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Ramipril HEXAL® plus Amlodipin
Bluthochdruck

Ramipril HEXAL® plus Amlodipin

Ramipril mit Amlodipin — ACE-Hemmer und Kalziumkanalblocker gegen Bluthochdruck.

Verschreibungspflichtig
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Was ist Ramipril HEXAL® plus Amlodipin?

Ramipril HEXAL® plus Amlodipin ist ein Kombinationspräparat gegen Bluthochdruck mit zwei Wirkstoffen in einer Hartkapsel: dem ACE-Hemmer Ramipril und dem Kalziumkanalblocker Amlodipin. Es ist in den Stärken 5 mg/5 mg, 5 mg/10 mg, 10 mg/5 mg und 10 mg/10 mg erhältlich.

Angewendet wird es als Ersatz für zwei Einzelpräparate bei Erwachsenen mit Bluthochdruck, deren Blutdruck mit Ramipril und Amlodipin in derselben Dosiskombination bereits gut eingestellt ist. Als Ersttherapie ist die feste Kombination nicht vorgesehen; die Dosis wird zunächst mit den Einzelwirkstoffen eingestellt.

Eingenommen wird einmal täglich eine Hartkapsel. Die Behandlung ist eine Dauerbehandlung.

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Ramipril/Amlodipin

Das Präparat senkt den Blutdruck über zwei Wege.

Ramipril ist ein ACE-Hemmer. Es hemmt das Enzym, das den gefäßverengenden Stoff Angiotensin II bildet. Die Gefäße entspannen sich, und das Herz pumpt gegen einen geringeren Widerstand.

Amlodipin ist ein Kalziumkanalblocker. Es entspannt die Muskulatur in den Gefäßwänden, wodurch sich die Gefäße weiten.

Beide Wirkstoffe greifen an unterschiedlichen Punkten an und verstärken sich gegenseitig. Die feste Kombination kommt infrage, wenn ein Wirkstoff allein den Blutdruck nicht ausreichend senkt.

Für wen ist es geeignet?

Ramipril HEXAL® plus Amlodipin ist geeignet für:

  • Erwachsene mit Bluthochdruck, die bereits mit Ramipril und Amlodipin in genau dieser Dosierung gut eingestellt sind und auf eine Kapsel umgestellt werden sollen
  • Menschen, bei denen die Dosis beider Wirkstoffe zuvor getrennt ermittelt wurde

Nicht geeignet als Ersttherapie bei Bluthochdruck, in der Schwangerschaft ab dem vierten Monat und in der Stillzeit, nach einem früheren Angioödem unter einem ACE-Hemmer oder aus unbekannter Ursache, bei schwerer Nieren- oder Leberfunktionsstörung, bei beidseitiger Nierenarterienverengung sowie für Kinder und Jugendliche. Vollständige Liste unter Gegenanzeigen.

Ob Ramipril HEXAL® plus Amlodipin im Einzelfall passt, entscheidet die ärztliche Prüfung.

Verfügbare Dosierungen

Verfügbare Stärken:

  • 5 mg/5 mg, 5 mg/10 mg, 10 mg/5 mg und 10 mg/10 mg (Ramipril/Amlodipin) je Hartkapsel

Packungsgrößen:

  • 100 Hartkapseln (zugelassen auch 30, 50, 56, 60 und 98)

Dosierung:

  • Einmal täglich eine Hartkapsel, zu einer festen Tageszeit, mit etwas Wasser
  • Tageshöchstdosis eine Kapsel 10 mg/10 mg
  • Bei eingeschränkter Nierenfunktion wird die Dosis über die Einzelwirkstoffe ermittelt; Nierenfunktion und Kaliumspiegel werden während der Behandlung kontrolliert
  • Keine Grapefruit und keinen Grapefruitsaft
  • Dauerbehandlung; nicht eigenmächtig absetzen

Darreichung und Packungsgrößen

Laut Arzneimittelkatalog sind 2 Packungsvarianten gelistet: 2 Stärken in einer Packungsgröße.

Darreichungsform
Hartkapsel
Stärken
5/5 mg, 10/5 mg
Packungsgrößen
28 Stück
StärkePackungPZNReichweite
5/5 mg28 Stück0963508828 Tage
10/5 mg28 Stück0963514828 Tage

Gelistete Packungen laut Arzneimittelkatalog. Welche davon aktuell lieferbar sind und was sie kosten, steht in der Preisübersicht.

