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Zolmitriptan
Migräne

Zolmitriptan

Vielseitiges Triptan gegen Migräne – als Tablette, Schmelztablette und Nasenspray.

Verschreibungspflichtig
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Was ist Zolmitriptan?

Zolmitriptan ist ein Triptan der zweiten Generation zur Behandlung akuter Migräneattacken. Es ist in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich: als normale Tablette, Schmelztablette und Nasenspray.

Das Nasenspray ist besonders bei starker Übelkeit oder Erbrechen vorteilhaft, da es nicht über den Magen aufgenommen wird. Die Schmelztablette bietet Flexibilität für unterwegs.

Der bekannte Markenname ist Ascotop®.

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Zolmitriptan

Zolmitriptan wirkt als selektiver Serotoninrezeptor-Agonist:

Wirkmechanismus:

  • Bindet an 5-HT1B/1D-Rezeptoren
  • Verengt erweiterte kraniale Blutgefäße
  • Hemmt die Freisetzung von CGRP und anderen Neuropeptiden
  • Blockiert die trigeminale Schmerzweiterleitung

Besonderheiten:

  • Gute ZNS-Gängigkeit
  • Nasenspray wirkt teilweise direkt über Nasenschleimhaut
  • Aktiver Metabolit verlängert die Wirkung

Wirkungseintritt:

  • Tabletten: 45-60 Minuten
  • Schmelztablette: 45 Minuten
  • Nasenspray: 15-30 Minuten

Für wen ist es geeignet?

Zolmitriptan ist geeignet für:

  • Erwachsene mit akuten Migräneattacken
  • Patienten mit ausgeprägter Übelkeit (Nasenspray)
  • Wenn andere Triptane nicht ausreichend wirken

Nasenspray besonders geeignet bei:

  • Starker Übelkeit und Erbrechen
  • Wunsch nach schnellem Wirkungseintritt
  • Wenn Tabletten nicht vertragen werden

Nicht geeignet bei:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Unkontrolliertem Bluthochdruck
  • Wolff-Parkinson-White-Syndrom
  • Hemiplegischer oder Basilaris-Migräne

Verfügbare Dosierungen

Tabletten:

  • 2,5 mg
  • 5 mg

Schmelztabletten:

  • 2,5 mg
  • 5 mg

Nasenspray:

  • 5 mg pro Sprühstoß

Empfohlene Dosierung:

  • Standarddosis: 2,5 mg
  • Bei unzureichender Wirkung: 5 mg
  • Nach 2 Stunden wiederholen möglich
  • Maximum: 10 mg in 24 Stunden

Einnahmehinweise

Tabletten:

  • Mit Wasser schlucken
  • Bei Kopfschmerzbeginn einnehmen

Schmelztabletten:

  • Auf die Zunge legen, zergehen lassen
  • Mit Speichel schlucken
  • Kein Wasser nötig

Nasenspray:

  • Kopf leicht nach vorne neigen
  • In ein Nasenloch sprühen
  • Nicht einatmen während des Sprühens
  • Kopf einige Sekunden gesenkt halten

Allgemeine Hinweise:

  • Bei ersten Kopfschmerzen einnehmen
  • Nicht während der Aura
  • Zweite Dosis erst nach 2 Stunden

Gegenanzeigen

Zolmitriptan darf nicht eingenommen werden bei:

  • Koronarer Herzkrankheit
  • Herzinfarkt, Schlaganfall, TIA in der Vorgeschichte
  • Wolff-Parkinson-White-Syndrom oder anderen Reizleitungsstörungen
  • Unkontrolliertem Bluthochdruck
  • Schwerer Leberinsuffizienz
  • Hemiplegischer oder Basilaris-Migräne
  • MAO-A-Hemmer-Therapie
  • Gleichzeitige Ergotamin-Einnahme

Vorsicht bei:

  • Mittlerer Leberfunktionsstörung (niedrigere Dosis)
  • Kardiovaskulären Risikofaktoren
  • SSRI/SNRI-Therapie

Mögliche Nebenwirkungen

Häufig (1-10%):

  • Geschmacksstörungen (besonders Nasenspray)
  • Parästhesien (Kribbeln)
  • Schwindel
  • Benommenheit
  • Kopfschmerzen
  • Mundtrockenheit
  • Übelkeit

Triptanspezifische Empfindungen:

  • Wärmegefühl
  • Druck-/Engegefühl in Brust und Hals
  • Schwere in Gliedmaßen
  • Meist harmlos!

Nasenspray zusätzlich:

  • Unangenehmer Geschmack
  • Nasale Reizung
  • Nasenbluten (selten)

Selten:

  • Allergische Reaktionen
  • Koronarspasmen
  • Serotoninsyndrom

Wechselwirkungen

Nicht kombinieren mit:

  • Ergotamin (24 Stunden Abstand!)
  • Anderen Triptanen am gleichen Tag
  • MAO-A-Hemmern (Moclobemid)

Dosisreduktion bei:

  • Cimetidin-Einnahme (max. 5 mg/24h)
  • Fluvoxamin (max. 5 mg/24h)

Vorsicht bei:

  • SSRI/SNRI (Serotoninsyndrom-Risiko)
  • Johanniskraut
  • Tryptophan

Häufige Fragen

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Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.