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Valsartan - 1 A Pharma® plus
Bluthochdruck

Valsartan - 1 A Pharma® plus

Valsartan mit Hydrochlorothiazid — Sartan und entwässerndes Mittel gegen Bluthochdruck.

Verschreibungspflichtig
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Was ist Valsartan - 1 A Pharma® plus?

Valsartan - 1 A Pharma® plus ist ein Kombinationspräparat gegen Bluthochdruck mit zwei Wirkstoffen in einer Tablette: dem Sartan Valsartan und dem entwässernden Mittel Hydrochlorothiazid. Es ist in den Stärken 80 mg/12,5 mg, 160 mg/12,5 mg, 160 mg/25 mg, 320 mg/12,5 mg und 320 mg/25 mg erhältlich.

Angewendet wird es bei Erwachsenen mit essenzieller Hypertonie, deren Blutdruck mit Valsartan oder Hydrochlorothiazid allein nicht ausreichend gesenkt wird. Als Ersttherapie ist die feste Kombination nicht vorgesehen; die Dosis wird zunächst mit den Einzelwirkstoffen eingestellt.

Eingenommen wird einmal täglich eine Tablette. Die Behandlung ist eine Dauerbehandlung.

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Valsartan/HCT

Das Präparat senkt den Blutdruck über zwei Wege.

Valsartan blockiert die Andockstellen für Angiotensin II — einen körpereigenen Stoff, der die Gefäße verengt. Bleiben die Andockstellen besetzt, bleiben die Gefäße weit.

Hydrochlorothiazid ist ein entwässerndes Mittel. Es lässt die Nieren mehr Salz und Wasser ausscheiden, wodurch die Flüssigkeitsmenge im Kreislauf sinkt.

Beide Wirkstoffe greifen an unterschiedlichen Punkten an und verstärken sich gegenseitig. Die feste Kombination kommt infrage, wenn ein Wirkstoff allein den Blutdruck nicht ausreichend senkt.

Für wen ist es geeignet?

Valsartan - 1 A Pharma® plus ist geeignet für:

  • Erwachsene mit Bluthochdruck (essenzielle Hypertonie), deren Blutdruck mit Valsartan oder Hydrochlorothiazid allein nicht ausreichend gesenkt wird
  • Menschen, die beide Wirkstoffe bereits getrennt einnehmen und auf eine Tablette umgestellt werden sollen

Nicht geeignet als Ersttherapie bei Bluthochdruck, in der Schwangerschaft ab dem vierten Monat und in der Stillzeit, bei schwerer Nieren- oder Leberfunktionsstörung, bei beidseitiger Nierenarterienverengung, bei fehlender Harnproduktion, bei therapieresistent erniedrigtem Kalium- oder Natriumspiegel, erhöhtem Kalziumspiegel oder Gicht sowie für Kinder und Jugendliche. Vollständige Liste unter Gegenanzeigen.

Ob Valsartan - 1 A Pharma® plus im Einzelfall passt, entscheidet die ärztliche Prüfung.

Verfügbare Dosierungen

Verfügbare Stärken:

  • 80 mg/12,5 mg, 160 mg/12,5 mg, 160 mg/25 mg, 320 mg/12,5 mg und 320 mg/25 mg (Valsartan/Hydrochlorothiazid) je Filmtablette

Packungsgrößen:

  • 28, 56 und 98 Filmtabletten

Dosierung:

  • Einmal täglich eine Tablette, morgens, mit etwas Wasser, unabhängig von den Mahlzeiten
  • Die Stärke richtet sich nach der zuvor mit den Einzelwirkstoffen ermittelten Dosis
  • Bei leichter bis mittelschwerer Leberfunktionsstörung höchstens 80 mg Valsartan am Tag
  • Ein Flüssigkeits- oder Salzmangel, etwa durch hoch dosierte entwässernde Mittel, wird vor Beginn ausgeglichen
  • Dauerbehandlung; nicht eigenmächtig absetzen

Darreichung und Packungsgrößen

Laut Arzneimittelkatalog sind 2 Packungsvarianten gelistet: 2 Stärken in einer Packungsgröße.

Darreichungsform
Filmtablette
Stärken
160/12,5 mg, 160/25 mg
Packungsgrößen
28 Stück
StärkePackungPZNReichweite
160/12,5 mg28 Stück0758077928 Tage
160/25 mg28 Stück0758105228 Tage

Gelistete Packungen laut Arzneimittelkatalog. Welche davon aktuell lieferbar sind und was sie kosten, steht in der Preisübersicht.

Die Pharmazentralnummer (PZN) ist die bundesweit eindeutige Kennnummer einer Packung.

