Was ist Avanafil?
Avanafil ist der Wirkstoff des Markenpräparats Spedra und seit dem Patentablauf auch als Generikum erhältlich. Es ist der jüngste und schnellste PDE-5-Hemmer auf dem Markt.
Die Generika enthalten den identischen Wirkstoff.
Der Wirkungseintritt kann bereits nach 15 Minuten erfolgen.
Wirkstoffe & Wirkungsweise
Wirkstoff: Avanafil
Avanafil hemmt das Enzym Phosphodiesterase-5 (PDE-5) im Schwellkörper. Dadurch bleibt der Botenstoff cGMP länger aktiv, die Blutgefäße entspannen sich und mehr Blut kann in den Penis fließen.
Vorteile von Avanafil:
- Schnellste Resorption aller PDE-5-Hemmer
- Hohe Selektivität für PDE-5
- Möglicherweise weniger Nebenwirkungen
Für wen ist es geeignet?
Avanafil-Generika sind geeignet für Männer, die:
- Schnelle Wirkung benötigen
- Andere PDE-5-Hemmer schlecht vertragen
Verfügbare Dosierungen
- 50 mg
- 100 mg
- 200 mg
Wie bei Spedra: Start mit 100 mg, Anpassung je nach Wirkung.
Einnahmehinweise
15-30 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr, mit oder ohne Essen.
Gegenanzeigen
Avanafil darf nicht eingenommen werden bei:
- Einnahme organischer Nitrate in jeglicher Form oder von Stickstoffmonoxid-Donatoren (z. B. Amylnitrit)
- gleichzeitiger Anwendung von Guanylatcyclase-Stimulatoren wie Riociguat
- gleichzeitiger Anwendung starker CYP3A4-Hemmer (u. a. Ketoconazol, Ritonavir, Atazanavir, Clarithromycin, Indinavir, Itraconazol, Nefazodon, Nelfinavir, Saquinavir und Telithromycin)
- einem Herzinfarkt, Schlaganfall oder einer lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörung innerhalb der letzten 6 Monate
- anhaltend niedrigem Blutdruck (unter 90/50 mmHg) oder hohem Blutdruck (über 170/100 mmHg)
- instabiler Angina pectoris, Angina pectoris während des Geschlechtsverkehrs oder Herzinsuffizienz (Stauungsinsuffizienz) ab NYHA-Stadium 2
- schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Stadium C)
- schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min)
- Sehverlust auf einem Auge durch eine nicht arteriitische anteriore ischämische Optikusneuropathie (NAION)
- bekannten erblichen degenerativen Netzhauterkrankungen
- Überempfindlichkeit gegen Avanafil oder einen der sonstigen Bestandteile
Mögliche Nebenwirkungen
Kopfschmerzen, Flush, verstopfte Nase, Schwindel – wie bei allen PDE-5-Hemmern.
Wechselwirkungen
Nicht kombinieren mit:
- Organischen Nitraten oder Stickstoffmonoxid-Donatoren (z. B. Amylnitrit): Avanafil verstärkt die blutdrucksenkende Wirkung von Nitraten.
- Riociguat: Die Kombination kann zu einem symptomatischen Blutdruckabfall führen.
- Starken CYP3A4-Hemmern (u. a. Ketoconazol, Ritonavir, Atazanavir, Clarithromycin, Indinavir, Itraconazol, Nefazodon, Nelfinavir, Saquinavir und Telithromycin): Sie können den Avanafil-Spiegel im Blut erhöhen.
- Anderen PDE-5-Hemmern oder anderen Behandlungen der erektilen Dysfunktion: Sicherheit und Wirksamkeit der Kombination sind nicht untersucht.
Nicht empfohlen bzw. nur mit Vorsicht:
- Mäßig starke CYP3A4-Hemmer (u. a. Erythromycin, Amprenavir, Aprepitant, Diltiazem, Fluconazol, Fosamprenavir oder Verapamil): höchstens 100 mg Avanafil und zwischen zwei Einnahmen mindestens 48 Stunden Abstand.
- Alphablocker (z. B. Doxazosin, Tamsulosin): Blutdruckabfall möglich. Die Alphablocker-Therapie sollte vorher stabil eingestellt sein; Avanafil dann mit der niedrigsten Dosis von 50 mg beginnen.
- Andere blutdrucksenkende Arzneimittel: Die Wirkungen können sich addieren und zu Blutdruckabfall mit Schwindelgefühl, Benommenheit oder Ohnmacht führen.
- Alkohol: kann die Wahrscheinlichkeit von niedrigem Blutdruck, Schwindelgefühl oder Ohnmacht erhöhen.
- CYP-Induktoren, insbesondere CYP3A4-Induktoren (z. B. Bosentan, Carbamazepin, Efavirenz, Phenobarbital, Rifampicin): Kombination wird nicht empfohlen, da sie die Wirksamkeit von Avanafil herabsetzen kann.
- Grapefruitsaft: innerhalb von 24 Stunden vor der Einnahme keinen Grapefruitsaft trinken.
Häufige Fragen
Generika enthalten den identischen Wirkstoff in gleicher Dosierung und Qualität.
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Wichtiger Hinweis
Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.
Pflichthinweis
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.





