Was ist Gynokadin?
Gynokadin ist ein Estradiol-Gel zur transdermalen (über die Haut) Hormonersatztherapie (HRT). Es wird täglich auf die Haut aufgetragen und liefert das körpereigene Östrogen Estradiol.
Bei der transdermalen Anwendung gelangt das Östrogen direkt ins Blut, ohne zuerst die Leber zu passieren.
Bei Frauen mit Gebärmutter muss zusätzlich ein Gestagen eingenommen werden (z.B. als Tablette oder kombiniertes Präparat).
Wirkstoffe & Wirkungsweise
Wirkstoff: Estradiol
Estradiol:
- Ist das Hauptöstrogen der Frau
- Wird durch die Haut aufgenommen
- Ersetzt das in den Wechseljahren sinkende körpereigene Östrogen
Wirkungen:
- Linderung von Hitzewallungen und Schweißausbrüchen
- Besserung von Schlafstörungen
- Schutz vor Scheidentrockenheit
- Schutz vor Osteoporose
- Verbesserung der Lebensqualität
Für wen ist es geeignet?
Gynokadin ist geeignet für:
- Frauen mit Wechseljahresbeschwerden
- Frauen mit chirurgisch bedingten Wechseljahren
- Frauen mit Östrogenmangel
Bevorzugt bei:
- Erhöhtem Thromboserisiko
- Gallenblasenerkrankungen
- Migräne
Verfügbare Dosierungen
Gynokadin Dosiergel:
- 0,6 mg Estradiol pro Gramm Gel; 1 Hub enthält 1,25 g Gel (entspricht 0,75 mg Estradiol)
- Dosierspender mit präziser Abgabe
Dosierung:
- Üblich: 1-2 Hübe täglich
- Individuell anpassbar
- Niedrigste wirksame Dosis verwenden
Einnahmehinweise
Anwendung:
- Einmal täglich auf die Haut auftragen
- Auf eine möglichst große Fläche auftragen, vorzugsweise auf Arme und Schultern
- Nicht auf die Brust auftragen
- Leicht einreiben
- 5 Minuten trocknen lassen vor dem Anziehen
- Hände nach dem Auftragen waschen
Wichtig:
- Immer zur gleichen Zeit anwenden
- Hautstelle täglich wechseln
Gegenanzeigen
- Brustkrebs (aktuell oder Vorgeschichte)
- Östrogenabhängige Tumoren
- Ungeklärte Vaginalblutungen
- Akute oder frühere Thrombose
- Akute Lebererkrankung oder zurückliegende Lebererkrankung, solange sich die relevanten Leberenzymwerte nicht normalisiert haben
- Porphyrie
- Schwangerschaft/Stillzeit
Mögliche Nebenwirkungen
Häufig:
- Brustspannen
- Kopfschmerzen
- Übelkeit
- Blutungen/Schmierblutungen
Gelegentlich:
- Gewichtszunahme
- Stimmungsschwankungen
- Hautreizung an Auftragestelle
Selten:
- Thrombosen
Wechselwirkungen
- Enzyminduktoren (Johanniskraut, Antiepileptika) können Wirkung vermindern
- Schilddrüsenhormone: Dosisanpassung evtl. nötig
Häufige Fragen
Wenn Sie noch eine Gebärmutter haben, ja! Estradiol allein erhöht das Risiko für Gebärmutterschleimhautkrebs. Ein Gestagen schützt davor.
Beim Gel gelangt das Östrogen über die Haut direkt ins Blut, ohne zuerst die Leber zu passieren. Die Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
Ja, deshalb nach dem Auftragen Hände waschen und die aufgetragene Stelle bedecken, bis das Gel eingezogen ist (ca. 5 Min).
Laut Gebrauchsinformation wird das Gel einmal täglich großflächig auf die saubere, trockene Haut aufgetragen — vorzugsweise auf Arme und Schultern. Nicht auf Brust oder Schleimhäute auftragen und das Gel vor dem Anziehen kurz einziehen lassen.
Der Wirkstoff Estradiol wird über die Haut aufgenommen; erste Verbesserungen von Wechseljahresbeschwerden zeigen sich häufig innerhalb weniger Wochen. Die passende Dosierung wird ärztlich festgelegt und bei Bedarf angepasst.
Häufig beschrieben sind unter anderem Hautreaktionen an der Auftragsstelle, Brustspannen, Kopfschmerzen und Zwischenblutungen. Einzelheiten nennt die Gebrauchsinformation; bei anhaltenden Beschwerden sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Nach einer Gebärmutterentfernung ist in der Regel eine Östrogen-Monotherapie ohne zusätzliches Gestagen möglich. Mit Gebärmutter wird dagegen üblicherweise ein Gestagen kombiniert, um die Gebärmutterschleimhaut zu schützen. Die Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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Wichtiger Hinweis
Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.
Pflichthinweis
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.





