Was ist Fem7 Conti?
Fem7 Conti ist ein wöchentlich zu wechselndes Hormonpflaster für Frauen in der Postmenopause. Es enthält Estradiol und Levonorgestrel.
Wirkstoffe & Wirkungsweise
Wirkstoff: Estradiol-Hemihydrat 1,5 mg / Levonorgestrel 0,525 mg pro Pflaster
Das Pflaster gibt Estradiol und Levonorgestrel gleichmäßig über die Haut ab. Estradiol ersetzt das fehlende Östrogen, Levonorgestrel schützt die Gebärmutterschleimhaut.
Für wen ist es geeignet?
Frauen in der Postmenopause mit Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen und Nachtschweiß.
Verfügbare Dosierungen
1 Pflaster pro Woche, am gleichen Wochentag wechseln. Das neue Pflaster wird sofort nach dem Entfernen des alten aufgeklebt, ohne Pause. Wird der Wechsel vergessen, können Durchbruch- und Schmierblutungen häufiger auftreten. Anzuwenden ist die niedrigste wirksame Dosis für die kürzest mögliche Behandlungsdauer. Nutzen und Risiken sollten mindestens einmal jährlich ärztlich gegeneinander abgewogen werden.
Darreichung und Packungsgrößen
Laut Arzneimittelkatalog ist eine Packungsvariante gelistet: eine Stärke in einer Packungsgröße.
- Darreichungsform
- Transdermales Pflaster
- Stärken
- 50/7 µg/24h
- Packungsgrößen
- 12 Stück
| Stärke | Packung | PZN | Reichweite |
|---|---|---|---|
| 50/7 µg/24h | 12 Stück | 04781744 | 84 Tage |
Gelistete Packungen laut Arzneimittelkatalog. Welche davon aktuell lieferbar sind und was sie kosten, steht in der Preisübersicht.
Die Pharmazentralnummer (PZN) ist die bundesweit eindeutige Kennnummer einer Packung.
Die Reichweite ist der im Katalog hinterlegte Wert für die übliche Dosierung. Wie lange eine Packung tatsächlich reicht, hängt von der ärztlich festgelegten Dosis ab.
Einnahmehinweise
Auf saubere, trockene und intakte Haut ohne Reizungen oder Abschürfungen kleben, frei von Creme, Körperlotion oder anderen öligen Mitteln. Geeignet ist eine Stelle ohne größere Falten, an der die Kleidung nicht reibt, zum Beispiel Gesäß oder Hüfte. Nicht im Taillenbereich und niemals auf oder in der Nähe der Brüste aufkleben. Das Pflaster muss von Kleidung bedeckt sein und darf nicht direkt der Sonne ausgesetzt werden. Klebestelle wöchentlich variieren.
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei:
- bestehendem oder früherem Brustkrebs oder einem entsprechenden Verdacht
- östrogenabhängigen bösartigen Tumoren oder einem entsprechenden Verdacht (z. B. Krebs der Gebärmutterschleimhaut)
- nicht abgeklärten Blutungen im Genitalbereich
- unbehandelter Verdickung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie)
- früheren oder bestehenden Blutgerinnseln in den Venen (z. B. tiefe Venenthrombose, Lungenembolie)
- bekannter Neigung zu Blutgerinnseln (thrombophile Erkrankungen, z. B. Protein-C-, Protein-S- oder Antithrombin-Mangel)
- bestehenden oder erst kurz zurückliegenden arteriellen thromboembolischen Erkrankungen (z. B. Angina pectoris, Herzinfarkt)
- akuter Lebererkrankung oder früherer Lebererkrankung, solange sich die Leberwerte nicht normalisiert haben
- Porphyrie
- Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile
- Schwangerschaft und Stillzeit
Mögliche Nebenwirkungen
Sehr häufig (mehr als 1 von 10 Anwenderinnen):
- Hautreaktionen an der Klebestelle, meist leicht und 2 bis 3 Tage nach dem Entfernen des Pflasters abklingend
- Brustspannen
- Blutungen oder Schmierblutungen
Häufig:
- Kopfschmerzen
- Verdauungsbeschwerden (Dyspepsie)
- Brustschmerzen
Gelegentlich: Wassereinlagerungen, Gewichtszunahme oder -abnahme, Müdigkeit, Wadenkrämpfe, Schwindel, Migräne, Blähungen, Bauchkrämpfe, Übelkeit, Bluthochdruck, Verdickung der Gebärmutterschleimhaut, gutartige Veränderungen des Brustgewebes, Depression.
Wichtige Risiken einer Hormonersatztherapie:
- Das Risiko für Brustkrebs ist erhöht und hängt von der Dauer der Anwendung ab.
- Das Risiko für Blutgerinnsel in den Venen (tiefe Venenthrombose, Lungenembolie) ist um das 1,3- bis 3-Fache erhöht. Im ersten Behandlungsjahr ist ein solches Ereignis wahrscheinlicher als später.
- Das Risiko für einen Schlaganfall durch Gefäßverschluss ist bis zu 1,5-fach erhöht.
- Suchen Sie sofort einen Arzt auf bei schmerzhafter Schwellung eines Beins, plötzlichem Schmerz im Brustkorb oder Atemnot.
- Brechen Sie die Behandlung ab und wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt bei Gelbsucht oder Verschlechterung der Leberfunktion, deutlichem Anstieg des Blutdrucks, neu einsetzenden migräneartigen Kopfschmerzen oder einer Schwangerschaft.
- Blutungen, die erst später in der Behandlung auftreten oder nach dem Absetzen anhalten, müssen ärztlich abgeklärt werden.
Wechselwirkungen
Folgende Mittel können den Abbau von Estradiol und Levonorgestrel beschleunigen und so die Wirkung abschwächen und das Blutungsmuster verändern: Mittel gegen Krampfanfälle (z. B. Phenobarbital, Phenytoin, Carbamazepin), Rifampicin, Rifabutin, bestimmte HIV-Mittel (Nevirapin, Efavirenz, Ritonavir, Nelfinavir) und Johanniskraut. Umgekehrt kann eine Hormonersatztherapie vermutlich den Spiegel von Lamotrigin senken und damit die Kontrolle von Krampfanfällen verschlechtern. Vorsicht gilt bei bestimmten Kombinationen gegen Hepatitis C (Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir mit Dasabuvir, Glecaprevir/Pibrentasvir, Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir).
Häufige Fragen
Einmal wöchentlich, immer am gleichen Wochentag.
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Wichtiger Hinweis
Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.
Pflichthinweis
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.





