Was ist Desmin?
Desmin ist eine kombinierte Antibabypille mit Desogestrel und Ethinylestradiol. Das Präparat ist in zwei Dosierungen erhältlich: Desmin 20 (niedrig dosiert) und Desmin 30 (Standarddosierung).
Desogestrel ist ein Gestagen der 3. Generation mit guter Verträglichkeit. Die niedrig dosierte Variante enthält nur 0,02 mg Ethinylestradiol und ist damit besonders für östrogenempfindliche Frauen geeignet.
Das Risiko für Blutgerinnsel in den Venen (venöse Thromboembolie) ist bei Pillen mit Levonorgestrel, Norgestimat oder Norethisteron am geringsten. Pillen wie Desmin können ein bis zu doppelt so hohes Risiko aufweisen. Schätzungsweise 9 bis 12 von 10.000 Frauen, die eine Desogestrel-haltige Pille anwenden, erleiden im Verlauf eines Jahres ein solches Blutgerinnsel. Das Risiko ist im ersten Anwendungsjahr am höchsten.
Wirkstoffe & Wirkungsweise
Wirkstoff: Desogestrel 0,15 mg, Ethinylestradiol 0,02 mg oder 0,03 mg
Desmin wirkt dreifach:
1. Ovulationshemmung: Die Hormone verhindern den Eisprung 2. Zervixschleim: Wird zähflüssiger und undurchlässiger für Spermien 3. Endometrium: Die Gebärmutterschleimhaut wird verändert
Die Wirkung setzt tägliche Einnahme voraus.
Für wen ist es geeignet?
Desmin eignet sich für:
- Frauen ohne erhöhtes Thromboserisiko
- Frauen, die eine niedrig dosierte Pille suchen
- Bei Östrogenempfindlichkeit (Desmin 20)
Verfügbare Dosierungen
Desmin 20:
- 0,02 mg Ethinylestradiol + 0,15 mg Desogestrel
Desmin 30:
- 0,03 mg Ethinylestradiol + 0,15 mg Desogestrel
Beide: 21 Tabletten pro Blister
Einnahmehinweise
- Eine Tablette täglich zur gleichen Zeit
- 21 Tage Einnahme, 7 Tage Pause
- In der Pause Abbruchblutung
Gegenanzeigen
Nicht bei:
- Thromboserisiko
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Lebererkrankungen
- Schwangerschaft
- Rauchen über 35
- Migräne mit fokalen neurologischen Symptomen in der Vorgeschichte
- Diabetes mit Gefäßschäden, schwerer Bluthochdruck oder schwere Fettstoffwechselstörung
- Bestehende oder frühere Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) bei stark erhöhten Triglyzeriden
- Bestehende oder frühere Lebertumoren (gutartig oder bösartig)
- Bekannte oder vermutete bösartige Tumoren, die durch Geschlechtshormone beeinflusst werden (z. B. der Geschlechtsorgane oder der Brust)
- Verdickung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie)
- Nicht abgeklärte Blutungen aus der Scheide
- Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile
- Gleichzeitige Einnahme von Hepatitis-C-Mitteln mit Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir und Dasabuvir, mit Glecaprevir/Pibrentasvir oder mit Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir
Mögliche Nebenwirkungen
Häufig: Kopfschmerzen, Übelkeit, Brustspannen, Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmung Selten: Thrombosen
Bei Stimmungsschwankungen oder depressiven Beschwerden, auch kurz nach Beginn der Einnahme, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Häufige Fragen
Desmin 20 ist niedriger dosiert und kann weniger Nebenwirkungen haben. Desmin 30 bietet evtl. bessere Zyklusstabilität. Die Wahl hängt von der individuellen Verträglichkeit ab.
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Wichtiger Hinweis
Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.
Pflichthinweis
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.





