Was ist Mirena?
Mirena ist eine Hormonspirale (Intrauterinpessar/IUP) von Bayer, die das Gestagen Levonorgestrel direkt in die Gebärmutter abgibt. Sie bietet einen sehr zuverlässigen Verhütungsschutz für bis zu 8 Jahre.
Anders als die Pille wirkt Mirena hauptsächlich lokal in der Gebärmutter. Die Hormondosis ist deutlich niedriger als bei oralen Verhütungsmitteln, da das Hormon direkt am Wirkort freigesetzt wird.
Mirena wird auch zur Behandlung starker Periodenblutungen eingesetzt und kann diese deutlich reduzieren.
Wirkstoffe & Wirkungsweise
Wirkstoff: Levonorgestrel 52 mg (Freisetzung: ca. 20 µg/Tag initial)
Mirena wirkt durch mehrere Mechanismen:
Lokale Wirkung:
- Verdickung des Zervixschleims (Barriere für Spermien)
- Hemmung der Spermienbeweglichkeit
- Veränderung der Gebärmutterschleimhaut
Zusätzlich: Bei manchen Frauen wird auch der Eisprung unterdrückt, besonders im ersten Jahr.
Der Pearl-Index lag in klinischen Studien im ersten Jahr bei 0,21 und in den Jahren 6 bis 8 bei 0,28.
Für wen ist es geeignet?
Mirena ist geeignet für:
- Frauen, die langfristige Verhütung ohne tägliche Einnahme wünschen
- Frauen mit starken Periodenblutungen
- Stillende Mütter (ab 6 Wochen nach Geburt)
- Frauen, die keine Östrogene vertragen
- Frauen mit abgeschlossener Familienplanung
Auch für Frauen geeignet, die noch keine Kinder bekommen haben.
Verfügbare Dosierungen
- 52 mg Levonorgestrel im Reservoir
- Initiale Freisetzung: ca. 20 µg/Tag
- Nach 5 Jahren: ca. 11 µg/Tag
- Nach 8 Jahren: ca. 7 µg/Tag
- Wirkdauer: bis zu 8 Jahre zur Verhütung, bis zu 5 Jahre bei starken Periodenblutungen
Einnahmehinweise
Einsetzen:
- Durch einen Arzt/eine Ärztin
- Während oder kurz nach der Menstruation
- Der Eingriff dauert nur wenige Minuten
- Kontrolluntersuchung nach 4-12 Wochen
Entfernung:
- Jederzeit möglich durch den Arzt
- Die Fruchtbarkeit kehrt sofort zurück
Gegenanzeigen
Mirena sollte nicht eingesetzt werden bei:
- Schwangerschaft
- Akuten Entzündungen im Beckenbereich
- Gebärmutterhalskrebs oder Gebärmutterkrebs
- Unklaren Vaginalblutungen
- Missbildungen der Gebärmutter
- Akuten Lebererkrankungen
- Bestehenden oder vermuteten gestagenempfindlichen Tumoren, z. B. Brustkrebs
Mögliche Nebenwirkungen
Häufig (besonders anfangs):
- Unregelmäßige Blutungen oder Schmierblutungen
- Ausbleiben der Periode (bei ~20% nach 1 Jahr)
- Kopfschmerzen
- Bauchschmerzen
- Akne
- Ovarialzysten (meist harmlos)
- Schmerzen in der Brust
- Depressive Verstimmung oder Depression
- Ausstoßung der Spirale
Gelegentlich:
- Perforation bei Einlage
Das Thromboserisiko ist nicht erhöht.
Wechselwirkungen
Wechselwirkungen sind selten, da Mirena lokal wirkt. Enzym-induzierende Medikamente könnten theoretisch die Wirksamkeit beeinflussen, dies ist aber nicht eindeutig belegt.
Häufige Fragen
Das Einsetzen kann unangenehm sein und krampfartige Schmerzen verursachen. Diese klingen meist schnell ab. Bei Bedarf kann vorher ein Schmerzmittel eingenommen werden.
Bei vielen Frauen werden die Blutungen deutlich schwächer oder bleiben ganz aus. Dies ist ungefährlich und für manche ein gewünschter Nebeneffekt.
Ja, Mirena ist auch für Frauen ohne vorherige Schwangerschaften zugelassen. Das Einsetzen kann etwas schwieriger sein.
Die Fruchtbarkeit kehrt sofort nach der Entfernung zurück. Eine Schwangerschaft ist bereits im ersten Zyklus möglich.
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Wichtiger Hinweis
Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.
Pflichthinweis
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.


