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Aknemycin® Plus
Akne

Aknemycin® Plus (Erythromycin + Tretinoin gegen Akne)

Erythromycin mit Tretinoin als Lösung zum Auftragen bei Akne — höchstens zwölf Wochen.

Verschreibungspflichtig
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Was ist Aknemycin® Plus?

Aknemycin® Plus ist ein Kombinationspräparat zur äusserlichen Anwendung bei Akne. Es enthält zwei Wirkstoffe: das Antibiotikum Erythromycin und das Retinoid Tretinoin.

Tretinoin (all-trans-Retinsäure) ist das älteste und am besten erforschte topische Retinoid. Es wird seit den 1960er Jahren zur Behandlung von Akne eingesetzt und gilt weiterhin als Goldstandard unter den Retinoiden.

Anders als neuere Retinoide wie Adapalen ist Tretinoin nicht lichtstabil und muss abends angewendet werden. Es ist wirksamer, aber auch irritierender als Adapalen. Viele kennen es unter dem Markennamen Retin-A®.

Tretinoin wird auch zur Anti-Aging-Behandlung eingesetzt und ist eines der wenigen Mittel mit nachgewiesener Wirkung gegen Hautalterung.

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Erythromycin / Tretinoin

Die Lösung enthält zwei Wirkstoffe, die verschiedene Ursachen der Akne angehen.

Tretinoin ist ein Abkömmling von Vitamin A. Es löst die Verhornung im Ausgang der Talgdrüse: Verstopfte Poren öffnen sich, Mitesser lösen sich, und neue entstehen seltener.

Erythromycin ist ein Antibiotikum. Es hemmt das Wachstum der Bakterien, die sich im verstopften Talgdrüsenausgang vermehren und die Entzündung unterhalten.

Weil Tretinoin die Poren öffnet, gelangt das Antibiotikum besser dorthin, wo es wirken soll. Die Kombination wirkt deshalb besser als jeder Wirkstoff allein.

Zur Erwartung: In den ersten zwei bis vier Wochen kann sich das Hautbild vorübergehend verschlechtern — bereits angelegte Entzündungen kommen an die Oberfläche. Ein Ergebnis zeigt sich meist nach sechs bis acht Wochen, die volle Wirkung nach etwa drei Monaten.

Für wen ist es geeignet?

Aknemycin® Plus ist geeignet für:

  • Alle Formen der Akne: nicht entzündliche Formen mit Mitessern ebenso wie entzündliche Formen mit Knötchen und Pusteln
  • Besonders bei fettiger (seborrhoischer) Haut
  • Menschen, die eine Behandlung über höchstens zwölf Wochen konsequent durchführen können

Nicht geeignet in Schwangerschaft und Stillzeit, für Frauen im gebärfähigen Alter ohne sichere Verhütung, bei Rosazea und perioraler Dermatitis sowie auf akut entzündeter, verletzter, ekzematöser oder sonnenverbrannter Haut.

Ob Aknemycin® Plus im Einzelfall passt, entscheidet die ärztliche Prüfung.

Verfügbare Dosierungen

Zusammensetzung:

  • Lösung zur Anwendung auf der Haut mit 4 g Erythromycin und 0,025 g Tretinoin je 100 g (40 mg/g und 0,25 mg/g)
  • Enthält 752 mg Alkohol je ml; die Lösung kann Haare und Textilien bleichen

Packungsgrößen:

  • Applikatorflasche mit 25 ml, Doppelpackung 2 × 25 ml

Anwendung:

  • Laut Fachinformation ein- bis zweimal täglich dünn auf die gereinigte, trockene Haut; üblich ist die einmalige Anwendung am Abend, wie ärztlich verordnet
  • Direkt aus der Applikatorflasche auf das gesamte betroffene Areal auftragen, nicht nur auf einzelne Pickel; Augen, Nasenlöcher, Mundwinkel und Schleimhäute aussparen
  • Anwendungsdauer höchstens zwölf Wochen; danach entscheidet der Arzt über die Weiterbehandlung, meist ohne den antibiotischen Anteil

Darreichung und Packungsgrößen

Laut Arzneimittelkatalog sind 2 Packungsvarianten gelistet: eine Stärke in 2 Packungsgrößen.

