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SalmeterolFluticason-propionat
Asthma & Atemwege

SalmeterolFluticason-propionat

Inhalator zur Langzeitbehandlung von Asthma bronchiale.

Verschreibungspflichtig
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Was ist SalmeterolFluticason-propionat?

Salmeterol/Fluticason-propionat ist ein Druckgas-Dosierinhalator, der zur Vorbeugung und langfristigen Kontrolle von Atembeschwerden bei Asthma bronchiale eingesetzt wird. Für die Behandlung der COPD ist es nicht zugelassen. Es kombiniert zwei Wirkstoffe, die zusammenwirken, um die Atemwege zu erweitern und Entzündungen in der Lunge zu reduzieren. Dieses Medikament ist ein präventives Asthmaspray und nicht für die Behandlung akuter Asthmaanfälle geeignet.

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Salmeterol 25 µg, Fluticasonpropionat 125 µg

Salmeterol/Fluticason-propionat wirkt durch die Kombination zweier Wirkstoffe, die sich gegenseitig ergänzen:

Salmeterol: Dieser Wirkstoff gehört zu den langwirksamen Beta-2-Sympathomimetika. Er entspannt die Muskulatur um die Atemwege in der Lunge, wodurch sich diese erweitern und das Atmen erleichtert wird. Die Wirkung hält über einen längeren Zeitraum an.

Fluticasonpropionat: Dies ist ein Kortikosteroid, das entzündungshemmend wirkt. Es reduziert Reizungen und Schwellungen in den Atemwegen der Lunge und hilft so, Asthmaanfällen vorzubeugen und die Symptome zu kontrollieren.

Für wen ist es geeignet?

Salmeterol/Fluticason-propionat ist geeignet für Personen, die:

  • Erwachsene oder Jugendliche ab 12 Jahren sind
  • An chronischem Asthma bronchiale von moderatem bis schwerem Ausmaß leiden
  • Eine langfristige Kontrolle ihrer Asthma-Symptome benötigen

Es ist wichtig zu beachten, dass dieses Medikament zur Vorbeugung dient und nicht bei akuten Atembeschwerden eingesetzt werden sollte. Für die Behandlung der COPD ist es nicht zugelassen.

Verfügbare Dosierungen

Wirkstoffgehalt:

  • Salmeterol: 25 µg pro Sprühstoß
  • Fluticasonpropionat: 125 µg pro Sprühstoß

Anwendung: Die genaue Dosierung wird von Ihrem Arzt festgelegt und kann je nach individueller Situation variieren. Bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren wird Salmeterol/Fluticason-propionat üblicherweise zweimal täglich inhaliert, meist morgens und abends, mit jeweils zwei Sprühstößen in die Lunge. Wenn Ihre Beschwerden gut kontrolliert sind, kann Ihr Arzt die Dosis gegebenenfalls reduzieren. Halten Sie sich immer an die Anweisungen Ihres Arztes. Wenden Sie Salmeterol/Fluticason-propionat jeden Tag an, auch wenn Sie keine Beschwerden haben. Beenden Sie die Behandlung nicht plötzlich, weil sich Ihr Asthma sonst verschlechtern kann. Die Dosis wird nur unter ärztlicher Aufsicht schrittweise verringert. Tragen Sie Ihr Notfallspray für akute Asthmaanfälle immer bei sich.

Wann Sie ärztlichen Rat brauchen:

  • Wenn Sie Ihr Notfallspray häufiger brauchen oder es weniger gut hilft. Das ist ein Zeichen, dass Ihr Asthma schlechter kontrolliert ist.
  • Wenn sich Ihre Beschwerden nach Beginn der Behandlung nicht bessern oder verschlimmern. Wenden Sie Salmeterol/Fluticason-propionat dann weiter an und holen Sie ärztlichen Rat ein.
  • Wenn sich Ihre Beschwerden plötzlich und zunehmend verschlechtern. Das kann lebensbedrohlich sein, suchen Sie dann umgehend einen Arzt auf.

Darreichung und Packungsgrößen

Laut Arzneimittelkatalog ist eine Packungsvariante gelistet: eine Stärke in einer Packungsgröße.

