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Enalapril-ratiopharm® comp.
Bluthochdruck

Enalapril-ratiopharm® comp.

Enalapril-ratiopharm® comp. - Enalapril/HCT

Prescription required
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What is Enalapril-ratiopharm® comp.?

Enalapril-ratiopharm® comp. ist eine Fixkombination aus dem ACE-Hemmer Enalapril und dem Thiazid-Diuretikum Hydrochlorothiazid (HCT). Das "comp." im Namen steht für diese Kombination. Der Einsatz erfolgt bei Bluthochdruck, wenn Enalapril allein den Blutdruck nicht ausreichend senkt. Enalapril senkt den Blutdruck durch Hemmung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems, Hydrochlorothiazid verstärkt die Wirkung durch vermehrte Ausscheidung von Natrium und Wasser.

Active Ingredients & Mechanism of Action

Active ingredient: Enalapril/HCT

Enalapril wirkt wie alle ACE-Hemmer über die Hemmung des Angiotensin-Converting-Enzyms:

Wirkmechanismus:

  • Wird im Körper zu Enalaprilat (aktive Form) umgewandelt
  • Hemmt die Umwandlung von Angiotensin I zu Angiotensin II
  • Angiotensin II ist ein starker Gefäßverenger
  • Die Gefäße erweitern sich, der Blutdruck sinkt

Besonderheiten:

  • Prodrug mit aktiver Metabolisierung in der Leber
  • Wirkungseintritt nach 1 Stunde
  • Wirkdauer der Kombination im Allgemeinen 24 Stunden

Zusätzliche Wirkungen:

  • Reduktion der Nachlast am Herzen

Hydrochlorothiazid:

  • Wirkt direkt an der Niere und steigert die Ausscheidung von Kochsalz und Wasser
  • Die blutdrucksenkende Wirkung setzt erst nach 3-4 Tagen ein
  • Enalapril kann den Kaliumverlust durch Hydrochlorothiazid abschwächen

Who is it suitable for?

Enalapril-ratiopharm® comp. ist geeignet für:

  • Erwachsene mit Bluthochdruck, deren Blutdruck mit Enalapril allein nicht ausreichend gesenkt werden konnte

Vorteile:

  • Langjährige Erfahrung und gute Studienlage

Nicht geeignet:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Angioödem in der Vorgeschichte
  • Beidseitige Nierenarterienstenose
  • Kinder und Jugendliche

Available Dosages

Bluthochdruck (Enalapril-ratiopharm® comp. 10 mg/25 mg):

  • Übliche Dosis: 1 Tablette täglich (10 mg Enalaprilmaleat und 25 mg Hydrochlorothiazid)
  • Vorher wird die Dosis mit den Einzelwirkstoffen Enalapril und Hydrochlorothiazid eingestellt. Wenn ärztlich vertretbar, ist auch ein direkter Wechsel von Enalapril allein auf die Kombination möglich.
  • Beim Wechsel von Enalapril allein auf die Kombination kann der Blutdruck zu stark abfallen, besonders bei Salz- oder Flüssigkeitsmangel (z. B. nach Erbrechen, Durchfall oder Vorbehandlung mit Entwässerungsmitteln), schwerer Herzinsuffizienz oder schwerem oder nierenbedingtem Bluthochdruck. Diese Patienten werden etwa 8 Stunden überwacht.

Eingeschränkte Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 30-60 ml/min) und ab 65 Jahren:

  • Besonders sorgfältige Dosiseinstellung mit den Einzelwirkstoffen
  • Ab 65 Jahren werden Blutdruck und Nierenfunktion überwacht

Kinder und Jugendliche:

  • Nicht empfohlen, da Wirksamkeit und Unbedenklichkeit nicht ausreichend belegt sind

Verfügbare Stärke:

  • 10 mg Enalaprilmaleat + 25 mg Hydrochlorothiazid je Tablette

Hinweis: Die Fixkombination ist kein Mittel der ersten Wahl, sondern wird verordnet, wenn die Monotherapie nicht ausreicht.

Dosage form and pack sizes

The medicines catalogue lists one pack variant: one strength in one pack size.

Dosage form
Tablette
Strengths
10/25 mg
Pack sizes
100 units
StrengthPackPZNDuration
10/25 mg100 units02752299100 days

Packs listed in the German medicines catalogue. Which of them are currently available and what they cost is shown in the price overview.

The Pharmazentralnummer (PZN) is the nationwide unique identifier of a pack in Germany.

Duration is the catalogue value for the usual dosage. How long a pack actually lasts depends on the dose your doctor prescribes.

