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Finasterid 1 mg
Haarausfall

Finasterid 1 mg

Das orale Medikament gegen erblichen Haarausfall beim Mann.

Verschreibungspflichtig
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Was ist Finasterid 1 mg?

Finasterid 1 mg ist die Standarddosis zur Behandlung von erblich bedingtem Haarausfall (androgenetische Alopezie) bei Männern. Es ist der Wirkstoff des Originalpräparats Propecia und als Generikum von vielen Herstellern erhältlich.

Anders als Minoxidil wirkt Finasterid von innen: Es hemmt das Enzym, das Testosteron in DHT umwandelt – das Hormon, das die Haarfollikel schädigt.

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Finasterid 1 mg

Finasterid hemmt das Enzym 5-Alpha-Reduktase Typ 2:

  • Reduktion von DHT (Dihydrotestosteron) im Blut um ca. 70%
  • DHT ist hauptverantwortlich für die Miniaturisierung der Haarfollikel
  • Weniger DHT = weniger Haarausfall + möglicher Neuwuchs

Für wen ist es geeignet?

  • Männer mit beginnendem bis fortgeschrittenem erblichem Haarausfall
  • In Studien wirksam bei Haarausfall am Scheitel (Tonsur), bei Geheimratsecken ist eine Wirksamkeit jedoch nicht nachgewiesen
  • Am wirksamsten bei frühem Behandlungsbeginn

Verfügbare Dosierungen

  • 1 mg täglich (einzige zugelassene Dosis für Haarausfall)
  • Eine Tablette pro Tag
  • Nicht teilbar (zerbrochene oder zerkleinerte Tabletten sollten von Frauen, die schwanger sind oder schwanger sein könnten, nicht berührt werden)

Einnahmehinweise

Eine Tablette täglich, unabhängig von den Mahlzeiten, immer zur gleichen Zeit.

Gegenanzeigen

  • Frauen (besonders Schwangere – Gefahr für männliche Föten!)
  • Kinder und Jugendliche
  • Eingeschränkte Leberfunktion ist keine Gegenanzeige, die Auswirkungen auf die Verarbeitung von Finasterid im Körper wurden aber nicht untersucht
  • Bekannte Überempfindlichkeit

Mögliche Nebenwirkungen

Gelegentlich (0,1-1%):

  • Verminderte Libido
  • Erektionsstörungen
  • Verminderte Spermamenge

Sehr selten:

  • Depressive Verstimmung
  • Gynäkomastie (Brustvergrößerung)
  • Post-Finasterid-Syndrom (umstritten)

Die meisten Nebenwirkungen bilden sich nach Absetzen zurück.

Wechselwirkungen

  • Finasterid wird vor allem über das Enzymsystem Cytochrom P450 3A4 (CYP3A4) abgebaut. Arzneimittel, die dieses Enzym hemmen oder anregen, können den Finasterid-Spiegel im Blut beeinflussen. Ein dadurch bedingter Anstieg ist laut Fachinformation aber wahrscheinlich ohne klinische Bedeutung.
  • Minoxidil zum Auftragen: Zur gleichzeitigen Anwendung mit Finasterid fehlen Daten. Die Kombination wird deshalb nicht empfohlen.

Häufige Fragen

Dauerhaft. Die Wirkung hält nur bei kontinuierlicher Einnahme an. Nach Absetzen fällt das gewonnene Haar innerhalb von 6-12 Monaten wieder aus.

Ja, die Kombination wird oft empfohlen. Finasterid wirkt von innen, Minoxidil von außen.

Finasterid ist für Frauen NICHT zugelassen, da es bei Schwangeren schwere Missbildungen beim männlichen Fötus verursachen kann.

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Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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