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Beclomet Easyhaler
Asthma & Atemwege

Beclomet Easyhaler

Inhalatives Kortikoid mit Beclometason – bewährte Asthma-Basistherapie im Pulverinhalator.

Verschreibungspflichtig
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Was ist Beclomet Easyhaler?

Beclomet Easyhaler ist ein Pulverinhalator mit dem inhalativen Kortikoid Beclometasondipropionat. Er wird zur vorbeugenden Langzeitbehandlung von Asthma bronchiale eingesetzt.

Beclometason wird seit den 1970er Jahren erfolgreich in der Asthmatherapie eingesetzt. Der Easyhaler bietet eine praktische, einfach zu bedienende Darreichungsform.

Beclometason ist auch Bestandteil des Kombinationsinhalators Foster (mit Formoterol) und des Tripelinhalators Trimbow.

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Beclometasondipropionat

Beclometason wirkt als Prodrug entzündungshemmend:

Wirkmechanismus: 1. Beclometasondipropionat ist ein Prodrug 2. In der Lunge wird es zum aktiven Beclometason-17-monopropionat (17-BMP) umgewandelt 3. 17-BMP bindet an Glukokortikoidrezeptoren 4. Entzündungshemmende Gene werden aktiviert

Effekte:

  • Reduktion der Atemwegsentzündung
  • Verringerung von Schwellung und Schleimproduktion
  • Senkung der bronchialen Hyperreagibilität
  • Schutz vor Asthmaanfällen

Zeitverlauf:

  • Erste Effekte: nach einigen Tagen
  • Volle Wirkung: nach 1-4 Wochen
  • Keine Sofortwirkung bei akuter Atemnot

Für wen ist es geeignet?

Beclomet Easyhaler ist geeignet für:

  • Asthma bronchiale aller Schweregrade
  • Erwachsene und Kinder
  • Als Basistherapie (Controller)

Vorteile:

  • Langjährig bewährt
  • Gutes Sicherheitsprofil
  • Einfacher Pulverinhalator
  • Alternative bei HIV-Patienten unter Ritonavir

Nicht geeignet:

  • Zur Akutbehandlung von Atemnot
  • Als alleinige Therapie bei schwerem Asthma

Verfügbare Dosierungen

Beclomet Easyhaler:

  • 200 µg pro Einzeldosis

Dosierung bei Asthma (Erwachsene):

  • Leicht: Anfangsdosis 400 µg pro Tag, wenn nötig bis 800 µg pro Tag
  • Mittel und schwer: Anfangsdosis 800-1600 µg pro Tag
  • Wenn nötig bis 1600 µg pro Tag, aufgeteilt auf 2-4 Dosen

Bei Kindern von 6-12 Jahren:

  • 1 Inhalation (200 µg) 2-mal täglich
  • In schwereren Fällen bis 800 µg pro Tag, aufgeteilt auf 2-4 Dosen

Äquivalenzdosen: 200 µg Beclometason entsprechen etwa 200 µg Budesonid oder 100 µg Fluticason.

Darreichung und Packungsgrößen

Laut Arzneimittelkatalog sind 2 Packungsvarianten gelistet: 2 Stärken in einer Packungsgröße.

Darreichungsform
Pulver zur Inhalation
Stärken
100 µg, 200 µg
Packungsgrößen
200 Hübe
StärkePackungPZNReichweite
100 µg200 Hübe0992337350 Tage
200 µg200 Hübe0610180250 Tage

Gelistete Packungen laut Arzneimittelkatalog. Welche davon aktuell lieferbar sind und was sie kosten, steht in der Preisübersicht.

Die Pharmazentralnummer (PZN) ist die bundesweit eindeutige Kennnummer einer Packung.

Die Reichweite ist der im Katalog hinterlegte Wert für die übliche Dosierung. Wie lange eine Packung tatsächlich reicht, hängt von der ärztlich festgelegten Dosis ab.

Einnahmehinweise

Easyhaler – Anwendung: 1. Schutzkappe entfernen 2. Aufrecht halten, kräftig schütteln 3. Drücken und loslassen (Klick – Dosis geladen) 4. Tief ausatmen (nicht in den Inhalator) 5. Mundstück fest umschließen 6. Kräftig und tief einatmen 7. Atem 5-10 Sekunden anhalten 8. Mund ausspülen und ausspucken

Wichtig:

  • 2x täglich anwenden (morgens und abends)
  • Auch bei Beschwerdefreiheit fortsetzen
  • Nicht abrupt absetzen
  • Mund nach Inhalation ausspülen (Mundsoor-Prävention)

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei:

  • Überempfindlichkeit gegen Beclometason oder Laktose (enthält geringe Mengen Milchprotein)
  • Seltene erbliche Galaktose-Intoleranz, Lapp-Laktase-Mangel oder Glukose-Galaktose-Malabsorption

Vorsicht bei:

  • Aktiver Lungentuberkulose
  • Atemwegsinfektionen (Pilz, Virus, Bakterien)
  • Schwerer Leberinsuffizienz

Schwangerschaft: Kann bei Asthma angewendet werden. Unkontrolliertes Asthma ist gefährlicher.

Stillzeit: Geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Anwendung möglich.

Mögliche Nebenwirkungen

Häufig (1-10%):

  • Mundsoor (orale Candidose)
  • Heiserkeit
  • Rachenreizung

Gelegentlich:

  • Kopfschmerzen
  • Husten nach Inhalation

Selten (bei hohen Dosen/Langzeittherapie):

  • Nebennierensuppression
  • Osteoporose
  • Katarakt, Glaukom
  • Wachstumsverlangsamung bei Kindern

Vorbeugung: Mund nach jeder Inhalation ausspülen!

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen:

  • CYP3A4-Hemmer – geringere Wechselwirkung als bei Fluticason
  • Beclometason ist daher bevorzugt bei HIV-Therapie mit Ritonavir

Keine relevante Wechselwirkung mit:

  • Bronchodilatatoren
  • Den meisten anderen Medikamenten

Häufige Fragen

Ja, Beclometason hat eine geringere Wirkstärke pro Milligramm als Fluticason. 200 µg Beclometason entsprechen etwa 100 µg Fluticason. Die Wirksamkeit ist aber bei äquivalenten Dosen vergleichbar.

Ritonavir (in vielen HIV-Therapien) hemmt CYP3A4 und erhöht die systemischen Spiegel von Fluticason und Budesonid stark. Beclometason wird weniger über CYP3A4 abgebaut.

Erste Effekte sind nach einigen Tagen spürbar, die volle Wirkung tritt nach 1-4 Wochen regelmäßiger Anwendung ein. Geduld ist wichtig – das Medikament wirkt nicht sofort bei akuter Atemnot.

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Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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