How to Take

Einnahme:

  • 1 Tablette einmal täglich, morgens
  • Unabhängig von Mahlzeiten
  • Mit ausreichend Wasser

Hinweise:

  • Vor der Fixkombination wird die Dosis mit den Einzelwirkstoffen eingestellt
  • Beim Wechsel auf die Kombination kann der Blutdruck zu stark abfallen (siehe Dosierung)
  • Regelmäßige Blutdruck- und Laborkontrollen
  • Vorsicht beim Autofahren und beim Bedienen von Maschinen: Schwindel oder Schwächegefühl können das Reaktionsvermögen beeinträchtigen, besonders zu Behandlungsbeginn, bei Dosiserhöhung, Präparatewechsel und zusammen mit Alkohol
  • Nicht abrupt absetzen

Bei vergessener Dosis:

  • Innerhalb weniger Stunden nachholen
  • Ansonsten nächste Dosis zur gewohnten Zeit
  • Nie die doppelte Dosis einnehmen

Contraindications

Enalapril-ratiopharm® comp. darf nicht eingenommen werden bei:

  • Überempfindlichkeit gegen Enalapril oder andere ACE-Hemmer, gegen Hydrochlorothiazid oder andere Thiazide, gegen Sulfonamide oder einen der sonstigen Bestandteile
  • Seltener erblicher Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption (die Tabletten enthalten Lactose)
  • Erblich bedingtem oder ungeklärtem Angioödem
  • Angioödem in der Vorgeschichte
  • Akutem Atemnotsyndrom (ARDS), das bereits einmal nach Einnahme von Hydrochlorothiazid aufgetreten ist
  • Beidseitiger Nierenarterienstenose
  • Schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min) oder Dialyse
  • Schwerer Leberfunktionsstörung (Leberkoma oder dessen Vorstufe)
  • Klinisch bedeutsamen Störungen der Blutsalze (erhöhtes Calcium, erniedrigtes Natrium oder erniedrigtes Kalium)
  • Zweitem und drittem Schwangerschaftsdrittel
  • Gleichzeitiger Einnahme von Sacubitril/Valsartan (Behandlung frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis Sacubitril/Valsartan beginnen)
  • Gleichzeitiger Einnahme von Aliskiren bei Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR unter 60 ml/min/1,73 m²)

Vorsicht bei:

  • Eingeschränkter Nierenfunktion
  • Leberfunktionsstörungen
  • Erhöhtem Kaliumspiegel
  • Gleichzeitiger Diuretika-Therapie
  • Weißem Hautkrebs in der Vorgeschichte (die Behandlung mit Hydrochlorothiazid wird ärztlich überprüft)
  • Verengung der Aorten- oder Mitralklappe, hypertropher Kardiomyopathie
  • Durchblutungsstörungen des Herzens oder des Gehirns (ein zu starker Blutdruckabfall könnte einen Herzinfarkt oder Schlaganfall auslösen)
  • Kollagenosen mit Gefäßbeteiligung oder Behandlung mit Immunsuppressiva, Allopurinol oder Procainamid (Gefahr eines Mangels an weißen Blutkörperchen, Anzeichen einer Infektion dem Arzt melden)
  • Geplanter Desensibilisierung gegen Insektengift oder LDL-Apherese (lebensbedrohliche allergieähnliche Reaktionen möglich, der ACE-Hemmer wird vorher zeitweise abgesetzt)
  • Kürzlicher Nierentransplantation (Anwendung nicht empfohlen)
  • Bevorstehender Operation oder Narkose (Narkosearzt informieren)

Schwangerschaft und Stillzeit: Im 2. und 3. Schwangerschaftsdrittel kontraindiziert, im 1. Drittel nicht empfohlen. Kann schwere Schäden beim Ungeborenen verursachen. Bei Kinderwunsch rechtzeitig auf ein sicheres Präparat umstellen. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung unverzüglich zu beenden. In der Stillzeit wird die Anwendung nicht empfohlen.

Possible Side Effects

Sehr häufig (mindestens 10%):

  • Trockener Reizhusten
  • Schwindel
  • Schwächegefühl
  • Verschwommenes Sehen
  • Übelkeit

Häufig (1-10%):

  • Kopfschmerzen
  • Blutdruckabfall, auch beim Aufstehen
  • Durchfall
  • Hautausschlag
  • Angioödem mit Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Kehlkopf (sofort Notarzt rufen!)
  • Zu niedrige oder zu hohe Kaliumwerte
  • Erhöhte Harnsäure bis hin zum Gichtanfall

Gelegentlich (0,1-1%):

  • Muskelkrämpfe
  • Nierenfunktionsstörung bis hin zum Nierenversagen
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse
  • Herzinfarkt oder Schlaganfall, vermutlich durch einen zu starken Blutdruckabfall bei besonders gefährdeten Patienten

Selten:

  • Schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse)
  • Leberfunktionsstörungen
  • Blutbildveränderungen

Sehr selten:

  • Akutes Atemnotsyndrom (ARDS) mit Atemnot, Fieber und Blutdruckabfall, typischerweise Minuten bis Stunden nach der Einnahme (sofort ärztliche Hilfe holen!)