Die Pharmazentralnummer (PZN) ist die bundesweit eindeutige Kennnummer einer Packung.

Die Reichweite ist der im Katalog hinterlegte Wert für die übliche Dosierung. Wie lange eine Packung tatsächlich reicht, hängt von der ärztlich festgelegten Dosis ab.

Einnahmehinweise

  • Einmal täglich eine Tablette, zu einer festen Tageszeit, mit etwas Wasser.
  • Keine Grapefruit und keinen Grapefruitsaft.
  • Die Behandlung ist eine Dauerbehandlung; nicht eigenmächtig absetzen.

Zu Beginn und nach einer Dosiserhöhung kann der Blutdruck stärker abfallen. Langsam aufstehen.

Trockener Reizhusten ist eine typische Begleiterscheinung von ACE-Hemmern. Er ist harmlos, aber oft hartnäckig — bitte ärztlich ansprechen statt selbst abzusetzen.

Vergessene Einnahme: Fällt es am selben Tag auf, kann die Tablette nachgeholt werden. Sonst am nächsten Tag weitermachen — nicht die doppelte Menge.

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei:

  • Schwangerschaft ab dem vierten Monat und Stillzeit. Sowohl ACE-Hemmer als auch Sartane können das ungeborene Kind schwer schädigen. Bei Kinderwunsch oder festgestellter Schwangerschaft ist ärztlich umzustellen.
  • Früherem Angioödem nach einem ACE-Hemmer oder aus unbekannter Ursache.
  • Nierenarterienverengung beidseits oder bei Einzelniere.
  • Gleichzeitiger Anwendung von Aliskiren bei Zuckerkrankheit oder eingeschränkter Nierenfunktion.
  • Gleichzeitiger Behandlung mit Sacubitril/Valsartan.

Ärztlich abzuklären: eingeschränkte Nierenfunktion, erhöhter Kaliumspiegel, Flüssigkeits- oder Salzmangel, Zuckerkrankheit, Lebererkrankungen, Bindegewebserkrankungen, geplante Operation mit Narkose.

Mögliche Nebenwirkungen

Häufig (1 bis 10 von 100)

  • Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit
  • Niedriger Blutdruck, Schwindel beim Aufstehen
  • Trockener Reizhusten
  • Wasseransammlungen in den Knöcheln, Gesichtsrötung, Herzklopfen

Gelegentlich

  • Übelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen
  • Hautausschlag, Juckreiz
  • Anstieg der Nierenwerte, erhöhter Kaliumspiegel

Selten bis sehr selten

  • Angioödem: Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen — bei ACE-Hemmern häufiger, bei Sartanen ebenfalls möglich
  • Blutbildveränderungen, Leberwerterhöhung, Gelbsucht
  • Verschlechterung der Nierenfunktion

Sofort ärztlich abklären lassen bei: Schwellung im Gesicht, an Lippen, Zunge oder Rachen, Atemnot, Schluckbeschwerden, starkem Schwindel mit drohender Ohnmacht, deutlich verminderter Urinmenge, Muskelschwäche mit Herzstolpern.

Wechselwirkungen

  • Andere Mittel, die auf dasselbe System wirken (ACE-Hemmer plus Sartan, Aliskiren): Die Kombination wird nicht empfohlen.
  • Entzündungshemmende Schmerzmittel: schwächen die Wirkung ab und belasten die Nieren.
  • Lithium: Blutspiegel kann gefährlich steigen.
  • Zuckersenkende Mittel und Insulin: Der Bedarf kann sich ändern.
  • Grapefruit, bestimmte Mittel gegen Pilzinfektionen, Clarithromycin, Erythromycin, HIV-Mittel: erhöhen den Blutspiegel. Simvastatin: Dosis begrenzen.
  • Alkohol verstärkt den Blutdruckabfall.

Bitte alle eingenommenen Arzneimittel angeben, auch nicht verschreibungspflichtige.

Häufige Fragen

Quellen

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Ein zugelassener Arzt prüft Ihre Angaben und stellt bei Eignung ein Rezept aus. Diskret und sicher.

Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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