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Progynova
Wechseljahre & Hormonersatz

Progynova

Reine Östrogen-Tabletten – für Frauen ohne Gebärmutter.

Verschreibungspflichtig
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Was ist Progynova?

Progynova enthält nur Estradiolvalerat ohne Gestagen. Es ist für Frauen ohne Gebärmutter (nach Hysterektomie) geeignet, die kein zusätzliches Gestagen zum Schutz der Gebärmutterschleimhaut benötigen.

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Estradiolvalerat

Estradiolvalerat wird im Körper zu Estradiol umgewandelt und ersetzt das fehlende körpereigene Östrogen.

Für wen ist es geeignet?

Frauen nach Gebärmutterentfernung mit Wechseljahresbeschwerden.

Verfügbare Dosierungen

  • 1 mg oder 2 mg Estradiolvalerat
  • Täglich eine Tablette über 3 Wochen, danach mindestens 1 Woche Pause

Einnahmehinweise

Täglich eine Tablette über 3 Wochen, danach mindestens 1 Woche Pause.

Gegenanzeigen

Progynova darf nicht angewendet werden bei:

  • Überempfindlichkeit gegen Estradiolvalerat oder einen der sonstigen Bestandteile
  • bestehendem oder früherem Brustkrebs oder Verdacht darauf
  • östrogenabhängigem bösartigem Tumor oder Verdacht darauf (vor allem Gebärmutterschleimhautkrebs)
  • nicht abgeklärter Blutung im Genitalbereich
  • unbehandelter Verdickung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie)
  • früheren oder bestehenden venösen Blutgerinnseln (vor allem tiefe Venenthrombose, Lungenembolie)
  • bekannten Gerinnungsstörungen mit Neigung zu Thrombosen (z. B. Protein-C-, Protein-S- oder Antithrombin-Mangel)
  • bestehenden oder kurz zurückliegenden arteriellen thromboembolischen Erkrankungen (vor allem Angina pectoris, Herzinfarkt)
  • akuter Lebererkrankung oder früheren Lebererkrankungen, solange sich die Leberwerte nicht normalisiert haben
  • Porphyrie
  • früheren oder bestehenden Lebertumoren (gut- oder bösartig)
  • stark erhöhten Triglyceridwerten (schwere Hypertriglyceridämie)

Bei vorhandener Gebärmutter: NUR mit zusätzlichem Gestagen!

Mögliche Nebenwirkungen

Häufig (1 bis unter 10 von 100 Anwenderinnen):

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit, Bauchschmerzen
  • Veränderungen des Körpergewichts (Zu- oder Abnahme)
  • Hautausschlag, Juckreiz
  • Blutungsunregelmäßigkeiten: Blutungen aus Gebärmutter oder Scheide, stärkere oder schwächere Entzugsblutungen, Schmier- oder Durchbruchblutungen (sie treten bei andauernder Behandlung in der Regel nicht mehr auf)

Gelegentlich (1 bis unter 10 von 1.000 Anwenderinnen):

  • Brustspannen, Brustschmerzen
  • Überempfindlichkeitsreaktionen
  • depressive Stimmung
  • Schwindel
  • Sehstörungen
  • Herzklopfen
  • Verdauungsbeschwerden (Dyspepsie), gesteigerter Appetit
  • Pigmentflecken der Haut (Chloasma), Erythema multiforme, Erythema nodosum, vaskuläre Purpura, Nesselsucht (Urtikaria)
  • Wassereinlagerungen (Ödeme)

Selten (1 bis unter 10 von 10.000 Anwenderinnen):

  • Angstzustände, Veränderungen der Libido
  • Migräne
  • Unverträglichkeit von Kontaktlinsen
  • Blähungen, Erbrechen
  • vermehrte Körperbehaarung (Hirsutismus), Akne, Haarausfall
  • Muskelkrämpfe
  • schmerzhafte Regelblutung, Ausfluss aus der Scheide, Beschwerden wie beim prämenstruellen Syndrom, Vergrößerung der Brüste
  • Müdigkeit

Unter einer Behandlung mit Östrogen allein wurde außerdem über weitere Nebenwirkungen berichtet, z. B. Bluthochdruck, Stimmungsschwankungen, Leberfunktionsstörungen oder Verschlimmerung von Krampfadern.

