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Chariva
Verhütung

Chariva

Kombinationspille mit Chlormadinonacetat – Generikum zu Belara.

Verschreibungspflichtig
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Was ist Chariva?

Chariva ist ein Generikum zur Markenpille Belara mit identischen Wirkstoffen. Das enthaltene Chlormadinonacetat hat antiandrogene Eigenschaften.

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Chlormadinonacetat 2 mg, Ethinylestradiol 0,03 mg

Verhütung durch Ovulationshemmung und Zervixschleim-Verdickung. Zusätzlich antiandrogene Wirkung.

Für wen ist es geeignet?

Frauen, die hormonell verhüten möchten.

Verfügbare Dosierungen

2 mg Chlormadinonacetat + 0,03 mg Ethinylestradiol, 21 Tabletten.

Einnahmehinweise

21 Tage Einnahme, 7 Tage Pause.

Gegenanzeigen

Chariva darf nicht angewendet werden bei:

  • bestehender oder früherer venöser Thromboembolie (z. B. tiefe Venenthrombose, Lungenembolie), auch unter Behandlung mit Gerinnungshemmern
  • bekannter erblicher oder erworbener Neigung zu venösen Thromboembolien (z. B. Faktor-V-Leiden, Antithrombin-III-, Protein-C- oder Protein-S-Mangel) oder größeren Operationen mit längerer Ruhigstellung
  • hohem Risiko für venöse Thromboembolien durch mehrere Risikofaktoren
  • bestehender oder früherer arterieller Thromboembolie (z. B. Herzinfarkt) oder Vorstufen wie Angina pectoris
  • bestehendem oder früherem Schlaganfall oder Vorstufen wie einer transitorischen ischämischen Attacke (TIA)
  • bekannter erblicher oder erworbener Neigung zu arteriellen Thromboembolien (z. B. Hyperhomocysteinämie, Antiphospholipid-Antikörper)
  • hohem Risiko für arterielle Thromboembolien durch mehrere Risikofaktoren oder einen schwerwiegenden Risikofaktor wie Diabetes mit Gefäßschädigung, schweren Bluthochdruck oder eine schwere Fettstoffwechselstörung
  • nicht mehr kontrolliertem Diabetes
  • schwer einzustellendem Bluthochdruck oder deutlicher Blutdruckerhöhung (ständig über 140/90 mmHg)
  • Migräne mit fokalen neurologischen Symptomen in der Vorgeschichte, erstmaligem Auftreten migräneartiger Kopfschmerzen oder gehäuftem Auftreten ungewohnt starker Kopfschmerzen
  • akuten Seh- oder Hörstörungen, Bewegungsstörungen (insbesondere Lähmungen), Zunahme epileptischer Anfälle oder schweren Depressionen
  • Hepatitis, Gelbsucht oder Leberfunktionsstörungen, solange sich die Leberwerte nicht normalisiert haben, sowie bestehenden oder früheren Lebertumoren
  • starken Oberbauchschmerzen, Lebervergrößerung oder Anzeichen einer Blutung im Bauchraum
  • generalisiertem Juckreiz und Gallestau (Cholestase), insbesondere in einer früheren Schwangerschaft oder unter Estrogentherapie, sowie Dubin-Johnson-Syndrom, Rotor-Syndrom oder Störungen der Gallensekretion
  • Meningeom (Tumor der Hirnhäute), auch in der Vorgeschichte
  • erstmaligem oder erneutem Auftreten einer Porphyrie
  • bestehenden oder früheren hormonempfindlichen bösartigen Tumoren, z. B. der Brust oder der Gebärmutter
  • bestehender oder früherer Bauchspeicheldrüsenentzündung, wenn diese mit stark erhöhten Triglyzeridwerten einherging
  • Otosklerose, die sich in früheren Schwangerschaften verschlechtert hat
  • ungeklärtem Ausbleiben der Regelblutung, übermäßigem Wachstum der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie) oder ungeklärten Genitalblutungen
  • Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile
  • gleichzeitiger Einnahme von Hepatitis-C-Mitteln mit Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir und Dasabuvir, mit Glecaprevir/Pibrentasvir oder mit Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir

Tritt einer dieser Umstände während der Einnahme auf, müssen Sie Chariva sofort absetzen. In der Schwangerschaft ist Chariva nicht angezeigt. Frauen über 35 Jahre, die rauchen, sollen andere Verhütungsmethoden anwenden.

