Was ist Loratadin?
Loratadin ist ein Antihistaminikum der zweiten Generation gegen Heuschnupfen, ganzjährigen allergischen Schnupfen und chronische Nesselsucht. Es zeichnet sich durch geringe sedierende Wirkung aus.
Wirkstoffe & Wirkungsweise
Wirkstoff: Loratadin 10 mg
Loratadin blockiert selektiv die peripheren H1-Histaminrezeptoren und hemmt so die Wirkung des Histamins. Die Wirkung hält über 24 Stunden an.
Für wen ist es geeignet?
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren mit allergischem Schnupfen oder chronischer Nesselsucht.
Verfügbare Dosierungen
Standarddosis: 1 Tablette (10 mg) einmal täglich.
Schwere Leberfunktionsstörung: Loratadin sollte vorsichtig angewendet werden. Empfohlen ist eine niedrigere Anfangsdosis von 1 Tablette (10 mg) jeden zweiten Tag, da Loratadin langsamer ausgeschieden werden kann.
Darreichung und Packungsgrößen
Laut Arzneimittelkatalog ist eine Packungsvariante gelistet: eine Stärke in einer Packungsgröße.
- Darreichungsform
- Tablette
- Stärken
- 10 mg
- Packungsgrößen
- 50 Stück
| Stärke | Packung | PZN | Reichweite |
|---|---|---|---|
| 10 mg | 50 Stück | 01592451 | 50 Tage |
Gelistete Packungen laut Arzneimittelkatalog. Welche davon aktuell lieferbar sind und was sie kosten, steht in der Preisübersicht.
Die Pharmazentralnummer (PZN) ist die bundesweit eindeutige Kennnummer einer Packung.
Die Reichweite ist der im Katalog hinterlegte Wert für die übliche Dosierung. Wie lange eine Packung tatsächlich reicht, hängt von der ärztlich festgelegten Dosis ab.
Einnahmehinweise
Eine Tablette einmal täglich mit oder ohne Nahrung einnehmen.
Die Einnahme mindestens 48 Stunden vor einem Allergie-Hauttest unterbrechen, da Loratadin sonst positive Reaktionen im Hauttest verhindern oder abschwächen kann.
Enthält die Tablette Lactose (Milchzucker), soll sie bei seltener erblicher Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption nicht eingenommen werden.
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen Loratadin, Desloratadin oder einen der sonstigen Bestandteile.
Schwangerschaft und Stillzeit: Aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung in der Schwangerschaft vermieden werden. Loratadin geht in die Muttermilch über, in der Stillzeit wird die Anwendung deshalb nicht empfohlen.
Mögliche Nebenwirkungen
In Studien häufiger als unter Placebo: Schläfrigkeit (1,2 %), Kopfschmerzen (0,6 %), Appetitsteigerung (0,5 %), Schlaflosigkeit (0,1 %).
Seit der Markteinführung berichtet:
- Überempfindlichkeitsreaktionen, auch Schwellungen von Haut und Schleimhäuten (Angioödem) und schwere allergische Reaktionen (Anaphylaxie)
- Sehr selten: Schwindel, Krämpfe, Herzrasen, Herzklopfen, Übelkeit, Mundtrockenheit, Magenschleimhautentzündung, Leberfunktionsstörung, Hautausschlag, Haarausfall, Müdigkeit
- Häufigkeit nicht bekannt: Gewichtszunahme
Wechselwirkungen
Arzneimittel, die die Enzyme CYP3A4 oder CYP2D6 hemmen, können den Loratadin-Spiegel im Blut erhöhen. Dadurch können Nebenwirkungen häufiger auftreten. In Studien stieg der Loratadin-Spiegel mit Ketoconazol, Erythromycin und Cimetidin an. Klinisch bedeutsame Veränderungen, auch im EKG, wurden dabei nicht festgestellt.
Häufige Fragen
Loratadin gehört zu den nicht-sedierenden Antihistaminika und verursacht in der Regel keine Müdigkeit. In Studien wurde Schläfrigkeit (1,2 %) dennoch häufiger berichtet als unter Placebo. In sehr seltenen Fällen kann Benommenheit auftreten, die die Verkehrstüchtigkeit oder das Bedienen von Maschinen beeinträchtigen kann.
Beide sind Antihistaminika der zweiten Generation.
Ähnliche Medikamente
Passt Loratadin zu Ihnen?
Ein zugelassener Arzt prüft Ihre Angaben und stellt bei Eignung ein Rezept aus. Diskret und sicher.
Wichtiger Hinweis
Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.
Pflichthinweis
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.





