Was ist OeKolp® Ovula?
OeKolp forte Ovula enthalten Estriol, ein schwaches natürliches Östrogen, das lokal im Vaginalbereich angewendet wird. Es wird zur Behandlung von Beschwerden durch Östrogenmangel in der Scheide nach den Wechseljahren eingesetzt.
OeKolp forte Ovula sind Vaginalzäpfchen mit je 0,5 mg Estriol. Bei Anwendung in der Scheide gelangt Estriol in geringem Maß in den Blutkreislauf. Die von der systemischen Hormonersatztherapie bekannten Risiken gelten für Estriol in der Scheide in geringerem Ausmaß, sind aber bei längerer oder wiederholter Anwendung zu beachten.
Wirkstoffe & Wirkungsweise
Wirkstoff: Estriol
Estriol:
- Ist eines der drei natürlichen Östrogene (neben Estradiol und Estron)
- Wirkt schwächer und kürzer als Estradiol
- Wird vom Vaginalgewebe aufgenommen und wirkt lokal
Effekte:
- Verbesserung der Schleimhautdurchblutung
- Normalisierung des vaginalen pH-Werts
- Aufbau der Vaginalschleimhaut
- Verbesserung der Elastizität
Für wen ist es geeignet?
OeKolp forte Ovula sind geeignet bei:
- Scheidentrockenheit nach den Wechseljahren
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr durch Östrogenmangel nach den Wechseljahren
- Juckreiz und Brennen in der Scheide durch Östrogenmangel nach den Wechseljahren (eine Infektion der Scheide sollte vorher gezielt behandelt werden)
- Schwer beurteilbarem Zellbild im Scheidenabstrich durch Schleimhautschwund (zur Aufhellung vor dem Abstrich)
Die Gegenanzeigen, zum Beispiel bestehender oder früherer Brustkrebs oder eine frühere Thrombose, gelten auch bei der Anwendung in der Scheide.
Verfügbare Dosierungen
OeKolp forte Ovula:
- 0,5 mg Estriol pro Vaginalzäpfchen
Dosierung:
- Anfangs: während der ersten 3 Wochen 1x täglich 1 Vaginalzäpfchen (0,5 mg Estriol), ausnahmsweise, falls erforderlich, bis höchstens 1 mg Estriol täglich
- Erhaltung: danach 2x wöchentlich 1 Vaginalzäpfchen. Eine höhere Dosierung ist nicht angezeigt.
- Zur Aufhellung eines schwer beurteilbaren Zellbildes im Scheidenabstrich: 1 bis 2 Wochen vor dem Abstrich täglich 1 Vaginalzäpfchen
- Angewendet wird die niedrigste wirksame Dosis für die kürzestmögliche Behandlungsdauer
Darreichung und Packungsgrößen
Laut Arzneimittelkatalog ist eine Packungsvariante gelistet: eine Stärke in einer Packungsgröße.
- Darreichungsform
- Vaginalovula
- Stärken
- 0,5 mg
- Packungsgrößen
- 15 Stück
| Stärke | Packung | PZN |
|---|---|---|
| 0,5 mg | 15 Stück | 11047507 |
Gelistete Packungen laut Arzneimittelkatalog. Welche davon aktuell lieferbar sind und was sie kosten, steht in der Preisübersicht.
Die Pharmazentralnummer (PZN) ist die bundesweit eindeutige Kennnummer einer Packung.