Mögliche Nebenwirkungen

Häufig: Kopfschmerzen, Brustspannen.

Blutgerinnsel (Thromboembolien): Kombinierte Pillen wie Chariva erhöhen das Risiko für Blutgerinnsel in Venen und Arterien, z. B. tiefe Beinvenenthrombose, Lungenembolie, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Diese Ereignisse sind selten, können aber tödlich verlaufen. Das Risiko für ein Blutgerinnsel in den Venen ist im ersten Anwendungsjahr am höchsten.

Nehmen Sie sofort ärztliche Hilfe in Anspruch und sagen Sie, dass Sie Chariva einnehmen, bei:

  • einseitiger Schwellung von Bein oder Fuß, Schmerzen im Bein, Überwärmung oder geröteter bzw. verfärbter Haut am Bein
  • plötzlicher unerklärlicher Atemnot oder schnellem Atmen, plötzlichem Husten (möglicherweise mit Blut), stechendem Brustschmerz, starker Benommenheit oder Schwindel, schnellem oder unregelmäßigem Herzschlag
  • plötzlichem Taubheitsgefühl oder Schwäche in Gesicht, Arm oder Bein (besonders auf einer Körperseite), plötzlichen Seh-, Sprech- oder Gehstörungen, plötzlichen starken Kopfschmerzen ohne bekannte Ursache, Bewusstlosigkeit oder Ohnmacht
  • Schmerzen, Druck, Enge- oder Völlegefühl in Brust oder Arm, auch mit Ausstrahlung in Rücken, Kiefer, Hals oder Magen

Wechselwirkungen

  • Chariva darf nicht zusammen mit Hepatitis-C-Mitteln eingenommen werden, die Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir und Dasabuvir, Glecaprevir/Pibrentasvir oder Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir enthalten. Vor Beginn einer solchen Behandlung müssen Sie auf eine andere Verhütungsmethode wechseln; zwei Wochen nach Ende der Behandlung kann Chariva wieder begonnen werden.
  • Bestimmte Arzneimittel können die Wirkung von Chariva abschwächen und zu Durchbruchblutungen oder zum Versagen des Verhütungsschutzes führen, z. B. Barbiturate, Bosentan, Carbamazepin, Barbexaclon, Phenytoin, Primidon, Modafinil, Rifampicin, Rifabutin, die HIV-Mittel Ritonavir, Nevirapin und Efavirenz sowie möglicherweise Felbamat, Griseofulvin, Oxcarbazepin, Topiramat und Präparate mit Johanniskraut.
  • Bei kurzfristiger Behandlung mit einem solchen Mittel wenden Sie zusätzlich eine Barrieremethode an, während der gesamten Behandlung und noch 28 Tage danach. Reicht die Behandlung über das Ende der aktuellen Packung hinaus, beginnen Sie ohne Einnahmepause sofort mit der nächsten Packung. Bei längerfristiger Behandlung wird eine andere zuverlässige, nichthormonale Verhütungsmethode empfohlen.
  • Bei Behandlung mit HIV-Proteasehemmern oder nicht-nukleosidischen Reverse-Transkriptase-Hemmern sollten Sie im Zweifel zusätzlich eine Barrieremethode anwenden.
  • Mittel, die die Darmbewegung beschleunigen (z. B. Metoclopramid), und Aktivkohle können den Ethinylestradiol-Spiegel senken.
  • Chariva kann die Spiegel anderer Wirkstoffe verändern: erhöhen z. B. bei Diazepam, Ciclosporin, Theophyllin und Prednisolon, senken z. B. bei Lamotrigin. Der Bedarf an Insulin oder blutzuckersenkenden Tabletten kann sich ändern.

Häufige Fragen

Chariva ist das Generikum zu Belara – gleiche Wirkstoffe.

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Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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