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Fosfomycin
Blasenentzündung

Fosfomycin

Einmaldosis-Antibiotikum bei unkomplizierter Blasenentzündung.

Verschreibungspflichtig
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Was ist Fosfomycin?

Fosfomycin ist ein Breitspektrum-Antibiotikum, das speziell zur Einmalbehandlung von unkomplizierten Harnwegsinfektionen (Blasenentzündungen) eingesetzt wird. Eine einzige Dosis von 3 Gramm reicht aus, um die Infektion zu bekämpfen.

Das Medikament konzentriert sich stark im Urin und erreicht dort über mehrere Tage bakterizide Konzentrationen.

Bekannte Markennamen sind Monuril® und Generika.

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Fosfomycin-Trometamol 3 g

Fosfomycin wirkt bakterizid durch einen einzigartigen Mechanismus:

Wirkmechanismus: Fosfomycin hemmt das Enzym MurA (Pyruvyltransferase), das für den ersten Schritt der Zellwandsynthese von Bakterien notwendig ist. Ohne funktionsfähige Zellwand platzen die Bakterien.

Besonderheiten:

  • Einzigartiger Wirkmechanismus – eine Kreuzresistenz mit anderen Antibiotika-Klassen ist nicht bekannt
  • Sehr gute Urinkonzentrationen (bis zu 48-72 Stunden bakterizid)
  • Wirksam gegen die häufigsten Erreger von Harnwegsinfektionen
  • Geringe Resistenzentwicklung

Wirkspektrum:

  • Escherichia coli (häufigster Erreger von Blasenentzündungen)
  • Enterobacter
  • Klebsiella
  • Enterokokken
  • Proteus

Für wen ist es geeignet?

Fosfomycin ist geeignet für:

  • Frauen mit unkomplizierter akuter Zystitis (Blasenentzündung)
  • Als Einmalbehandlung bei typischen Symptomen
  • Bei erstmaligem oder seltenem Auftreten

Typische Symptome:

  • Brennen beim Wasserlassen
  • Häufiger Harndrang
  • Wenig Urin trotz Drang
  • Unterleibsschmerzen

Nicht geeignet bei:

  • Komplizierter Harnwegsinfektion
  • Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis)
  • Männern (andere Behandlung nötig)
  • Kindern unter 12 Jahren
  • Schwerer Niereninsuffizienz

Verfügbare Dosierungen

Standarddosierung:

  • 3 g Fosfomycin-Trometamol als Einmaldosis

Darreichungsform:

  • Granulat zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen
  • Beutel mit 3 g Fosfomycin

Bei rezidivierenden Infektionen: Eine Wiederholungsdosis ist nicht vorgesehen, Fosfomycin wird als Einmalgabe angewendet. Bei anhaltender Infektion wird eine gründliche ärztliche Untersuchung und Neubewertung der Diagnose empfohlen.

Darreichung und Packungsgrößen

Laut Arzneimittelkatalog ist eine Packungsvariante gelistet: eine Stärke in einer Packungsgröße.

Darreichungsform
Granulat
Stärken
3000 mg
Packungsgrößen
1 Stück
StärkePackungPZNReichweite
3000 mg1 Stück126721240 Tage

Gelistete Packungen laut Arzneimittelkatalog. Welche davon aktuell lieferbar sind und was sie kosten, steht in der Preisübersicht.

Die Pharmazentralnummer (PZN) ist die bundesweit eindeutige Kennnummer einer Packung.

Die Reichweite ist der im Katalog hinterlegte Wert für die übliche Dosierung. Wie lange eine Packung tatsächlich reicht, hängt von der ärztlich festgelegten Dosis ab.

Einnahmehinweise

Zubereitung: 1. Beutelinhalt in ein Glas mit Wasser (nicht heiß) auflösen 2. Umrühren bis aufgelöst 3. Sofort trinken

Zeitpunkt:

  • Am besten abends vor dem Schlafengehen
  • Auf nüchternen Magen (2-3 Stunden nach dem Essen)
  • Oder am Morgen nach dem Aufstehen (2-3 Stunden vor dem Frühstück)

Warum auf leeren Magen? Nahrung verlangsamt die Aufnahme und kann die Urinkonzentration verringern.

Nach der Einnahme:

  • Viel trinken, um die Blase zu spülen
  • Symptome können noch 2-3 Tage anhalten
  • Bei Verschlechterung oder Fieber Arzt aufsuchen

Gegenanzeigen

Fosfomycin darf nicht eingenommen werden bei:

  • Überempfindlichkeit gegen Fosfomycin
  • Schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance <10 ml/min)
  • Hämodialyse

Nicht zur Behandlung geeignet bei:

  • Komplizierter Harnwegsinfektion
  • Nierenbeckenentzündung
  • Männern
  • Kindern unter 12 Jahren

Schwangerschaft: Kann bei entsprechender Indikation angewendet werden. Es liegen keine Hinweise auf Schäden vor. Einzelfallentscheidung.

Stillzeit: Fosfomycin geht in die Muttermilch über. Bei Einmaldosis kurze Stillpause erwägen.

Mögliche Nebenwirkungen

Häufig (1-10%):

  • Durchfall
  • Übelkeit
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel

Gelegentlich (0,1-1%):

  • Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • Vaginale Hefepilzinfektion
  • Hautausschlag

Selten:

  • Allergische Reaktionen
  • Erhöhte Leberwerte

Hinweis: Die Nebenwirkungen sind meist mild und vorübergehend. Durchfall ist die häufigste Nebenwirkung.

Wechselwirkungen

Aufnahme reduziert durch:

  • Metoclopramid – kann Magenentleerung beschleunigen
  • Nahrung – daher nüchtern einnehmen

Keine klinisch relevanten Wechselwirkungen mit:

  • Hormoneller Verhütung
  • Den meisten anderen Medikamenten

Vorsicht: Bei gleichzeitiger Einnahme anderer nephrotoxischer Medikamente regelmäßige Nierenfunktionskontrolle.

Häufige Fragen

Ja, bei unkomplizierter Blasenentzündung ist eine Einmaldosis von 3 g Fosfomycin ausreichend. Der Wirkstoff reichert sich im Urin an und bleibt dort 48-72 Stunden wirksam.

Oft schon innerhalb von 24-48 Stunden. Symptome wie Brennen und häufiger Harndrang können aber noch 2-3 Tage nach der Einnahme anhalten, obwohl die Behandlung wirkt.

Nahrung kann die Aufnahme von Fosfomycin verlangsamen und die Konzentration im Urin verringern. Die beste Wirkung erreichen Sie bei Einnahme auf nüchternen Magen (2-3 Stunden Abstand zum Essen).

Bei rezidivierenden Infektionen ist eine Einzeldosis oft nicht ausreichend. Hier sind eventuell andere Behandlungsstrategien sinnvoll. Eine zweite Dosis ist nicht vorgesehen, Fosfomycin wird als Einmalgabe angewendet. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Nein, bei Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis) ist Fosfomycin nicht geeignet. Diese schwere Infektion erfordert eine mehrere Tage andauernde antibiotische Behandlung, oft mit anderen Antibiotika.

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Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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