Darreichungsform
Druckgasinhalation, Suspension
Stärken
25 µg/125 µg
Packungsgrößen
1 Packung
StärkePackungPZN
25 µg/125 µg1 Packung14465211

Gelistete Packungen laut Arzneimittelkatalog. Welche davon aktuell lieferbar sind und was sie kosten, steht in der Preisübersicht.

Die Pharmazentralnummer (PZN) ist die bundesweit eindeutige Kennnummer einer Packung.

Einnahmehinweise

Vorbereitung:

  • Wenn Sie den Inhalator zum ersten Mal verwenden oder länger als eine Woche nicht benutzt haben, geben Sie vor der Anwendung zwei Sprühstöße in die Luft ab.
  • Überprüfen Sie vor jeder Anwendung das Mundstück auf Schmutz oder Fremdkörper.

Inhalation:

  • Stehen oder sitzen Sie aufrecht.
  • Schütteln Sie den Inhalator vor jedem Sprühstoß kräftig, damit der Inhalt gleichmäßig durchmischt ist.
  • Atmen Sie so tief wie möglich aus.
  • Umschließen Sie das Mundstück fest mit den Lippen.
  • Beginnen Sie langsam einzuatmen und drücken Sie gleichzeitig fest auf den Inhalator, um einen Sprühstoß auszulösen.
  • Halten Sie den Atem für etwa 10 Sekunden an oder so lange wie angenehm möglich.
  • Atmen Sie langsam aus.
  • Wenn ein zweiter Sprühstoß notwendig ist, warten Sie etwa 30 Sekunden, bevor Sie die Inhalation wiederholen.

Nach der Anwendung:

  • Spülen Sie Ihren Mund nach jeder Inhalation gründlich mit Wasser aus und spucken Sie es aus, oder putzen Sie Ihre Zähne. Dies hilft, Pilzinfektionen im Mund- und Rachenraum sowie Heiserkeit vorzubeugen.
  • Reinigen Sie den Inhalator mindestens einmal pro Woche, indem Sie das Mundstück mit einem trockenen Tuch abwischen.

Gegenanzeigen

Darf nicht eingenommen werden bei:

  • Bekannter Allergie gegen Salmeterol, Fluticasonpropionat oder einen der sonstigen Bestandteile des Medikaments.
  • Akuten Asthmaanfällen (hierfür ist ein Notfallinhalator zu verwenden).

Vorsicht ist geboten bei gleichzeitiger Anwendung mit:

  • Anderen Asthmamedikamenten
  • Bestimmten Arzneimitteln zur Behandlung von HIV (z.B. Ritonavir oder Cobicistat-haltigen Arzneimitteln). Sie können den Spiegel von Fluticasonpropionat im Blut stark erhöhen. Dann drohen Kortison-Nebenwirkungen wie ein Cushing-Syndrom oder eine Unterdrückung der Nebennierenfunktion. Die Kombination sollte vermieden werden, außer der Nutzen überwiegt das Risiko.
  • Betablockern (z.B. zur Behandlung von Bluthochdruck). Sie können die Wirkung von Salmeterol abschwächen oder ihr entgegenwirken und sollten bei Asthma vermieden werden, wenn es keine zwingenden Gründe für ihre Anwendung gibt.
  • Bestimmten Mitteln gegen Pilz- oder bakterielle Infektionen (z.B. Ketoconazol, Itraconazol, Telithromycin). Sie können den Spiegel von Salmeterol im Blut deutlich erhöhen. Dann können z.B. Herzklopfen und eine Veränderung im EKG (Verlängerung des QT-Intervalls) auftreten. Die Kombination sollte vermieden werden, außer der Nutzen überwiegt das Risiko.
  • Diuretika (Wassertabletten)
  • Anderen Kortikoiden (z.B. Cortison)

Vorsicht ist außerdem geboten bei:

  • Schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Herzrhythmusstörungen
  • Diabetes mellitus (der Blutzucker kann ansteigen)
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Niedrigem Kaliumspiegel im Blut oder einer Neigung dazu
  • Aktiver oder ruhender Lungentuberkulose sowie Pilz-, Virus- oder anderen Infektionen der Atemwege
  • Einer Umstellung von Kortison-Tabletten oder einer früheren hochdosierten Kortison-Notfallbehandlung. Die Funktion der Nebennierenrinde kann dann noch längere Zeit eingeschränkt sein. Informieren Sie vor Operationen und in anderen Belastungssituationen Ihren Arzt über diese frühere Kortison-Behandlung.