Die Reichweite ist der im Katalog hinterlegte Wert für die übliche Dosierung. Wie lange eine Packung tatsächlich reicht, hängt von der ärztlich festgelegten Dosis ab.

Einnahmehinweise

  • Einmal täglich eine Tablette, zu einer festen Tageszeit, mit etwas Wasser.
  • Morgens einnehmen, damit der entwässernde Effekt nicht nachts wirkt.
  • Die Behandlung ist eine Dauerbehandlung; nicht eigenmächtig absetzen.

Zu Beginn und nach einer Dosiserhöhung kann der Blutdruck stärker abfallen. Langsam aufstehen.

Auf ausreichendes Trinken achten — besonders bei Hitze, Fieber, Durchfall oder Erbrechen.

Vergessene Einnahme: Fällt es am selben Tag auf, kann die Tablette nachgeholt werden. Sonst am nächsten Tag weitermachen — nicht die doppelte Menge.

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei:

  • Überempfindlichkeit gegen einen der Wirkstoffe oder sonstigen Bestandteile; auch gegen andere Sulfonamide.
  • Schwangerschaft ab dem vierten Monat und Stillzeit. Sowohl ACE-Hemmer als auch Sartane können das ungeborene Kind schwer schädigen. Bei Kinderwunsch oder festgestellter Schwangerschaft ist ärztlich umzustellen.
  • Schwerer Nieren- oder Leberfunktionsstörung; fehlender Harnproduktion.
  • Nierenarterienverengung beidseits oder bei Einzelniere.
  • Gleichzeitiger Anwendung von Aliskiren bei Zuckerkrankheit oder eingeschränkter Nierenfunktion.
  • Erniedrigtem Kalium- oder Natriumspiegel, erhöhtem Kalziumspiegel, Gicht.

Ärztlich abzuklären: eingeschränkte Nierenfunktion, erhöhter Kaliumspiegel, Flüssigkeits- oder Salzmangel, Zuckerkrankheit, Lebererkrankungen, Bindegewebserkrankungen, geplante Operation mit Narkose.

Mögliche Nebenwirkungen

Häufig (1 bis 10 von 100)

  • Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit
  • Niedriger Blutdruck, Schwindel beim Aufstehen
  • Veränderungen der Blutsalze, Muskelkrämpfe, erhöhte Harnsäure, erhöhter Blutzucker, erhöhte Blutfette

Gelegentlich

  • Übelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen
  • Hautausschlag, Juckreiz
  • Anstieg der Nierenwerte, erhöhter Kaliumspiegel
  • erhöhte Lichtempfindlichkeit, Sehstörungen, Erektionsstörungen

Selten bis sehr selten

  • Angioödem: Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen — bei ACE-Hemmern häufiger, bei Sartanen ebenfalls möglich
  • Blutbildveränderungen, Leberwerterhöhung, Gelbsucht
  • Verschlechterung der Nierenfunktion
  • Gichtanfall, Bauchspeicheldrüsenentzündung, schwere Hautreaktionen; bei langer Anwendung erhöhtes Risiko für weißen Hautkrebs — deshalb die Haut vor starker Sonne schützen und Hautveränderungen ärztlich abklären lassen

Sofort ärztlich abklären lassen bei: Schwellung im Gesicht, an Lippen, Zunge oder Rachen, Atemnot, Schluckbeschwerden, starkem Schwindel mit drohender Ohnmacht, deutlich verminderter Urinmenge, Muskelschwäche mit Herzstolpern.

Kontrollen: Nierenwerte, Kalium und die übrigen Blutsalze, Blutzucker und Harnsäure gehören regelmäßig kontrolliert.

Wechselwirkungen

  • Kaliumsparende entwässernde Mittel, Kaliumersatz, kaliumhaltige Salzersatzprodukte, Heparin: Der Kaliumspiegel kann steigen. Zugleich senkt der entwässernde Anteil das Kalium — die Werte sind deshalb besonders zu beobachten.
  • Andere Mittel, die auf dasselbe System wirken (ACE-Hemmer plus Sartan, Aliskiren): Die Kombination wird nicht empfohlen.
  • Entzündungshemmende Schmerzmittel: schwächen die Wirkung ab und belasten die Nieren.
  • Lithium: Blutspiegel kann gefährlich steigen.
  • Zuckersenkende Mittel und Insulin: Der Bedarf kann sich ändern.
  • Kortisonpräparate, Abführmittel, Amphotericin B: verstärken den Kaliumverlust. Herzglykoside: erhöhtes Risiko für Rhythmusstörungen bei niedrigem Kalium.
  • Alkohol verstärkt den Blutdruckabfall.

Bitte alle eingenommenen Arzneimittel angeben, auch nicht verschreibungspflichtige.

Häufige Fragen

Quellen

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Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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