Einnahmehinweise
Vaginalzäpfchen:
- Tief in die Vagina einführen
- Abends anwenden
- Slipeinlage empfohlen
Gegenanzeigen
Absolute Kontraindikationen:
- Bestehender oder früherer Brustkrebs oder ein entsprechender Verdacht
- Östrogenabhängige bösartige Tumoren oder ein entsprechender Verdacht (zum Beispiel Gebärmutterschleimhautkrebs)
- Ungeklärte Vaginalblutungen
- Bestehende oder frühere venöse Thromboembolie (tiefe Venenthrombose, Lungenembolie)
- Bekannte Neigung zu Blutgerinnseln (Thrombophilie, zum Beispiel Protein-C-, Protein-S- oder Antithrombin-Mangel)
- Bestehende oder erst kurz zurückliegende arterielle Thromboembolie (zum Beispiel Angina pectoris, Herzinfarkt)
- Akute Lebererkrankung oder frühere Lebererkrankung, solange sich die Leberwerte nicht normalisiert haben
- Unbehandelte Verdickung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie)
- Porphyrie
- Überempfindlichkeit gegen Estriol oder einen der sonstigen Bestandteile
Relative Kontraindikationen:
- Endometriose
- Myome
Schwangerschaft und Stillzeit:
- OeKolp forte Ovula sind in Schwangerschaft und Stillzeit nicht angezeigt
- Tritt während der Behandlung eine Schwangerschaft ein, ist die Behandlung sofort abzubrechen
Mögliche Nebenwirkungen
Gelegentlich:
- Reizungen der Scheide mit Hitzegefühl, Juckreiz, Brennen und Rötung
- Ausfluss und vermehrte Absonderung aus dem Gebärmutterhals
- Schmierblutungen
- Brustspannen (in den ersten Wochen)
- Übelkeit und andere Magen-Darm-Beschwerden
- Erhöhung des Blutdrucks
- Wassereinlagerungen (Ödeme) mit vorübergehender Gewichtszunahme
Selten:
- Blutungen aus der Gebärmutter
- Kopfschmerzen, auch migräneartig
Sehr selten:
- Beinkrämpfe oder „schwere Beine“
Die von der systemischen Hormonersatztherapie bekannten Risiken (zum Beispiel Thrombosen, Schlaganfall, Eierstockkrebs) gelten in geringerem Ausmaß auch für Estriol in der Scheide und sind bei längerer oder wiederholter Anwendung zu beachten.
Ärztlich abklären lassen:
- Blutungen oder Schmierblutungen während der Behandlung
- Anzeichen einer Thrombose wie schmerzhafte Schwellung eines Beins, plötzlicher Schmerz im Brustkorb oder Atemnot (sofort)
- Gelbsucht, deutlicher Blutdruckanstieg oder neu auftretende migräneartige Kopfschmerzen (die Behandlung ist dann sofort abzubrechen)
Wechselwirkungen
- Eine klinisch bedeutsame Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln ist wegen der geringen Aufnahme in den Blutkreislauf unwahrscheinlich.
- Wechselwirkungen mit anderen Mitteln, die in der Scheide angewendet werden, sollten bedacht werden.
- Kondome: Bei gleichzeitiger Anwendung von OeKolp forte Ovula kann die Reißfestigkeit von Latexkondomen vermindert und damit ihre Sicherheit beeinträchtigt sein.
- OeKolp forte Ovula sind kein Verhütungsmittel.
Häufige Fragen
Bei bestehendem oder früherem Brustkrebs oder einem entsprechenden Verdacht dürfen OeKolp forte Ovula nicht angewendet werden. Bei Frauen ohne Brustkrebs in der Vorgeschichte weist eine große Metaanalyse auf kein zusätzliches Brustkrebsrisiko durch niedrig dosierte Östrogene in der Scheide hin. Ist bei Verwandten ersten Grades Brustkrebs aufgetreten, sollte die Behandlung engmaschig ärztlich überwacht werden. Veränderungen der Brust sollten Sie Ihrem Arzt mitteilen.
Eine Besserung der Beschwerden ist oft nach 1-2 Wochen spürbar. Die volle Wirkung tritt nach 4-12 Wochen ein.
Eine Erhaltungsbehandlung mit 2x wöchentlich 1 Vaginalzäpfchen ist möglich. Angewendet wird aber die niedrigste wirksame Dosis für die kürzestmögliche Behandlungsdauer. Nutzen und Risiken sollten mindestens einmal jährlich ärztlich überprüft werden, weil die Sicherheit für die Gebärmutterschleimhaut bei Anwendung über mehr als ein Jahr unklar ist. Blutungen während der Behandlung müssen ärztlich abgeklärt werden.
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Wichtiger Hinweis
Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.
Pflichthinweis
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.