Wenn Sie verschwommen sehen oder andere Sehstörungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Schwangerschaft und Stillzeit:

  • Erfahrungen mit mehr als 1.000 Schwangerschaften deuten nicht auf ein Fehlbildungsrisiko hin. Trotzdem sollte Salmeterol/Fluticason-propionat in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der erwartete Nutzen für die Mutter größer ist als jedes mögliche Risiko für das Kind. Dabei wird die niedrigste wirksame Dosis eingesetzt.
  • Ob die Wirkstoffe beim Menschen in die Muttermilch übergehen, ist nicht bekannt. Ein Risiko für den gestillten Säugling kann nicht ausgeschlossen werden. Ihr Arzt entscheidet mit Ihnen, ob Sie abstillen oder die Behandlung beenden.

Besprechen Sie alle Vorerkrankungen und die Einnahme weiterer Medikamente immer mit Ihrem Arzt, um mögliche Wechselwirkungen und Gegenanzeigen auszuschließen.

Mögliche Nebenwirkungen

Sehr häufige Nebenwirkungen (bei mehr als 1 von 10 Behandelten):

  • Kopfschmerzen (legen sich oft im Behandlungsverlauf)

Häufige Nebenwirkungen (bei bis zu 1 von 10 Behandelten):

  • Pilzbefall im Mund- und Rachenbereich (durch Ausspülen des Mundes nach Inhalation reduzierbar)
  • Heiserkeit
  • Muskelschmerzen
  • Muskelkrämpfe
  • Gelenkschmerzen

Gelegentliche Nebenwirkungen (bei bis zu 1 von 100 Behandelten):

  • Zittern
  • Beschleunigter Herzschlag
  • Unregelmäßiger Herzschlag
  • Blutzuckeranstieg
  • Schlafstörungen
  • Grauer Star
  • Hautausschlag

Seltene Nebenwirkungen (bei bis zu 1 von 1.000 Behandelten):

  • Pilzinfektion der Speiseröhre
  • Cushing-Syndrom (Veränderungen im Körper durch zu viel Kortison)
  • Unterdrückung der Nebennierenfunktion (kann bei Verletzungen, Operationen, Infektionen oder einer schnellen Verringerung der Dosis zu einer akuten Nebennierenkrise führen)
  • Wachstumsverzögerung bei Kindern und Jugendlichen
  • Erhöhter Augeninnendruck (Glaukom)
  • Verminderung der Knochendichte
  • Gewichtszunahme

Schwerwiegende Nebenwirkungen – suchen Sie sofort medizinische Hilfe:

  • Allergische Reaktionen: Schwellungen im Gesicht, Rachen, der Zunge oder Lippen; Nesselsucht; Schwindel oder Ohnmacht; Atem- oder Schluckbeschwerden.
  • Paradoxer Bronchospasmus: Unmittelbar nach der Inhalation auftretende, plötzliche Verschlechterung der Atemnot, Kurzatmigkeit oder pfeifende Atmung. Brechen Sie in diesem Fall die Anwendung ab, nutzen Sie Ihren Notfallinhalator und kontaktieren Sie umgehend einen Arzt.

Häufige Fragen

Salmeterol/Fluticason-propionat ist ein Kombinationspräparat in Form eines Inhalators zur langfristigen Vorbeugung und Kontrolle von Asthma bronchiale. Es enthält zwei Wirkstoffe, die die Atemwege erweitern und Entzündungen lindern.

Der Wirkstoff Salmeterol erweitert die Atemwege, während Fluticasonpropionat entzündungshemmend wirkt und Schwellungen in der Lunge reduziert. Zusammen helfen sie, Asthmaanfällen und Atembeschwerden vorzubeugen.

Wenn Sie eine Inhalation vergessen haben, holen Sie diese nicht nach, indem Sie die doppelte Menge anwenden. Setzen Sie die Behandlung einfach zum nächsten regulären Zeitpunkt fort.

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Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.