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Ventolair
Asthma & Atemwege

Ventolair

Inhalatives Kortikoid mit Beclometason in extrafeiner Formulierung – effektive Asthma-Basistherapie.

Verschreibungspflichtig
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Was ist Ventolair?

Ventolair ist ein Dosieraerosol mit dem inhalativen Kortikoid Beclometasondipropionat in extrafeiner Formulierung. Die besonders kleinen Partikel erreichen auch die feinen, peripheren Atemwege und sorgen so für eine bessere Wirkstoffverteilung in der gesamten Lunge.

Das Medikament wird zur vorbeugenden Langzeitbehandlung von Asthma bronchiale eingesetzt. Neben dem klassischen Dosieraerosol ist auch die atemzuggesteuerte Variante Ventolair Easi Breathe verfügbar.

Die extrafeine Formulierung ermöglicht niedrigere Dosierungen bei vergleichbarer Wirksamkeit gegenüber herkömmlichen Beclometason-Inhalatoren.

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Beclometasondipropionat

Beclometason in extrafeiner Formulierung:

Besonderheit der extrafeinen Partikel:

  • Partikelgröße etwa 1 µm (statt 3-5 µm bei herkömmlichen)
  • Erreichen auch kleine Atemwege (< 2 mm Durchmesser)
  • Höhere Lungendeposition (ca. 50-60% statt 10-20%)
  • Gleichmäßigere Verteilung in der gesamten Lunge

Wirkmechanismus: 1. Beclometason wird in der Lunge zum aktiven 17-BMP umgewandelt 2. Bindet an Glukokortikoidrezeptoren 3. Hemmt Entzündungsmediatoren 4. Reduziert Schleimhautschwellung und Hyperreagibilität

Klinischer Vorteil: Durch die bessere Verteilung können niedrigere Dosen bei gleicher Wirksamkeit eingesetzt werden.

Für wen ist es geeignet?

Ventolair ist geeignet für:

  • Asthma bronchiale bei Erwachsenen und Jugendlichen
  • Als Basistherapie (Controller)
  • Patienten, die von extrafeiner Formulierung profitieren

Ventolair Easi Breathe:

  • Atemzuggesteuert – kein Koordinationsproblem
  • Besonders für ältere Patienten geeignet
  • Automatische Auslösung beim Einatmen

Nicht geeignet:

  • Zur Akutbehandlung von Atemnot
  • Bei akutem Asthmaanfall

Verfügbare Dosierungen

Ventolair Dosieraerosol:

  • 100 µg pro Hub (extrafein)
  • 200 µg pro Hub (extrafein)

Dosierung bei Asthma (Erwachsene):

  • Leicht: 100-200 µg pro Tag
  • Mittel: 200-400 µg pro Tag
  • Schwer: 400-800 µg pro Tag

Achtung – Dosisumrechnung: Wegen der höheren Lungendeposition entsprechen die extrafeinen Dosen etwa dem Doppelten der herkömmlichen Formulierung. 100 µg extrafein ≈ 200 µg konventionell.

Einnahmehinweise

Ventolair Dosieraerosol: 1. Schutzkappe entfernen, Spray schütteln 2. Tief ausatmen 3. Mundstück mit Lippen umschließen 4. Langsam und tief einatmen, dabei Sprühstoß auslösen 5. Atem 10 Sekunden anhalten 6. Langsam ausatmen 7. Mund ausspülen und ausspucken

Ventolair Easi Breathe: 1. Schutzkappe öffnen 2. Tief ausatmen 3. Mundstück umschließen 4. Normal einatmen – Spray löst automatisch aus 5. Atem anhalten 6. Mund ausspülen

Wichtig:

  • Regelmäßig anwenden
  • Mund immer ausspülen
  • Nicht abrupt absetzen

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei:

  • Überempfindlichkeit gegen Beclometason oder Bestandteile

Vorsicht bei:

  • Aktiver Lungentuberkulose
  • Pilz- oder Virusinfektionen der Atemwege
  • Schwerer Leberinsuffizienz

Schwangerschaft: Kann bei Asthma angewendet werden.

Stillzeit: Anwendung möglich bei entsprechender Indikation.

Mögliche Nebenwirkungen

Häufig (1-10%):

  • Mundsoor
  • Heiserkeit
  • Rachenreizung

Gelegentlich:

  • Kopfschmerzen
  • Husten

Selten (bei hohen Dosen/Langzeittherapie):

  • Systemische Kortikoideffekte
  • Nebennierensuppression

Vorbeugung: Mund nach jeder Inhalation ausspülen und ausspucken.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen:

  • CYP3A4-Hemmer – geringeres Risiko als bei Fluticason
  • Beclometason wird bevorzugt bei gleichzeitiger Ritonavir-Therapie

Keine relevante Wechselwirkung mit:

  • Bronchodilatatoren
  • Den meisten gängigen Medikamenten

Häufige Fragen

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Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.