Was ist Ramipril - 1 A Pharma® plus?
Ramipril - 1 A Pharma® plus ist ein Kombinationspräparat gegen Bluthochdruck mit zwei Wirkstoffen in einer Tablette: dem ACE-Hemmer Ramipril und dem entwässernden Mittel Hydrochlorothiazid. Es ist in den Stärken 5 mg/25 mg (wirkstoffgleiche Präparate anderer Hersteller auch als 2,5 mg/12,5 mg) erhältlich.
Angewendet wird es bei Erwachsenen mit essenzieller Hypertonie, deren Blutdruck mit Ramipril oder Hydrochlorothiazid allein nicht ausreichend gesenkt wird. Als Ersttherapie ist die feste Kombination nicht vorgesehen; die Dosis wird zunächst mit den Einzelwirkstoffen eingestellt.
Eingenommen wird einmal täglich eine Tablette. Die Behandlung ist eine Dauerbehandlung.
Wirkstoffe & Wirkungsweise
Wirkstoff: Ramipril/HCT
Das Präparat senkt den Blutdruck über zwei Wege.
Ramipril ist ein ACE-Hemmer. Es hemmt das Enzym, das den gefäßverengenden Stoff Angiotensin II bildet. Die Gefäße entspannen sich, und das Herz pumpt gegen einen geringeren Widerstand.
Hydrochlorothiazid ist ein entwässerndes Mittel. Es lässt die Nieren mehr Salz und Wasser ausscheiden, wodurch die Flüssigkeitsmenge im Kreislauf sinkt.
Beide Wirkstoffe greifen an unterschiedlichen Punkten an und verstärken sich gegenseitig. Die feste Kombination kommt infrage, wenn ein Wirkstoff allein den Blutdruck nicht ausreichend senkt.
Für wen ist es geeignet?
Ramipril - 1 A Pharma® plus ist geeignet für:
- Erwachsene mit Bluthochdruck (essenzielle Hypertonie), deren Blutdruck mit Ramipril oder Hydrochlorothiazid allein nicht ausreichend gesenkt wird
- Menschen, die beide Wirkstoffe bereits getrennt einnehmen und auf eine Tablette umgestellt werden sollen
Nicht geeignet als Ersttherapie bei Bluthochdruck, in der Schwangerschaft ab dem vierten Monat und in der Stillzeit, nach einem früheren Angioödem unter einem ACE-Hemmer oder aus unbekannter Ursache, bei schwerer Nieren- oder Leberfunktionsstörung, bei beidseitiger Nierenarterienverengung, bei fehlender Harnproduktion, bei therapieresistent erniedrigtem Kalium- oder Natriumspiegel, erhöhtem Kalziumspiegel oder Gicht sowie für Kinder und Jugendliche. Vollständige Liste unter Gegenanzeigen.
Ob Ramipril - 1 A Pharma® plus im Einzelfall passt, entscheidet die ärztliche Prüfung.
Verfügbare Dosierungen
Verfügbare Stärken:
- 5 mg/25 mg (wirkstoffgleiche Präparate anderer Hersteller auch als 2,5 mg/12,5 mg) (Ramipril/Hydrochlorothiazid) je Tablette
Packungsgrößen:
- 100 Tabletten (weitere Größen zugelassen)
Dosierung:
- Einmal täglich eine Tablette, morgens, mit etwas Wasser, unabhängig von den Mahlzeiten
- Zu Beginn die niedrigstmögliche Stärke; falls nötig schrittweise erhöhen. Höchstens 10 mg Ramipril und 25 mg Hydrochlorothiazid am Tag
- Bei eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 30 bis 60 ml/min) nur die niedrigste Stärke; bei schwerer Nierenfunktionsstörung nicht anwenden
- Wer bereits ein entwässerndes Mittel nimmt, beginnt besonders vorsichtig, weil der Blutdruck zu Beginn stark abfallen kann
- Dauerbehandlung; nicht eigenmächtig absetzen
Darreichung und Packungsgrößen
Laut Arzneimittelkatalog ist eine Packungsvariante gelistet: eine Stärke in einer Packungsgröße.
- Darreichungsform
- Filmtablette
- Stärken
- 5/25 mg
- Packungsgrößen
- 100 Stück
| Stärke | Packung | PZN | Reichweite |
|---|---|---|---|
| 5/25 mg | 100 Stück | 02889615 | 100 Tage |
Gelistete Packungen laut Arzneimittelkatalog. Welche davon aktuell lieferbar sind und was sie kosten, steht in der Preisübersicht.
Die Pharmazentralnummer (PZN) ist die bundesweit eindeutige Kennnummer einer Packung.
Die Reichweite ist der im Katalog hinterlegte Wert für die übliche Dosierung. Wie lange eine Packung tatsächlich reicht, hängt von der ärztlich festgelegten Dosis ab.
Einnahmehinweise
- Einmal täglich eine Tablette, zu einer festen Tageszeit, mit etwas Wasser.
- Morgens einnehmen, damit der entwässernde Effekt nicht nachts wirkt.
