion auf 5 mg

Besondere Patientengruppen:

  • Männer über 65: Keine routinemäßige Anpassung nötig
  • Leberfunktionsstörung: Anfangsdosis 5 mg
  • Nierenfunktionsstörung: Bei schwerer Einschränkung Anfangsdosis 5 mg

Maximaldosis: 20 mg pro Tag, nicht häufiger als einmal täglich

Darreichung und Packungsgrößen

Laut Arzneimittelkatalog sind 7 Packungsvarianten gelistet: eine Stärke in 7 Packungsgrößen. Die Packungen reichen von 2 bis 48 Stück.

Darreichungsform
Filmtablette
Stärken
20 mg
Packungsgrößen
2 Stück, 4 Stück, 8 Stück, 12 Stück, 24 Stück, 36 Stück, 48 Stück
StärkePackungPZNReichweite
20 mg2 Stück140537150 Tage
20 mg4 Stück140449170 Tage
20 mg8 Stück144132660 Tage
20 mg12 Stück140449520 Tage
20 mg24 Stück144132890 Tage
20 mg36 Stück140537670 Tage
20 mg48 Stück144132950 Tage

Gelistete Packungen laut Arzneimittelkatalog. Welche davon aktuell lieferbar sind und was sie kosten, steht in der Preisübersicht.

Die Pharmazentralnummer (PZN) ist die bundesweit eindeutige Kennnummer einer Packung.

Die Reichweite ist der im Katalog hinterlegte Wert für die übliche Dosierung. Wie lange eine Packung tatsächlich reicht, hängt von der ärztlich festgelegten Dosis ab.

Einnahmehinweise

Einnahme:

  • Etwa 25 bis 60 Minuten vor dem geplanten Geschlechtsverkehr
  • Mit einem Glas Wasser
  • Mit oder ohne Nahrung möglich
  • Eine mäßig fettreiche Mahlzeit hat keinen wesentlichen Einfluss

Wirkungseintritt: Vardenafil kann bereits nach 25 Minuten wirken – etwas schneller als Sildenafil. Bei den meisten Männern setzt die Wirkung innerhalb von 30-60 Minuten ein.

Wirkdauer: Die Wirkung hält etwa 4-5 Stunden an. In diesem Zeitraum sind bei sexueller Stimulation Erektionen möglich.

Häufigkeit: Maximal eine Dosis pro 24 Stunden. Nicht für die tägliche Dauereinnahme vorgesehen.

Alkohol: Mäßiger Alkoholkonsum ist möglich. Größere Mengen können die Wirksamkeit verringern und Nebenwirkungen wie Schwindel verstärken.

Gegenanzeigen

Absolute Kontraindikationen:

  • Nitrat-Einnahme: Die Kombination mit Nitraten (Nitrospray, Isosorbid) oder Amylnitrit (Poppers) kann einen lebensbedrohlichen Blutdruckabfall verursachen.
  • Schwere Herzerkrankungen: Herzinfarkt in den letzten 6 Monaten, instabile Angina pectoris, schwere Herzinsuffizienz, lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen
  • Ritonavir/Indinavir: HIV-Proteasehemmer stark kontraindiziert
  • Niedriger Blutdruck (unter 90/50 mmHg)
  • Schwere Lebererkrankungen
  • Dialysepflichtige Niereninsuffizienz
  • Erbliche Netzhauterkrankungen (z.B. Retinitis pigmentosa)
  • Riociguat: Die gleichzeitige Einnahme von Guanylatcyclase-Stimulatoren wie Riociguat kann zu einem symptomatischen Blutdruckabfall führen.
  • Ketoconazol/Itraconazol (zum Einnehmen): Gleichzeitige Einnahme bei Männern über 75 Jahren

Vorsicht bei:

  • Anatomischen Penisverformungen
  • Erkrankungen mit erhöhtem Priapismus-Risiko
  • Blutgerinnungsstörungen
  • Angeborener QT-Verlängerung, Hypokaliämie oder Einnahme von Antiarrhythmika der Klasse IA (z.B. Chinidin, Procainamid) oder III (z.B. Amiodaron, Sotalol): Vardenafil möglichst vermeiden

Mögliche Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen (1-10%):

  • Kopfschmerzen
  • Gesichtsrötung (Flush)
  • Verstopfte Nase
  • Verdauungsstörungen
  • Schwindel

Gelegentlich (0,1-1%):

  • Übelkeit
  • Erhöhte Lichtempfindlichkeit
  • Verschwommenes Sehen
  • Tränende Augen
  • Muskelschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Erhöhter Augeninnendruck

Selten, aber ernst:

  • Priapismus: Schmerzhafte Erektion über 4 Stunden – sofort zum Arzt
  • Plötzlicher Sehverlust: Sofortige ärztliche Abklärung
  • Plötzlicher Hörverlust: Umgehend Arzt aufsuchen

Im Vergleich: Vardenafil verursacht tendenziell weniger Sehstörungen (Blauschleier) als Sildenafil.

Wechselwirkungen

Absolut kontraindiziert:

  • Nitrate und NO-Donatoren: Lebensbedrohlicher Blutdruckabfall
  • Guanylatcyclase-Stimulatoren wie Riociguat: Möglicherweise symptomatischer Blutdruckabfall
  • Ritonavir/Indinavir: Extreme Erhöhung der Vardenafil-Konzentration
  • Andere HIV-Proteasehemmer: Ebenfalls sehr starke CYP3A4-Hemmer

Wichtige Wechselwirkungen:

  • QT-verlängernde Antiarrhythmika (Klasse IA, z.B. Chinidin, Procainamid; Klasse III, z.B. Amiodaron, Sotalol): Kombination möglichst vermeiden
  • Alpha-Blocker: Verstärkte Blutdrucksenkung, 6 Stunden Abstand empfohlen
  • CYP3A4-Hemmer: Starke Hemmer wie Ketoconazol oder Itraconazol (zum Einnehmen) vermeiden; Ketoconazol und Itraconazol bei Männern über 75 Jahren kontraindiziert; bei Erythromycin oder Clarithromycin höchstens 5 mg Vardenafil
  • Grapefruitsaft: Kann Vardenafil-Spiegel erhöhen
  • Andere PDE-5-Hemmer: Keine Kombination

Häufige Fragen

Nicht unbedingt besser, aber anders. Vardenafil wirkt oft etwas schneller und verursacht tendenziell weniger Sehstörungen. Manche Männer vertragen es besser. Die Wirksamkeit ist insgesamt vergleichbar. Es kann sinnvoll sein, verschiedene Wirkstoffe auszuprobieren.

Vardenafil kann bereits nach 25 Minuten wirken – das ist oft etwas schneller als Sildenafil. Bei den meisten Männern setzt die volle Wirkung innerhalb von 30-60 Minuten ein.

Levitra ist der Markenname des Originalpräparats, Vardenafil ist der Wirkstoff. Vardenafil-Generika enthalten den identischen Wirkstoff.

Nein, Vardenafil ist für die Bedarfstherapie vorgesehen, nicht für die tägliche Einnahme. Maximal eine Dosis pro 24 Stunden. Für die tägliche Einnahme ist Tadalafil 5 mg besser geeignet.

Ähnliche Medikamente

Passt Vardenafil zu Ihnen?

Ein zugelassener Arzt prüft Ihre Angaben und stellt bei Eignung ein Rezept aus. Diskret und sicher.

Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Vardenafil | PDE-5-Hemmer bei Erektionsstörungen | deinrezept