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Junik®
Asthma & Atemwege

Junik®

Inhalatives Kortikoid mit Beclometason — atemzuggesteuerter Autohaler für die Dauertherapie.

Verschreibungspflichtig
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Was ist Junik®?

Junik® ist ein inhalatives Kortikoid mit dem Wirkstoff Beclometasondipropionat. Hergestellt wird es von der InfectoPharm Arzneimittel und Consilium GmbH in Heppenheim. Angewendet wird es bei Asthma bronchiale und bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD).

Junik® ist kein Notfallmedikament. Es löst einen akuten Anfall nicht, sondern soll Anfälle verhindern, wenn es regelmäßig angewendet wird. Für den akuten Fall braucht es ein rasch wirksames Bedarfsspray, das der Arzt gesondert verordnet.

Die Darreichung erfolgt als Autohaler, einem atemzuggesteuerten Dosieraerosol: Der Sprühstoß wird durch das Einatmen selbst ausgelöst. Auslösen und Einatmen müssen also nicht von Hand aufeinander abgestimmt werden — der Unterschied zu einem gewöhnlichen Dosieraerosol.

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Beclometasondipropionat

Beclometasondipropionat gehört zu den Glukokortikoiden. Nach dem Einatmen wird es in der Lunge zu Beclometason-17-propionat umgewandelt, der Form, die entzündungshemmend wirkt.

Was sich in den Atemwegen ändert:

  • Die entzündliche Schwellung der Bronchialschleimhaut geht zurück
  • Die Schleimbildung nimmt ab
  • Die Bronchien reagieren weniger empfindlich auf Reize wie kalte Luft, Rauch oder Anstrengung

Die Wirkung setzt nicht sofort ein. Bis eine Dauertherapie trägt, vergehen in der Regel einige Tage bis Wochen. Deshalb wird Junik® regelmäßig angewendet und nicht nach Bedarf — auch dann, wenn es einem gerade gut geht.

Für wen ist es geeignet?

Junik® kommt in Betracht bei:

  • Asthma bronchiale, als entzündungshemmende Dauertherapie
  • Chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD)
  • Patientinnen und Patienten, denen die Abstimmung von Auslösen und Einatmen bei einem gewöhnlichen Dosieraerosol schwerfällt — der Autohaler nimmt ihnen diesen Schritt ab

Ob es im Einzelfall passt, entscheidet die ärztliche Beurteilung. Für einen akuten Asthmaanfall ist Junik® nicht geeignet.

Verfügbare Dosierungen

Im Katalog geführte Packung:

  • 100 µg Beclometasondipropionat je Sprühstoß, Autohaler mit 120 Hüben (PZN 00323861)

Dosierung laut Gebrauchsinformation:

  • Kinder von 5 bis 12 Jahren: 1 Sprühstoß, zweimal täglich
  • Ab 12 Jahren und Erwachsene: 1 bis 2 Sprühstöße, zweimal täglich
  • Bei starken Beschwerden: 2 bis 4 Sprühstöße, zweimal täglich

Die für dich zutreffende Dosis legt die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt fest. Verbindlich ist die Gebrauchsinformation des Präparats.

Darreichung und Packungsgrößen

Laut Arzneimittelkatalog ist eine Packungsvariante gelistet: eine Stärke in einer Packungsgröße.

Darreichungsform
Dosieraerosol
Stärken
100 μg
Packungsgrößen
120 Hübe Stück
StärkePackungPZNReichweite
100 μg120 Hübe Stück0032386130 Tage

Gelistete Packungen laut Arzneimittelkatalog. Welche davon aktuell lieferbar sind und was sie kosten, steht in der Preisübersicht.

Die Pharmazentralnummer (PZN) ist die bundesweit eindeutige Kennnummer einer Packung.

Die Reichweite ist der im Katalog hinterlegte Wert für die übliche Dosierung. Wie lange eine Packung tatsächlich reicht, hängt von der ärztlich festgelegten Dosis ab.

Einnahmehinweise

Die Anwendung erfolgt durch Inhalation und sollte vor dem Essen stattfinden.

Zur Bedienung des Autohalers: Die Gebrauchsinformation des Präparats gibt bewusst keine Schritt-für-Schritt-Anleitung, sondern verweist darauf, sich die Anwendung von Arzt oder Apotheker zeigen zu lassen. Halten Sie sich daran — die Inhalationstechnik entscheidet darüber, ob der Wirkstoff die Lunge überhaupt erreicht, und sie unterscheidet sich je nach Gerätetyp.

Was unabhängig davon gilt:

  • Regelmäßig anwenden, auch in beschwerdefreien Zeiten
  • Nach jeder Anwendung den Mund mit Wasser ausspülen und ausspucken. Das senkt das Risiko für Pilzbefall im Mund und für Heiserkeit
  • Die Therapie nicht eigenmächtig absetzen, auch wenn es besser geht
  • Bei akuter Atemnot ist Junik® nicht das richtige Mittel — dafür ist das Bedarfsspray da

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei:

  • Überempfindlichkeit gegen Beclometasondipropionat oder einen der sonstigen Bestandteile

Besondere Vorsicht ist geboten bei:

  • Aktiver oder ruhender Lungentuberkulose
  • Pilz-, Virus- oder bakteriellen Infektionen der Atemwege
  • Schwerer Leberfunktionsstörung

Schwangerschaft und Stillzeit: Ein gut eingestelltes Asthma ist für Mutter und Kind sicherer als ein schlecht eingestelltes. Ob und wie die Therapie fortgeführt wird, entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt. Verbindlich ist die Gebrauchsinformation des Präparats.

Mögliche Nebenwirkungen

Häufig (1-10%):

  • Mundsoor (orale Candidose)
  • Heiserkeit
  • Rachenreizung
  • Husten nach Inhalation

Gelegentlich:

  • Kopfschmerzen
  • Geschmacksstörungen

Selten (bei hohen Dosen/Langzeittherapie):

  • Nebennierensuppression
  • Wachstumsverlangsamung bei Kindern
  • Knochendichteminderung
  • Katarakt, Glaukom
  • Hautveränderungen

Vorbeugung: Mund nach jeder Inhalation ausspülen. Niedrigstmögliche Dosis verwenden.

Wechselwirkungen

Bei inhalativen Kortikoiden gelangt nur ein kleiner Teil des Wirkstoffs in den Blutkreislauf. Wechselwirkungen sind deshalb seltener als bei Tabletten, aber nicht ausgeschlossen.

Ärztlich abklären lassen:

  • Starke Hemmstoffe des Enzyms CYP3A4, etwa Ritonavir, Ketoconazol oder Itraconazol. Sie können die systemische Kortikoidwirkung verstärken
  • Weitere kortisonhaltige Arzneimittel, auch Tabletten, Salben oder Nasensprays

Kein Widerspruch: Bronchienerweiternde Bedarfssprays werden bewusst zusätzlich angewendet — sie ergänzen die Dauertherapie und ersetzen sie nicht.

Nennen Sie der Ärztin oder dem Arzt alle Mittel, die Sie regelmäßig anwenden. Verbindlich ist die Gebrauchsinformation.

Häufige Fragen

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Ein zugelassener Arzt prüft Ihre Angaben und stellt bei Eignung ein Rezept aus. Diskret und sicher.

Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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