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Methocarbamol
Schmerzen

Methocarbamol (Ortoton®)

Zentral wirksames Muskelrelaxans – bei schmerzhaften Muskelverspannungen.

Verschreibungspflichtig
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Was ist Methocarbamol?

Methocarbamol ist ein zentral wirksames Muskelrelaxans zur Behandlung schmerzhafter Muskelverspannungen. Das bekannteste Markenpräparat ist Ortoton®. Methocarbamol wird häufig bei akuten Rückenschmerzen mit Muskelverhärtungen eingesetzt.

Der Wirkstoff entspannt die Skelettmuskulatur, ohne die willkürliche Motorik stark zu beeinträchtigen. Er wirkt über das zentrale Nervensystem und reduziert pathologisch erhöhte Muskelspannung.

Methocarbamol wird in der Regel als Begleitmedikation zusammen mit Schmerzmitteln und Physiotherapie eingesetzt.

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Methocarbamol

Methocarbamol wirkt zentral muskelentspannend:

Wirkmechanismus:

  • Hemmt polysynaptische Reflexe im Rückenmark und Hirnstamm
  • Reduziert pathologisch erhöhten Muskeltonus
  • Durchbricht den Teufelskreis aus Schmerz – Verspannung – Schmerz

Besonderheit:

  • Wirkt primär auf die übersteigerte Muskelspannung
  • Die normale Muskelkraft bleibt weitgehend erhalten
  • Geringere Sedierung als andere Muskelrelaxanzien

Pharmakokinetik:

  • Wirkungseintritt: ca. 30 Minuten
  • Halbwertszeit: 1–2 Stunden
  • Wird in der Leber metabolisiert

Für wen ist es geeignet?

Methocarbamol ist geeignet für:

  • Akute schmerzhafte Muskelverspannungen
  • Rückenschmerzen mit muskulärer Komponente
  • Nacken- und Schulterverspannungen
  • Lumbago (Hexenschuss)
  • Muskelkrämpfe nach Verletzungen

Wird empfohlen als:

  • Begleittherapie zu Analgetika
  • Ergänzung zu Physiotherapie
  • Kurzzeitbehandlung (max. 2–3 Wochen)

Nicht geeignet:

  • Bei Myasthenia gravis
  • Bei Epilepsie
  • Bei schwerer Niereninsuffizienz
  • Für Kinder unter 15 Jahren

Verfügbare Dosierungen

Tabletten:

  • 750 mg

Übliche Dosierung (Erwachsene):

  • Anfangsdosis: 3 × 2 Tabletten (4500 mg/Tag) für 2–3 Tage
  • Erhaltungsdosis: 3 × 1 Tablette (2250 mg/Tag)

Behandlungsdauer:

  • In der Regel 2–3 Wochen
  • Nicht zur Langzeitanwendung bestimmt

Hinweis: Die Anfangsdosis ist bewusst hoch, um den Verspannungszyklus schnell zu durchbrechen.

Darreichung und Packungsgrößen

Laut Arzneimittelkatalog sind 2 Packungsvarianten gelistet: eine Stärke in 2 Packungsgrößen. Die Packungen reichen von 20 bis 50 Stück.

Darreichungsform
Filmtablette
Stärken
750 mg
Packungsgrößen
20 Stück, 50 Stück
StärkePackungPZNReichweite
750 mg20 Stück14179770medications.detail.sections.packagesSupplyDays
750 mg50 Stück14043645medications.detail.sections.packagesSupplyDays

Gelistete Packungen laut Arzneimittelkatalog. Welche davon aktuell lieferbar sind und was sie kosten, steht in der Preisübersicht.

Die Pharmazentralnummer (PZN) ist die bundesweit eindeutige Kennnummer einer Packung.

Die Reichweite ist der im Katalog hinterlegte Wert für die übliche Dosierung. Wie lange eine Packung tatsächlich reicht, hängt von der ärztlich festgelegten Dosis ab.

Einnahmehinweise

Einnahme:

  • Tabletten unzerkaut mit ausreichend Wasser einnehmen
  • Unabhängig von Mahlzeiten
  • 3-mal täglich in gleichmäßigen Abständen

Wichtige Hinweise:

  • Einschränkung der Verkehrstüchtigkeit möglich
  • Kein Alkohol während der Behandlung (verstärkte Sedierung)
  • Kann den Urin dunkel verfärben (harmlos)
  • Bei Schwindel oder Müdigkeit kein Auto fahren

Gegenanzeigen

Methocarbamol darf nicht eingenommen werden bei:

  • Überempfindlichkeit gegen Methocarbamol
  • Myasthenia gravis
  • Komatösen Zuständen
  • Epilepsie
  • Schwerer Niereninsuffizienz

Vorsicht bei:

  • Leberinsuffizienz
  • Mäßiger Niereninsuffizienz
  • Älteren Patienten (Sturzgefahr)

Schwangerschaft/Stillzeit: Nicht empfohlen mangels ausreichender Daten.

Mögliche Nebenwirkungen

Häufig (1–10 %):

  • Schwindel
  • Müdigkeit, Benommenheit
  • Übelkeit
  • Kopfschmerzen

Gelegentlich (0,1–1 %):

  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Allergische Hautreaktionen
  • Sehstörungen
  • Verwirrtheit

Selten:

  • Bradykardie (verlangsamter Herzschlag)
  • Anaphylaktische Reaktionen

Urinverfärbung: Kann den Urin braun, schwarz oder grünlich verfärben – ist harmlos.

Wechselwirkungen

Verstärkte Sedierung mit:

  • Alkohol
  • Benzodiazepinen
  • Opioiden
  • Antihistaminika
  • Trizyklischen Antidepressiva

Sonstige:

  • Pyridostigmin: Wirkung kann abgeschwächt werden (Myasthenia gravis)
  • Zentral wirkende Medikamente allgemein: gegenseitige Wirkungsverstärkung

Hinweis: Methocarbamol hat relativ wenige klinisch relevante Wechselwirkungen im Vergleich zu anderen Muskelrelaxanzien.

Häufige Fragen

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Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.