Darreichungsform
Lösung
Stärken
4%/0,025%
Packungsgrößen
2x25 ml, 25 ml
StärkePackungPZN
4%/0,025%2x25 ml00104805
4%/0,025%25 ml08618018

Gelistete Packungen laut Arzneimittelkatalog. Welche davon aktuell lieferbar sind und was sie kosten, steht in der Preisübersicht.

Die Pharmazentralnummer (PZN) ist die bundesweit eindeutige Kennnummer einer Packung.

Einnahmehinweise

  • Einmal täglich abends dünn auf die gereinigte, trockene Haut auftragen — auf das gesamte betroffene Areal, nicht nur auf einzelne Pickel.
  • Vor dem Auftragen die Haut mit einem milden Mittel reinigen und gut abtrocknen; etwa 15 Minuten warten.
  • Hände danach waschen.
  • Kontakt mit Augen, Nasenlöchern, Mundwinkeln und Schleimhäuten vermeiden.

Was zu beachten ist

  • Sonnenlicht meiden. Die Haut wird lichtempfindlicher. Kein Solarium; bei Sonne einen Lichtschutz verwenden.
  • Nicht auf verletzte, ekzematöse oder sonnenverbrannte Haut auftragen.
  • Keine austrocknenden oder scheuernden Reinigungsmittel, keine alkoholhaltigen Gesichtswasser, keine Peelings.
  • Die Lösung kann Textilien und Haare bleichen.

Anwendungsdauer: Die Behandlung soll nicht länger als zwölf Wochen dauern. Danach wird sie nach ärztlicher Anweisung meist ohne den antibiotischen Anteil fortgeführt. Grund ist die Bildung unempfindlicher Keime bei langer Anwendung.

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei:

  • Überempfindlichkeit gegen Erythromycin, Tretinoin oder einen der sonstigen Bestandteile.
  • Schwangerschaft und Stillzeit.
  • Frauen im gebärfähigen Alter ohne sichere Verhütung.
  • Akuten Hautentzündungen, offenen Wunden, Ekzemen oder Sonnenbrand im Anwendungsbereich.
  • Rosazea und periorale Dermatitis.
  • Gleichzeitiger Einnahme von Vitamin-A-Präparaten in höherer Dosierung oder anderen Vitamin-A-Abkömmlingen.

Ärztlich abzuklären: Neigung zu sehr trockener oder empfindlicher Haut, berufliche Sonnenexposition, gleichzeitige Anwendung anderer Aknemittel.

Mögliche Nebenwirkungen

Sehr häufig (mehr als 1 von 10)

  • Rötung, Schuppung, Trockenheit und Spannungsgefühl der behandelten Haut, besonders in den ersten Wochen
  • Leichtes Brennen nach dem Auftragen

Häufig (1 bis 10 von 100)

  • Vorübergehende Verschlechterung des Hautbildes zu Beginn
  • Juckreiz
  • Erhöhte Lichtempfindlichkeit

Gelegentlich bis selten

  • Kontaktekzem
  • Vorübergehende Veränderung der Hautfarbe an behandelten Stellen
  • Allergische Hautreaktion

Anwendung unterbrechen und ärztlich abklären lassen bei: starker Rötung, Schwellung, Blasenbildung oder nässenden Stellen.

Lässt sich die Reizung nicht durch eine Pflegecreme auffangen, kann die Anwendung nach ärztlicher Absprache vorübergehend seltener erfolgen.

Wechselwirkungen

  • Andere Aknemittel zum Auftragen — besonders mit Benzoylperoxid, Salicylsäure, Schwefel oder Resorcin: verstärken Reizung und Austrocknung. Nicht gleichzeitig auf dieselbe Stelle auftragen. Benzoylperoxid kann Tretinoin zusätzlich unwirksam machen; wenn beides angewendet wird, dann zeitlich getrennt (eines morgens, eines abends).
  • Andere antibiotikahaltige Mittel zum Auftragen: nicht zusätzlich anwenden.
  • Vitamin-A-Abkömmlinge zum Einnehmen: nicht gleichzeitig.
  • Alkoholhaltige oder scheuernde Kosmetik, Peelings, Enthaarungsmittel: während der Behandlung meiden.

Bitte alle angewendeten Mittel angeben, auch Kosmetika und nicht verschreibungspflichtige Präparate.

Häufige Fragen

Quellen

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Ein zugelassener Arzt prüft Ihre Angaben und stellt bei Eignung ein Rezept aus. Diskret und sicher.

Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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