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Fluticason Nasenspray
Heuschnupfen

Fluticason Nasenspray

Kortisonhaltiges Nasenspray mit Fluticasonpropionat bei allergischem Schnupfen – verschreibungspflichtig.

Verschreibungspflichtig
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Was ist Fluticason Nasenspray?

Das hier beschriebene Fluticason-Nasenspray (auch für Kinder ab 4 Jahren und bei Dauerschnupfen zugelassen) ist verschreibungspflichtig. Für Erwachsene mit ärztlich festgestelltem Heuschnupfen dürfen Fluticasonpropionat-Nasensprays mit einer Tagesdosis bis 200 Mikrogramm, die nur für Erwachsene gekennzeichnet sind, auch ohne Rezept in der Apotheke abgegeben werden (Arzneimittelverschreibungsverordnung, Anlage 1). Bei deinrezept wird die Behandlung nach einem medizinischen Fragebogen im Einzelfall ärztlich geprüft; ein Rezept gibt es nur bei medizinischer Eignung, eine Zusage vorab nicht.

Fluticason Nasenspray enthält den Wirkstoff Fluticasonpropionat, ein hochpotentes Kortikosteroid zur Anwendung in der Nase, und wird zur Behandlung von saisonaler und ganzjähriger allergischer Rhinitis (Heuschnupfen) angewendet. Der Spray wird direkt in die Nase gesprüht und wirkt lokal entzündungshemmend auf die Nasenschleimhaut. Im Gegensatz zu systemischen Kortikosteroiden tritt praktisch keine Wirkung auf den übrigen Körper ein. Mit einer sofortigen Wirkung ist nicht zu rechnen, die volle Wirkung zeigt sich erst nach 3 bis 4 Tagen regelmäßiger Anwendung.

Auf einen Blick:

  • Wirkstoff: Fluticasonpropionat (Kortikosteroid)
  • Stärke: 50 Mikrogramm je Sprühstoß
  • Darreichungsform: Nasenspray, Suspension
  • Anwendungsgebiet: saisonale allergische Rhinitis (einschließlich Heuschnupfen) und Dauerschnupfen
  • Verschreibungspflichtig

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Fluticasonpropionat

Fluticasonpropionat wirkt stark entzündungshemmend:

Wirkmechanismus: 1. Bindet mit hoher Affinität an Glukokortikoidrezeptoren 2. Der Komplex wandert in den Zellkern 3. Aktiviert entzündungshemmende Gene 4. Hemmt proinflammatorische Zytokine

Pharmakologische Vorteile:

  • Orale Bioverfügbarkeit < 1% (fast nur lokale Wirkung)
  • Geringe Wasserlöslichkeit, daher kaum Aufnahme über die Nasenschleimhaut
  • Starke und anhaltende entzündungshemmende Wirkung

Äquivalenzdosen: 100 µg Fluticason ≈ 200 µg Budesonid ≈ 200 µg Beclometason

Für wen ist es geeignet?

Fluticason-Generika sind geeignet für:

  • Vorbeugung und Behandlung von saisonaler allergischer Rhinitis (Heuschnupfen) und ganzjährigem allergischem Schnupfen
  • Erwachsene und Kinder ab 4 Jahren

Vorteile von Generika:

  • Gleicher Wirkstoff wie Flutide

Nicht geeignet:

  • Zur sofortigen Linderung von Beschwerden (die volle Wirkung tritt erst nach 3 bis 4 Tagen ein)
  • Kinder unter 4 Jahren (Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen)
  • Bei Patienten unter Ritonavir-Therapie (CYP3A4-Wechselwirkung!)

Verfügbare Dosierungen

Äquivalenzdosen beachten: Fluticason ist doppelt so potent wie Budesonid!

Fluticason Nasenspray:

  • Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren: 2 Sprühstöße (je 50 µg) in jedes Nasenloch 1× täglich, vorzugsweise morgens
  • Maximaldosis ab 12 Jahren: 4 Sprühstöße pro Nasenloch täglich
  • Kinder 4–11 Jahre: 1 Sprühstoß in jedes Nasenloch 1× täglich, vorzugsweise morgens, in einigen Fällen 2× täglich
  • Maximaldosis bei Kindern von 4 bis 11 Jahren: 2 Sprühstöße pro Nasenloch täglich
  • Erhaltungsdosis nach Symptomkontrolle: 1 Sprühstoß in jedes Nasenloch 1× täglich

Hinweis: Die volle Wirkung tritt nach 3–4 Tagen regelmäßiger Anwendung ein.

Darreichung und Packungsgrößen

Laut Arzneimittelkatalog ist eine Packungsvariante gelistet: eine Stärke in einer Packungsgröße.

Darreichungsform
Nasenspray
Stärken
50 µg
Packungsgrößen
1 Stück
StärkePackungPZN
50 µg1 Stück04191882

Gelistete Packungen laut Arzneimittelkatalog. Welche davon aktuell lieferbar sind und was sie kosten, steht in der Preisübersicht.

Die Pharmazentralnummer (PZN) ist die bundesweit eindeutige Kennnummer einer Packung.