Schwerwiegende Risiken einer Hormonersatztherapie:

  • Blutgerinnsel in den Venen (vor allem tiefe Venenthrombose, Lungenembolie): Das Risiko ist um das 1,3- bis 3-Fache erhöht. Im ersten Behandlungsjahr ist ein Blutgerinnsel wahrscheinlicher als später.
  • Schlaganfall: Das Risiko ist bis zu 1,5-fach erhöht. Das Gesamtrisiko nimmt mit dem Alter zu.
  • Brustkrebs: Unter einer Behandlung mit Östrogen allein ist das Risiko geringfügig erhöht, aber niedriger als bei einer Kombination mit Gestagen. Es hängt von der Dauer der Behandlung ab.
  • Eierstockkrebs: leicht erhöhtes Risiko
  • Gebärmutterschleimhautkrebs: Bei vorhandener Gebärmutter erhöht eine längere Behandlung mit Östrogen allein das Risiko für eine Verdickung der Gebärmutterschleimhaut und für Gebärmutterschleimhautkrebs.
  • In seltenen Fällen gutartige, noch seltener bösartige Lebertumoren, die vereinzelt zu lebensgefährlichen Blutungen im Bauchraum geführt haben.
  • Demenz: Bei Frauen, die bei Behandlungsbeginn älter als 65 Jahre sind, gibt es Hinweise auf ein erhöhtes Risiko.
  • Bei einem erblichen oder erworbenen Angioödem können Östrogene die Beschwerden auslösen oder verschlimmern.

Nehmen Sie sofort Kontakt mit einem Arzt auf, wenn Sie mögliche Anzeichen eines Blutgerinnsels bemerken, insbesondere eine schmerzhafte Schwellung eines Beins, plötzliche Schmerzen im Brustkorb oder Atemnot. Beenden Sie die Einnahme sofort und wenden Sie sich an Ihren Arzt bei Gelbsucht oder Verschlechterung der Leberfunktion, deutlichem Blutdruckanstieg, neu auftretenden migräneartigen Kopfschmerzen, akuten Sehstörungen oder anderen Ausfällen sowie bei einer Schwangerschaft.

Wechselwirkungen

Die Wirkung von Progynova kann abgeschwächt werden durch:

  • Mittel gegen Epilepsie (z. B. Barbiturate, Phenytoin, Primidon, Carbamazepin; möglicherweise auch Felbamat, Oxcarbazepin, Topiramat)
  • Mittel gegen Infektionen (z. B. Rifampicin, Rifabutin, Nevirapin, Efavirenz; möglicherweise auch Griseofulvin)
  • möglicherweise auch pflanzliche Arzneimittel mit Johanniskraut
  • Aktivkohle
  • Antibiotika wie Ampicillin oder Tetrazyklin

Den Östrogenspiegel erhöhen können z. B. Fluconazol, Itraconazol, Ketoconazol, Voriconazol, Clarithromycin, Erythromycin, Verapamil, Diltiazem, Grapefruitsaft und Paracetamol. Viele Kombinationen von HIV-Mitteln, auch mit Hepatitis-C-Mitteln, können den Östrogenspiegel erhöhen oder senken.

Progynova kann andere Arzneimittel beeinflussen:

  • Lamotrigin: Die Kontrolle von Krampfanfällen kann nachlassen.
  • Imipramin: Wirkungen und Nebenwirkungen können verstärkt werden.
  • Ciclosporin: Die Blutwerte von Ciclosporin, Kreatinin und Leberenzymen (Transaminasen) können steigen.
  • Diabetes-Tabletten und Insulin: Ob sie nötig sind und in welcher Dosis, kann sich ändern.

Bei gleichzeitiger Anwendung der Hepatitis-C-Mittel Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir und Dasabuvir, Glecaprevir/Pibrentasvir oder Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir ist Vorsicht geboten. Progynova kann die Ergebnisse bestimmter Laboruntersuchungen beeinflussen.

Häufige Fragen

Nur in Kombination mit einem Gestagen! Östrogen allein erhöht das Risiko für Gebärmutterschleimhautkrebs.

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Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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