Nicht bekannt:

  • Weißer Hautkrebs (Basalzellkarzinom, Plattenepithelkarzinom), das Risiko steigt mit der insgesamt eingenommenen Menge Hydrochlorothiazid. Prüfen Sie Ihre Haut regelmäßig, schützen Sie sich vor Sonne und UV-Strahlung und zeigen Sie verdächtige Hautveränderungen umgehend Ihrem Arzt.
  • Aderhauterguss im Auge mit Gesichtsfeldausfall und vorübergehender Kurzsichtigkeit, der zu einem akuten Winkelverschlussglaukom führen kann

Hinweis: Der trockene Reizhusten gehört zu den sehr häufigen Nebenwirkungen. Er ist typischerweise hartnäckig, ohne Auswurf und klingt nach dem Absetzen ab.

Interactions

Verstärkte Blutdrucksenkung:

  • Andere Antihypertensiva
  • Diuretika
  • Nitrate
  • Alkohol

Kalium-Anstieg:

  • Kaliumsparende Diuretika
  • Kalium-Ergänzungsmittel
  • Trimethoprim, Cotrimoxazol
  • Ciclosporin, Heparin

Verminderte Wirkung:

  • NSAR (Ibuprofen, Diclofenac), zudem selten akutes Nierenversagen, vor allem bei eingeschränkter Nierenfunktion, bei älteren Menschen oder bei Flüssigkeitsmangel
  • Hohe Kochsalzzufuhr

Erhöhtes Risiko eines Angioödems:

  • Sacubitril/Valsartan (gleichzeitige Einnahme verboten, in beide Richtungen mindestens 36 Stunden Abstand)
  • Racecadotril, mTOR-Inhibitoren (z. B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus), Vildagliptin

Doppelte Hemmung des Renin-Angiotensin-Systems:

  • Aliskiren oder Sartane (Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten): nicht empfohlen, erhöhtes Risiko für Blutdruckabfall, hohe Kaliumwerte und Nierenversagen. Aliskiren ist bei Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion verboten.

Weitere Wechselwirkungen:

  • Lithium (Blutspiegel kann bis in den giftigen Bereich steigen, die Kombination wird nicht empfohlen)
  • Insulin und andere Antidiabetika (Enalapril kann den Blutzucker besonders in den ersten Wochen stärker senken, Hydrochlorothiazid kann die Wirkung abschwächen, daher im ersten Monat engmaschige Blutzuckerkontrollen)
  • Allopurinol, Immunsuppressiva, Kortikoide zum Einnehmen oder Spritzen, Procainamid (Abnahme der weißen Blutkörperchen)
  • Zytostatika, z. B. Cyclophosphamid, Fluorouracil, Methotrexat (stärkere Schädigung des Knochenmarks, besonders Mangel an bestimmten weißen Blutkörperchen)
  • Digitalis-Präparate (stärkere Wirkungen und Nebenwirkungen bei Kalium- oder Magnesiummangel)
  • Arzneimittel, die das QT-Intervall verlängern, z. B. Chinidin, Procainamid, Amiodaron, Sotalol (erhöhtes Risiko für gefährliche Herzrhythmusstörungen vom Typ Torsade de pointes)
  • Kaliumausschwemmende Entwässerungsmittel (z. B. Furosemid), Kortikoide, ACTH, Missbrauch von Abführmitteln (höhere Kalium- und Magnesiumverluste)

Frequently Asked Questions

Beide sind ACE-Hemmer mit ähnlicher Wirkung. Ramipril wird meist einmal täglich genommen, Enalapril-ratiopharm® comp. einmal täglich morgens. Die Wahl hängt von der individuellen Verträglichkeit ab.

In der Regel nicht. Üblich ist 1 Tablette einmal täglich, morgens mit reichlich Flüssigkeit. Die blutdrucksenkende Wirkung von Enalapril-ratiopharm® comp. hält im Allgemeinen 24 Stunden an. Ändern Sie die Einnahme nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Bluthochdruck ist meist eine chronische Erkrankung, die eine Dauerbehandlung erfordert. Setzen Sie Enalapril nicht eigenständig ab, auch wenn Ihr Blutdruck gut eingestellt ist – er würde wieder ansteigen.

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Important Notice

This information does not replace medical advice. If you have questions about your health or the suitability of this medication, please consult a doctor or pharmacist.

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