Einnahmehinweise

Nasenspray: 1. Vor der Anwendung die Nase putzen und die Flasche schütteln 2. Vor der ersten Anwendung und wenn das Spray 7 Tage nicht benutzt wurde, die Pumpe mehrmals drücken und loslassen, bis ein feiner Sprühnebel austritt 3. Kopf leicht nach vorn neigen, ein Nasenloch zuhalten und die Düse in das andere Nasenloch einführen, dabei die Flasche aufrecht halten 4. Langsam durch die Nase einatmen und dabei einmal sprühen, dann mit dem anderen Nasenloch ebenso verfahren

Wichtig:

  • Nur zur Anwendung in der Nase
  • Regelmäßig anwenden, in der Regel 1× täglich, vorzugsweise morgens
  • Die volle Wirkung ist erst nach 3 bis 4 Tagen regelmäßiger Anwendung zu erwarten

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei:

  • Überempfindlichkeit gegen Fluticason oder einen der sonstigen Bestandteile

Vorsicht bei:

  • Gleichzeitiger Therapie mit Ritonavir, Cobicistat oder anderen starken CYP3A4-Hemmern (nur wenn der Nutzen das Risiko überwiegt, Cushing-Syndrom möglich)
  • Tuberkulose, anderen nicht behandelten Infektionen oder einer Herpes-Infektion am Auge
  • Kürzlich erfolgter Operation
  • Verletzungen der Nase oder des Mundes
  • Umstellung von Kortison-Tabletten oder -Spritzen, wenn Hinweise auf eine eingeschränkte Nebennierenfunktion bestehen
  • Schwerer Leberinsuffizienz

Schwangerschaft: Es liegen keine ausreichenden Daten zur Sicherheit in der Schwangerschaft vor. Die Anwendung erfordert eine sorgfältige ärztliche Nutzen-Risiko-Abwägung.

Stillzeit: Es ist nicht bekannt, ob Fluticason in die Muttermilch übergeht. Nach Anwendung in der Nase ist ein Übergang unwahrscheinlich. Der Nutzen muss gegen das Risiko für Mutter und Kind abgewogen werden.

Mögliche Nebenwirkungen

Sehr häufig (10% oder mehr):

  • Nasenbluten

Häufig (1-10%):

  • Kopfschmerzen
  • Unangenehmer Geschmack und Geruch
  • Trockenheit und Reizung der Nasen- und Rachenschleimhaut

Selten:

  • Überempfindlichkeitsreaktionen mit Verkrampfung der Bronchien (Bronchospasmus), anaphylaktische und anaphylaktoide Reaktionen

Sehr selten:

  • Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, Angioödem (vor allem Gesicht und Zunge)
  • Glaukom, erhöhter Augeninnendruck, Katarakt (nach Langzeitbehandlung)
  • Perforation der Nasenscheidewand, Geschwürbildung an der Schleimhaut (meist nach früheren Operationen an der Nase)

Häufigkeit nicht bekannt:

  • Verschwommenes Sehen
  • Nasengeschwüre

Vor allem bei hohen Dosen über lange Zeit möglich:

  • Cushing-Syndrom, Unterdrückung der Nebennierenfunktion
  • Osteoporose (in seltenen Fällen bei Langzeitanwendung)
  • Seltener psychische oder Verhaltensänderungen wie Unruhe, Schlafstörungen, Angst, Depression oder Aggression (vor allem bei Kindern)

Kinder und Jugendliche:

  • Bei einigen Kortison-Nasensprays wurde auch bei üblicher Dosierung eine Wachstumsverzögerung beobachtet. Bei längerer Behandlung sollte die Körpergröße regelmäßig kontrolliert werden.

Wichtig: Besondere Vorsicht bei CYP3A4-Hemmern – können systemische Fluticason-Spiegel drastisch erhöhen!

Wechselwirkungen

Kritische Wechselwirkung:

  • Ritonavir, Cobicistat – gleichzeitige Anwendung vermeiden, außer der Nutzen überwiegt das Risiko (dann auf Kortison-Nebenwirkungen überwachen). Stark erhöhte systemische Fluticason-Spiegel, Cushing-Syndrom und Unterdrückung der Nebennierenfunktion möglich
  • Ketoconazol, Itraconazol – erhöhte Spiegel

Bei HIV-Therapie: Fluticason meiden! Alternative: Beclometason.

Keine relevante Wechselwirkung mit:

  • Bronchodilatatoren
  • Antihistaminika

Häufige Fragen

Fluticason-Generika enthalten den gleichen Wirkstoff in der gleichen Dosierung. Sie müssen vor der Zulassung ihre Bioäquivalenz nachweisen.

Ritonavir hemmt das Enzym CYP3A4, das Fluticason abbaut. Dadurch steigen die systemischen Fluticason-Spiegel stark an und können ein Cushing-Syndrom verursachen. Verwenden Sie stattdessen Beclometason.

Die Kombination enthält zusätzlich den LABA Salmeterol und entspricht dem Markenpräparat Seretide. Sie wird inhaliert, ist kein Nasenspray und nicht zur Behandlung des allergischen Schnupfens bestimmt. Reicht Fluticason Nasenspray bei ungewöhnlich starkem Pollenflug nicht aus, kann in einzelnen Fällen eine zusätzliche Behandlung nötig sein, vor allem gegen Augenbeschwerden.

Bei deinrezept wählen Sie die Behandlung bei Heuschnupfen und füllen einen medizinischen Fragebogen aus. Die Angaben werden im Einzelfall ärztlich geprüft; Rückfrage oder Ablehnung sind möglich. Passt die Behandlung, wird ein Privatrezept mit qualifizierter elektronischer Signatur ausgestellt und an eine Versandapotheke übergeben, die diskret in neutraler Verpackung liefert, in der Regel innerhalb von 1–3 Werktagen nach Zahlung an die Apotheke. Das Arzneimittel bezahlen Sie getrennt an die Apotheke.

Quellen

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Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

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