- Die Behandlung ist eine Dauerbehandlung; nicht eigenmächtig absetzen.
Zu Beginn und nach einer Dosiserhöhung kann der Blutdruck stärker abfallen. Langsam aufstehen.
Auf ausreichendes Trinken achten — besonders bei Hitze, Fieber, Durchfall oder Erbrechen.
Trockener Reizhusten ist eine typische Begleiterscheinung von ACE-Hemmern. Er ist harmlos, aber oft hartnäckig — bitte ärztlich ansprechen statt selbst abzusetzen.
Vergessene Einnahme: Fällt es am selben Tag auf, kann die Tablette nachgeholt werden. Sonst am nächsten Tag weitermachen — nicht die doppelte Menge.
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei:
- Überempfindlichkeit gegen einen der Wirkstoffe oder sonstigen Bestandteile; auch gegen andere Sulfonamide.
- Schwangerschaft ab dem vierten Monat und Stillzeit. Sowohl ACE-Hemmer als auch Sartane können das ungeborene Kind schwer schädigen. Bei Kinderwunsch oder festgestellter Schwangerschaft ist ärztlich umzustellen.
- Früherem Angioödem nach einem ACE-Hemmer oder aus unbekannter Ursache.
- Schwerer Nieren- oder Leberfunktionsstörung; fehlender Harnproduktion.
- Nierenarterienverengung beidseits oder bei Einzelniere.
- Gleichzeitiger Anwendung von Aliskiren bei Zuckerkrankheit oder eingeschränkter Nierenfunktion.
- Gleichzeitiger Behandlung mit Sacubitril/Valsartan.
- Erniedrigtem Kalium- oder Natriumspiegel, erhöhtem Kalziumspiegel, Gicht.
Ärztlich abzuklären: eingeschränkte Nierenfunktion, erhöhter Kaliumspiegel, Flüssigkeits- oder Salzmangel, Zuckerkrankheit, Lebererkrankungen, Bindegewebserkrankungen, geplante Operation mit Narkose.
Mögliche Nebenwirkungen
Häufig (1 bis 10 von 100)
- Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit
- Niedriger Blutdruck, Schwindel beim Aufstehen
- Trockener Reizhusten
- Veränderungen der Blutsalze, Muskelkrämpfe, erhöhte Harnsäure, erhöhter Blutzucker, erhöhte Blutfette
Gelegentlich
- Übelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen
- Hautausschlag, Juckreiz
- Anstieg der Nierenwerte, erhöhter Kaliumspiegel
- erhöhte Lichtempfindlichkeit, Sehstörungen, Erektionsstörungen
Selten bis sehr selten
- Angioödem: Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen — bei ACE-Hemmern häufiger, bei Sartanen ebenfalls möglich
- Blutbildveränderungen, Leberwerterhöhung, Gelbsucht
- Verschlechterung der Nierenfunktion
- Gichtanfall, Bauchspeicheldrüsenentzündung, schwere Hautreaktionen; bei langer Anwendung erhöhtes Risiko für weißen Hautkrebs — deshalb die Haut vor starker Sonne schützen und Hautveränderungen ärztlich abklären lassen
Sofort ärztlich abklären lassen bei: Schwellung im Gesicht, an Lippen, Zunge oder Rachen, Atemnot, Schluckbeschwerden, starkem Schwindel mit drohender Ohnmacht, deutlich verminderter Urinmenge, Muskelschwäche mit Herzstolpern.
Kontrollen: Nierenwerte, Kalium und die übrigen Blutsalze, Blutzucker und Harnsäure gehören regelmäßig kontrolliert.
Wechselwirkungen
- Kaliumsparende entwässernde Mittel, Kaliumersatz, kaliumhaltige Salzersatzprodukte, Heparin: Der Kaliumspiegel kann steigen. Zugleich senkt der entwässernde Anteil das Kalium — die Werte sind deshalb besonders zu beobachten.
- Andere Mittel, die auf dasselbe System wirken (ACE-Hemmer plus Sartan, Aliskiren): Die Kombination wird nicht empfohlen.
- Entzündungshemmende Schmerzmittel: schwächen die Wirkung ab und belasten die Nieren.
- Lithium: Blutspiegel kann gefährlich steigen.
- Zuckersenkende Mittel und Insulin: Der Bedarf kann sich ändern.
- Kortisonpräparate, Abführmittel, Amphotericin B: verstärken den Kaliumverlust. Herzglykoside: erhöhtes Risiko für Rhythmusstörungen bei niedrigem Kalium.
- Alkohol verstärkt den Blutdruckabfall.
Bitte alle eingenommenen Arzneimittel angeben, auch nicht verschreibungspflichtige.
Häufige Fragen
Quellen
Ähnliche Medikamente
Passt Ramipril - 1 A Pharma® plus zu Ihnen?
Ein zugelassener Arzt prüft Ihre Angaben und stellt bei Eignung ein Rezept aus. Diskret und sicher.
Wichtiger Hinweis
Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.
Pflichthinweis
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.





